Hirnkoralle „Day Glow“ (Nachzucht), Favia spec., Größe S–M
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Hirnkoralle „Day Glow“ (Nachzucht), Favia spec., Größe S–M
| Deutscher Name: | Hirnkoralle „Day Glow“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Favia spec. |
| Synonyme: | Mondkoralle, Favia-Koralle |
| Herkunft: | Indopazifik, Nachzucht |
| Korallengruppe: | Großpolypige Steinkoralle (LPS) |
| Lichtbedarf: | Mittel, etwa 100–150 PAR |
| Strömung: | Mäßig und indirekt |
| Wasserwerte: | 34–35 PSU, pH 8,0–8,3, KH 7–10 °dKH, Ca 400–450 mg/l, Mg 1250–1400 mg/l |
| Temperatur: | 24–26 °C |
| Platzierung: | Unten bis Mitte, 10–15 cm Abstand |
| Ernährung: | Zooxanthellen, 1–2× pro Woche Zielfütterung |
| Wachstum: | Langsam, kissen- bis kuppelförmig |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach bis mittel |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Hirnkoralle „Day Glow“ (Nachzucht) (Favia spec.)
Mit der Hirnkoralle „Day Glow“ erhalten Sie eine farbenfrohe Nachzucht aus der Gruppe der großpolypigen Steinkorallen, die im Handel meist als Favia geführt wird. Nach der taxonomischen Neuordnung der Steinkorallen werden die indopazifischen Vertreter dieser Gruppe heute der Gattung Dipsastraea aus der Familie Merulinidae zugeordnet; Favia im engeren Sinn umfasst nur noch wenige atlantische Arten. Welche Art genau hinter dieser Handelsform steht, ist nicht bestimmt, deshalb bleibt die Angabe bewusst auf Gattungsebene. In der Natur besiedeln diese Korallen tropische Riffe des Indischen Ozeans und des Pazifiks, vom Roten Meer und Ostafrika über Südostasien bis nach Australien, Japan und zu den westpazifischen Inseln. Man findet sie an Riffhängen, auf Riffdächern und in geschützten Rückriffbereichen, vom flachen Wasser bis in größere Tiefen. Dort wachsen sie zu massiven, kuppel- oder polsterförmigen Kolonien heran, deren Polypen jeweils in einem eigenen, deutlich abgegrenzten Kelch sitzen. Wie fast alle riffbildenden Steinkorallen leben sie in Symbiose mit einzelligen Algen, den Zooxanthellen, die über die Photosynthese einen großen Teil der Energie liefern. Die Form „Day Glow“ ist eine Nachzucht: Sie wurde als Ableger einer bereits in Pflege stehenden Mutterkolonie vermehrt und stammt nicht aus einer Wildentnahme. Solche Nachzuchten kennen die Bedingungen im Aquarium und schonen die natürlichen Riffe.
Haltung im Riffaquarium
Die Handelsform „Day Glow“ leuchtet in mehreren klar getrennten Farbzonen: Die Mitte jedes Kelchs ist leuchtend limettengrün, darum liegt ein Kranz aus gelb- bis goldfarbenen Strahlen, und die Kelchränder sind kräftig pink bis rötlich. Auf einzelnen Wänden können sich zusätzlich bläuliche Bereiche zeigen. Im Riffaquarium gilt diese Hirnkoralle als robuste und vergleichsweise einsteigerfreundliche Steinkoralle, solange die Wasserwerte stabil bleiben. Sie braucht ein eingefahrenes Becken mit gleichmäßigem Calcium-, KH- und Magnesiumgehalt, weil sie ihr Kalkskelett fortlaufend aus diesen Stoffen aufbaut. Tagsüber zeigt sie ihr farbiges Gewebe, am Abend und in der Nacht strecken die Polypen ihre Fangtentakel aus und fangen Plankton. Gesundes Gewebe wirkt prall und liegt dicht am Skelett an. Zieht es sich dauerhaft zurück oder wird Skelett sichtbar, sollten Licht, Strömung, Wasserwerte und mögliche Nesselkontakte zu Nachbarn geprüft werden.
Licht, Strömung und Platzierung
Am besten sitzt die Koralle im unteren bis mittleren Bereich des Riffaufbaus auf stabilem Gestein, wo sie mittleres Licht von etwa 100 bis 150 PAR und eine mäßige, indirekte Strömung erhält. Direkt auf die Koralle gerichtete Pumpen lassen das Gewebe einfallen, völlig stilles Wasser fördert dagegen Ablagerungen auf der Oberfläche. Blaulastiges Licht bringt die Fluoreszenz der Färbung besonders zur Geltung. Wichtig ist ausreichend Abstand: Nachts bildet die Koralle lange Nesselfäden, sogenannte Sweeper-Tentakel, die je nach Tier bis etwa 15 Zentimeter weit reichen und benachbarte Korallen schädigen können. Planen Sie deshalb rundherum etwa 10 bis 15 Zentimeter Freiraum ein, besonders zu Euphyllien wie Torch- und Hammerkorallen, zu Acanthastrea und zu anderen Hirnkorallen. Krustenanemonen sollten nicht auf demselben Stein wachsen. Beobachten Sie in den ersten Nächten unter Mondlicht, wie weit die Tentakel reichen, und setzen Sie die Koralle bei Bedarf um.
Wasserwerte und Spurenelemente
Geeignet sind ein Salzgehalt von 34 bis 35 PSU, was einer Dichte von etwa 1,023 bis 1,025 bei 25 °C entspricht, ein pH-Wert von etwa 8,0 bis 8,3 und eine Karbonathärte von 7 bis 10 °dKH. Calcium sollte bei 400 bis 450 mg/l und Magnesium bei 1250 bis 1400 mg/l liegen, die Temperatur bei 24 bis 26 °C; Werte bis 27 °C werden vertragen. Leicht messbare Nährstoffe mit etwa 2 bis 10 mg/l Nitrat und 0,03 bis 0,1 mg/l Phosphat unterstützen eine gesunde Färbung, während völlig nährstoffarmes Wasser eher ungünstig ist. Wichtiger als ein exakter Einzelwert ist die Stabilität: Gerade Schwankungen der Karbonathärte belasten Steinkorallen stärker als ein etwas abweichender, aber gleichbleibender Wert.
Ernährung und Fütterung
Den Grundbedarf deckt die Koralle über ihre Zooxanthellen und über gelöste Nährstoffe im Wasser. Zusätzlich nimmt sie gerne Futter an. Ein- bis zweimal pro Woche können Sie am Abend, wenn die Fangtentakel ausgestreckt sind, gezielt mit einer Pipette füttern, etwa mit Mysis, Cyclops, Zooplankton, fein geschnittenen Krebstieren oder speziellem LPS-Granulat. Reduzieren Sie dafür kurz die Strömung, damit das Futter nicht weggetragen wird, bevor die Polypen es greifen. Regelmäßige Fütterung macht das Gewebe sichtbar dicker und fördert das Wachstum; fein verteiltes Staubfutter wird ebenfalls genutzt.
Wachstum und Vermehrung
Hirnkorallen dieser Gruppe wachsen langsam. Aus dem Ableger entsteht nach und nach ein kissen- bis kuppelförmiges Polster, an dessen Rand neue Kelche gebildet werden. In der Natur können Kolonien über viele Jahre Durchmesser von bis zu etwa einem Meter erreichen, im Aquarium bleibt die Koralle meist deutlich kleiner und lässt sich lange an einem Platz pflegen. Mit gezielter Fütterung und stabilen Werten wächst sie merklich besser. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Mit Fischen, Garnelen, Schnecken und anderen typischen Bewohnern eines Riffaquariums lässt sich die Hirnkoralle gut pflegen. Gegenüber anderen Korallen ist sie wehrhaft: Ihre nächtlichen Nesselfäden können Nachbarn verletzen, umgekehrt leidet sie selbst unter stark nesselnden Arten wie Euphyllien oder anderen Hirnkorallen in Reichweite. Als Nachbarn mit Abstand eignen sich eher unempfindliche Korallen wie Pilzkorallen, Ricordea, Cyphastrea, grüne Sternpolypen oder Lederkorallen.
Eingewöhnung
Lassen Sie den geschlossenen Beutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarium schwimmen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach gleichen Sie den Salzgehalt mit der Tropfmethode langsam an, indem Sie über 30 bis 60 Minuten nach und nach Aquarienwasser zutropfen lassen. Setzen Sie die Koralle anschließend zunächst an einen etwas schattigeren Platz und gewöhnen Sie sie über zwei bis drei Wochen schrittweise an die endgültige Lichtmenge. Das Transportwasser gehört nicht ins Aquarium.
Lieferung
Sie erhalten einen Nachzucht-Ableger der Hirnkoralle „Day Glow“ in der Lieferform S bis M. Diese Größenklasse ordnet den Ableger als kleines bis mittleres Stück ein und ist bewusst keine feste Zentimeterangabe. Jede Koralle ist ein Einzelstück, daher können Wuchsform und Farbintensität vom Produktbild abweichen; die typische Färbung der Handelsform zeigt sich unter passendem Licht und nach der Eingewöhnung am schönsten.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.