Krustenanemone „Mohawk“ (Nachzucht), Zoanthus spec., ca. 4 - 6 Polypen
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Krustenanemone „Mohawk“ (Nachzucht), Zoanthus spec., ca. 4 - 6 Polypen
| Deutscher Name: | Krustenanemone „Mohawk“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Zoanthus spec. |
| Synonyme: | Mohawk Zoanthus, Mohawk Zoa |
| Herkunft: | Aquaristische Nachzucht; ursprünglicher Fundort dieser Farbform nicht gesichert |
| Korallengruppe: | Koloniebildende Krustenanemone, Zoanthus spec. |
| Lichtbedarf: | Mittel; zunächst etwa 75–125 PAR, langsam eingewöhnen |
| Strömung: | Mäßig und wechselnd, ohne direkten harten Strahl |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 34–35 PSU, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dKH |
| Temperatur: | 24–26 °C |
| Platzierung: | Unterer bis mittlerer Riffbereich, vorzugsweise auf separatem Stein |
| Ernährung: | Vorwiegend Licht über Symbiosealgen; feines Korallenfutter optional |
| Wachstum: | Flächige Kolonien durch neue Tochterpolypen; Tempo abhängig vom Becken |
| Schwierigkeitsgrad: | Bei stabilen Riffbedingungen gut pflegbar; Schutz beim Umgang nötig |
| Lieferform: | ca. 4 - 6 Polypen |
Herkunft von Krustenanemone „Mohawk“ (Nachzucht) (Zoanthus spec.)
Bei „Mohawk“ lohnt sich der Blick auf die feine Zeichnung der geöffneten Polypen: Auf der dunkleren bis rosavioletten Mundscheibe liegen zahlreiche hellere, pinke bis orangefarbene Sprenkel. Der wärmer gefärbte Bereich um die Mundöffnung hebt sich von den violett wirkenden Randtentakeln ab. Diese Verbindung aus Muster und Farbkontrast macht die Sorte auch zwischen anders gezeichneten Krustenanemonen erkennbar. Angeboten wird eine aquaristische Nachzucht der Gattung Zoanthus; der Name „Mohawk“ bezeichnet die Handelsform und keine wissenschaftlich beschriebene Art. Ein genauer ursprünglicher Naturfundort dieser Zuchtlinie ist nicht gesichert. Allgemein leben Zoanthus in tropischen Meeresriffen, wo sie mit ihren verbundenen Polypen feste Flächen besiedeln. Ihre Mundscheiben öffnen sich zum Licht, während die Koloniebasis den Untergrund krustenartig überzieht. Im Aquarium entsteht so aus einem Ableger eine allmählich wachsende Gemeinschaft vieler Einzeltiere. Die sichtbaren Farben hängen von Spektrum, Intensität und Blickwinkel ab: Unter blau betontem Rifflicht können die Sprenkel kräftiger fluoreszieren, unter weißerem Licht zurückhaltender erscheinen. Eine bestimmte Artzuordnung wird aus dieser Färbung ausdrücklich nicht abgeleitet.
Haltung im Riffaquarium
Ein eingefahrenes Meerwasseraquarium mit gleichmäßigen Bedingungen erleichtert die Pflege. Mittlere Beleuchtung ist ein sinnvoller Ausgangspunkt; die endgültige Position richtet sich nach der Reaktion der Kolonie. Geöffnete, normal proportionierte Polypen sind erwünscht. Dauerhaft geschlossene Polypen geben Anlass, Strömung, Ablagerungen und mögliche Fraßschädlinge zu prüfen. Manche Krustenanemonen können Palytoxin enthalten. Tragen Sie beim Umgang Handschuhe und Augenschutz. Die Kolonie nicht außerhalb des Wassers zerschneiden, abbürsten, unter Druck abspülen oder mit kochendem Wasser behandeln.
Licht, Strömung und Platzierung
Befestigen Sie den Ableger standsicher im unteren bis mittleren Riffbereich. Ein einzelner, vom übrigen Aufbau abgesetzter Stein macht die spätere Ausbreitung leichter kontrollierbar. Eine mäßige, wechselnde Strömung soll Partikel abführen, ohne die Polypen ständig zusammenzudrücken. Vermeiden Sie Sandablagerungen und lassen Sie Abstand zu stark nesselnden Nachbarn.
Wasserwerte und Spurenelemente
Als Orientierung eignen sich 24–26 °C, 34–35 PSU Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und eine Karbonathärte von 7–9 °dKH. Calcium und Magnesium sollten im üblichen Riffbereich liegen, etwa bei 400–450 beziehungsweise 1250–1500 mg/l. Nährstoffe sollen messbar bleiben; moderate Werte sind sinnvoller als abrupte Eingriffe zur vollständigen Nährstoffentfernung. Stabilität hat Vorrang vor dem täglichen Nachregeln einzelner Messzahlen.
Ernährung und Fütterung
Zoanthus nutzt einen wesentlichen Teil seiner Energie aus der Zusammenarbeit mit lichtnutzenden Symbiosealgen. Eine gezielte Fütterung ist deshalb nicht grundsätzlich nötig. Feinstes, für Korallen geeignetes Futter kann bei guter Wasserqualität sparsam angeboten werden; die Aufnahme ist nicht bei jeder Kolonie gleich deutlich. Entfernen Sie überschüssige Reste und vermeiden Sie eine Belastung durch zu reichliche Futtergaben.
Wachstum und Vermehrung
Neue Polypen entstehen an der Koloniebasis und besiedeln benachbarten festen Untergrund. Das Wachstum kann bei guten Bedingungen zügig sein, lässt sich aber nicht für jede Nachzucht vorhersagen. Einzelpolypen sind klein und bilden gemeinsam eine zunehmend größere Fläche; eine feste Endgröße der gesamten Kolonie gibt es nicht. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die Farbform eignet sich für ein gemischtes Riffaquarium, wenn Licht, Strömung und Nachbarschaft passen. Andere Korallen dürfen den Ableger weder beschatten noch mit langen Nesseltentakeln erreichen. Die wachsende Kruste kann sessile Nachbarn bedrängen. Fische und Wirbellose, die Krustenanemonen fressen oder regelmäßig an ihnen zupfen, sind ungeeignet; auch kleine spezialisierte Schnecken können Polypen schädigen.
Eingewöhnung
Gleichen Sie zunächst die Temperatur an und führen Sie anschließend den Salzgehalt langsam an das Aquariumwasser heran, etwa mit einer kontrollierten Tropfmethode. Beobachten Sie dabei das Tier und vermeiden Sie unnötig lange Standzeiten. Setzen Sie den Ableger anfangs etwas lichtgeschützt und erhöhen Sie die Lichtbelastung schrittweise. Behandeln Sie ihn vorsichtig am Sockel, ohne das Gewebe zu quetschen.
Lieferung
Geliefert wird eine Nachzucht als kleiner Ableger mit ca. 4–6 Polypen auf einem geeigneten Sockel oder Steinchen. Die Polypenzahl beschreibt die angebotene Lieferform und keine Zentimetergröße. Während Transport und Eingewöhnung können die Polypen geschlossen bleiben. Färbung und Öffnungszustand können vom Beispielbild abweichen, insbesondere unter anderem Licht.
| Tiergruppe: | Krustenanemonen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.