Kelchkoralle „Gelb“ (Nachzucht), Turbinaria reniformis, Größe S–M
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Kelchkoralle „Gelb“ (Nachzucht), Turbinaria reniformis, Größe S–M
| Deutscher Name: | Kelchkoralle „Gelb“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Turbinaria reniformis |
| Synonyme: | Gelbe Kelchkoralle, Gelbe Rollkoralle, Yellow Scroll Coral, Scroll Coral, Turbinaria |
| Herkunft: | Indo-Pazifik vom Roten Meer bis Nordaustralien, Südjapan und Westpazifik; flache, helle Riffzonen |
| Korallengruppe: | Steinkoralle mit Zooxanthellen, plattenförmig; im Handel als LPS geführt |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hell; schrittweise an stärkeres Licht gewöhnen |
| Strömung: | Mäßig bis kräftig; Koralle sicher befestigen, damit sie nicht umgeweht wird |
| Wasserwerte: | Salinität 33–35 ‰ (Dichte 1,023–1,025); pH 8,1–8,4; KH 8–11 °dKH; Ca 400–450 mg/l; Mg 1250–1400 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Mittlerer Beckenbereich auf festem Gestein, mit Platz für flächiges Plattenwachstum |
| Ernährung: | Überwiegend Photosynthese; gelegentlich feines Plankton oder Copepoden |
| Wachstum: | Mäßig; bildet waagerechte Platten oder flache Schüsseln, teils in Etagen |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; etwas empfindlicher als robuste LPS, sorgfältig eingewöhnen |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Kelchkoralle „Gelb“ (Nachzucht) (Turbinaria reniformis)
Turbinaria reniformis ist im Indo-Pazifik weit verbreitet. Ihr Vorkommen reicht vom Roten Meer und dem Golf von Aden über den Indischen Ozean und den zentralen Indo-Pazifik bis nach Nordaustralien, Südjapan, in das Südchinesische Meer und zu den Inselgruppen des West- und Zentralpazifiks. Als zooxanthellate Steinkoralle ist sie auf relativ flaches, gut beleuchtetes Wasser angewiesen, in dem ihre Symbiosealgen genügend Licht erhalten. Die Kolonien wachsen blattartig und bilden waagerechte Platten oder flache Schüsseln, die sich manchmal etagenartig übereinander stapeln. Typisch ist ein gelblicher bis gelbgrüner Farbton mit einem deutlich abgesetzten, kelchfreien Rand, an dem die Platte weiterwächst. Die kleinen, dickwandigen Kelche von etwa 1,5 bis 2 Millimetern sitzen weit verstreut nur auf der Oberseite. Ihre Polypen öffnen sich vor allem in der Dämmerung und nachts. Bei thermischem Stress kann die Art ihre Zooxanthellen abstoßen und ausbleichen. Die Weltnaturschutzunion stuft sie als nicht gefährdet ein; wie alle Steinkorallen steht sie im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Die hier angebotene Handelsform „Gelb“ zeigt das kräftige Gelb, das der Art ihren englischen Namen Yellow Scroll Coral eingebracht hat. Das Tier stammt aus Nachzucht.
Haltung im Riffaquarium
Die gelbe Kelchkoralle ist eine dankbare Koralle für ein eingefahrenes Riffbecken, gilt aber als etwas empfindlicher als besonders robuste großpolypige Steinkorallen. Sie bezieht den Großteil ihrer Energie aus Licht und braucht vor allem stabile Wasserwerte. Gesundes Gewebe überzieht die Platte vollständig, der Wachstumsrand bleibt hell und sauber. Auf den Platten abgelagerter Mulm sollte regelmäßig mit der Pipette abgewedelt werden, da er das Gewebe darunter schädigen kann. Stark gewundene oder sehr dünne Platten sind empfindlicher als kompakte Wuchsformen.
Licht, Strömung und Platzierung
Ideal ist ein Platz im mittleren Bereich des Beckens auf festem Gestein. Die Platten wachsen in die Breite und brauchen seitlich Raum. Da sie wie ein Segel Strömung abfangen, muss die Koralle fest verklebt oder verkeilt werden, damit sie nicht vom Gestein geweht wird. Die Form der Kolonie passt sich Licht und Strömung am Standort an.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfohlen werden eine Salinität von 33 bis 35 ‰ (Dichte etwa 1,023 bis 1,025), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine Karbonathärte von 8 bis 11 °dKH. Calcium sollte bei 400 bis 450 mg/l und Magnesium bei 1250 bis 1400 mg/l gehalten werden, die Temperatur zwischen 24 und 27 °C. Erhöhte Kupferwerte und starke Temperaturspitzen werden schlecht vertragen.
Ernährung und Fütterung
Den größten Teil ihres Bedarfs deckt Turbinaria reniformis über die Photosynthese. Zusätzlich nimmt sie feines Zooplankton auf und kann gelöste Nährstoffe aus dem Wasser verwerten. Ein- bis zweimal wöchentlich etwas Copepoden, Artemia-Nauplien oder feines Planktonfutter in der Dämmerung unterstützt Wachstum und Färbung; die Partikel sollten zur geringen Größe der Polypen passen.
Wachstum und Vermehrung
Die Art wächst mäßig schnell. Aus einem Ableger entsteht nach und nach eine flache, sich verbreiternde Platte oder Schüssel mit hellem Wachstumsrand. Große Kolonien können im Freiland bis etwa einen Meter Durchmesser erreichen, im Aquarium bleibt sie deutlich kleiner.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die gelbe Kelchkoralle nesselt kaum und gilt als friedlich. Wegen der flächigen Platten kann sie aber Nachbarn überwachsen oder beschatten, daher sollte rundherum Platz bleiben. Vor Korallen mit langen Fegetentakeln ist sie zu schützen.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt langsam angleichen, idealerweise mit der Tropfmethode über 30 bis 60 Minuten. Die Koralle zunächst etwas schattiger setzen und innerhalb von ein bis zwei Wochen an das endgültige Licht gewöhnen. Da Turbinaria nach dem Transport empfindlich reagieren kann, ist eine besonders behutsame Eingewöhnung wichtig. Ein Korallenbad vor dem Einsetzen beugt Schädlingen vor.
Lieferung
Sie erhalten einen Nachzucht-Ableger der gelben Kelchkoralle in der Größenklasse S–M. Diese Klasse beschreibt die ungefähre Größe des Ablegers und keine feste Zentimeterangabe, da jedes Stück individuell gewachsen ist. Die Gelbfärbung kann je nach Beleuchtung heller oder etwas grünlicher wirken.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.