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Kardinals Putzergarnele, Lysmata debelius, ca. 3,0-4,0 cm

Leuchtend roter Körper

Weiße Fühler und helle Punkte setzen auffällige Kontraste.

Geschützte schattige Plätze

Höhlen und Überhänge bieten der scheuen Garnele Sicherheit.

Natürliches Putzverhalten

Sie kann Fische putzen und braucht zusätzlich eigenes Futter.

Ruhige gemeinsame Pflege

Ein passendes Paar benötigt mehrere ungestörte Rückzugsplätze.

Kardinals Putzergarnele, Lysmata debelius, ca. 3,0-4,0 cm


Auf einen Blick: Kardinals Putzergarnele, Lysmata debelius
Deutscher Name:Kardinals Putzergarnele
Wissenschaftlich:Lysmata debelius
Synonyme:Feuergarnele, Kardinal-Putzergarnele
Herkunft:Indopazifik; geschützte Bereiche tropischer Korallenriffe.
Lebensweise:Versteckt lebende Putzergarnele, häufig an Höhlen und Überhängen.
Riffaquarium-tauglich:Im Allgemeinen geeignet; beim Füttern Korallen und Garnele beobachten.
Verträglichkeit:Einzeln oder als verträgliches Paar; keine garnelenfressenden Fische.
Wasserwerte:Salzgehalt 33–35 g/l, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH.
Temperatur:24–26 °C, möglichst gleichmäßig.
Beckengröße:Ab etwa 80 l als Planungsorientierung, mit mehreren schattigen Verstecken.
Futter:Feines marines Frostfutter und sinkendes Krebstierfutter; nicht allein vom Putzen.
Maximale Größe:Meist etwa 4–6 cm Körperlänge, größere Angaben bis etwa 8 cm.
Liefergröße:ca. 3,0-4,0 cm
Im Detail: Kardinals Putzergarnele, Lysmata debelius

Herkunft und Lebensraum von Kardinals Putzergarnele (Lysmata debelius)

Die Kardinals Putzergarnele gehört zu den auffällig gefärbten Garnelen der tropischen Riffe des Indopazifiks. Bereits die ersten beschriebenen Tiere stammten von den Philippinen. Sie nutzt geschützte Stellen im Riff, an denen Felsvorsprünge und Spalten Schatten und Deckung bieten. Dort fällt der kräftig rote Körper bei natürlichem Licht weniger stark auf als unter einer Aquarienbeleuchtung. Helle Fühler und weiße Punkte im vorderen Körperbereich bilden dazu einen deutlichen Kontrast. Auch an den Laufbeinen ist der Übergang zwischen roten und weißen Abschnitten gut zu erkennen. Die sehr langen Fühler reichen über den unmittelbaren Ruheplatz hinaus und helfen bei der Orientierung. Das Tier kann an Fischen putzen, nimmt aber ebenso andere geeignete Nahrung auf. Seine zurückhaltende Lebensweise sollte bei der Gestaltung des Aquariums berücksichtigt werden. Wer ihm nur eine offene Sandfläche anbietet, wird sein normales Verhalten kaum beobachten können. Ein einsehbarer Überhang mit benachbarten Spalten schafft dagegen sowohl einen geschützten Aufenthalt als auch eine gute Möglichkeit, Futteraufnahme und Häutungen zu kontrollieren.

Lebensweise und Verhalten

Die Garnele bleibt häufig an ihrem geschützten Platz und wird besonders zur Fütterung aktiv. Putzverhalten ist möglich, ersetzt aber weder ihre eigene Ernährung noch eine Behandlung erkrankter Fische. Ein verträgliches Paar lässt sich bei passender Einrichtung beobachten; eine Vermehrung mit anspruchsvollen Larven ist keine einfache Routine.

Eignung für das Riffaquarium

Korallen werden gewöhnlich nicht als Nahrung genutzt. Beim Zugriff auf Futter können Garnelen jedoch Polypen stören oder ihnen Futter abnehmen. Füttern Sie deshalb gezielt an einem eigenen Platz. Eine pauschale Garantie für jeden Korallenbesatz lässt sich daraus nicht ableiten.

Vergesellschaftung

Ruhige Riffbewohner ohne Interesse an Garnelen passen am besten. Räuberische Lippfische, Muränen und andere Krebstierjäger sind ungeeignet. Bei Paarhaltung sollten mehrere Rückzugsplätze zur Verfügung stehen, damit sich ein frisch gehäutetes Tier entziehen kann.

Wasserwerte und Temperatur

Ein stabiler Salzgehalt von 33–35 g/l, pH 8,1–8,4 und KH 7–10 °dKH sind eine allgemeine Orientierung für die Riffaquarienhaltung. Die Temperatur sollte möglichst gleichmäßig bei 24–26 °C liegen. Ausreichende Sauerstoffversorgung und regelmäßige Wasserwechsel unterstützen eine verlässliche Wasserqualität.

Aquarium und Einrichtung

Ein gut eingefahrenes Aquarium ab etwa 80 Litern ist eine vorsichtige Planungsgröße für die überschaubare Körpergröße. Entscheidend sind stabiles Meerwasser, geschützte Schattenplätze und ein passender Besatz. Der weite Fühlerraum sollte nicht direkt in einer starken Pumpenströmung liegen.

Fütterung

Bieten Sie kleine Portionen Mysis, Artemia und geeignetes sinkendes Krebstierfutter an. Futter sollte bis an den Ruheplatz gelangen. Die Garnele lebt nicht zuverlässig von Fischresten oder Putzdiensten allein. Beachten Sie, dass sie sich vor und nach einer Häutung zeitweise zurückziehen kann.

Häutung

Nach der Häutung ist der neue Panzer zunächst weich. Ungestörte Rückzugsplätze sind in dieser Phase besonders wichtig. Die abgestreifte Hülle darf im Aquarium bleiben, sofern sie die Wasserqualität nicht belastet. Ergänzen Sie keine Spurenelemente allein wegen einer Häutung ohne Kontrolle der tatsächlichen Wasserwerte.

Eingewöhnung

Gleichen Sie Temperatur und Salzgehalt langsam und überwacht an, beispielsweise mit der Tropfmethode. Ein glatter kleiner Behälter schont Beine und Fühler beim Umsetzen. Lassen Sie das Tier anschließend bei gedämpfter Beleuchtung nahe einem geeigneten Versteck zur Ruhe kommen.

Endgröße und Lebenserwartung

Üblich sind etwa 4–6 cm Körperlänge; einzelne Angaben reichen bis rund 8 cm. Wegen unterschiedlicher Messweisen sollte die Einrichtung mit Reserve geplant werden. Die langen Fühler benötigen zusätzlichen Raum. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Tiergruppe: Garnelen
Riffverträglichkeit: Mit Einschränkungen
Wassertemperatur: 24 °C, 25 °C, 26 °C
Endgröße: über 5 bis 10 cm
Haltungsform: Einzelhaltung

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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