Guppy „Red Mosaic“, Set 5 Männchen + 5 Weibchen, Poecilia reticulata
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Guppy „Red Mosaic“, Set 5 Männchen + 5 Weibchen, Poecilia reticulata
| Deutscher Name: | Guppy „Red Mosaic“, Set 5 Männchen + 5 Weibchen |
| Wissenschaftlich: | Poecilia reticulata |
| Synonyme: | Red-Mosaic-Guppy, Roter Mosaikguppy, Millionenfisch |
| Herkunft: | Zuchtform; Wildform aus Trinidad, Venezuela und dem Nordosten Südamerikas |
| Gesellschafts-Aquarium: | Friedlicher Gruppenfisch für Gesellschaftsbecken mit ruhigen Mitbewohnern |
| Wasserwerte: | pH 7,0–8,0, mittelhartes bis hartes Wasser (ca. 8–20 °dGH) |
| Temperatur: | 22–28 °C |
| Beckengröße: | ab 60 cm (54 l) für dieses Set, besser 80 cm |
| Bepflanzung: | Dicht bepflanzt mit Schwimmpflanzen und feinen Stängelpflanzen |
| Futter: | Allesfresser: Flocken, Granulat, Artemia, Daphnien, Mückenlarven, Pflanzliches |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen kleiner, mit rot-mosaikartig gemusterter Schwanzflosse und Gonopodium; Weibchen größer, schlichter |
| Zucht möglich: | Lebendgebärend, etwa alle vier Wochen 20–60 Jungfische |
| Maximale Größe: | Männchen ca. 3–3,5 cm, Weibchen ca. 4,5–6 cm; Lebenserwartung meist 2–3 Jahre |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Erwachsene Garnelen gut verträglich, Garnelennachwuchs wird gefressen |
Herkunft von Guppy „Red Mosaic“, Set 5 Männchen + 5 Weibchen (Poecilia reticulata)
Die Wildform des Guppys stammt aus dem Nordosten Südamerikas und von den Inseln Trinidad und Tobago. Dort lebt sie in kleinen Fließgewässern, Gräben und Tümpeln, häufig in klarem, eher hartem Wasser mit dichtem Uferbewuchs. Weil Guppys Mückenlarven fressen, wurden sie in zahlreiche warme Regionen der Welt gebracht und sind heute nahezu weltweit verbreitet. Der Red Mosaic gehört zu den klassischen Mosaik-Zuchtformen. Typisch ist die große Schwanzflosse der Männchen mit einem unregelmäßigen, wie aus kleinen Feldern zusammengesetzten Muster in kräftigem Rot, das sich oft in der Rückenflosse fortsetzt. Der Körper zeigt je nach Linie und Lichteinfall rötliche bis bläulich schimmernde Töne, sodass jedes Männchen ein wenig anders aussieht. Die Weibchen sind deutlich schlichter, silbrig grau gefärbt und tragen eine leicht rötlich getönte, manchmal fein gemusterte Schwanzflosse. Dieses Set enthält fünf Männchen und fünf Weibchen derselben Zuchtform aus tschechischer Nachzucht. Damit lässt sich eine farblich passende Gruppe aufbauen und die Zuchtform bei Bedarf selbst weitervermehren.
Vergesellschaftung
Red-Mosaic-Guppys sind friedlich, lebhaft und schwimmen vor allem in der mittleren und oberen Wasserschicht. Sie passen gut zu ruhigen Arten ähnlicher Größe wie Panzerwelsen, kleinen Salmlern, Bärblingen oder Platys. Ungeeignet sind Flossenzupfer wie manche Barben sowie große Raubfische. Die Männchen werben fast ständig um die Weibchen. In einem gut strukturierten Becken mit vielen Pflanzen verteilt sich dieses Werben, sodass die Weibchen ausreichend Ruhe finden. Wird ein Weibchen dauerhaft bedrängt, helfen zusätzliche Rückzugsorte oder weitere Weibchen.
Passende Wasserparameter
Guppys bevorzugen neutrales bis leicht alkalisches Wasser mit einem pH-Wert von etwa 7,0 bis 8,0 und mittlerer bis höherer Härte, grob 8 bis 20 °dGH. Sehr weiches, saures Wasser vertragen sie auf Dauer schlechter. Wichtig sind sauberes Wasser und regelmäßige Teilwasserwechsel von etwa 25 bis 30 Prozent pro Woche, da Nitrat und organische Belastung die Gesundheit der Zuchtformen beeinträchtigen können.
Haltungstemperatur
Ideal sind 22 bis 28 °C, für die meisten Becken passen 24 bis 26 °C sehr gut. Höhere Temperaturen beschleunigen Wachstum und Vermehrung, verkürzen aber tendenziell die Lebensdauer. Starke Temperaturschwankungen sollten vermieden werden.
Beckengröße
Für ein Set aus zehn Tieren sollte das Aquarium mindestens 60 cm Kantenlänge und etwa 54 Liter haben. Besser ist ein Becken ab 80 cm, da die Gruppe durch Nachwuchs schnell wächst und mehr Schwimmraum sowie Rückzugsorte das Werbeverhalten der Männchen entschärfen.
Bepflanzung
Eine dichte Bepflanzung mit feinfiedrigen Stängelpflanzen, Moosen und Schwimmpflanzen bietet den Weibchen Rückzug und dem Nachwuchs Verstecke. Freier Schwimmraum im vorderen Bereich lässt die großen, gemusterten Schwanzflossen der Männchen gut zur Geltung kommen. Grünes Pflanzenumfeld und ein dunklerer Bodengrund lassen das Rot besonders kräftig wirken.
Futter
Guppys sind Allesfresser mit kleinem Maul. Gut geeignet sind hochwertiges Flocken- oder Mikrogranulatfutter als Basis, ergänzt durch Lebend- oder Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Cyclops und kleine Mückenlarven. Pflanzliche Bestandteile wie Spirulina gehören ebenfalls dazu. Mehrmals täglich kleine Portionen sind besser als eine große Gabe.
Geschlechtsunterschiede
Die Männchen sind deutlich kleiner und schlanker, tragen aber die große, rot-mosaikartig gemusterte Schwanzflosse und eine ebenfalls gezeichnete Rückenflosse. Ihre Afterflosse ist zum Begattungsorgan, dem Gonopodium, umgebildet. Die Weibchen werden größer und fülliger, sind überwiegend silbergrau und zeigen an der Schwanzflosse nur eine rötliche Tönung. Trächtige Weibchen haben hinter dem Bauch einen dunklen Trächtigkeitsfleck.
Zucht
Guppys sind lebendgebärend und vermehren sich ohne besonderes Zutun. Nach etwa 21 bis 30 Tagen bringt ein Weibchen je nach Größe meist 20 bis 60 voll entwickelte Jungfische zur Welt. Weibchen können Spermien speichern und mehrere Würfe ohne erneute Paarung absetzen. Da erwachsene Tiere ihren Nachwuchs fressen, sichern dichte Pflanzen oder ein Ablaichkasten das Überleben der Jungen. Wer die Farbe rein erhalten möchte, hält die Gruppe ohne andere Guppy-Zuchtformen.
Endgröße
Männchen erreichen etwa 3 bis 3,5 cm, Weibchen etwa 4,5 bis 6 cm. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege meist bei zwei bis drei Jahren.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Erwachsene Zwerggarnelen wie Neocaridina oder Caridina werden in der Regel nicht behelligt. Garnelennachwuchs wird dagegen gern gefressen; mit dichten Moospolstern überleben einige Jungtiere, für eine gezielte Garnelenzucht ist die Kombination aber nicht ideal.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.