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Japanischer Zwergschlangenbart „Pusillus“, Ophiopogon japonicus ‘Pusillus’, Topfpflanze
| Deutscher Name: | Japanischer Zwergschlangenbart „Pusillus“ |
| Botanisch: | Ophiopogon japonicus ‘Pusillus’ |
| Synonyme: | Zwerg-Schlangenbart, Dwarf Mondo Grass, Mondogras |
| Herkunft: | Zuchtform; Wildart aus Ostasien |
| Geeignet für: | Terrarium, Paludarium-Landteil, Riparium, Flaschengarten |
| Wuchsform: | Dichte, grasartige Horste mit feinen Blättern |
| Standort im Terrarium: | Vordergrund und Boden, auch am Wasserrand |
| Lichtbedarf: | Halbschattig bis hell, ohne direkte Sonne |
| Temperatur: | 10 – 28 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Mittel bis hoch, 50 – 80 % |
| Substrat: | Humose, gut durchlässige Erde |
| Feuchtigkeit / Gießen: | Gleichmäßig feucht, keine Staunässe |
| Düngung: | Sparsam, verdünnter Grünpflanzendünger |
| Vermehrung: | Teilung der Horste, Ausläufer |
| Wachstum: | Langsam |
| Erreichbare Höhe: | 5 – 10 cm |
| Eignung im Tierterrarium: | Gilt als ungiftig |
| Lieferung als: | Topfpflanze (5-cm-Topf) |
Herkunft von Japanischer Zwergschlangenbart „Pusillus“ (Ophiopogon japonicus ‘Pusillus’)
Der Japanische Schlangenbart, botanisch Ophiopogon japonicus, gehört trotz seines grasartigen Aussehens nicht zu den Gräsern, sondern zur Familie der Spargelgewächse. Die Wildart ist in Ostasien beheimatet und kommt in China, Japan, Korea und Vietnam vor. Dort wächst sie in lichten Wäldern, an schattigen Hängen und an feuchten Bachufern, wo sie mit kurzen unterirdischen Ausläufern dichte, immergrüne Polster bildet. In Japan und China wird die Pflanze seit Jahrhunderten in Gärten als Bodendecker und Rasenersatz verwendet, im englischen Sprachraum ist sie als Mondo Grass bekannt. Die hier angebotene Sorte Pusillus gehört zu den besonders kleinen Zwergformen. Sie bildet dichte Horste aus feinen, schmalen und leicht überhängenden, dunkelgrünen Blättern, die nur wenige Zentimeter hoch werden. Im Sommer erscheinen gelegentlich kleine, blasslila bis weiße Glockenblüten, denen dunkelblaue Beeren folgen können. Die Pflanze ist keine echte Wasserpflanze: Sie verträgt nasse Füße und kurze Überflutung, wächst aber dauerhaft nur über Wasser. Deshalb eignet sie sich besonders für Terrarien, Paludarien und Ripariumbecken, in denen sie als zierlicher Rasen den Boden oder den Uferbereich begrünt.
Verwendung im Terrarium
Die Zwergform eignet sich für Regenwald- und Waldterrarien, den Landteil von Paludarien, Ripariumbecken am Wasserrand sowie für Flaschengärten und Pflanzengläser. Für eine dauerhafte Haltung unter Wasser im Aquarium ist sie nicht geeignet.
Standort und Gestaltung
Am schönsten wirkt sie im Vordergrund und am Boden, in kleinen Gruppen gepflanzt als feiner Rasen zwischen Steinen und Wurzeln. Im Paludarium kann sie direkt am Ufer stehen, solange die Blätter über der Wasserlinie bleiben.
Lichtbedarf
Halbschattige bis helle Standorte ohne direkte Sonne sind ideal. Die Pflanze kommt auch mit weniger Licht zurecht, wächst dann aber noch langsamer und lockerer.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Der Zwergschlangenbart ist sehr anpassungsfähig und wächst zwischen etwa 10 und 28 °C. Er verträgt auch kühlere Terrarien und eignet sich daher für Wald- und Bergwaldterrarien. Eine mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit von 50 bis 80 Prozent ist günstig, Staunässe im dichten Horst sollte jedoch durch etwas Luftbewegung vermieden werden.
Substrat und Wasserversorgung
Geeignet ist eine humose, gut durchlässige Erde, etwa auf Basis von Kokoshumus mit etwas Sand oder Rinde, über einer Drainageschicht. Im Riparium wird er in ein feuchtes, aber nicht dauerhaft überflutetes Substrat gesetzt.
Pflege im Terrarium
Die Pflege ist einfach. Das Substrat gleichmäßig feucht halten, ohne dass die Pflanze dauerhaft im Wasser steht. Vergilbte Blätter werden an der Basis abgezupft. Häufiges Umsetzen und plötzliche Veränderungen der Bedingungen mag die Pflanze nicht, sie sollte daher von Anfang an ihren festen Platz bekommen.
Düngung
Im Terrarium genügt eine sparsame Düngung mit stark verdünntem Grünpflanzendünger etwa alle sechs bis acht Wochen. In Bioaktiv-Terrarien mit Bodenleben ist meist keine zusätzliche Düngung nötig.
Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt durch Teilung älterer Horste oder über kurze Ausläufer, an denen neue Triebe entstehen. Die Teilstücke werden einfach an anderer Stelle wieder eingepflanzt.
Wachstum und Rückschnitt
Das Wachstum ist langsam. Ein Rückschnitt ist kaum nötig, die Horste werden mit der Zeit allmählich dichter und breiter.
Endgröße
Die Sorte Pusillus bleibt sehr niedrig und erreicht meist nur 5 bis 10 Zentimeter Höhe.
Verträglichkeit und Sicherheit für Terrarientiere
Der Japanische Schlangenbart gilt als ungiftig für Menschen und Haustiere und kann daher auch in Terrarien mit Tieren gepflanzt werden, die gelegentlich an Pflanzen knabbern.
Lieferung als Topfpflanze
Die Pflanze wird im kleinen Kulturtopf geliefert. Den Topf vorsichtig entfernen und den Wurzelballen prüfen: Kokos- oder Erdsubstrat kann am Ballen bleiben, eventuell vorhandene Steinwolle sorgfältig von den Wurzeln lösen. Größere Horste können vor dem Einpflanzen in kleinere Büschel geteilt werden. Anschließend in das feuchte Substrat setzen und leicht andrücken.
| Temperaturbereiche: | Kaltwasser (4-18°C) - kein Heizer, Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
|---|---|
| Lieferform: | Topf |
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