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Hirnkoralle „Speckled Radiation“ (Nachzucht), Favia spec., Größe S–M

Aus Nachzucht

Im Aquarium vermehrt und an Riffbedingungen bereits gewöhnt

Neongrün und Lila

Auffällige Farbform, unter Blaulicht besonders leuchtend

Mittleres Licht

Für die untere bis mittlere Zone ohne extreme Lichtwerte

Abstand einplanen

Nächtliche Fangtentakel brauchen Platz zu Nachbarkorallen

Hirnkoralle „Speckled Radiation“ (Nachzucht), Favia spec., Größe S–M


Auf einen Blick: Hirnkoralle „Speckled Radiation“ (Nachzucht), Favia spec.
Deutscher Name:Hirnkoralle „Speckled Radiation“ (Nachzucht)
Wissenschaftlich:Favia spec.
Synonyme:Favia-Koralle, Mondkoralle, Knopfkoralle, Wabenkoralle
Herkunft:Indopazifik; dieses Tier stammt aus einer Aquariennachzucht
Korallengruppe:Großpolypige Steinkoralle (LPS), koloniebildend, polster- bis kuppelförmig
Lichtbedarf:Mittel, keine extrem starke Beleuchtung
Strömung:Mäßig und indirekt, gern wechselnd
Wasserwerte:Salzgehalt ca. 35 ‰ (Dichte 1,023–1,025), pH 8,1–8,4, KH 8–9 °dKH, Calcium 400–450 mg/l, Magnesium 1250–1350 mg/l
Temperatur:23–27 °C
Platzierung:Untere bis mittlere Riffzone, mit reichlich Abstand zu Nachbarn
Ernährung:Zooxanthellen über Licht, dazu Plankton und feines Frostfutter
Wachstum:Langsam bis mäßig, erst krustenbildend, später kuppelförmig
Schwierigkeitsgrad:Einfach bis mittel
Lieferform:Größe S–M
Im Detail: Hirnkoralle „Speckled Radiation“ (Nachzucht), Favia spec.

Herkunft von Hirnkoralle „Speckled Radiation“ (Nachzucht) (Favia spec.)

Hirnkorallen dieser Gruppe sind im gesamten tropischen Indopazifik verbreitet, vom Roten Meer und dem westlichen Indischen Ozean über Indonesien und die Philippinen bis zu den Inseln des West- und Zentralpazifiks. Sie besiedeln Riffhänge, Lagunen und Riffdächer und kommen vom Flachwasser bis in Tiefen von rund 40 Metern vor. Die Kolonien wachsen massiv, rund oder flach; jeder Polyp sitzt in einem eigenen, deutlich abgegrenzten Kelch, und die Mundscheiben heben sich farblich oft auffällig vom übrigen Gewebe ab. Früher liefen diese Korallen unter dem Gattungsnamen Favia. Nach molekularen Untersuchungen wurden die indopazifischen Arten jedoch in die Gattung Dipsastraea gestellt, während der Name Favia heute nur noch für atlantische Arten gilt. Im Handel ist die alte Bezeichnung trotzdem weit verbreitet. Eine sichere Artbestimmung ist bei kleinen Ablegern kaum möglich, deshalb wird diese Koralle bewusst nur auf Gattungsebene geführt. „Speckled Radiation“ ist ein Handelsname für eine Farbform und keine eigene Art. Das angebotene Tier ist eine Nachzucht: Es wurde vegetativ aus einer Mutterkolonie im Aquarium vermehrt, stammt also nicht aus einer Wildentnahme und ist an die Bedingungen im Riffaquarium bereits gewöhnt.

Haltung im Riffaquarium

Die „Speckled Radiation“ gehört zu den gutmütigen großpolypigen Steinkorallen und eignet sich auch für Aquarianer, die erste Erfahrungen mit LPS sammeln möchten. Wichtiger als hohe Lichtwerte sind stabile Bedingungen: gleichmäßige KH, ein ausgeglichener Calcium- und Magnesiumhaushalt und keine sprunghaften Änderungen bei Nitrat und Phosphat. Da die Koralle ihr Skelett aus Kalk aufbaut, verbraucht sie Calcium und Karbonathärte, die über Wasserwechsel, Balling-Methode oder Kalkreaktor ausgeglichen werden. Ganz nährstoffarmes Wasser bekommt ihr auf Dauer schlechter als ein leicht messbarer Nitrat- und Phosphatgehalt. Achten Sie außerdem darauf, dass sich keine Fadenalgen am Gewebe ansiedeln und das Tier nicht von Sediment bedeckt wird.

Licht, Strömung und Platzierung

Setzen Sie den Ableger in die untere bis mittlere Zone des Riffaufbaus auf einen stabilen Stein oder auf eine ebene Fläche, auf der er nicht herunterfallen kann. Die Strömung sollte die Polypen sanft bewegen, aber nicht direkt auf das Gewebe drücken. Hirnkorallen bilden nachts lange Fangtentakel mit Nesselzellen, die ein Mehrfaches über den Rand der Kolonie hinausreichen können. Planen Sie deshalb rundum großzügigen Abstand zu anderen Korallen ein, mindestens etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter. Bei einer neuen Lichtsituation beginnen Sie am besten etwas schattiger und setzen die Koralle über zwei bis drei Wochen schrittweise heller.

Wasserwerte und Spurenelemente

Bewährt haben sich ein Salzgehalt von etwa 35 ‰ beziehungsweise eine Dichte von 1,023 bis 1,025, ein pH-Wert zwischen 8,1 und 8,4 sowie eine Karbonathärte von 8 bis 9 °dKH. Calcium sollte bei 400 bis 450 mg/l, Magnesium bei 1250 bis 1350 mg/l liegen. Die Temperatur bleibt idealerweise zwischen 23 und 27 °C. Für eine schöne Ausfärbung sind leicht messbare Nährstoffe günstig, etwa Nitrat um 5 bis 15 mg/l und Phosphat um 0,03 bis 0,08 mg/l. Vor allem ein plötzliches Absenken des Phosphats sollte vermieden werden.

Ernährung und Fütterung

Den Großteil ihrer Energie beziehen Hirnkorallen über die eingelagerten Zooxanthellen, also über das Licht. Sie fangen aber auch aktiv Plankton und profitieren deutlich von einer gezielten Zufütterung. Zwei- bis dreimal pro Woche können Sie am Abend, wenn die Fangtentakel sichtbar werden, feines Staubfutter, Zooplankton, kleine Mysis oder Artemia mit einer Pipette direkt über die Polypen geben. Schalten Sie die Strömung dafür kurz herunter, damit das Futter nicht sofort weggetragen wird.

Wachstum und Vermehrung

Die Koralle wächst langsam bis mäßig. Ein Ableger überwächst zunächst seine Unterlage, später entsteht daraus eine flache bis kuppelförmige Kolonie. In der Natur erreichen solche Kolonien Durchmesser von mehreren Dezimetern, im Aquarium dauert das viele Jahre. Neue Polypen entstehen durch Teilung am Rand und zwischen den bestehenden Kelchen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen

Wegen der nächtlichen Fangtentakel ist die Koralle gegenüber direkten Nachbarn wehrhaft und kann empfindlichere Korallen schädigen. Umgekehrt reagiert sie selbst empfindlich auf stark nesselnde Nachbarn. Fische und Wirbellose, die gezielt Korallengewebe anknabbern, etwa manche Kaiser- oder Falterfische, sind ungeeignet. Mit den meisten riffverträglichen Fischen, Garnelen und Schnecken lässt sich die Hirnkoralle gut gemeinsam pflegen.

Eingewöhnung

Gleichen Sie nach der Ankunft zuerst die Temperatur an, indem der verschlossene Beutel etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarienwasser schwimmt. Anschließend wird über die Tropfmethode langsam Aquarienwasser zugegeben, bis sich der Salzgehalt angeglichen hat. Setzen Sie die Koralle danach ohne viel Transportwasser ein und wählen Sie für die ersten Tage einen etwas schattigeren Platz. Dass sich die Polypen in den ersten Tagen zurückziehen, ist normal.

Lieferung

Sie erhalten einen Ableger aus Nachzucht in der Größenklasse S–M. Diese Angabe beschreibt einen kleinen bis mittelgroßen Ableger, ohne eine feste Zentimetergröße zuzusagen. Jeder Ableger ist ein Einzelstück, daher können Form, Polypenzahl und Farbintensität leicht vom Produktbild abweichen. Auch unter Ihrer Beleuchtung kann sich die Färbung im Lauf der Eingewöhnung noch verändern.

Tiergruppe: Korallen
Wassertemperatur: 23 °C, 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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