Karibische Goldrose, Condylactis gigantea, Größe S–M
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Karibische Goldrose, Condylactis gigantea, Größe S–M
| Deutscher Name: | Karibische Goldrose |
| Wissenschaftlich: | Condylactis gigantea |
| Synonyme: | Karibische Seeanemone |
| Herkunft: | Karibik und westlicher Atlantik; Lagunen und Riffe. |
| Lichtbedarf: | Kräftiges, geeignetes Rifflicht. |
| Strömung: | Mäßige, indirekte Strömung ohne direkten Pumpenstrahl. |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 34–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025), pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH. |
| Temperatur: | 24–26 °C |
| Platzierung: | Freier, geschützter Bereich mit Abstand zu sessilen Tieren. |
| Ernährung: | Licht und gelegentlich kleine marine Futterstücke. |
| Symbiose mit Anemonenfischen: | Keine typische natürliche Wirtsanemone für Anemonenfische. |
| Schwierigkeitsgrad: | Für erfahrene Pfleger; nesselt und kann wandern. |
| Maximale Größe: | Große Anemone, Tentakelkranz bis mehrere Dezimeter. |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Karibische Goldrose (Condylactis gigantea)
Die Karibische Goldrose ist eine echte Seeanemone aus dem westlichen Atlantik und der Karibik. In ihrem natürlichen Lebensraum sitzt sie in flacheren Lagunen und an Riffbereichen, häufig mit dem Fuß in einer geschützten Spalte oder unter einem Stein. Lange, schlanke Tentakel können helle, rosa oder violette Spitzen tragen. Farbe und Ausdehnung ändern sich mit Licht, Strömung und Tagesform; das Tier kann sich stark zusammenziehen. Diese Art ist keine der indopazifischen Wirtsanemonen für Clownfische. Ihre Gewebe beherbergen photosynthetische Algen, zugleich nimmt sie kleine tierische Nahrung auf. Ein geeigneter Standort bietet Licht, mäßige Wasserbewegung und genügend Abstand zu Korallen. Wenn Bedingungen nicht passen, kann sie sich lösen und wandern. Dabei besteht ein Risiko für benachbarte sessile Tiere und für die Anemone selbst an offenen Pumpen. Ein gewachsener Riffaufbau und stabile Meerwasserwerte sind wichtiger als eine bestimmte sichtbare Farbe. Die Bezeichnung Goldrose ist ein Handelsname und beschreibt nicht zuverlässig einen einheitlichen Farbton. Im Aquarium braucht sie Platz für die volle Ausdehnung ihrer Tentakel und eine aufmerksam beobachtete Eingewöhnung.
Haltung im Riffaquarium
Stabiles, eingefahrenes Riffaquarium mit kräftigem Licht und moderater indirekter Strömung bereitstellen. Pumpsog und Ansaugöffnungen schützen, weil die Anemone bei Standortwechsel hineinwandern kann. Körperausdehnung und Haftung beobachten.
Licht, Strömung und Platzierung
Fuß an einem geschützten festen Untergrund oder einer Spalte ansetzen lassen; ringsum ausreichend Abstand zu Korallen und weiteren Anemonen lassen. Einen wandernden Fuß nicht gewaltsam abziehen.
Ernährung und Fütterung
Symbiontische Algen tragen zur Versorgung bei. Kleine Portionen geeigneter mariner Nahrung können gelegentlich angeboten werden; nicht überfüttern oder große Brocken aufdrängen.
Symbiose mit Anemonenfischen
Diese karibische Art ist keine typische natürliche Wirtin für indopazifische Anemonenfische. Eine Besiedlung im Aquarium sollte weder versprochen noch erzwungen werden.
Wanderverhalten, Nesselkraft und Pumpenschutz
Tentakel nesseln und können andere Korallen oder kleine Tiere schädigen. Auch Hautkontakt kann unangenehm sein; mit Abstand arbeiten und Ansaugstellen sichern. Wanderungen frühzeitig erkennen.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt langsam angleichen, etwa mit der Tropfmethode. Das Tier behutsam und ohne Verletzung des Fußes an einen geschützten Platz setzen; keine Luftblasen einschließen und Haftung beobachten.
Endgröße und Lebenserwartung
Der Tentakelkranz kann sich auf mehrere Dezimeter ausdehnen, je nach Tier und Bedingungen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Lieferung
Geliefert wird ein Einzeltier in der vom Lieferanten geführten Form S–M. Diese Klassenbezeichnung ist keine verbindliche Zentimeterangabe und sagt nichts über die spätere Ausdehnung aus.
| Tiergruppe: | Anemonen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.