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Karibischer Lanzenseeigel, Eucidaris tribuloides

Dicke Lanzenstacheln

Kräftige, stumpfe Hauptstacheln mit natürlichem Aufwuchs.

Robust und langlebig

Gilt in der Meerwasserhaltung als ausdauernder Seeigel.

Nachtaktiver Weidegänger

Weidet nachts Aufwuchs und Detritus vom Gestein ab.

Bedingt riffgeeignet

Kann Kalkrotalgen, Gorgonien und Korallenpolypen anfressen.

Karibischer Lanzenseeigel, Eucidaris tribuloides


Auf einen Blick: Karibischer Lanzenseeigel, Eucidaris tribuloides
Deutscher Name:Karibischer Lanzenseeigel
Wissenschaftlich:Eucidaris tribuloides
Synonyme:Karibik-Lanzenseeigel, Lanzenseeigel
Herkunft:Atlantik und Karibik, von North Carolina über Florida und die Karibik bis Brasilien; verwandte Formen im Ostatlantik
Lebensweise:Langsamer, überwiegend nachtaktiver Seeigel, tagsüber in Spalten und unter Steinen
Riffaquarium-tauglich:Bedingt riffgeeignet; kann Kalkrotalgen, Schwämme, Gorgonien und Korallenpolypen anfressen
Verträglichkeit:Friedlich gegenüber Fischen; nicht mit Drückerfischen, Kugelfischen oder großen Lippfischen halten
Wasserwerte:Salzgehalt etwa 33–35 PSU (Dichte 1,024–1,026); pH 8,1–8,3; KH etwa 7–9 °dKH
Temperatur:Etwa 24–27 °C
Beckengröße:Ab etwa 200 Litern mit viel Lebendgestein
Futter:Allesfresser: Aufwuchsalgen, Detritus, kleine Wirbellose, Algenfutter und Frostfutter
Maximale Größe:Schale meist etwa 5–7 cm, mit Stacheln bis rund 13 cm Gesamtdurchmesser
Liefergröße:ca. 5,0-7,0 cm
Im Detail: Karibischer Lanzenseeigel, Eucidaris tribuloides

Herkunft und Lebensraum von Karibischer Lanzenseeigel (Eucidaris tribuloides)

Der Karibische Lanzenseeigel gehört zu den Lanzenseeigeln, einer sehr alten Seeigelgruppe mit wenigen, dafür auffallend dicken und stumpfen Hauptstacheln. Er lebt im westlichen Atlantik von North Carolina über Florida, die Bahamas und den Golf von Mexiko bis in die Karibik und hinunter nach Brasilien. Eng verwandte Formen werden auch von ostatlantischen Inseln wie den Kapverden und den Azoren gemeldet, und vor Malta hat sich die Art vermutlich mit Ballastwasser angesiedelt. Besiedelt werden flache Riffbereiche, Geröllfelder mit Algenbewuchs, Seegraswiesen und Felsspalten, meist in wenigen Metern Tiefe, nach Fundangaben aber bis etwa 50 Meter. Die kräftigen Stacheln dienen weniger der Verteidigung als dem Verankern: Tagsüber klemmt sich das Tier damit in Spalten, unter Steine oder zwischen Korallenblöcke und ist so kaum herauszulösen. Auf den Stacheln siedeln oft Kalkrotalgen, Schwämme und andere Aufwuchsorganismen, was jedem Tier eine eigene, leicht verwitterte Optik gibt. Die Grundfarbe der Schale ist rotbraun bis rötlich, die Stacheln wirken braun, grau oder rosa überzogen. Für das Aquarium bedeutet das: viel stabiles Gestein mit Höhlen und Überhängen, in denen sich der Seeigel tagsüber zurückziehen kann. Eine genaue Fundortangabe der angebotenen Tiere liegt nicht vor.

Lebensweise und Verhalten

Der Lanzenseeigel ist ein ruhiger, langsamer Bewohner, der vor allem in der Dunkelheit aktiv wird. Dann wandert er über Gestein und Boden, weidet Aufwuchs ab und nimmt dabei auch kleine festsitzende Tiere mit. Tagsüber sitzt er meist eingekeilt in einer Spalte und entfernt sich in der Natur selten weit von seinem Standort. Abgebrochene oder verlorene Stacheln kann er nachbilden. Mit den Saugfüßchen hält er sich gut fest; lose Steine, Korallenableger oder Dekoration kann er beim Umherziehen dennoch umschieben oder umwerfen.

Eignung für das Riffaquarium

Die Art gilt in der Aquaristik als bedingt riffgeeignet. Neben Algen weidet sie Kalkrotalgen ab, die auch ihre Stacheln überziehen, und frisst nach Beobachtungen aus Natur und Aquarium auch Schwämme, Moostierchen, Seescheiden, Gorgonien und Korallenpolypen. In einem Becken mit empfindlichen Weichkorallen, Gorgonien oder frisch gesetzten Ablegern ist daher Vorsicht geboten. Gut geeignet ist der Seeigel für Fischbecken mit reichlich bewachsenem Lebendgestein oder für robuste Riffbecken, in denen alle Ableger fest verklebt sind. Eine angebotene Sepiaschale liefert Kalk und kann den Fraß an Kalkrotalgen etwas verringern.

Aquarium und Einrichtung

Für ein einzelnes Tier ist ein Becken ab etwa 200 Litern mit viel Lebendgestein sinnvoll, damit genug Aufwuchs nachwächst und Rückzugsspalten vorhanden sind. Der Aufbau muss standfest sein, denn der Seeigel stemmt sich mit seinen kräftigen Stacheln in Lücken. Da er reichlich Kot produziert, sind eine leistungsfähige Filterung, ein Abschäumer und regelmäßiges Absaugen des Bodens empfehlenswert.

Wasserwerte und Temperatur

Für Seeigel sind stabile Werte besonders wichtig: Salzgehalt etwa 33–35 PSU beziehungsweise eine Dichte von 1,024–1,026, pH-Wert 8,1–8,3, KH etwa 7–9 °dKH, Calcium um 400–430 mg/l und Temperatur etwa 24–27 °C. Nitrat sollte niedrig bleiben. Schwankungen im Salzgehalt, etwa durch unregelmäßiges Nachfüllen von verdunstetem Wasser, vertragen Seeigel schlecht; eine automatische Nachfüllanlage ist sehr hilfreich. Kupferhaltige Medikamente sind für Stachelhäuter giftig und dürfen im Becken nicht eingesetzt werden.

Ernährung

Der Karibische Lanzenseeigel ist ein Allesfresser. Im Aquarium weidet er Aufwuchsalgen und Detritus von Gestein und Scheiben ab und nimmt kleine festsitzende Wirbellose auf. Reicht der Aufwuchs nicht aus, sollte gezielt zugefüttert werden, etwa mit getrockneten Meeresalgen an einem Clip, Algentabletten oder feinem Frostfutter, das in Reichweite des Tieres abgelegt wird. Ein gut genährter Seeigel neigt weniger dazu, an Korallen oder Gorgonien zu gehen.

Eingewöhnung

Stachelhäuter reagieren empfindlich auf schnelle Änderungen von Salzgehalt und Temperatur. Das Tier deshalb langsam mit der Tropfmethode über mindestens ein bis zwei Stunden an das Aquarienwasser gewöhnen, bis Temperatur und Salzgehalt angeglichen sind. Den Seeigel möglichst nicht der Luft aussetzen, sondern im Gefäß unter Wasser umsetzen und auf Gestein in der Nähe einer Spalte ablegen. Eine Aktivkohlefilterung in den ersten Tagen ist vorteilhaft.

Besonderheiten und sicherer Umgang

Die dicken Hauptstacheln gelten nicht als giftig, sind aber hart und können bei unvorsichtigem Zugriff kleine Verletzungen verursachen. Beim Hantieren Handschuhe tragen und das Tier nicht mit Gewalt aus einer Spalte ziehen, da dabei Stacheln und Saugfüßchen beschädigt werden können. Steinaufbauten und Ableger sicher befestigen, damit nichts umgestoßen wird.

Endgröße und Lebenserwartung

Die Schale erreicht meist etwa 5–7 cm Durchmesser; mit den Stacheln kann der Seeigel insgesamt rund 13 cm breit werden. Die angebotenen Tiere mit 5–7 cm liegen damit im Bereich ausgewachsener oder fast ausgewachsener Exemplare. Die Art gilt in der Haltung als robust und langlebig. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Tiergruppe: Seeigel & Sanddollar
Riffverträglichkeit: Mit Einschränkungen
Wassertemperatur: 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C
Endgröße: über 10 bis 20 cm

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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