Kammkoralle „Space Invader“ (Nachzucht), Pectinia alcicornis, Größe S–M
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Kammkoralle „Space Invader“ (Nachzucht), Pectinia alcicornis, Größe S–M
| Deutscher Name: | Kammkoralle „Space Invader“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Pectinia alcicornis |
| Synonyme: | Kamm-Koralle, Geweih-Kammkoralle, Antler Coral, Space Invader Pectinia |
| Herkunft: | Indopazifik von Indien und Sri Lanka bis zu den Philippinen, Australien und Fidschi; dieses Tier stammt aus Nachzucht |
| Korallengruppe: | Großpolypige Steinkoralle (LPS), koloniebildend mit Graten und Türmchen |
| Lichtbedarf: | Niedrig bis mittel, etwa 75–150 PAR |
| Strömung: | Mäßig und indirekt, ohne das Gewebe zu zerren |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025, pH 8,1–8,4, KH 8–9 °dKH, Calcium 400–450 mg/l, Magnesium 1250–1350 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Untere bis mittlere Riffzone, sicher befestigt, mit viel Abstand wegen Nesselfäden |
| Ernährung: | Zooxanthellen; zusätzlich Mysis, Artemia oder Korallenfutter 2–3-mal pro Woche |
| Wachstum: | Mäßig; gefaltete Platten mit aufragenden Spitzen |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; braucht stabile Werte und genügend Platz |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Kammkoralle „Space Invader“ (Nachzucht) (Pectinia alcicornis)
Die Kammkoralle Pectinia alcicornis gehört zur Familie der Merulinidae und ist im tropischen Indopazifik weit verbreitet. Sie kommt von Indien und Sri Lanka über Myanmar, Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien bis zu den Philippinen, nach Taiwan und Japan, in das Südchinesische Meer sowie nach Papua-Neuguinea, Australien mit dem Great Barrier Reef, Neukaledonien, Palau, Mikronesien, Guam und Fidschi vor. Typisch sind Bereiche mit eher trübem Wasser in etwa fünf bis fünfundzwanzig Metern Tiefe, vor allem auf waagerechten Flächen, schlammigen Böden, Felsvorsprüngen und Korallenschutt. Die Kolonien bilden unregelmäßige Gruppen aus gefalteten, flachen Platten, aus denen aufragende Türmchen wachsen, die mit der Zeit hoch werden und das Bild der Kolonie bestimmen. In der Natur sind sie meist grün, gelb und braun gemischt, wobei die Täler oft dunkler sind als die Ränder. Die Handelsform „Space Invader“ ist eine bekannte Zuchtlinie mit kräftig gelben Kelchen und leuchtend grünem Gewebe; sie ist keine eigene Art. Pectinia alcicornis ist im Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Anhang II gelistet. Ableger aus Nachzucht sind deshalb die bessere Wahl.
Haltung im Riffaquarium
Die Kammkoralle ist fotosynthetisch, aber nicht lichthungrig und passt gut in ein eingefahrenes Riffaquarium mit stabilen Werten. Zu viel Licht schadet ihr deutlich schneller als etwas zu wenig. Ihr Gewebe zeigt sich mal straff, mal aufgebläht; das ist normal. Wichtig ist eine Strömung, die Mulm aus den Tälern zwischen den Graten trägt, ohne das Gewebe zu verletzen. Die Form „Space Invader“ gilt innerhalb der Gattung als besonders wehrhaft und bildet regelmäßig Nesselfäden; planen Sie deshalb von Anfang an genügend Platz ein. Ein Becken ab etwa 150 Litern ist ausreichend.
Licht, Strömung und Platzierung
Setzen Sie die Kammkoralle in die untere bis mittlere Zone des Riffaufbaus, gut befestigt auf einem stabilen Stein oder Sockel, da sie bei Stößen oder starker Strömung umkippen kann. Mittleres Licht von etwa 75 bis 150 PAR ist ideal; die Farbwirkung hängt dabei mehr von der Lichtfarbe als von der Lichtstärke ab und ist unter blauem Licht besonders leuchtend. Die Strömung sollte mäßig und indirekt sein. Halten Sie rundherum mehrere Zentimeter Abstand zu anderen Korallen, denn die Nesselfäden werden vor allem nachts ausgefahren.
Wasserwerte und Spurenelemente
Halten Sie die Dichte bei 1,023 bis 1,025, den pH-Wert bei 8,1 bis 8,4 und die Karbonathärte bei 8 bis 9 °dKH. Für den Aufbau des Kalkskeletts sollten Calcium bei 400 bis 450 mg/l und Magnesium bei 1250 bis 1350 mg/l liegen und regelmäßig kontrolliert werden. Die Temperatur liegt idealerweise zwischen 24 und 27 °C. Nitrat und Phosphat dürfen nachweisbar sein, sollten aber niedrig und vor allem gleichbleibend bleiben, etwa Nitrat bei 5 bis 10 mg/l und Phosphat bei 0,03 bis 0,1 mg/l. Wichtiger als ein bestimmter Einzelwert ist die Stabilität aller Parameter; Änderungen sollten Sie langsam über Tage vornehmen.
Ernährung und Fütterung
Neben der Energie aus der Photosynthese ihrer Zooxanthellen frisst die Kammkoralle gern Futter, vor allem nachts, lässt sich aber auch an eine Fütterung am Tag gewöhnen. Zwei- bis dreimal pro Woche können Sie aufgetaute Mysis, Artemia, Krill oder Korallengranulat anbieten: Strömung kurz abschalten, etwas Futter in die Nähe geben, damit die Tentakel erscheinen, dann das Futter direkt auf das Gewebe legen und nach einigen Minuten die Strömung wieder einschalten. Regelmäßige Fütterung fördert Wachstum und Aussehen.
Wachstum und Vermehrung
Pectinia alcicornis wächst mäßig schnell und bildet aus gefalteten Platten mit der Zeit aufragende Spitzen und Grate. Wegen dieses verlässlichen Wachstums wird die Art in Aquakultur nachgezogen. Für die Verkalkung braucht sie gut verfügbares Calcium, Karbonathärte und Magnesium. Die Farbausprägung der Form „Space Invader“ hängt von Licht, Nährstoffen und Spurenelementen ab und kann sich nach dem Umsetzen verändern. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Mit riffgeeigneten Fischen und Wirbellosen, die nicht an Korallen zupfen, lässt sich die Kammkoralle gut vergesellschaften. Gegenüber anderen Korallen ist die Form „Space Invader“ jedoch deutlich wehrhaft: Ihre Nesselfäden können benachbarte Steinkorallen, Weichkorallen und Krustenanemonen verletzen. Achten Sie in den ersten Wochen auf unerklärliche Schäden in der Nachbarschaft und setzen Sie keine empfindliche Koralle direkt darunter.
Eingewöhnung
Lassen Sie den verschlossenen Beutel etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarium schwimmen, damit sich die Temperatur angleicht. Anschließend gleichen Sie den Salzgehalt langsam an, am besten mit der Tropfmethode über 30 bis 60 Minuten. Setzen Sie die Koralle danach zunächst etwas schattiger und bei gedämpfter Strömung ein und rücken Sie sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz, damit sie sich an Licht und Wasserbewegung gewöhnen kann.
Lieferung
Sie erhalten einen Ableger der Kammkoralle „Space Invader“ aus Nachzucht in der Größenklasse S–M. Diese Angabe ordnet den Ableger in unser Größenraster für Korallen ein; S–M bezeichnet kleine bis mittlere Ableger. Farbe und Zeichnung sind natürlich gewachsen und können vom Foto abweichen, besonders unter anderer Beleuchtung.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.