Kaiserbuntbarsch „Maleri“, Weibchen, Aulonocara stuartgranti
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Kaiserbuntbarsch „Maleri“, Weibchen, Aulonocara stuartgranti
| Deutscher Name: | Kaiserbuntbarsch „Maleri“, Weibchen |
| Wissenschaftlich: | Aulonocara stuartgranti |
| Synonyme: | Goldener Kaiserbuntbarsch, Sunshine Peacock, Aulonocara stuartgranti Maleri, Yellow Regal Peacock |
| Herkunft: | Malawisee, Maleri-Inseln im Südwesten (Ostafrika) |
| Gesellschafts-Aquarium: | Weibchen in kleiner Gruppe zu einem Männchen, ruhige Malawi-Gesellschaft |
| Wasserwerte: | pH 7,5–8,5, GH 10–20 °dH, KH 8–15 °dH |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | ab 120 cm Kantenlänge, rund 240 Liter |
| Bepflanzung: | Feiner Sand, Steinaufbauten mit Höhlen, robuste Pflanzen |
| Futter: | Kleintierfresser: Frostfutter, feines Granulat, Flocken |
| Geschlechts-Unterschiede: | Weibchen graubraun mit dunklen Querbinden, ohne Gelbfärbung |
| Zucht möglich: | Maulbrüterin, trägt die Eier rund drei bis vier Wochen |
| Maximale Größe: | Weibchen etwa 8–10 cm, Männchen bis rund 12 cm |
| Liefergröße: | ca. 7,0-8,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht geeignet, Garnelen und Jungtiere werden gefressen |
Herkunft von Kaiserbuntbarsch „Maleri“, Weibchen (Aulonocara stuartgranti)
Dieses Weibchen gehört zur Standortform „Maleri“ des Kaiserbuntbarsches, die von den Maleri-Inseln im südwestlichen Teil des Malawisees stammt. Die kleine Inselgruppe liegt vor der Küste der Nankumba-Halbinsel, nicht weit vom Nationalpark am Kap Maclear entfernt, und umfasst unter anderem Nakantenga und Nankoma. Weitere Vorkommen dieser gelben Form sind von den Chidunga-Felsen, von Mumbo und von Namalenje bekannt. Die Tiere leben in der Übergangszone, wo felsige Ufer allmählich in Sandflächen mit einzelnen Steinen übergehen. Weibchen und Jungtiere ziehen dort in lockeren Trupps über den Grund und suchen nach Insektenlarven und Kleinkrebsen, während die Männchen kleine Reviere zwischen den Steinen besetzen. Wie alle Kaiserbuntbarsche besitzt auch diese Form vergrößerte Sinnesgruben am Kopf, mit denen sie feinste Bewegungen im Sand wahrnimmt. Die Zuordnung ist in der Fachwelt nicht ganz abgeschlossen: Im Handel wird die Form als Aulonocara stuartgranti „Maleri“ geführt, manche Autoren behandeln sie als eigene, noch unbeschriebene Art. Die angebotenen Tiere sind Nachzuchten aus europäischer Zucht und daher gut an Aquarienbedingungen gewöhnt. Weibchen sind für den Aufbau einer harmonischen Gruppe unverzichtbar, denn erst mehrere Weibchen verteilen das Werben eines Männchens und sorgen für Ruhe im Becken.
Vergesellschaftung
Weibchen des Kaiserbuntbarsches sind deutlich verträglicher als die Männchen. Ideal ist eine Gruppe aus drei bis sechs Weibchen zu einem Männchen derselben Form, denn so verteilt sich das Balzverhalten und kein Tier wird dauerhaft bedrängt. Als Mitbewohner passen ruhige Malawi-Buntbarsche ähnlicher Größe, zum Beispiel Placidochromis, Copadichromis oder der Gelbe Labidochromis. Andere Aulonocara-Arten und -Formen sollten nicht im selben Becken leben, weil sich die Weibchen kaum unterscheiden lassen und es leicht zu Kreuzungen kommt. Sehr ruppige Mbuna sind ungeeignet.
Passende Wasserparameter
Das Wasser soll dem harten, alkalischen Malawiseewasser nahekommen: pH 7,5 bis 8,5, Gesamthärte etwa 10 bis 20 °dH und Karbonathärte 8 bis 15 °dH. Entscheidend ist eine stabile, saubere Wasserqualität mit niedrigem Nitratwert. Ein wöchentlicher Wasserwechsel von 30 bis 50 Prozent und ein kräftiger Filter halten die Werte zuverlässig im grünen Bereich.
Haltungstemperatur
Eine Temperatur von 24 bis 27 °C ist ideal. Kurzzeitig werden auch 28 °C vertragen, dauerhaft höhere Werte belasten die Tiere jedoch, weil der Sauerstoffgehalt sinkt.
Beckengröße
Für ein Männchen mit mehreren Weibchen empfehlen wir ein Aquarium ab 120 cm Kantenlänge und rund 240 Litern. Größere Becken ab 150 cm bieten mehr Platz für Beifische und mindern Spannungen. Wichtig sind freie Sandflächen zum Gründeln und Steinaufbauten, hinter denen sich Weibchen zurückziehen können.
Bepflanzung
Feiner, rundkörniger Sand ist Pflicht, denn die Weibchen nehmen beim Fressen immer wieder Bodengrund ins Maul. Steinaufbauten mit Höhlen und Spalten bieten Rückzugsorte, besonders für trächtige Tiere. Pflanzen werden kaum gefressen, aber gelegentlich ausgegraben; Anubias und Javafarn auf Steinen sowie kräftige Vallisnerien eignen sich gut.
Futter
In der Natur fressen Kaiserbuntbarsche vor allem kleine Wirbellose aus dem Sand. Im Aquarium sind hochwertiges, feines Granulat und Flockenfutter für Buntbarsche eine gute Basis. Ergänzend eignen sich Frostfutter wie Mysis, Artemia, Cyclops und Daphnien. Rote Mückenlarven und sehr fettes Futter nur sparsam reichen. Mehrere kleine Portionen am Tag sind besser als eine große.
Geschlechtsunterschiede
Die Weibchen dieser Form sind unauffällig graubraun bis silbrig gefärbt und tragen mehrere dunkle Querbinden auf den Flanken. Die leuchtend gelbe Körperfarbe und das blaue Gesicht der Männchen fehlen ihnen völlig, auch die Flossen bleiben kürzer und schlicht. Weibchen erreichen nicht die Größe der Männchen. Da sich Weibchen verschiedener Aulonocara-Formen sehr ähneln, sollten sie stets nur mit Männchen ihrer eigenen Form gepflegt werden.
Zucht
Das Weibchen ist ein Maulbrüter. Nach dem Ablaichen über einem flachen Stein oder einer Sandmulde nimmt es die Eier ins Maul, wo sie über die Eiflecken in der Afterflosse des Männchens befruchtet werden. Je nach Größe trägt das Weibchen rund 15 bis 40 Eier etwa drei bis vier Wochen lang aus und frisst in dieser Zeit kaum. Ein trächtiges Weibchen erkennt man am vorgewölbten Kehlsack. Ruhe ist wichtig, da gestresste Tiere die Brut vorzeitig ausspucken. Die Jungfische nehmen sofort Artemia-Nauplien und feines Aufzuchtfutter an.
Endgröße
Weibchen werden etwa 8 bis 10 cm lang, Männchen erreichen rund 12 cm. Die angebotenen Tiere sind 7 bis 8 cm groß und damit bereits fast erwachsen. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa sieben bis zehn Jahren.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Garnelen gehören zur natürlichen Beute. Erwachsene Zwerggarnelen und deren Nachwuchs werden zuverlässig gefressen, eine gemeinsame Pflege ist daher nicht möglich.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.