Kardinal-Endler-Guppy, Poecilia wingei
8,99 €*
3 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,30 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferzeit: 2-5 Tage
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Kardinal-Endler-Guppy, Poecilia wingei
| Deutscher Name: | Kardinal-Endler-Guppy |
| Wissenschaftlich: | Poecilia wingei |
| Synonyme: | Endlerguppy, Endlers Lebendgebärender, Cardinal-Endler-Guppy |
| Herkunft: | Nordöstliches Venezuela; Kardinal ist eine Zucht- und Handelsvariante |
| Gesellschafts-Aquarium: | Friedlicher Gruppenfisch; möglichst ab 6 Tieren halten |
| Wasserwerte: | pH 7,0–8,5; mittelhartes bis hartes, mineralreiches Wasser |
| Temperatur: | 24–28 °C |
| Beckengröße: | Ab etwa 40 Litern und 45 cm Kantenlänge |
| Bepflanzung: | Dicht bepflanzte Randzonen, Schwimmpflanzen und freier Schwimmraum |
| Futter: | Omnivor; feines Trocken-, Frost- und Lebendfutter mit Pflanzenanteil |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen kleiner und farbig mit Gonopodium; Weibchen größer und schlichter |
| Lieferung: | Geschlecht zufällig gemischt – wir bemühen uns, Paare zu schicken |
| Zucht möglich: | Ja, lebendgebärend und sehr vermehrungsfreudig |
| Maximale Größe: | Männchen etwa 2–2,5 cm; Weibchen meist 3–4 cm |
| Liefergröße: | ca. 2,0-2,5 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte Zwerggarnelen meist möglich; Garnelennachwuchs wird gefressen |
Herkunft von Kardinal-Endler-Guppy (Poecilia wingei)
Poecilia wingei stammt aus einem kleinen Verbreitungsgebiet im nordöstlichen Venezuela, vor allem aus dem Umfeld der Lagunen Campoma und Buena Vista im Bundesstaat Sucre. Dort lebt die Art in warmen, flachen und mineralreichen Gewässern mit dichter Ufervegetation und Algenaufwuchs. „Kardinal“ ist kein Fundort, sondern eine Zucht- beziehungsweise Handelsvariante, deren Farbmuster zwischen Zuchtlinien etwas abweichen kann. Da Endler-Guppys mit gewöhnlichen Guppys fruchtbare Nachkommen bilden können, lässt sich bei Handelszuchten ein früherer Guppy-Einfluss nicht sicher ausschließen.
Lieferung und Geschlechterverteilung
Die Tiere werden in zufälliger Geschlechterverteilung geliefert. Wir bemühen uns, Ihnen möglichst Paare aus Männchen und Weibchen zusammenzustellen, eine bestimmte Verteilung können wir aber nicht zusichern. Bitte berücksichtigen Sie, dass sich Endler-Guppys bei gemischter Haltung sehr zuverlässig vermehren.
Vergesellschaftung
Endler-Guppys sind lebhafte, friedliche Gruppenfische und sollten nicht einzeln gepflegt werden. Empfehlenswert ist eine Gruppe ab etwa sechs Tieren; auf Dauer ist ein Weibchenüberschuss günstig, damit sich die ausdauernde Balz der Männchen verteilt. Pflanzen und Sichtbarrieren entschärfen kurze Verfolgungen. Geeignete Mitbewohner sind kleine, ruhige Arten mit ähnlichen Ansprüchen an mineralreiches Wasser; große, räuberische oder flossenzupfende Fische passen nicht. Gewöhnliche Guppys sollten nicht zugesetzt werden, wenn die Zuchtlinie erhalten bleiben soll, da beide Arten fruchtbare Hybriden bilden.
Passende Wasserparameter
Poecilia wingei fühlt sich in sauberem, mineralreichem und gut gepuffertem Wasser mit einem pH-Wert von etwa 7,0 bis 8,5 und einer Gesamthärte von ungefähr 10 bis 30 °dGH am wohlsten. Sehr weiches, saures Wasser ist für die dauerhafte Pflege weniger geeignet. Wichtiger als Grenzwerte sind stabile Bedingungen, eine eingefahrene Filterung und regelmäßige Teilwasserwechsel; Ammonium und Nitrit dürfen nicht nachweisbar sein.
Haltungstemperatur
Für die dauerhafte Haltung eignen sich gleichmäßige 24 bis 28 °C. Höhere Temperaturen beschleunigen Stoffwechsel und Sauerstoffbedarf, plötzliche Temperatursprünge sollten vermieden werden. In warmen Becken ist eine gute Oberflächenbewegung wichtig.
Beckengröße
Für eine kleine Gruppe genügt ein gut strukturiertes Aquarium ab etwa 40 Litern mit mindestens 45 cm Kantenlänge. Die Fische sind trotz ihrer geringen Größe ausdauernde Schwimmer und benötigen eine freie Schwimmzone. Bei gemischter Haltung sollte von Beginn an Platz für Nachwuchs eingeplant werden. Eine Abdeckung ist ratsam, da Endler-Guppys springen können.
Bepflanzung
Dichte Stängelpflanzen, feinfiedrige Bestände, Moose und Schwimmpflanzen schaffen Deckung und Ruhezonen, während im Vorder- oder Mittelgrund freier Schwimmraum bleiben sollte. Feine Pflanzenpolster erhöhen zugleich die Überlebenschancen der Jungfische. Aufwuchs auf Pflanzen und Steinen wird gern abgeweidet.
Futter
Endler-Guppys sind Allesfresser mit kleinem Maul. Geeignet sind fein zerriebenes Flockenfutter, Mikrogranulat und Staubfutter mit pflanzlichen Anteilen, ergänzt durch Artemia-Nauplien, Cyclops und kleine Daphnien. Mehrere kleine Portionen pro Tag sind besser als eine große Gabe; Futterreste sollten nicht liegen bleiben.
Geschlechtsunterschiede
Männchen bleiben deutlich kleiner und schlanker, tragen die intensive Färbung und besitzen ein zum Begattungsorgan umgebildetes Gonopodium. Die Handelsvariante „Kardinal“ zeigt markante rote und bläuliche Farbanteile; Ausdehnung und Intensität variieren zwischen einzelnen Tieren. Weibchen sind größer, kräftiger gebaut, meist silbrig bis graubeige gefärbt und besitzen eine fächerförmige Afterflosse.
Zucht
Poecilia wingei ist lebendgebärend. Nach der inneren Befruchtung bringen die Weibchen etwa alle drei bis vier Wochen fertig entwickelte, frei schwimmende Jungfische zur Welt und können Spermien für weitere Würfe speichern. Dichte Moose und Schwimmpflanzen schützen den Nachwuchs, der sofort feines Staubfutter und Artemia-Nauplien annimmt. Für eine saubere Linie dürfen keine gewöhnlichen Guppys oder Endler anderer Herkunft im selben Becken leben.
Endgröße
Männchen erreichen gewöhnlich etwa 2 bis 2,5 cm Gesamtlänge, Weibchen werden kräftiger und meist 3 bis 4 cm lang. Abweichende Angaben entstehen, weil teils die Standardlänge ohne Schwanzflosse gemessen wird.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Mit ausgewachsenen, robusten Zwerggarnelen ist eine gemeinsame Haltung in gut strukturierten Becken meist möglich. Garnelenlarven und sehr junge Garnelen werden jedoch gefressen. Moose, Laub und feine Pflanzen verbessern die Rückzugsmöglichkeiten, bieten aber keinen vollständigen Schutz; für eine gezielte Garnelenzucht ist ein separates Becken zuverlässiger.
| Temperaturbereiche: | Warm (24-26°C) - heizen |
|---|---|
| Wasserhärte: | hart (über 15 °dGH) |
| pH-Bereich: | neutral (pH 6,5–7,5), alkalisch (über pH 7,5) |
| Haltungsform: | Gruppenhaltung |
| pH-Wert: | 7–8,5 |
| Gesamthärte GH: | 15–35 °dGH |
| Karbonathärte KH: | 5–15 °dKH |
| Aufenthaltsbereich: | Oberfläche |
| Mindestgruppengröße: | Ab 4 Tieren |
| Beuteprofil: | Garnelennachwuchs kann Beute sein |
| Strömungsbedarf: | Gering bis mittel |
| Einrichtung für die Tierhaltung: | Dichte Bepflanzung, Freie Schwimmfläche |
| Ernährungsweise: | Allesfresser |
| Futterannahme: | Frostfutter, Lebendfutter |
| Kreuzungsgruppe: | Guppy / Endler (P. reticulata, P. wingei) |
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.