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Margeritenkoralle „Lila/Rot“ (Nachzucht), Goniopora spec., Größe S–M

Echte Nachzucht

Aus Aquakultur, bereits an das Leben im Riffaquarium gewöhnt

Seltene Lila-Rot-Färbung

Violette und rötliche Töne – seltene Farbform der Gattung

Feines Futter nötig

Zwei- bis dreimal pro Woche Plankton oder Staubfutter geben

Abstand einplanen

Nesselnde Polypen brauchen etwa 8–10 cm Platz zu Nachbarn

Margeritenkoralle „Lila/Rot“ (Nachzucht), Goniopora spec., Größe S–M


Auf einen Blick: Margeritenkoralle „Lila/Rot“ (Nachzucht), Goniopora spec.
Deutscher Name:Margeritenkoralle „Lila/Rot“ (Nachzucht)
Wissenschaftlich:Goniopora spec.
Synonyme:Blumentopfkoralle, Goniopora, Flowerpot-Koralle
Herkunft:Indopazifik; Nachzucht aus Aquakultur
Korallengruppe:Großpolypige Steinkoralle (LPS), zooxanthellat
Lichtbedarf:Mittel, etwa PAR 100–200, langsam steigern
Strömung:Mäßig und wechselnd, nicht direkt auf die Polypen
Wasserwerte:Dichte 1,024–1,026, pH 8,1–8,4, KH 8–10 °dKH, Ca 400–450 mg/l, Mg 1250–1350 mg/l
Temperatur:24–26 °C
Platzierung:Unterer bis mittlerer Bereich, fest auf Stein, mit Abstand
Ernährung:Photosynthese plus feines Futter 2–3-mal pro Woche
Wachstum:Mittel
Schwierigkeitsgrad:Mittel; stabile Werte und regelmäßige Fütterung nötig
Lieferform:Größe S–M
Im Detail: Margeritenkoralle „Lila/Rot“ (Nachzucht), Goniopora spec.

Herkunft von Margeritenkoralle „Lila/Rot“ (Nachzucht) (Goniopora spec.)

Margeritenkorallen der Gattung Goniopora gehören zur Familie der Porenkorallen (Poritidae) und sind im tropischen und subtropischen Indopazifik weit verbreitet – vom Persischen Golf über den Indischen Ozean bis in den westlichen Pazifik, einzelne Arten reichen nördlich bis Hongkong und Südjapan. In der Natur besiedeln sie bevorzugt geschützte Lagunen, Riffhänge und küstennahe Flachwasserzonen mit eher trübem, nährstoffreichem Wasser. Ihren deutschen Namen verdanken sie den auffallend langen Polypen: Jeder trägt an der Spitze einen Kranz aus 24 Tentakeln rund um eine kleine Mundscheibe, sodass eine voll geöffnete Kolonie an ein dichtes Beet aus kleinen Margeriten erinnert. Im Handel ist die Gattung auch als Blumentopfkoralle bekannt. Die einzelnen Arten lassen sich am lebenden Tier kaum sicher auseinanderhalten, deshalb wird dieser Ableger bewusst auf Gattungsebene als Goniopora spec. geführt. Es handelt sich um eine Nachzucht aus Aquakultur, die bereits an das Leben im Aquarium gewöhnt ist. Solche Ableger gelten als deutlich anpassungsfähiger als die Wildfänge früherer Jahre, mit denen die Gattung ihren Ruf als heikle Koralle erworben hat. Die Farbform „Lila/Rot“ verbindet violette mit rötlichen Tönen. Damit gehört sie zu den selteneren Färbungen der Gattung, deren Kolonien in der Natur überwiegend creme-, braun- oder grünlich gefärbt sind. Wie kräftig Lila und Rot ausfallen, hängt von Licht, Nährstoffen und dem Öffnungsgrad der Polypen ab.

Haltung im Riffaquarium

Margeritenkorallen galten lange als schwierig, mit Nachzuchten und dem heutigen Wissen über ihre Ansprüche sind sie aber gut zu pflegen, wenn das Riffaquarium eingefahren und stabil läuft. Entscheidend sind gleichbleibende Wasserwerte, vor allem eine konstante Karbonathärte, sowie regelmäßige Fütterung. Ein gesunder Ableger zeigt prall ausgestreckte Polypen, die sich in der Strömung sanft wiegen. Bleiben die Polypen tagsüber dauerhaft eingezogen oder zieht sich das Gewebe vom Rand zurück, stimmen meist Licht, Strömung oder Wasserwerte nicht. Kleinere, häufige Wasserwechsel sind großen, plötzlichen Wechseln vorzuziehen. Achte bei der Kontrolle auch auf die Unterseite der Kolonie, um Schädlinge wie Nacktschnecken oder Plattwürmer früh zu entdecken.

Licht, Strömung und Platzierung

Am besten sitzt die Margeritenkoralle im unteren bis mittleren Bereich des Riffaufbaus oder auf einem festen Stein nahe dem Bodengrund. Dort bekommt sie mittleres Licht und eine indirekte, wechselnde Strömung. Sie sollte sicher fixiert werden, damit die langen Polypen sie nicht in der Strömung lösen. Rund um die Kolonie braucht es Platz, denn die geöffneten Polypen reichen deutlich über den Skelettrand hinaus; zu Nachbarkorallen sind etwa 8 bis 10 Zentimeter Abstand sinnvoll. Öffnet sich ein neuer Ableger an seinem ersten Platz nicht richtig, hilft es oft, ihn etwas tiefer oder in ruhigere Strömung zu setzen.

Wasserwerte und Spurenelemente

Die Haltung erfolgt im Meerwasser-Riffaquarium bei einem Salzgehalt von etwa 33 bis 35 Promille beziehungsweise einer Dichte von 1,024 bis 1,026, einem pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und einer Temperatur von 24 bis 26 °C. Für den Skelettaufbau braucht die Koralle eine stabile Karbonathärte von 8 bis 10 °dKH, Calcium im Bereich von 400 bis 450 mg/l und Magnesium von etwa 1250 bis 1350 mg/l. Nitrat und Phosphat sollten niedrig, aber nicht vollständig aufgezehrt sein; Richtwerte sind etwa 5 bis 10 mg/l Nitrat und 0,03 bis 0,1 mg/l Phosphat. Zu nährstoffarmes Wasser kann das Gewebe dünner werden lassen.

Ernährung und Fütterung

Über ihre symbiotischen Zooxanthellen deckt die Margeritenkoralle einen Teil ihres Energiebedarfs durch Photosynthese, auf zusätzliches Futter ist sie aber angewiesen; Mangelernährung ist eine der häufigsten Ursachen für Ausfälle. Da die Mundöffnungen klein sind, eignen sich sehr feine Futtersorten wie Phytoplankton, Zooplankton, feines Staubfutter für Korallen oder Aminosäurepräparate. Gefüttert wird zwei- bis dreimal pro Woche, am besten gezielt mit einer Futterpipette über den geöffneten Polypen. Die Strömungspumpen werden dafür für etwa 15 bis 20 Minuten ausgeschaltet, damit das Futter nicht sofort weggetragen wird.

Wachstum und Vermehrung

Unter passenden Bedingungen wächst die Margeritenkoralle mit mittlerer Geschwindigkeit und bildet nach und nach eine rundliche bis polsterförmige Kolonie mit immer mehr Polypen. In der Aquakultur wird sie durch Teilung vermehrt; die Wände zwischen den Polypen sind dabei dünn und empfindlich. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen

Margeritenkorallen sind nicht harmlos gegenüber ihren Nachbarn: Ihre Tentakel nesseln, und manche Formen bilden vor allem nachts verlängerte Fangtentakel aus, die benachbarte Korallen schädigen können. Auch mehrere Margeritenkorallen sollten nicht direkt aneinandergesetzt werden. Mit ruhigen Riff-Fischen und Wirbellosen, die nicht an Korallen zupfen, lässt sie sich gut vergesellschaften. Clownfische nehmen sie mitunter als Anemonenersatz an; zu stürmische Clownfische können die Polypen dabei stressen.

Eingewöhnung

Nach der Ankunft wird der Ableger im geschlossenen Beutel zunächst an die Wassertemperatur angeglichen. Anschließend wird über die Tropfmethode langsam Aquarienwasser zugegeben, bis Salzgehalt und Wasserchemie angeglichen sind. Zu Beginn sollte die Koralle eher etwas tiefer oder bei gedimmtem Licht sitzen; die Lichtstärke wird dann über einige Wochen schrittweise gesteigert. Ziehen sich die Polypen tagsüber dauerhaft ein, ist das ein Hinweis auf zu viel Licht. Eine Behandlung mit einem Korallenbad ist eher nach einigen Tagen der Eingewöhnung sinnvoll als direkt nach dem Transport.

Lieferung

Du erhältst eine Nachzucht der Margeritenkoralle „Lila/Rot“ als Ableger in der Größenklasse S–M. Diese Angabe beschreibt einen kleinen bis mittleren Ableger und ist keine feste Zentimeterangabe; Form und Polypenzahl fallen je nach Stück unterschiedlich aus. Nach dem Transport sind die Polypen meist eingezogen und öffnen sich erst nach einigen Stunden bis Tagen wieder vollständig. Die Farbe kann sich nach der Eingewöhnung an Licht und Wasserwerte des neuen Aquariums noch etwas verändern.

Tiergruppe: Korallen
Wassertemperatur: 24 °C, 25 °C, 26 °C

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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