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Indischer Wasserwedel, Hygrophila difformis, In-Vitro-Pflanze
| Deutscher Name: | Indischer Wasserwedel |
| Botanisch: | Hygrophila difformis |
| Synonyme: | Wasserwisteria, Water Wisteria, Synnema |
| Herkunft: | Süd- und Südostasien: Indien, Myanmar, Thailand, Malaysia |
| Standort: | Mittel- und Hintergrund |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hoch |
| pH-Bereich: | 6,0 – 7,5 |
| Wasserhärte: | Weich bis hart (2 – 21 °dKH) |
| Wasser-Temperatur: | 24 – 28 °C, verträgt 18 – 30 °C |
| Düngung: | Regelmäßig, vor allem Eisen und Spurenelemente |
| CO₂-Zugabe: | Nicht nötig, fördert aber den Wuchs |
| Vermehrung: | Kopfstecklinge, Seitentriebe |
| Wachstum: | Schnell |
| Erreichbare Höhe: | 20 – 50 cm |
| Lieferung als: | In Vitro, 100 ml |
Herkunft von Indischer Wasserwedel (Hygrophila difformis)
Der Indische Wasserwedel, botanisch Hygrophila difformis, gehört zur Familie der Akanthusgewächse und stammt aus Süd- und Südostasien. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Indien, Myanmar, Thailand und die malaiische Halbinsel, wo er in Sümpfen, an feuchten Ufern und in zeitweise überfluteten Senken wächst. Lange war er in der Aquaristik unter dem Namen Synnema triflorum bekannt, der heute als Synonym gilt. Die Art ist ein Paradebeispiel für unterschiedliche Blattformen: Über Wasser bildet sie kriechende Triebe mit ungeteilten, gezähnten und leicht klebrigen Blättern, die intensiv duften und blauviolette Blüten tragen. Unter Wasser entstehen dagegen tief gefiederte, hellgrüne Blätter, deren Form an Farnwedel erinnert und ihr den deutschen Namen gegeben hat. Wie stark die Fiederung ausfällt, hängt vor allem vom Licht ab: Je heller es ist, desto feiner werden die Blätter. Seit Jahrzehnten gehört der Wasserwedel zu den beliebtesten Aquarienpflanzen überhaupt, weil er schnell wächst, kaum Ansprüche stellt und überschüssige Nährstoffe bindet. Die angebotenen Pflanzen stammen aus steriler Laborvermehrung und sind frei von Algen, Schnecken und Schädlingen.
Optimale Standorte im Aquarium
Der Indische Wasserwedel eignet sich für den Mittel- und Hintergrund mittelgroßer und großer Aquarien. Als Gruppe aus mehreren Stängeln entsteht ein dichter, hellgrüner Busch mit feiner Struktur. Für sehr kleine Becken wird er auf Dauer meist zu groß.
Lichtbedarf
Mittleres bis helles Licht ist ideal. Unter kräftiger Beleuchtung werden die Blätter fein gefiedert und der Wuchs kompakt; bei wenig Licht bleiben die Blätter gröber und die Abstände zwischen den Blattpaaren größer.
Haltung und Pflege im Aquarium
Die Pflege ist sehr einfach, deshalb ist der Wasserwedel auch für Einsteiger ideal. Regelmäßiges Einkürzen hält die Gruppe in Form; die abgeschnittenen Triebspitzen können neu gesetzt werden. Auf Eisenmangel reagiert die Pflanze empfindlich mit hellen, gelblichen jungen Blättern, deshalb sollten Spurenelemente regelmäßig ergänzt werden.
Düngung
Als schnell wachsende Stängelpflanze nimmt der Wasserwedel viele Nährstoffe auf. Ein Volldünger mit Eisen und Spurenelementen hält ihn sattgrün. In nährstoffreichen Becken hilft er durch seinen hohen Verbrauch, Algen zurückzudrängen.
Zusätzliche CO₂-Versorgung
Eine CO2-Zugabe ist nicht nötig, der Wasserwedel wächst auch ohne Anlage zügig. Mit 10 bis 30 mg/l CO2 werden die Triebe kräftiger und die Blätter feiner gefiedert.
Vermehrung
Die Vermehrung gelingt sehr leicht über Kopfstecklinge und Seitentriebe. Abgeschnittene Triebspitzen bewurzeln sich schnell; selbst einzelne Blätter können an der Basis neue Pflänzchen bilden.
Wachstumsgeschwindigkeit
Der Indische Wasserwedel wächst schnell und bildet aufrechte Stängel mit gegenständigen, gefiederten Blättern. Aus den Blattachseln entstehen zahlreiche Seitentriebe, sodass sich schnell ein dichter Bestand entwickelt.
Endgröße
Im Aquarium erreichen die Stängel meist 20 bis 50 Zentimeter. Durch regelmäßiges Kürzen lässt sich die Höhe gut steuern.
Lieferung als In-Vitro-Pflanze
Der Indische Wasserwedel wird als In-vitro-Pflanze im Becher mit Nährgel geliefert. Die Pflanzen vorsichtig aus dem Becher nehmen und das Gel unter lauwarmem Wasser gründlich ausspülen. Danach den Bestand in einzelne Triebe oder kleine Portionen teilen und diese mit etwas Abstand in den Bodengrund setzen. Die zarten Laborpflanzen sind anfangs noch klein, wachsen aber nach wenigen Wochen zu kräftigen Stängeln mit gefiederten Blättern heran.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
|---|---|
| Wasserhärte: | weich bis hart (Pflanzenangabe) |
| Pflegeanspruch: | Pflegeleicht |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hoch |
| CO₂-Zufuhr: | Nicht erforderlich |
| Pflanzentyp: | Stängelpflanze |
| Aquarienposition: | Mittelgrund, Hintergrund |
| Aquarientemperatur: | Geeignet bei 18 °C, Geeignet bei 20 °C, Geeignet bei 22 °C, Geeignet bei 24 °C, Geeignet bei 26 °C, Geeignet bei 28 °C, Geeignet bei 30 °C |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Schnell |
| Wuchshöhe: | Sehr hoch (über 40 cm) |
| Lieferform: | In Vitro |
| pH-Wert: | 6–7,5 |
| Karbonathärte KH: | 2–21 °dKH |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie Aquarienpflanzen einpflanzen?
Die Vorgehensweisen beim Einpflanzen von Bund- und Topfpflanzen für das Aquarium unterscheiden sich nicht sehr. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Entfernen Sie den Bund oder den Topf.
- Entfernen Sie auch ggf. das Material, in das die Topfpflanzen eingewurzelt sind.
- Bei den Bundpflanzen entfernen Sie ggf. auch das Schaumstoffband, das die Wurzeln umgibt.
- Spülen Sie die neuen Pflanzen gut ab.
- Entfernen Sie ggf. beschädigte Blätter und Triebe mit einer Schere.
- Kürzen Sie die Wurzel um etwa 1/3 ein.
- Die Triebe/Stengel der Bundpflanzen können Sie vereinzeln.
- Bilden Sie mit Ihren Fingern oder einem Aquarium-Pflanzspatel ein Pflanzloch in Ihrem Aquarium-Bodengrund.
- Pflanzen sie die Pflanzen so tief ein, dass das "Herz" der Pflanze nicht vom Bodengrund bedeckt wird. Also nie so tief einpflanzen, dass man den Ursprung der Triebe nicht mehr sehen kann. Eine Pinzette kann dabei hilfreich sein!
- Drücken Sie nach dem Einpflanzen den Bodengrund rings um die frisch eingepflanzte Aquarienpflanze leicht an oder verwenden Sie für den besseren Halt eine Pflanzenklammer.