Irsacae-Fiederbartwels, Synodontis irsacae
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Irsacae-Fiederbartwels, Synodontis irsacae
| Deutscher Name: | Irsacae-Fiederbartwels |
| Wissenschaftlich: | Synodontis irsacae |
| Synonyme: | keine gebräuchlichen Synonyme bekannt |
| Herkunft: | Ostafrika: endemisch im Tanganjikasee (DR Kongo, Tansania, Sambia) |
| Gesellschafts-Aquarium: | Friedlich gegenüber anderen Arten; mit robusten Tanganjika-Cichliden vergesellschaften |
| Wasserwerte: | pH 7,5–9,0, mittelhart bis hart (etwa 10–20 °dGH) |
| Temperatur: | 23–26 °C |
| Beckengröße: | Ab 150 cm Kantenlänge, für eine Gruppe größer |
| Bepflanzung: | Steinaufbauten mit Höhlen und Sandflächen, robuste Pflanzen möglich |
| Futter: | Allesfresser: Sinkfutter, Frostfutter, Muschelfleisch und pflanzliche Kost |
| Geschlechts-Unterschiede: | Nur an der Genitalpapille sicher erkennbar; Weibchen oft etwas fülliger |
| Zucht möglich: | Im Aquarium bisher kaum dokumentiert |
| Maximale Größe: | Bis etwa 19 cm Gesamtlänge |
| Liefergröße: | ca. 2,0-3,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht geeignet: Garnelen und Nachwuchs werden gefressen |
Herkunft von Irsacae-Fiederbartwels (Synodontis irsacae)
Der Irsacae-Fiederbartwels ist ein echter Ostafrikaner und kommt ausschließlich im Tanganjikasee vor, einem der ältesten und tiefsten Seen der Erde. Die Anrainerstaaten seines Verbreitungsgebiets sind die Demokratische Republik Kongo, Tansania und Sambia. Beschrieben wurde die Art 1959 von dem belgischen Ichthyologen Hubert Matthes anhand von Tieren aus Kalundu am Nordwestufer des Sees. Der ungewöhnliche Artname geht auf die Abkürzung eines zentralafrikanischen Forschungsinstituts zurück, an dem Matthes arbeitete. Lange Zeit hielt man diese Fische nur für Jungtiere des größeren Synodontis dhonti, bis eine Untersuchung im Jahr 2006 klare Unterscheidungsmerkmale belegte und die Art wieder als eigenständig anerkannt wurde. Im See besiedelt er die Uferzone und die Bodenregion über Schneckenschalen, Sand und Schlamm sowie Felsbereiche mit sandigen Zwischenräumen. Ausgewachsene Tiere ziehen sich gern in größere Tiefen von bis zu 40 Metern zurück. Das Seewasser ist dort warm, sehr klar, sauerstoffreich und deutlich alkalisch. Der Fiederbartwels gilt im See als häufig und weit verbreitet. Die angebotenen Tiere sind europäische Nachzuchten und an Aquarienbedingungen gewöhnt.
Vergesellschaftung
Der Irsacae-Fiederbartwels ist ein überwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Bodenbewohner, der tagsüber gern in Höhlen und Spalten ruht. Gegenüber anderen Arten verhält er sich friedlich, doch untereinander können vor allem größere Tiere um die besten Verstecke streiten. Am besten pflegt man ihn einzeln oder in einer Gruppe ab etwa fünf Tieren in einem großen Becken mit ausreichend Rückzugsorten. Als Mitbewohner eignen sich robuste Buntbarsche des Tanganjikasees wie Neolamprologus-, Julidochromis- oder Cyprichromis-Arten sowie andere Fiederbartwelse. Sehr kleine Fische und Jungfische können nachts erbeutet werden. Bei Störung kann er knarrende Laute erzeugen, indem er den Brustflossenstachel bewegt.
Passende Wasserparameter
Wie alle Bewohner des Tanganjikasees braucht dieser Wels alkalisches, eher hartes Wasser. Empfehlenswert sind ein pH-Wert von etwa 7,5 bis 9,0 und eine Gesamthärte von rund 10 bis 20 °dGH. Wichtig sind stabile Werte, eine kräftige Filterung und regelmäßige Teilwasserwechsel, denn Nitrat und schwankende Bedingungen verträgt er schlecht. Eine gute Sauerstoffversorgung entspricht dem klaren, bewegten Wasser seiner Heimat.
Haltungstemperatur
Ein Temperaturbereich von etwa 23 bis 26 °C entspricht den Verhältnissen im Tanganjikasee. Dauerhaft deutlich höhere Werte sollten vermieden werden, da der Sauerstoffgehalt des Wassers dann sinkt. Gleichmäßige Temperaturen ohne starke Schwankungen sind für diesen Wels wichtiger als ein genauer Wert.
Beckengröße
Der Irsacae-Fiederbartwels wird groß und braucht entsprechend Platz. Für ein ausgewachsenes Tier sollte das Aquarium mindestens 150 cm lang sein, für eine Gruppe oder eine Vergesellschaftung mit Buntbarschen deutlich größer. Wichtiger als die Höhe ist eine große Bodenfläche. Die gelieferten Jungtiere sind zunächst klein, wachsen im ersten Jahr aber schnell.
Bepflanzung
Ein typisches Tanganjika-Becken mit Steinaufbauten, Höhlen und Spalten bietet diesem Wels die nötigen Verstecke. Feiner Sand als Bodengrund schont die empfindlichen Barteln. Pflanzen spielen in seinem Lebensraum keine große Rolle; robuste Arten wie Anubias, Javafarn oder Vallisnerien werden aber nicht beschädigt und können das Becken auflockern. Alle Steinaufbauten sollten sicher stehen, da der Wels gern unter Steinen gräbt.
Futter
Der Irsacae-Fiederbartwels ist ein Allesfresser. In der Natur ernährt er sich von Fadenalgen, Schwämmen, kleinen Krebstieren, Insektenlarven und Fischlaich. Im Aquarium nimmt er gern sinkende Futtertabletten und Granulat, Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia und Mysis sowie Muschel- oder Garnelenfleisch. Pflanzliche Kost mit Spirulina sollte regelmäßig angeboten werden. Am besten füttert man nach dem Ausschalten des Lichts, damit der nachtaktive Wels ausreichend Futter erhält.
Geschlechtsunterschiede
Äußerlich sind die Geschlechter kaum zu unterscheiden. Weibchen werden bei Fiederbartwelsen oft etwas größer und wirken fülliger. Sicher lassen sich die Geschlechter nur an der Genitalpapille bestimmen: Beim Männchen ist sie spitz und länglich, beim Weibchen breiter und rundlicher. Bei Jungtieren ist eine Bestimmung noch nicht möglich.
Zucht
Über die Fortpflanzung dieser Art ist nur wenig bekannt. Im See laicht sie vermutlich in der Regenzeit, wobei die Partner gemeinsam schwimmen. Im Aquarium gelingt die Vermehrung nur selten; die angebotenen Nachzuchten zeigen aber, dass sie unter geeigneten Bedingungen möglich ist. Eine gezielte Zucht ist eher etwas für erfahrene Spezialisten.
Endgröße
Der Irsacae-Fiederbartwels erreicht eine Standardlänge von etwa 16 cm und eine Gesamtlänge von bis zu rund 19 cm. Er bleibt damit kleiner als der nah verwandte Synodontis dhonti. Junge Tiere sind unregelmäßig gefleckt; mit zunehmendem Alter wird die Färbung einheitlich graubraun bis kupferbraun, die Schwanzflosse dunkel mit hellen Spitzen. Fiederbartwelse gelten als langlebig und können bei guter Pflege weit über zehn Jahre alt werden.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Für Garnelenbecken ist dieser Wels nicht geeignet. Er durchsucht nachts den Boden nach Krebstieren und frisst sowohl ausgewachsene Zwerggarnelen als auch deren Nachwuchs. Größere Garnelen sind ebenfalls gefährdet, zumal die Wasserwerte eines Tanganjika-Beckens für viele Garnelenarten ohnehin ungeeignet sind.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen |
|---|---|
| Wasserhärte: | mittelhart (8–15 °dGH), hart (über 15 °dGH) |
| pH-Bereich: | alkalisch (über pH 7,5) |
| Endgröße: | über 10 bis 20 cm |
| Haltungsform: | Gruppenhaltung |
| Aufenthaltsbereich: | Boden |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.