Große Zylinderrose „Purpur/Blau“, Cerianthus membranaceus, Größe M–L
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Große Zylinderrose „Purpur/Blau“, Cerianthus membranaceus, Größe M–L
| Deutscher Name: | Große Zylinderrose „Purpur/Blau“ |
| Wissenschaftlich: | Cerianthus membranaceus |
| Synonyme: | Mittelmeer-Zylinderrose |
| Herkunft: | Mittelmeer und nordöstlicher Atlantik |
| Lichtbedarf: | Gedämpft; direkte starke Beleuchtung meiden |
| Strömung: | Ruhige bis leichte Strömung |
| Wasserwerte: | Meerwasser mit ca. 35 ‰ Salzgehalt (Dichte etwa 1,023–1,026), pH 8,0–8,4 und KH 7–12 °dKH |
| Temperatur: | Art aus gemäßigteren Meeresgebieten; Temperatur passend zur Herkunft klären |
| Platzierung: | Tiefer feiner Sand oder Schlamm für eine lange Wohnröhre |
| Ernährung: | Zooplankton und kleine fleischige Beutestücke |
| Symbiose mit Anemonenfischen: | Keine Wirtsanemone für Anemonenfische |
| Schwierigkeitsgrad: | Nur für erfahrene Halter mit passender Temperaturführung |
| Maximale Größe: | Tentakelkrone erwachsen bis etwa 30–40 cm Durchmesser |
| Lieferform: | Größe M–L |
Herkunft von Große Zylinderrose „Purpur/Blau“ (Cerianthus membranaceus)
Cerianthus membranaceus ist eine Zylinderrose aus dem Mittelmeer und dem nordöstlichen Atlantik. Sie besiedelt geschützte Küstenbereiche mit weichem Sand oder Schlamm, etwa an Felswänden und Höhleneingängen, wo sich Sediment ansammelt. Der langgestreckte Körper sitzt tief in einer selbst ausgeschiedenen Wohnröhre, die sich mit Bodenmaterial verbindet. Bei Störung verschwindet das Tier vollständig in dieser Röhre. Die Krone trägt außen lange und innen kürzere Tentakel; beide Reihen können unterschiedlich gefärbt sein. Violette und bläuliche Töne sind bei Zylinderrosen möglich, doch die konkrete Handelsfarbe ist keine eigene taxonomische Einheit. Diese Art gehört zu den Ceriantharia und hat keinen festklebenden Fuß wie eine typische Seeanemone. Sie kann ihren Standort verändern und eine neue Röhre bauen, wenn die Umgebung ungeeignet ist. In der Natur erbeutet sie Plankton und kleine Tiere, die an ihren Fangtentakeln vorbeiströmen. Das große Ausmaß der Tentakelkrone braucht auch im Aquarium Abstand zu sessilen Nachbarn. Weil das natürliche Verbreitungsgebiet gemäßigte Gewässer einschließt, sollte die Temperaturführung zur Herkunft des angebotenen Tieres geklärt werden; ein pauschal tropisches Riffbecken ist keine gesicherte Annahme.
Haltung im Riffaquarium
Stabile Meerwasserwerte und ein gut eingefahrenes Becken sind nötig. Die Art stammt aus gemäßigteren Meeresgebieten; vor dauerhafter Pflege muss die konkrete Temperaturverträglichkeit des angebotenen Tiers zum Aquarium passen. Gedämpftes Licht und eine leichte Strömung entsprechen geschützten, sedimentreichen Standorten. Das Tier lebt vom Beutefang und braucht eine kontrollierte Fütterung.
Licht, Strömung und Platzierung
Die Wohnröhre behutsam in einen tiefen, weichen Bodengrund setzen. Den Körper nicht aus der Röhre ziehen. Zwischen der möglichen weit ausladenden Tentakelkrone und anderen Korallen oder Anemonen großzügig Platz lassen; eine Pumpe mit offenem Einlass absichern.
Ernährung und Fütterung
Kleine Portionen Zooplankton, feines Mysis oder anderes geeignetes fleischiges Frostfutter gezielt in die Nähe der Tentakel geben. Die Zylinderrose kann auch kleinere Krebstiere und Fische fangen. Nicht so viel füttern, dass Reste im Sand liegen und die Wasserqualität belasten.
Symbiose mit Anemonenfischen
Die Große Zylinderrose ist keine Wirtsanemone für Anemonenfische. Fische, die nachts dicht an ihrer Fangkrone schlafen, können gefährdet sein; auch empfindliche sessile Wirbellose gehören nicht unmittelbar daneben.
Wanderverhalten, Nesselkraft und Pumpenschutz
Die Tentakel nesseln und fangen kleine Tiere. Um Korallen, andere Anemonen und die Pumpen bleibt Abstand. Beim Umsetzen die empfindliche Wohnröhre schonen. Wenn sie ihren Standort wechselt, darf sie nicht in ungeschützte Ansaugöffnungen geraten.
Eingewöhnung
Nach Ankunft zuerst die Temperatur ausgleichen. Anschließend den Salzgehalt langsam an das Beckenwasser angleichen, etwa mit der Tropfmethode. Die Röhre behutsam im Sand platzieren und dem Tier Zeit geben, sich zu öffnen; nicht an Tentakeln oder Körper ziehen.
Endgröße und Lebenserwartung
Ausgewachsene Exemplare können eine Tentakelkrone von etwa 30–40 cm Durchmesser entfalten. Einzelne Tiere der Art haben in einem öffentlichen Aquarium mehr als 50 Jahre gelebt; das ist keine allgemeine Lebenserwartung oder Garantie für die Haltung.
Lieferung
Geliefert wird ein einzelnes Meerwassertier in der angebotenen Lieferform. Die Größenklasse M–L dient der Einordnung des Lieferanten und ist keine zugesagte Zentimeterangabe. Farbe und Öffnungszustand können sich nach Transport und Eingewöhnung verändern.
| Tiergruppe: | Anemonen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.