Lamarcks Lyrakaiserfisch, Genicanthus lamarck, ca. 5,0-7,0 cm
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Lamarcks Lyrakaiserfisch, Genicanthus lamarck, ca. 5,0-7,0 cm
| Deutscher Name: | Lamarcks Lyrakaiserfisch |
| Wissenschaftlich: | Genicanthus lamarck |
| Synonyme: | Lamarck-Kaiserfisch |
| Herkunft: | Westpazifik; Außenriffe und Steilhänge, etwa 10–50 m tief. |
| Riffaquarium-tauglich: | Überwiegend riffgeeignet; Planktonfresser, individuelle Abweichungen beobachten. |
| Verträglichkeit: | Ruhig; verträgliches Paar oder passende Haremgruppe nur mit viel Platz. |
| Wasserwerte: | 34–35 ‰ Salzgehalt; pH 8,1–8,4; KH 8–12 °dKH. |
| Temperatur: | 24–26 °C |
| Beckengröße: | Ab etwa 1.000 l, mit langer freier Schwimmstrecke. |
| Futter: | Mehrmals täglich feines Frostfutter, später geeignetes Granulat. |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittlerer Anspruch; benötigt zuverlässige Futterversorgung. |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit gelbem Stirnfleck und länger ausgezogenen Schwanzspitzen. |
| Zucht möglich: | Freilaicher; Larvenaufzucht im Heimaquarium nicht üblich. |
| Maximale Größe: | Bis etwa 25 cm. |
| Liefergröße: | ca. 5,0-7,0 cm |
Herkunft von Lamarcks Lyrakaiserfisch (Genicanthus lamarck)
Lamarcks Lyrakaiserfisch ist im westlichen Pazifik verbreitet. Das natürliche Areal reicht vom indomalaiischen Raum bis zu den Salomonen und Vanuatu, im Norden bis Südjapan und im Süden bis zum Great Barrier Reef. Er bewohnt korallenreiche Außenriffe und steil abfallende Riffhänge, meist in ungefähr zehn bis fünfzig Metern Tiefe. Anders als viele am Gestein weidende Kaiserfische sucht er seine Nahrung vor allem im freien Wasser über dem Riff. Kleine planktonische Beutetiere werden aus der Strömung aufgenommen. Dabei können die Tiere in überschaubaren Haremgruppen mit einem dominanten Männchen und mehreren Weibchen auftreten. Ihre helle Grundfarbe und die dunklen, längs verlaufenden Linien unterscheiden sie deutlich von vielen kräftig gefärbten Kaiserfischen. Die gegabelte Schwanzflosse unterstreicht die auf freies Schwimmen ausgerichtete Gestalt. Für das Aquarium lässt sich daraus ein klarer Schwerpunkt ableiten: Freiraum über dem Aufbau ist genauso wichtig wie geschützte Schlafplätze zwischen den Steinen. Die Herkunftsbeschreibung gilt für die Art; ein konkreter Fangort wird damit nicht zugesichert.
Eignung für das Riffaquarium
Als Zooplanktonfresser gilt diese Art meist als gute Kaiserfischwahl für ein Riffbecken. Korallen werden üblicherweise nicht gezielt abgeweidet. Auch bei Garnelen und anderen Wirbellosen ist das Risiko geringer als bei vielen Großkaisern, eine absolute Garantie für jedes Individuum gibt es jedoch nicht.
Vergesellschaftung und Verhalten
Mit friedlichen Riffbewohnern gut kombinierbar, sofern jeder Fisch ungestört fressen kann. Mehrere Männchen können sich bekämpfen. Ein verträgliches Paar oder eine passende Gruppe verlangt zusätzlichen Raum und eine Ausweichmöglichkeit bei Konflikten.
Wasserwerte und Temperatur
Haltungsorientierung: 24–26 °C, Salzgehalt 34–35 ‰, pH 8,1–8,4 und KH 8–12 °dKH. Gleichmäßige Wasserqualität und gute Sauerstoffversorgung unterstützen den aktiven Schwimmer. Salzgehalt regelmäßig messen und Verdunstung ausgleichen.
Aquarium und Einrichtung
Ab etwa 1.000 Litern großzügig planen, bei Gruppen entsprechend mehr. Wichtig sind Länge und freie Wassersäule über einem standfesten Riffaufbau. Schlafhöhlen, durchströmte Bereiche und eine sichere Abdeckung ergänzen die Einrichtung.
Futter und Futterumstellung
Mehrmals täglich kleine Portionen Mysis, angereicherte Artemia und anderes passend feines marines Frostfutter anbieten. Geeignetes Granulat kann nach der Eingewöhnung ergänzt werden. Bei einer Gruppe kontrollieren, ob auch unterlegene Tiere genügend Futter erreichen.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt behutsam anpassen, beispielsweise mit kontrollierter Tropfzugabe bei stabiler Temperatur. Das Licht zunächst reduzieren und den Neuzugang vor Bedrängung schützen. Transportwasser wird verworfen.
Geschlechtsunterschiede
Bei Männchen fallen der gelbe Stirnbereich, schwarze Bauchflossen und stark verlängerte Schwanzflossenenden auf. Weibchen und Jungtiere zeigen einen kräftigeren oberen Längsstreifen. Die Art kann vom weiblichen zum männlichen Geschlecht wechseln; ein bestimmtes Geschlecht ist hier nicht zugesichert.
Zucht
Die natürliche Sozialordnung umfasst einen Harem. Nach Verlust des Männchens kann ein dominantes Weibchen dessen Rolle übernehmen. Laichen allein bedeutet noch keine erfolgreiche Nachzucht; die pelagischen Larven erfordern spezialisierte Aufzuchtbedingungen.
Endgröße und Lebenserwartung
Ausgewachsene Tiere können etwa 25 cm Gesamtlänge erreichen. Für die angebotenen Jungtiere ist dieser spätere Platzbedarf von Anfang an einzuplanen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.