Krustenanemone „Sonic Flare“ (Nachzucht), Zoanthus spec., ca. 8–12 Polypen
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Krustenanemone „Sonic Flare“ (Nachzucht), Zoanthus spec., ca. 8–12 Polypen
| Deutscher Name: | Krustenanemone „Sonic Flare“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Zoanthus spec. |
| Synonyme: | Sonic Flare Zoa, Vamps in Drag, Zoanthid, Zoa |
| Herkunft: | Nachzucht; Gattung im tropischen Indopazifik verbreitet |
| Korallengruppe: | Krustenanemone (Zoanthus), ohne Kalkskelett |
| Lichtbedarf: | mittel, etwa 75 bis 250 PAR |
| Strömung: | mäßig, indirekt und wechselnd |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,026, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | unterer bis mittlerer Riffbereich auf Gestein |
| Ernährung: | Zooxanthellen, gelegentlich feines Korallenfutter |
| Wachstum: | zügig, bildet flächige Polypenrasen |
| Schwierigkeitsgrad: | einfach, auch für Einsteiger geeignet |
| Lieferform: | ca. 8–12 Polypen |
Herkunft von Krustenanemone „Sonic Flare“ (Nachzucht) (Zoanthus spec.)
„Sonic Flare“ ist ein Handelsname für eine Farbform der Krustenanemonen-Gattung Zoanthus. Solche Namen vergeben Züchter und Händler, um besonders schöne Färbungen voneinander zu unterscheiden; eine eigene Art steckt nicht dahinter. In der Riffaquaristik wird dieselbe Form häufig auch als „Vamps in Drag“ angeboten, ein Name, der vor allem über amerikanische Korallenfarmen bekannt geworden ist. Typisch ist ein hell silbrig wirkender Polypenkörper mit einem rötlichen Ring um die Mundscheibe, der unter blaulastigem Riffaquarienlicht kräftig leuchtet. Die Gattung Zoanthus ist in flachen, lichtdurchfluteten Riffzonen des tropischen Indopazifiks und der Karibik verbreitet, wo sie Felsen, Riffdächer und Geröllflächen mit dichten Polypenteppichen überzieht. Dort leben die Polypen in Gezeiten- und Brandungsnähe und sind an wechselnde Lichtstärken und Strömungen gut angepasst. Die einzelnen Zoanthus-Arten lassen sich äußerlich kaum sicher unterscheiden, weil Farbe und Polypenform stark variieren. Deshalb wird diese Farbform wie fast alle Handelsformen als Zoanthus spec. geführt. Unsere Tiere stammen aus Nachzucht, also aus der Vermehrung in Aquarienanlagen, und sind dadurch bereits an Kunstlicht und Aquarienwasser gewöhnt.
Haltung im Riffaquarium
Die Krustenanemone „Sonic Flare“ gilt als robust und eignet sich gut für den Einstieg in die Korallenpflege. Wichtig sind stabile Wasserwerte und eine gleichmäßige Beleuchtung ohne plötzliche Sprünge in der Lichtstärke. Geöffnete, gleichmäßig ausgestreckte Polypen zeigen, dass sie sich wohlfühlen. Bleiben sie über Tage geschlossen, lohnt ein Blick auf Licht, Strömung und mögliche Schädlinge wie Nacktschnecken oder Asselspinnen. Zoanthus kann Palytoxin enthalten, ein starkes Gift. Beim Umsetzen, Ablegerschneiden oder Arbeiten im Becken deshalb immer Handschuhe und Augenschutz tragen. Steine mit Krustenanemonen niemals abkochen, abbürsten oder mit Druck abspülen, da dabei Spritzer oder Dämpfe entstehen können. Nach der Arbeit Hände und Werkzeug gründlich reinigen.
Licht, Strömung und Platzierung
Am besten sitzt die Kolonie im unteren bis mittleren Bereich des Riffaufbaus auf festem Gestein. Zu Beginn eher etwas schattiger platzieren und erst nach einigen Tagen höher setzen, wenn die Polypen gut geöffnet sind. Weil Krustenanemonen flächig über das Gestein wachsen, sollte rundherum etwas Platz bleiben. Viele Aquarianer legen dafür eine eigene kleine Steininsel an, damit die Polypen benachbarte Korallen nicht überwachsen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Die Haltung erfolgt im Riffaquarium mit einer Dichte von 1,023 bis 1,026 (etwa 33 bis 35 Promille Salzgehalt), einem pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und einer Karbonathärte von 7 bis 10 °dKH bei 24 bis 27 °C. Calcium um 400 bis 450 mg/l und Magnesium um 1.250 bis 1.400 mg/l sind passend. Krustenanemonen vertragen etwas Nitrat und Phosphat gut; zu nährstoffarmes Wasser lässt die Farben oft blasser werden.
Ernährung und Fütterung
Den größten Teil ihrer Energie erhalten die Polypen von eingelagerten Zooxanthellen, die mit Licht Photosynthese betreiben. Ergänzend nehmen sie feines Plankton und gelöste Nährstoffe auf. Gelegentliches Füttern mit feinem Korallenfutter, Phytoplankton oder Aminosäuren kann Wachstum und Farbe fördern, ist aber kein Muss.
Wachstum und Vermehrung
Die einzelnen Polypen bleiben klein und erreichen meist knapp einen Zentimeter Durchmesser. Neue Polypen sprossen an der Basis aus einer verbindenden Gewebeschicht, sodass die Kolonie mit der Zeit zu einem dichten Rasen heranwächst. Unter guten Bedingungen geht das recht zügig. Zur Vermehrung lassen sich Polypengruppen samt Untergrund abtrennen und auf neue Steine setzen, dabei unbedingt an Handschuhe und Augenschutz denken.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Krustenanemonen sind friedlich, können aber durch ihr flächiges Wachstum benachbarte Korallen bedrängen. Mit den meisten Riffbewohnern wie Garnelen, Schnecken und rifftauglichen Fischen ist die Vergesellschaftung problemlos. Einige Fische wie bestimmte Kaiser- und Falterfische oder manche Doktorfische zupfen an den Polypen und sind daher ungeeignet.
Eingewöhnung
Nach dem Auspacken den geschlossenen Beutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarium schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Anschließend den Inhalt in ein sauberes Gefäß geben und über die Tropfmethode langsam Aquarienwasser zuführen, bis Salzgehalt und Werte angeglichen sind. Ein Korallenbad gegen Schädlinge ist empfehlenswert. Danach die Kolonie zunächst schattiger platzieren und das Licht über einige Tage behutsam steigern. Beim Umsetzen Handschuhe und Augenschutz tragen.
Lieferung
Geliefert wird ein Ableger aus Nachzucht mit ca. 8 bis 12 Polypen auf einem kleinen Stein oder Ablegersockel. Die Polypenzahl beschreibt die Größe der Kolonie besser als eine Zentimeterangabe, da Krustenanemonen flächig wachsen. Direkt nach dem Transport sind die Polypen oft noch geschlossen und öffnen sich erst nach einigen Stunden bis Tagen. Die Färbung kann je nach Beleuchtung im eigenen Becken etwas anders wirken als auf dem Bild.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.