Hörnchenkoralle „Grün“ (Nachzucht), Hydnophora grandis, Größe S–M
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Hörnchenkoralle „Grün“ (Nachzucht), Hydnophora grandis, Größe S–M
| Deutscher Name: | Hörnchenkoralle „Grün“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Hydnophora grandis |
| Synonyme: | Horn Coral, Grand Horn Coral, Hydno, Velvet Horn Coral, Grüne Hydnophora |
| Herkunft: | Indo-Westpazifik von den Malediven bis Japan und Samoa; flache, klare Riffe; hier Nachzucht aus Aquarienhaltung |
| Korallengruppe: | Zooxanthellate Steinkoralle (Merulinidae) mit Ästen und kegelförmigen Hydnophoren, im Handel als LPS geführt |
| Lichtbedarf: | Mittel bis hoch, etwa 200–350 PAR; langsam an starkes Licht gewöhnen |
| Strömung: | Mäßig bis kräftig und wechselnd, damit sich kein Mulm auf dem Gewebe absetzt |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 34–35 ‰ (Dichte 1,024–1,026), pH 8,1–8,4, KH 8–9,5 °dKH, Calcium 400–450 mg/l, Magnesium 1250–1350 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Mittlerer bis oberer Riffaufbau, frei stehend mit mindestens 10–15 cm Abstand zu Nachbarkorallen |
| Ernährung: | Überwiegend Photosynthese; ergänzend feines Plankton- und Staubfutter ein- bis zweimal pro Woche |
| Wachstum: | Ästig, unter stabilen Bedingungen zügig; Kolonie bis etwa 25 cm |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel; braucht stabile Werte und ausreichend Platz wegen starker Nesselwirkung |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Hörnchenkoralle „Grün“ (Nachzucht) (Hydnophora grandis)
Die Hörnchenkoralle Hydnophora grandis gehört zur Familie Merulinidae und ist im Indo-Westpazifik weit verbreitet. Ihr Vorkommen reicht von den Malediven über Malaysia, Indonesien, die Philippinen und Palau bis nach Japan, Neukaledonien und Samoa. In der Natur besiedelt sie vor allem flache, klare Riffbereiche und ist bis in etwa 40 Meter Tiefe nachgewiesen, tritt dort aber eher vereinzelt auf. Ihren deutschen Namen verdankt die Gattung den kleinen kegelförmigen Erhebungen, den Hydnophoren, die wie winzige Hörnchen über die gesamte Oberfläche verteilt stehen. An ihrem Fuß sitzen die Polypen, deren kurze Tentakel sich vor allem abends und nachts zeigen. Hydnophora grandis bildet kräftige, unregelmäßige Äste mit rundlichem Querschnitt von gut einem Zentimeter Dicke und kaum ausgeprägter Krustenbasis; eine Kolonie erreicht etwa 25 Zentimeter. Die ähnliche Hydnophora rigida hat feinere, meist abgeflachte Äste. Bei der hier angebotenen Farbform „Grün“ handelt es sich um eine Nachzucht aus Aquarienhaltung mit grün gefärbtem Gewebe, das unter blaulastigem Licht kräftig fluoresziert. Wie intensiv der Grünton ausfällt, hängt von Licht und Nährstoffen ab und kann sich nach dem Umsetzen etwas verändern. Nachzuchten sind bereits an Aquarienbedingungen gewöhnt und schonen die natürlichen Riffe. Die Art ist im Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Anhang II gelistet.
Haltung im Riffaquarium
Hydnophora grandis ist für Riffaquarianer mit etwas Erfahrung gut zu pflegen, sofern die Grundlagen stimmen: viel Licht, kräftige Wasserbewegung und stabile Karbonathärte. Schnelle Schwankungen bei KH und Calcium quittiert die Koralle mit blassem Gewebe oder zurückweichenden Astspitzen. Ein Becken ab etwa 200 Litern bietet genug Raum, denn die Koralle braucht wegen ihrer Nesselwirkung einen freien Platz. Ein dichter Schleimfilm schützt das Gewebe zwar recht gut, Mulmablagerungen sollten dennoch vermieden werden.
Licht, Strömung und Platzierung
Setzen Sie die Hörnchenkoralle im mittleren bis oberen Bereich des Riffaufbaus auf einen stabilen Stein, wo sie gutes Licht und eine kräftige, wechselnde Strömung erhält. Wichtig ist der Abstand: Halten Sie mindestens 10 bis 15 Zentimeter zu allen Nachbarkorallen frei, bei empfindlichen Arten eher mehr. Beginnen Sie etwas tiefer und rücken Sie die Koralle erst nach zwei bis drei Wochen an ihren endgültigen, helleren Platz.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfohlen werden ein Salzgehalt von 34–35 ‰ (Dichte 1,024–1,026), ein pH-Wert von 8,1–8,4, eine Karbonathärte von 8–9,5 °dKH und eine Temperatur von 24–27 °C. Calcium sollte bei 400–450 mg/l und Magnesium bei 1250–1350 mg/l liegen. Nitrat um 2–10 mg/l und Phosphat um 0,02–0,08 mg/l unterstützen eine kräftige Grünfärbung; Werte nahe null sind ungünstig. Da die Koralle ein Kalkskelett aufbaut, verbraucht sie laufend Calcium und Karbonat, die regelmäßig ergänzt werden müssen.
Ernährung und Fütterung
Den größten Teil ihrer Energie bezieht die Koralle über die symbiotischen Zooxanthellen im Gewebe. Zusätzlich fängt sie Mikroplankton und kleine Krebstierchen und nimmt gelöste Nährstoffe auf. Ein- bis zweimal pro Woche können Sie abends bei gedrosselter Strömung feines Futter wie Rotatorien, Copepoden oder Korallenstaubfutter in die Nähe spülen. Das fördert Wachstum und Farbe, ist aber kein Ersatz für ausreichend Licht.
Wachstum und Vermehrung
Unter stabilen Bedingungen wächst Hydnophora grandis zügig und verzweigt sich unregelmäßig. Neue Äste bilden sich an den Spitzen und an kleinen Seitentrieben; dabei bleibt der Querschnitt rundlich und kräftig. Die Koralle lässt sich gut vermehren, indem einzelne Äste abgetrennt und auf neue Unterlagen gesetzt werden. Lassen Sie von Anfang an Platz für die wachsende Kolonie.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Gegenüber Fischen, Garnelen und Schnecken ist die Hörnchenkoralle friedlich. Gegenüber anderen Korallen gilt sie dagegen als ausgesprochen wehrhaft: Vor allem nachts streckt sie Nesseltentakel aus und kann zusätzlich Mesenterialfilamente ausstoßen, mit denen sie Nachbarn im Umkreis mehrerer Zentimeter schädigt. Halten Sie daher großzügigen Abstand, besonders zu Montipora, Pocillopora und fleischigen LPS-Korallen. Korallenfressende Fische sind ungeeignet.
Eingewöhnung
Legen Sie den geschlossenen Beutel etwa 15 bis 20 Minuten ins Aquarium, damit sich die Temperatur angleicht. Danach gleichen Sie Salzgehalt und Wasserwerte über die Tropfmethode langsam an. Setzen Sie die Koralle ohne Beutelwasser zunächst etwas schattiger und steigern Sie die Lichtmenge über ein bis zwei Wochen, damit die Zooxanthellen sich anpassen können.
Lieferung
Geliefert wird ein Ableger aus Nachzucht in der Größenklasse S–M. Diese Angabe beschreibt eine kleine bis mittlere Fraggröße, wie sie für den Start im Riffaquarium üblich ist; ein genaues Maß wird bewusst nicht zugesagt, da jeder Ableger individuell gewachsen ist. Die Farbform ist „Grün“; der genaue Farbton kann je nach Beleuchtung abweichen.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.