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Labyrinth-Hirnkoralle „Lila/Grün“ (Nachzucht), Platygyra spec., Größe M–L

Zweifarbiges Labyrinth

Lila und Grün heben Täler und Wände des Labyrinths deutlich ab

Aus Nachzucht

Ableger aus Aquakultur statt Wildfang, schont die natürlichen Riffe

Wenig Licht nötig

Kommt mit niedrigem bis mittlerem Licht aus, ideal für untere Zonen

Abstand einplanen

Lange Nesselfäden: mindestens acht bis zehn Zentimeter Platz lassen

Labyrinth-Hirnkoralle „Lila/Grün“ (Nachzucht), Platygyra spec., Größe M–L


Auf einen Blick: Labyrinth-Hirnkoralle „Lila/Grün“ (Nachzucht), Platygyra spec.
Deutscher Name:Labyrinth-Hirnkoralle „Lila/Grün“ (Nachzucht)
Wissenschaftlich:Platygyra spec.
Synonyme:Hirnkoralle, Labyrinthkoralle, Maze Coral, Maze Brain Coral
Herkunft:Gattung im Indopazifik vom Roten Meer und Ostafrika bis Japan und Australien; dieses Tier stammt aus Nachzucht
Korallengruppe:Großpolypige Steinkoralle (LPS), koloniebildend mit Labyrinthmuster
Lichtbedarf:Niedrig bis mittel, etwa 75–150 PAR
Strömung:Mäßig, damit sich kein Mulm auf dem Gewebe absetzt
Wasserwerte:Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 8–9 °dKH, Calcium 400–450 mg/l, Magnesium 1250–1350 mg/l
Temperatur:24–28 °C
Platzierung:Untere bis mittlere Riffzone, mindestens 8–10 cm Abstand zu anderen Korallen
Ernährung:Zooxanthellen; zusätzlich abends kleines Frostfutter oder Plankton
Wachstum:Langsam; krustig, plattig oder kuppelförmig
Schwierigkeitsgrad:Eher einfach, aber Nesselfäden beachten
Lieferform:Größe M–L
Im Detail: Labyrinth-Hirnkoralle „Lila/Grün“ (Nachzucht), Platygyra spec.

Herkunft von Labyrinth-Hirnkoralle „Lila/Grün“ (Nachzucht) (Platygyra spec.)

Die Gattung Platygyra gehört zur Familie der Merulinidae und umfasst elf anerkannte Arten. Ihre Vertreter sind im gesamten Indopazifik verbreitet, von Madagaskar und Ostafrika über das Rote Meer und den Golf von Aden bis nach Indonesien, in das Südchinesische Meer, nach Japan und Australien. Dort leben sie vor allem auf Riffdächern, in Rückriffen und an flachen, sonnigen Hängen bis in etwa dreißig Meter Tiefe, weil sie für ihre Ernährung auf das Licht ihrer Zooxanthellen angewiesen sind. Kennzeichnend sind die langen, gewundenen Täler, in denen die Polypen sitzen und die durch niedrige Wände voneinander getrennt sind. So entsteht das typische Labyrinthmuster, das der Gruppe ihren Namen gibt. In der Natur bilden die Kolonien Kuppeln, Polster oder flache Platten und können einen Meter und mehr erreichen; im Aquarium wachsen sie meist krustig oder plattig. Häufig heben sich Täler und Wände farblich voneinander ab. Die Handelsbezeichnung „Lila/Grün“ beschreibt eine zweifarbige Form; eine genaue Artbestimmung liegt nicht vor, deshalb wird sie auf Gattungsebene als Platygyra spec. geführt. Alle Steinkorallen sind im Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Anhang II gelistet.

Haltung im Riffaquarium

Labyrinth-Hirnkorallen gelten als robust und anfängerfreundlich, solange die Wasserwerte stabil sind. Sie bilden viel Schleim, weshalb ein leistungsfähiger Eiweißabschäumer und eine gute Filterung wichtig sind. Unter Stress können sie ausbleichen oder Gewebe verlieren; fassen Sie die Koralle deshalb nur am Skelett bzw. Sockel an. Beachten Sie vor allem die Nesselfäden, die mit der Größe der Kolonie länger werden und benachbarte Korallen schädigen können. Ein Becken ab etwa 150 Litern mit ausreichend Platz rund um die Koralle ist geeignet.

Licht, Strömung und Platzierung

Ein guter Platz liegt in der unteren bis mittleren Zone des Riffaufbaus auf einem stabilen Stein oder Sockel. Niedriges bis mittleres Licht von etwa 75 bis 150 PAR genügt; zu viel Licht schadet großpolypigen Steinkorallen leichter als etwas zu wenig, deshalb sollten Sie die Koralle schrittweise an hellere Plätze gewöhnen. Die Strömung sollte mäßig sein, sodass sich kein Mulm absetzt, die Polypen sich nachts aber noch ausstrecken können. Halten Sie mindestens acht bis zehn Zentimeter Abstand zu anderen Korallen, denn Nesselfäden der Gattung können neun Zentimeter und länger werden.

Wasserwerte und Spurenelemente

Halten Sie die Dichte bei 1,023 bis 1,025, den pH-Wert bei 8,1 bis 8,4 und die Karbonathärte bei 8 bis 9 °dKH. Für den Aufbau des Kalkskeletts sollten Calcium bei 400 bis 450 mg/l und Magnesium bei 1250 bis 1350 mg/l liegen und regelmäßig kontrolliert werden. Die Temperatur liegt idealerweise zwischen 24 und 28 °C. Nitrat und Phosphat dürfen nachweisbar sein, sollten aber niedrig und vor allem gleichbleibend bleiben, etwa Nitrat bei 5 bis 10 mg/l und Phosphat bei 0,03 bis 0,1 mg/l. Wichtiger als ein bestimmter Einzelwert ist die Stabilität aller Parameter; Änderungen sollten Sie langsam über Tage vornehmen.

Ernährung und Fütterung

Den Großteil ihrer Nahrung liefern die Zooxanthellen im Gewebe. Zusätzlich fängt die Koralle nachts mit ausgestreckten Polypen Plankton und kleine Futterstücke. Ein- bis zweimal pro Woche können Sie abends kleines Frostfutter wie Mysis, angereicherte Artemia oder Mikroplankton bei gedrosselter Strömung über die Täler geben. Achten Sie dabei auf die Wasserqualität und füttern Sie lieber sparsam.

Wachstum und Vermehrung

Platygyra wächst langsam und überzieht zunächst den Untergrund krustig, bevor sie flache Platten oder Kuppeln bildet. Im Aquarium vermehrt sie sich häufig durch Knospung; größere Kolonien lassen sich teilen. Die Farbausprägung der Form „Lila/Grün“ hängt von Licht, Nährstoffen und Spurenelementen ab und kann sich nach dem Umsetzen verändern. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen

Mit riffgeeigneten Fischen und Wirbellosen, die nicht an Korallen zupfen, lässt sich die Labyrinth-Hirnkoralle gut vergesellschaften. Gegenüber anderen Korallen ist sie mäßig wehrhaft: Ihre Nesselfäden tragen kräftige Nesselzellen und können Steinkorallen, Weichkorallen und Krustenanemonen in der Nähe verletzen. Planen Sie den Abstand deshalb großzügig und mit Blick auf das spätere Wachstum.

Eingewöhnung

Lassen Sie den verschlossenen Beutel etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarium schwimmen, damit sich die Temperatur angleicht. Anschließend gleichen Sie den Salzgehalt langsam an, am besten mit der Tropfmethode über 30 bis 60 Minuten. Setzen Sie die Koralle danach zunächst etwas schattiger und bei gedämpfter Strömung ein und rücken Sie sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz, damit sie sich an Licht und Wasserbewegung gewöhnen kann.

Lieferung

Sie erhalten einen Ableger der Labyrinth-Hirnkoralle „Lila/Grün“ aus Nachzucht in der Größenklasse M–L. Diese Angabe ordnet den Ableger in unser Größenraster für Korallen ein; M–L bezeichnet mittlere bis größere Ableger. Farbe und Zeichnung sind natürlich gewachsen und können vom Foto abweichen, besonders unter anderer Beleuchtung.

Tiergruppe: Korallen
Wassertemperatur: 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C, 28 °C

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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