Mallorca‑Geburtshelferkröte, Alytes muletensis, Jungtier
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Mallorca‑Geburtshelferkröte, Alytes muletensis, Jungtier
| Deutscher Name: | Mallorca-Geburtshelferkröte |
| Wissenschaftlich: | Alytes muletensis |
| Synonyme: | Mallorca-Geburtshelferfrosch, Balearen-Geburtshelferkröte |
| Herkunft: | Mittelmeerraum – Balearen (Mallorca) – Gebirgsbäche und Feuchtbiotope |
| Lebensweise: | Semi-aquatisch, dämmerungs- und nachtaktiv |
| Haltungsform: | Paludarium mit Land- und Wasserteil oder große Badeschale |
| Mindestgröße des Terrariums: | 80x40x40 cm (LxBxH) für eine kleine Gruppe |
| Temperatur & Luftfeuchtigkeit: | Tag 20–25 °C, Nacht 16–18 °C, Luftfeuchte 60–80 % |
| Beleuchtung: | Tageslichtspektrum mit geringem UV-Anteil, 10–12 h Beleuchtungsdauer |
| Bodengrund: | Lockere Erde-Sand-Mischung mit Moos und Rindenstücken, teils feucht |
| Futter: | Kleine Insekten, Asseln, Würmer, Spinnen, Vitamine und Kalzium ergänzen |
| Maximale Größe: | Bis ca. 4 cm |
Lebensraum und Verhalten der Mallorca-Geburtshelferkröte (Alytes muletensis)
Diese faszinierende Krötenart ist ausschließlich auf der Insel Mallorca heimisch und bewohnt dort kühle, schattige Schluchten und Gebirgsbäche der Tramuntana. Die Mallorca-Geburtshelferkröte gilt als Relikt einer einst weit verbreiteten Artengruppe und ist ein echtes Naturdenkmal. Sie führt ein zurückgezogenes Leben zwischen Felsen und Wasserrinnen, wo sie tagsüber in Felsspalten ruht und nachts auf Insektenjagd geht. Männchen tragen die befruchteten Eier an den Hinterbeinen mit sich, bis sie die Kaulquappen in ruhige Wasserstellen absetzen – ein außergewöhnliches Brutverhalten, das dieser Tiergruppe ihren Namen gab.
Sie können wählen zwischen fertig entwickelten Jungtieren oder Kaulquappen.
Die richtige Haltung im Terrarium
Für die Haltung empfiehlt sich ein Paludarium mit klar getrenntem Land- und Wasserteil, da die Tiere sowohl feuchte Rückzugsorte als auch Wasser benötigen. Eine durchdachte Einrichtung mit flachen Steinen, Wurzeln und Moos sorgt für sichere Verstecke. Eine größere flache Badeschale genügt in der Regel völlig, wenn sie regelmäßig gereinigt und stets mit sauberem Wasser gefüllt wird. Geeignete Modelle finden Sie in unserer Kategorie Trink- & Badeschalen. Der Bodengrund sollte leicht feucht, aber nicht nass sein, um Häutung und Hautatmung zu unterstützen.
Die richtige Bepflanzung
Für das Paludarium eignen sich robuste, feuchtigkeitsliebende Pflanzen wie Farne, Moose, Ficus pumila oder kleine Philodendron-Arten. Sie bieten Schatten, speichern Feuchtigkeit und stabilisieren das Mikroklima. Flachwurzelnde Pflanzen können im Landteil eingesetzt werden, während schwimmende Arten wie Wasserlinsen oder Riccia den Wasserbereich auflockern.
Beleuchtung, UV und Temperatursteuerung
Ein Tageslichtspektrum mit leichtem UV-Anteil (z. B. 2.0–5.0 UVB) ist empfehlenswert, um einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu schaffen. Temperaturen von 20–25 °C am Tag und 16–18 °C in der Nacht entsprechen dem Klima ihrer Heimat. Eine punktuelle Wärmequelle kann bei Bedarf helfen, sollte aber nicht das gesamte Terrarium überhitzen. Luftfeuchte von 60–80 % ist ideal und wird durch tägliches Sprühen oder eine automatische Beregnungsanlage erreicht. Eine gute Luftzirkulation verhindert Staunässe und Schimmel.
Fütterung: Was frisst die Mallorca-Geburtshelferkröte?
Im Terrarium nimmt Alytes muletensis gern kleine Heimchen, Springschwänze, Asseln oder Fruchtfliegen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Kalzium- und Vitaminzusätzen ist wichtig, besonders in der Zuchtphase. Jungtiere sollten mit kleinem Lebendfutter wie Mikro-Heimchen versorgt werden.
Geschlechtsunterschiede bei Alytes muletensis
Männchen sind etwas kleiner und besitzen kräftigere Arme. Während der Fortpflanzungszeit tragen sie die Eier an den Hinterbeinen, was sie unverwechselbar macht. Weibchen sind dagegen etwas rundlicher gebaut und legen die Eier nach der Paarung ab.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Nach der Paarung wickelt das Männchen die Laichschnur um seine Hinterbeine und trägt die Eier mehrere Wochen mit sich, bis die Kaulquappen weit genug entwickelt sind. Dann werden sie in eine flache Wasserstelle gesetzt, wo sie sich weiterentwickeln. Bei 18–22 °C erfolgt die Metamorphose nach etwa zwei bis drei Monaten. Eine ruhige Umgebung ist entscheidend für den Zuchterfolg.
Die Endgröße und Lebenserwartung von Alytes muletensis
Mit rund 4 cm Körperlänge zählt die Mallorca-Geburtshelferkröte zu den kleinsten europäischen Froschlurchen. In gepflegter Haltung können die Tiere 8–10 Jahre alt werden und bleiben während ihres gesamten Lebens faszinierend in Verhalten und Fortpflanzung.
Nice-to-Know: Von Mittelmeerklippen bis Medizingeschichte
Die Mallorca-Geburtshelferkröte spielte einst eine kuriose Rolle in der Medizingeschichte: Geburtshelferkröten wurden im sogenannten „Froschtest“ für Schwangerschaftsnachweise genutzt, da das Hormon hCG bei Kontakt die Spermienabgabe der Männchen auslöste. Heute steht Alytes muletensis unter strengem Schutz – ihre Wiederentdeckung auf Mallorca war eine kleine Sensation und ein Erfolg europäischer Artenschutzprogramme.
| Telefon: | Terraristik: Telefonberatung (8.30-15.00 Uhr) und Anforderung aktueller Tier-Fotos per WhatsApp: 016099593364 |
|---|---|
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.