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Kleiner Algenfarn, Azolla caroliniana, Lose Portion
| Deutscher Name: | Kleiner Algenfarn |
| Botanisch: | Azolla caroliniana |
| Synonyme: | Karolina-Algenfarn, Moskitofarn, Feenmoos, Azolla |
| Herkunft: | Südost-Kanada und östliche USA bis Karibik und Nord- und Ostbrasilien |
| Standort: | Wasseroberfläche als Schwimmpflanze |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hoch |
| pH-Bereich: | 5,0 – 8,0 |
| Wasserhärte: | Weich bis hart |
| Wasser-Temperatur: | 18 – 26 °C, verträgt kühleres Wasser |
| Düngung: | Flüssigdünger, bindet Stickstoff selbst |
| CO₂-Zugabe: | Nicht nötig, nimmt CO2 aus der Luft auf |
| Vermehrung: | Teilung der Pflänzchen |
| Wachstum: | Schnell |
| Erreichbare Höhe: | Einzelpflänzchen etwa 1 – 2 cm breit |
| Lieferung als: | Lose Portion / Einzelpflanze, ca. 100 ml lose im Becher |
Herkunft von Kleiner Algenfarn (Azolla caroliniana)
Der Kleine Algenfarn, botanisch Azolla caroliniana, ist ein winziger Schwimmfarn aus der Familie der Schwimmfarngewächse. Seine Heimat reicht vom Südosten Kanadas über die mittleren und östlichen USA bis in die Karibik und in den Norden und Osten Brasiliens. Dort treibt er auf ruhigen Gewässern wie Teichen, Altarmen, Gräben, Sümpfen und langsam fließenden Kanälen und bildet bei guten Bedingungen geschlossene, samtige Teppiche auf der Wasseroberfläche. Die kleinen, dachziegelartig übereinanderliegenden Blättchen sind mit feinen Härchen besetzt und dadurch wasserabweisend. In kühler Jahreszeit oder bei viel Sonne färben sie sich rötlich bis kupferbraun. Eine Besonderheit ist die Lebensgemeinschaft mit einem Blaualgen-Partner, der in Hohlräumen der Blätter lebt und Stickstoff aus der Luft bindet. Deshalb wird der Algenfarn in Asien seit Jahrhunderten als natürlicher Gründünger im Reisanbau genutzt. Die Abgrenzung der Arten innerhalb der Gattung ist schwierig: Der Name Azolla caroliniana wird in der Literatur teils eng mit Azolla cristata verbunden, nach aktueller Pflanzendatenbank gilt Azolla caroliniana aber als eigene, anerkannte Art. In Europa ist die Gattung in einigen Regionen eingeschleppt und sollte deshalb nie in freie Gewässer gelangen.
Optimale Standorte im Aquarium
Der Kleine Algenfarn gehört auf die Wasseroberfläche und wird nicht eingepflanzt. Am besten fühlt er sich in Becken mit ruhiger Oberfläche, etwa in Garnelenbecken, Nano-Aquarien, offenen Becken, Miniteichen oder in einer Schale auf dem Balkon. Ein Ring aus Luftschlauch hält die Pflänzchen an einer Stelle zusammen und schützt sie vor der Filterströmung. Für Jungfische und scheue Arten entsteht so ein schattiger Rückzugsort, ohne dass das ganze Becken zuwächst.
Lichtbedarf
Mittleres bis helles Licht ist ideal. Unter starker Beleuchtung bleiben die Pflänzchen kompakt und zeigen oft rötliche Blattränder, bei wenig Licht werden sie blassgrün und wachsen langsamer. Da der Farn direkt unter der Lampe sitzt, sollte zwischen Wasseroberfläche und Leuchte etwas Abstand bleiben, damit sich die Blättchen nicht überhitzen.
Haltung und Pflege im Aquarium
Wichtig sind trockene Blattoberseiten und eine möglichst ruhige Wasseroberfläche. Spritzwasser, starke Strömung und Kondenswasser, das von einer geschlossenen Abdeckscheibe tropft, lassen die Blättchen faulen. Gut belüftete oder offene Becken eignen sich daher besonders. Weil der Farn rasch wächst, sollte regelmäßig ein Teil abgeschöpft werden, damit noch genug Licht zu den Pflanzen darunter gelangt. Abgestorbene, braune Pflänzchen entfernt man am besten gleich mit einem kleinen Kescher.
Düngung
Dank seiner stickstoffbindenden Blaualgen kommt der Kleine Algenfarn mit wenig Nitrat aus. Für sattgrünes Wachstum braucht er aber Spurenelemente wie Eisen sowie Phosphat und Kalium, die er direkt aus dem Wasser aufnimmt. Ein üblicher Flüssigdünger in normaler Dosierung reicht in der Regel aus; bei Eisenmangel werden die Pflänzchen gelblich.
Zusätzliche CO₂-Versorgung
Eine CO2-Zugabe ist nicht nötig. Als Schwimmpflanze nimmt der Algenfarn Kohlendioxid direkt aus der Luft über der Wasseroberfläche auf und profitiert deshalb nicht von einer CO2-Anlage im Becken.
Vermehrung
Die Vermehrung geschieht von selbst: Die verzweigten Pflänzchen zerfallen beim Wachsen in Teilstücke, aus denen jeweils eine neue Pflanze entsteht. Unter guten Bedingungen kann sich die bedeckte Fläche innerhalb weniger Tage deutlich vergrößern. Überzählige Pflanzen lassen sich einfach abschöpfen und in andere Becken oder einen Gartenteich setzen.
Wachstumsgeschwindigkeit
Der Kleine Algenfarn wächst schnell und bildet dichte, flache Matten aus kleinen, fein gefiederten Schwimmblättchen. Die Würzelchen hängen nur wenige Zentimeter ins Wasser. Durch das schnelle Wachstum entzieht er dem Wasser Nährstoffe und hilft dadurch, Algen in Schach zu halten.
Endgröße
Ein einzelnes Pflänzchen ist etwa ein bis zwei Zentimeter breit und liegt flach auf dem Wasser. Die Matte bleibt sehr niedrig und ragt kaum über die Oberfläche hinaus.
Lieferung als lose Portion oder Einzelpflanze
Der Kleine Algenfarn kommt als lose Portion von etwa 100 ml im Becher, bestehend aus zahlreichen Einzelpflänzchen. Nach dem Auspacken die Pflanzen in einem Sieb vorsichtig mit Aquarienwasser abspülen und dabei eventuelle Fremdpflanzen wie Wasserlinsen aussortieren. Dann die Portion behutsam auf eine ruhige Stelle der Wasseroberfläche gleiten lassen, möglichst mit der Oberseite nach oben, damit die Blättchen trocken bleiben. Ein Ring aus Luftschlauch hilft, die Pflänzchen in den ersten Tagen zusammenzuhalten, bis sie angewachsen sind und sich vermehren.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
|---|---|
| Wasserhärte: | weich bis hart (Pflanzenangabe) |
| Pflegeanspruch: | Pflegeleicht |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hoch |
| CO₂-Zufuhr: | Nicht erforderlich |
| Pflanzentyp: | Schwimmpflanze, Farn |
| Aquarienposition: | Wasseroberfläche |
| Aquarientemperatur: | Geeignet bei 18 °C, Geeignet bei 20 °C, Geeignet bei 22 °C, Geeignet bei 24 °C, Geeignet bei 26 °C |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Schnell |
| Wuchshöhe: | Klein (bis 10 cm) |
| Lieferform: | Lose Pflanze / Portion |
| pH-Wert: | 5–8 |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie Aquarienpflanzen einpflanzen?
Die Vorgehensweisen beim Einpflanzen von Bund- und Topfpflanzen für das Aquarium unterscheiden sich nicht sehr. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Entfernen Sie den Bund oder den Topf.
- Entfernen Sie auch ggf. das Material, in das die Topfpflanzen eingewurzelt sind.
- Bei den Bundpflanzen entfernen Sie ggf. auch das Schaumstoffband, das die Wurzeln umgibt.
- Spülen Sie die neuen Pflanzen gut ab.
- Entfernen Sie ggf. beschädigte Blätter und Triebe mit einer Schere.
- Kürzen Sie die Wurzel um etwa 1/3 ein.
- Die Triebe/Stengel der Bundpflanzen können Sie vereinzeln.
- Bilden Sie mit Ihren Fingern oder einem Aquarium-Pflanzspatel ein Pflanzloch in Ihrem Aquarium-Bodengrund.
- Pflanzen sie die Pflanzen so tief ein, dass das "Herz" der Pflanze nicht vom Bodengrund bedeckt wird. Also nie so tief einpflanzen, dass man den Ursprung der Triebe nicht mehr sehen kann. Eine Pinzette kann dabei hilfreich sein!
- Drücken Sie nach dem Einpflanzen den Bodengrund rings um die frisch eingepflanzte Aquarienpflanze leicht an oder verwenden Sie für den besseren Halt eine Pflanzenklammer.