Kelchkoralle „Orange Eye Ultra“ (Nachzucht), Echinophyllia spec., Größe S–M
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Kelchkoralle „Orange Eye Ultra“ (Nachzucht), Echinophyllia spec., Größe S–M
| Deutscher Name: | Kelchkoralle „Orange Eye Ultra“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Echinophyllia spec. |
| Synonyme: | Chalice, Chalice-Koralle |
| Herkunft: | Indopazifik, Nachzucht aus dem Aquarium |
| Korallengruppe: | Großpolypige Steinkoralle (LPS), plattig wachsend |
| Lichtbedarf: | Mittel, etwa 75–150 PAR |
| Strömung: | Mäßig und indirekt |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 34–35 ‰ (Dichte 1,024–1,026), pH 8,0–8,4, KH 7–10 °dKH, Ca 400–450 mg/l, Mg 1250–1400 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Unten bis Mitte, mindestens 10–15 cm Abstand |
| Ernährung: | Zooxanthellen, zusätzlich abends Mysis, Artemia, Granulat |
| Wachstum: | Mäßig, flach plattig |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Kelchkoralle „Orange Eye Ultra“ (Nachzucht) (Echinophyllia spec.)
Kelchkorallen der Gattung Echinophyllia gehören zur Familie Lobophylliidae und sind in weiten Teilen des tropischen Indopazifiks verbreitet. Im natürlichen Riff wachsen sie bevorzugt an Riffhängen, in Lagunen und an geschützten Stellen, an denen das Licht durch Tiefe, Überhänge oder trüberes Wasser gedämpft ist. Dort bilden sie flache, plattige bis leicht gewellte Kolonien, die sich wie ein Teller über den Untergrund schieben und so möglichst viel Licht einfangen. Auf der Oberfläche sitzen auffällige, ringförmige Polypenmünder, die im Handel gern als Augen bezeichnet werden. Bei der Handelsform „Orange Eye Ultra“ ist die Fläche grün bis blaugrün gefärbt und schimmert leicht, während die Mundöffnungen als leuchtend orangefarbene Augen deutlich hervortreten; der Name beschreibt die Färbung und keine eigene Art. Dieser Artikel ist eine Nachzucht: Er wurde im Aquarium aus einem Ableger vermehrt und stammt nicht aus einer Naturentnahme. Weil sich viele Kelchkorallen am Ableger nicht sicher einer bestimmten Art zuordnen lassen, wird sie bewusst nur auf Gattungsebene als Echinophyllia spec. geführt. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor; bei stabilen Bedingungen können Kolonien im Aquarium jedoch über viele Jahre weiterwachsen.
Haltung im Riffaquarium
Diese Kelchkoralle ist eine großpolypige Steinkoralle für Riffaquarien mit etwas Erfahrung. Sie lebt überwiegend von den Stoffwechselprodukten ihrer symbiotischen Algen und profitiert zusätzlich von gelegentlicher Fütterung. Wichtig sind vor allem gleichbleibende Wasserwerte, eine nicht zu grelle Beleuchtung und eine Wasserbewegung, die Sediment von der Platte fernhält, ohne das Gewebe zu reizen. Ablagerungen auf der Oberfläche sollten nicht liegen bleiben, weil das empfindliche Gewebe darunter Schaden nehmen kann. Beim Umsetzen empfehlen sich Handschuhe.
Licht, Strömung und Platzierung
Am besten steht die Koralle im unteren bis mittleren Bereich des Beckens, gern flach auf einem Felsfuß oder auf dem Sandboden, wo sie sich plattig ausbreiten kann. Die Beleuchtung sollte mittelstark sein, etwa im Bereich von 75 bis 150 PAR; nach dem Einsetzen zunächst etwas schattiger platzieren und erst nach und nach heller stellen. Echinophyllia bildet nachts lange Nesseltentakel und gibt Verdauungsfäden ab. Deshalb rundherum großzügig Abstand zu Nachbarkorallen halten, mindestens 10 bis 15 Zentimeter, bei wachsender Kolonie besser mehr. Eine mäßige, indirekte Strömung ist ideal.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfohlen werden ein Salzgehalt von 34 bis 35 Promille, entsprechend einer Dichte von etwa 1,024 bis 1,026, ein pH-Wert von 8,0 bis 8,4 und eine Karbonathärte von 7 bis 10 °dKH. Für den Aufbau des Kalkskeletts sind Calcium zwischen 400 und 450 mg/l und Magnesium zwischen 1250 und 1400 mg/l wichtig. Die Temperatur liegt idealerweise bei 24 bis 27 °C. Nitrat und Phosphat sollten messbar, aber niedrig sein, etwa 2 bis 10 mg/l Nitrat und 0,02 bis 0,08 mg/l Phosphat. Starke Schwankungen, besonders bei der KH, verträgt die Koralle schlecht. Kupferhaltige Mittel sind tabu.
Ernährung und Fütterung
Einen großen Teil ihres Energiebedarfs deckt die Koralle über ihre Zooxanthellen. Zusätzlich lohnt sich eine gezielte Fütterung ein- bis zweimal pro Woche am Abend, wenn die Fangtentakel ausgestreckt sind. Geeignet sind kleine, fleischige Futterstücke wie Mysis, Artemia, Cyclops oder feines Korallengranulat, die mit einer Pipette über den Mundöffnungen abgegeben werden. Während der Fütterung die Strömung kurz drosseln.
Wachstum und Vermehrung
Echinophyllia wächst als flache, plattige Kolonie, die sich vom Ableger aus über den Untergrund und darüber hinaus schiebt. Das Wachstum ist bei guten Bedingungen mäßig; neue Polypenmünder entstehen am Rand und auf der Fläche. Mit den Jahren kann eine Kolonie mehrere Dutzend Zentimeter Durchmesser erreichen, im Aquarium bleibt sie meist kleiner. Stabile Calcium-, KH- und Magnesiumwerte fördern ein gleichmäßiges Wachstum.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Mit friedlichen Riffbewohnern lässt sich die Kelchkoralle gut vergesellschaften. Fische und Garnelen, die an Korallen zupfen, etwa manche Kaiserfische, sind ungeeignet. Zu anderen Korallen ist wegen der nächtlichen Nesseltentakel und Verdauungsfäden ausreichend Abstand nötig; auch Kelchkorallen untereinander nesseln sich. Aktivkohle kann helfen, abgegebene Stoffe aus dem Wasser zu nehmen.
Eingewöhnung
Den verschlossenen Beutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Becken schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Anschließend den Salzgehalt langsam angleichen, zum Beispiel mit der Tropfmethode über 30 bis 45 Minuten. Danach die Koralle ohne Transportwasser einsetzen und anfangs schattiger stellen. Ein Korallendip vor dem Einsetzen ist empfehlenswert.
Lieferung
Geliefert wird ein Nachzucht-Ableger dieser Kelchkoralle in der Größenklasse S–M, also ein kleiner bis mittlerer Ableger, auf dem die typische Färbung bereits erkennbar ist. Die genaue Form und Größe kann je nach Ableger leicht abweichen. Es handelt sich um Bestellware, die für Ihre Bestellung beim Lieferanten angefordert wird. Farben wirken je nach Beleuchtung unterschiedlich; unter blaulastigem Licht kommt die Fluoreszenz am stärksten zur Geltung.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.