Krustenanemone „AOI“ (Nachzucht), Zoanthus spec., ca. 8 - 12 Polypen
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Krustenanemone „AOI“ (Nachzucht), Zoanthus spec., ca. 8 - 12 Polypen
| Deutscher Name: | Krustenanemone „AOI“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Zoanthus spec. |
| Synonyme: | AOI Zoa |
| Herkunft: | Nachzucht einer Zoanthus-Handelsform; genauer Naturfundort nicht angegeben |
| Korallengruppe: | Kleinpolypige, koloniale Krustenanemone |
| Lichtbedarf: | Gering bis mittel, langsam anpassen |
| Strömung: | Mittelstark und abwechslungsreich |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 34–35 PSU; pH 8,1–8,4; KH 7–9 °dKH |
| Temperatur: | 24–26 °C |
| Platzierung: | Unterer bis mittlerer Riffbereich; separater Stein |
| Ernährung: | Zooxanthellen; kleine Mengen feines tierisches Futter möglich |
| Wachstum: | Vermehrung durch Knospung; Ausbreitung kontrollieren |
| Schwierigkeitsgrad: | Pflege bei stabilen Werten gut möglich; Palytoxin beachten |
| Lieferform: | ca. 8 - 12 Polypen |
Herkunft von Krustenanemone „AOI“ (Nachzucht) (Zoanthus spec.)
Die Zoanthus-Handelsform AOI lebt von einem auffälligen Farbkontrast: Eine gelbe Mitte steht einer blauen äußeren Zone gegenüber. Der kurze Name ist im Handel zur Wiedererkennung dieser Zeichnung gebräuchlich, aber keine wissenschaftliche Artbezeichnung. Für dieses Angebot ist die Zuordnung zu Zoanthus bis zur Gattung bestätigt. Eine darüber hinausgehende Bestimmung wird nicht aus dem Farbmuster abgeleitet. Der Lieferant kennzeichnet die angebotene Kolonie als Nachzucht. Ein konkreter Naturfundort oder eine dokumentierte Inselherkunft der vermehrten Linie ist nicht angegeben. Die einzelnen Polypen sitzen dicht nebeneinander auf kleinem Substrat. Ihre Mundscheiben öffnen sich über einem kurzen weichen Körper und werden von feinen Tentakeln gesäumt. Unter Riffbeleuchtung wirken gelbe und blaue Bereiche je nach Spektrum unterschiedlich intensiv. Eine langsame Lichtgewöhnung ist deshalb sinnvoller als die sofortige Platzierung unter der stärksten Lampe. Der kleine Kolonieansatz ermöglicht eine gute Beobachtung der Öffnung nach dem Transport. Auf einem eigenen Stein bleibt später erkennbar, wo sich neue Polypen bilden und wie weit die Kolonie den vorgesehenen Platz ausfüllt.
Haltung im Riffaquarium
Krustenanemonen können Palytoxin enthalten. Beim Umgang Handschuhe und Augenschutz tragen. Niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen; nicht außerhalb des Wassers zerschneiden. Die Polypen nicht quetschen und Arbeiten möglichst unter Wasser ausführen.
Licht, Strömung und Platzierung
Ein übersichtlicher Platz mit mäßigem Licht und wechselnder Strömung ist ideal für die erste Eingewöhnung. Intensiveres Licht später nur schrittweise anbieten. Die Mundscheiben sollten weder zugeschüttet noch direkt von einer Pumpe angeblasen werden.
Wasserwerte und Spurenelemente
Für stabile Riffbedingungen sind 24–26 °C, 34–35 PSU Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 7–9 °dKH sinnvolle Orientierungen. Nährstoffwerte nicht abrupt verändern. Neue Kolonien erst nach Eingewöhnung heller stellen.
Ernährung und Fütterung
Die Zooxanthellen versorgen die Kolonie mit Lichtenergie. Feine Schwebnahrung kann ergänzend genutzt werden. Zusätzliche Fütterung sparsam dosieren und geschlossene Polypen nicht mit Futterstrahlen reizen.
Wachstum und Vermehrung
Neue Knospen ergänzen die kleine Kolonie. Eine gleichmäßige Entwicklung ist wichtiger als ein erzwungen schnelles Wachstum durch hohe Futtergaben. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Zwischen der Kolonie und anderen Korallen Abstand lassen. Krustenanemonen können verfügbare Flächen zunehmend besiedeln. Fische und Wirbellose mit Fraßneigung an Polypen sind ungeeignete Nachbarn.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt langsam angleichen, etwa mit kontrollierter Tropfgewöhnung. Beim Umsetzen am Substrat anfassen und die Schutzmaßnahmen beachten. Mit mäßiger Lichtstärke beginnen.
Lieferung
Der Nachzuchtableger wird mit ca. 8–12 Polypen auf kleinem Substrat angeboten. Die Zahl gibt die Lieferform an, keine Zentimetergröße. Nach Transport können einzelne oder alle Polypen zunächst eingezogen sein.
| Tiergruppe: | Krustenanemonen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.