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Kardinal-Endler-Guppy (Paar), Poecilia wingei

Farbenfroher Zwerg

Männchen bleiben nur etwa 2–3 cm klein und leuchten kräftig

Als Paar geliefert

Ein Männchen und ein Weibchen für den Start der Nachzucht

Für kleine Aquarien

Schon ab etwa 30 Litern gut zu halten, mit Pflanzen und Verstecken

Lebendgebärend

Nachwuchs nach rund vier Wochen, Jungfische gut versteckt halten

Kardinal-Endler-Guppy (Paar), Poecilia wingei


Auf einen Blick: Kardinal-Endler-Guppy (Paar), Poecilia wingei
Deutscher Name:Kardinal-Endler-Guppy (Paar)
Wissenschaftlich:Poecilia wingei
Synonyme:Endler-Guppy, Endlers Guppy, Endler's Livebearer, Endler, Endlerguppy, Cumaná-Guppy, Campoma-Guppy, Kardinal-Endler
Herkunft:Nordostvenezuela (Halbinsel Paria, Lagunen bei Campoma und Cumaná); Handelstiere stammen aus Aquarienlinien
Gesellschafts-Aquarium:Friedlich und lebhaft; mit kleinen, ruhigen Fischen vergesellschaftbar, nicht mit Guppys mischen
Wasserwerte:Neutral bis alkalisch, ca. pH 7,0–8,5, mittelhart bis hart (GH etwa 8–20 °dGH)
Temperatur:Etwa 22–28 °C, ideal um 24–26 °C
Beckengröße:Für ein Paar ab ca. 30 Litern; für eine kleine Gruppe besser 54 Liter und mehr
Bepflanzung:Dicht bepflanzt mit Schwimmpflanzen, Moosen und feinfiedrigen Arten, dazu freie Schwimmfläche
Futter:Allesfresser: feines Flocken- und Granulatfutter, Artemia, Daphnien, Mückenlarven, pflanzliche Anteile
Geschlechts-Unterschiede:Männchen kleiner, bunt, mit Gonopodium; Weibchen größer, unscheinbar beige-silbrig mit rundem Bauch
Zucht möglich:Lebendgebärend, Tragzeit etwa 3–4 Wochen; Jungfische brauchen Deckung und feines Futter
Maximale Größe:Männchen ca. 2–3 cm, Weibchen ca. 3–4 cm
Liefergröße:ca. 2,0-3,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Adulte Garnelen meist unproblematisch; Garnelennachwuchs wird häufig als Beute gefressen
Im Detail: Kardinal-Endler-Guppy (Paar), Poecilia wingei

Herkunft von Kardinal-Endler-Guppy (Paar) (Poecilia wingei)

Der Endler-Guppy, wissenschaftlich Poecilia wingei, kommt ursprünglich aus dem Nordosten Venezuelas. Als Heimat gelten küstennahe Lagunen und Gewässer auf der Halbinsel Paria, vor allem im Umfeld von Campoma und Buena Vista. Dort leben die Tiere in warmem, eher hartem und alkalischem Wasser, oft zwischen dichtem Pflanzenwuchs. Berühmt wurde die Art durch eine Entdeckungsgeschichte mit Umwegen: Schon 1937 wurden entsprechende Fische gesammelt, bekannt für Aquarianer wurden sie jedoch erst, als der Biologe John Endler 1975 farbenprächtige Guppy-ähnliche Fische bei Cumaná fand. Nach ihm trägt der Fisch im Handel seinen Namen. Wissenschaftlich beschrieben wurde die Art 2005, spätere genetische Untersuchungen stützten ihre Eigenständigkeit gegenüber dem Guppy (Poecilia reticulata), auch wenn sich beide Arten kreuzen lassen und fruchtbaren Nachwuchs hervorbringen. In der Natur gilt die Art als bedroht. Die Fische im Zoofachhandel stammen aus langjähriger Aquarienzucht. Der Kardinal-Endler ist eine gezüchtete Farblinie; seine Zeichnung ist keine Wildform. Weil Endlers und Guppys sich verpaaren, sind unvermischte Linien nur bei sorgfältiger, getrennter Haltung zu erhalten.

Vergesellschaftung

Endler-Guppys sind friedlich, ständig in Bewegung und unterhaltsam zu beobachten. Die Männchen balzen fast ununterbrochen, und genau das ist bei einem reinen Paar das Hauptproblem: Das Weibchen kann dauerhaft bedrängt werden. Sorgen Sie deshalb für viele Pflanzen, Wurzeln und Sichtbarrieren, damit es sich zurückziehen kann; langfristig ist ein Überschuss an Weibchen (zum Beispiel ein Männchen auf zwei bis drei Weibchen) deutlich entspannter. Als Gesellschaft eignen sich andere kleine, ruhige Fische mit ähnlichen Ansprüchen, etwa kleine Bärblinge, Zwergpanzerwelse oder friedliche Kleinsalmler, sofern das Wasser passt. Große, wuchsstarke oder flossenzupfende Arten sind ungeeignet, da die Tiere zierlich sind. Mit gewöhnlichen Guppys sollten Endlers nicht zusammen gepflegt werden, wenn Sie die Linie rein halten möchten, denn Mischlinge entstehen leicht und der Nachwuchs ist fruchtbar.

Passende Wasserparameter

Die Art stammt aus eher hartem, alkalischem Wasser und fühlt sich bei neutralen bis leicht alkalischen Werten wohl, etwa pH 7,0 bis 8,5 und mittlerer bis hoher Härte (grob 8 bis 20 °dGH). Die Angaben seriöser Quellen schwanken etwas; Endlers aus Aquarienzucht sind meist anpassungsfähig, reagieren aber auf stark saures, sehr weiches Wasser empfindlich. Wichtig sind klare, nitratarme Verhältnisse durch regelmäßige Teilwasserwechsel und ein eingefahrenes Becken. Bei einem Umzug sollten Sie die Tiere langsam an Ihr Wasser gewöhnen, indem Sie nach und nach Aquarienwasser zum Transportwasser geben. Kupferhaltige Mittel und starke Schwankungen der Wasserwerte sind zu vermeiden.

Haltungstemperatur

Eine Temperatur von etwa 22 bis 28 °C wird vertragen, als Wohlfühlbereich haben sich 24 bis 26 °C bewährt. Bei höheren Werten leben die Fische schneller, die Trächtigkeit verkürzt sich und die Tiere altern früher. Zu starke Temperaturschwankungen sollten Sie vermeiden, besonders beim Wasserwechsel.

Beckengröße

Für ein Paar genügt rein rechnerisch ein kleines Becken ab etwa 30 Litern, etwa 40 cm Kantenlänge. Da Endlers sich schnell vermehren und Männchen die Weibchen sehr beanspruchen, lohnt sich ein größeres Aquarium ab etwa 54 Litern, vor allem wenn später eine Gruppe oder weitere Fische einziehen sollen. Wichtiger als reines Volumen ist die Gestaltung: eine freie Schwimmzone vorn, dichte Bepflanzung an Rück- und Seitenwänden. Das Becken sollte abgedeckt sein, da die Tiere gelegentlich springen.

Bepflanzung

Eine dichte Bepflanzung gibt dem Weibchen Rückzugsorte und schützt später den Nachwuchs. Sehr gut geeignet sind Javamoos, Schwimmfarn, Wasserlinsen oder Froschbiss, außerdem feinfiedrige Pflanzen wie Hornkraut oder Wasserpest sowie robuste Arten wie Anubias, Vallisneria und Javafarn. Schwimmpflanzen dämpfen das Licht und bieten Jungfischen Deckung; Wurzeln und Steine schaffen zusätzliche Sichtbarrieren. Lassen Sie dabei vorn genug freien Raum zum Schwimmen und für die Balz der Männchen. Hartes Wasser kommt der Art entgegen, weshalb sich Pflanzen für mittelhartes bis hartes Wasser anbieten.

Futter

Endler-Guppys sind Allesfresser mit kleinem Maul. Geeignet sind feine Flocken, Mikrogranulat und kleines Frostfutter wie Artemia, Daphnien und Mückenlarven, gelegentlich auch lebende Artemia-Nauplien. Ein pflanzlicher Anteil, zum Beispiel Spirulina-Flocken, ergänzt den Speiseplan, und die Fische zupfen gern Aufwuchs von Pflanzen und Dekoration. Füttern Sie ein- bis zweimal täglich nur so viel, wie in etwa zwei Minuten gefressen wird, damit das Wasser sauber bleibt. Jungfische erhalten fein zerriebenes Futter oder frisch geschlüpfte Artemia.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter sind leicht zu unterscheiden. Männchen bleiben kleiner und schlanker, tragen leuchtende Farbmuster und besitzen eine zum Gonopodium umgebildete Afterflosse, mit der sie die Weibchen begatten. Weibchen werden größer, sind kräftiger gebaut und eher unauffällig beige bis silbrig gefärbt; trächtige Tiere haben einen runden Bauch und einen dunklen Trächtigkeitsfleck nahe der Afterflosse. Bei der Kardinal-Linie zeigt nur das Männchen die kräftige Färbung, das Weibchen fällt deutlich schlichter aus.

Zucht

Endler-Guppys sind lebendgebärend und vermehren sich in einem passenden Aquarium meist ohne besonderes Zutun. Die Tragzeit beträgt ungefähr drei bis vier Wochen, je nach Temperatur; pro Wurf kommen oft einige wenige bis etwa zwei Dutzend Jungfische zur Welt. Die Weibchen können Sperma speichern und mehrfach hintereinander Nachwuchs bekommen. Erwachsene Tiere fressen Jungfische nicht immer, aber häufig; dichte Schwimmpflanzen, Moos oder ein separater Aufzuchtbehälter erhöhen die Überlebenschance deutlich. Gefüttert wird mit feinem Pulverfutter und Artemia-Nauplien. Wer die Farblinie erhalten will, trennt sie von Guppys und selektiert Jungtiere nach Zeichnung; bei sehr enger Verwandtschaft kann sich die Vitalität mit der Zeit verringern, weshalb eine Auffrischung mit unverwandten Tieren sinnvoll ist.

Endgröße

Männchen erreichen meist etwa 2 bis 3 cm, Weibchen werden mit etwa 3 bis 4 cm etwas größer. Die Tiere bleiben damit deutlich kleiner als gewöhnliche Guppys. Im Handel werden die Fische häufig noch kleiner angeboten und wachsen im Aquarium bei guter Pflege in wenigen Monaten aus.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Adulte Zwerggarnelen wie Neocaridina-Arten werden von Endler-Guppys in der Regel in Ruhe gelassen, besonders in einem gut strukturierten Becken. Frisch geschlüpfte Garnelen dagegen passen genau ins Beuteschema und werden meist nach und nach gefressen. Wer Garnelennachwuchs aufziehen möchte, sollte reichlich Moos, Laub und dichte Pflanzen anbieten oder die Garnelen in einem eigenen Becken vermehren. Sehr kleine oder frisch gehäutete Garnelen können ebenfalls gelegentlich gestört werden; eine verlässliche Garantie gibt es nicht.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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