Goldfisch rot-schwarz, Carassius auratus (Kaltwasser), Größe 10-12 cm
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Goldfisch rot-schwarz, Carassius auratus (Kaltwasser), Größe 10-12 cm
| Deutscher Name: | Goldfisch rot-schwarz |
| Wissenschaftlich: | Carassius auratus |
| Synonyme: | Goldfisch zweifarbig, Rot-Schwarzer Goldfisch |
| Herkunft: | Zuchtform ostasiatischer Goldfische, Ursprung China |
| Teichgröße: | Mindestens 1.500 Liter, langfristig besser ab etwa 3.000 Liter |
| Wasserwerte: | pH 6,8–8,2, mittlere Härte, sauerstoffreiches Wasser |
| Temperatur: | 8–26 °C, in ausreichend tiefen Teichen winterhart |
| Futter: | Goldfischfutter, pflanzliche Beikost, kleine Wasserorganismen |
| Geschlechtsunterschiede: | Weibchen meist fülliger, Männchen mit Laichausschlag zur Laichzeit |
| Zucht möglich: | Ja, bei passenden Temperaturen und Pflanzenstrukturen |
| Maximale Größe: | Bis etwa 25 cm |
| Liefergröße: | Verschiedene Größen auswählbar |
Herkunft und Beschreibung des Goldfisch rot-schwarz (Carassius auratus)
Der rot-schwarze Goldfisch gehört zu den besonders kontrastreichen Farbvarianten von Carassius auratus. Während klassische Goldfische meist einfarbig erscheinen, kombiniert diese Form zwei intensive Farbtöne: ein warmes Rot und tiefes Schwarz. Diese Zeichnung kann unterschiedlich verteilt sein – manchmal als dunkle Rückenpartie über rotem Grund, manchmal in einzelnen Flecken oder als großflächiger Kontrast über Körper und Flossen. Genau diese Variabilität macht jeden einzelnen Fisch zu einem kleinen Unikat.
Im Gartenteich entsteht dadurch ein lebendiges Bild: Wenn die Tiere ruhig durch das Wasser ziehen, wechseln sich dunkle und helle Partien je nach Lichteinfall immer wieder ab. Besonders bei Sonnenschein wirkt das Zusammenspiel aus roter Grundfarbe und schwarzen Bereichen sehr plastisch, weil sich Körperform, Schuppenstruktur und Flossenlinien deutlich abzeichnen.
Diese Goldfische zeigen bereits eine schöne Farbentwicklung, werden sich im Teich jedoch noch weiter verändern und ausprägen. Gerade bei zweifarbigen Goldfischen kann sich das Muster im Laufe der Jahre noch leicht verschieben oder intensiver werden.
Natürlicher Lebensraum
Wie alle Goldfische ist auch die rot-schwarze Variante eine Zuchtform, die über viele Generationen aus ostasiatischen Karpfenfischen hervorgegangen ist. Die ursprünglichen Vorfahren lebten in flachen Weihern, langsam fließenden Gräben und pflanzenreichen Stillgewässern, in denen sich schlammige Böden, ruhige Wasserzonen und dichter Uferbewuchs abwechseln.
Solche Lebensräume sind geprägt von eher sanfter Wasserbewegung und abwechslungsreichen Strukturen. Goldfische durchstreifen diese Bereiche gemächlich, suchen zwischen Pflanzen und Bodensubstrat nach Nahrung und nutzen gleichzeitig offene Wasserzonen zum freien Schwimmen. Genau diese Mischung aus Struktur und Raum lässt sich auch im Gartenteich sehr gut nachbilden.
Anforderungen an den Teich
Für eine langfristig stabile Haltung eignet sich ein Gartenteich deutlich besser als ein Aquarium. Ein Volumen von mindestens etwa 1.500 Litern bildet die Untergrenze, harmonischer und langfristig sicherer sind Anlagen ab ungefähr 3.000 Litern oder mehr. In größeren Teichen bleiben Wasserwerte stabiler, Temperaturschwankungen werden abgepuffert und die Tiere können ihr natürliches Schwimmverhalten besser zeigen.
Eine Kombination aus freien Schwimmflächen und locker bepflanzten Randbereichen hat sich besonders bewährt. Hier finden Goldfische sowohl Bewegungsraum als auch ruhige Zonen. Eine Teichtiefe von mindestens 80 cm sorgt dafür, dass sich im Winter eine frostfreie Wasserschicht halten kann.
Hinweis: Unsere Goldfische stammen aus temperierten Innenanlagen. Beim Umsetzen in den Gartenteich sollte daher immer eine langsame Anpassung an die Außentemperaturen erfolgen.
Passende Wasserparameter
Goldfische gelten als robuste Teichfische, reagieren jedoch positiv auf stabile Wasserbedingungen. Ein pH-Wert zwischen etwa 6,8 und 8,2 sowie mittlere Wasserhärte werden gut vertragen. Wichtig ist weniger ein spezieller Einzelwert als vielmehr eine dauerhaft gleichmäßige Wasserqualität.
Eine funktionierende Filteranlage und ausreichend Sauerstoffeintrag unterstützen die biologische Stabilität des Teiches. Besonders im Sommer, wenn Temperaturen steigen und Futtereintrag zunimmt, sorgt eine gute Filterung dafür, dass Nährstoffspitzen abgefangen werden und das Wasser klar bleibt.
Ernährung
Rot-schwarze Goldfische sind typische Allesfresser. Als Grundfutter eignen sich hochwertige Goldfischsticks oder Pellets, die speziell auf Kaltwasserfische abgestimmt sind. Ergänzend nehmen die Tiere gern pflanzliche Nahrung wie Wasserpflanzen, blanchiertes Gemüse oder feine Salatstücke auf.
Im Teich selbst wird außerdem aktiv nach kleinen Insektenlarven, Aufwuchs und organischen Partikeln gesucht. Diese natürliche Nahrung ergänzt das Hauptfutter und sorgt für Abwechslung im Speiseplan.
Vergesellschaftung des Goldfisch rot-schwarz
Goldfische sind ausgesprochen gesellige Teichfische und fühlen sich in einer Gruppe deutlich wohler als allein. Mehrere Tiere schwimmen oft gemeinsam durch offene Wasserbereiche und bilden lose Verbände.
Sehr gut lassen sich rot-schwarze Goldfische mit anderen klassischen Goldfischformen kombinieren, etwa mit Sarasa, Shubunkin oder Komet-Goldfischen. Wichtig ist vor allem ausreichend Platz im Teich, damit sich alle Tiere ohne Konkurrenzdruck bewegen und fressen können.
Geschlechtsunterschiede
Außerhalb der Laichzeit sind die Geschlechter nur schwer zu unterscheiden. Während der Fortpflanzungsperiode zeigen Männchen den typischen Laichausschlag an Kiemendeckeln und Brustflossen. Weibchen wirken in dieser Phase häufig etwas rundlicher, da sie Laich tragen.
Die Zucht des Goldfisch rot-schwarz
Unter geeigneten Bedingungen kann es im Gartenteich durchaus zur Fortpflanzung kommen. Mit steigenden Temperaturen beginnen laichbereite Tiere im Frühjahr oder Frühsommer mit lebhaften Verfolgungsschwimmen. Der Laich wird anschließend an Pflanzen, Wurzeln oder andere feine Strukturen abgelegt.
Da Goldfische keine Brutpflege betreiben, werden Eier und frisch geschlüpfte Jungfische gelegentlich von den Elterntieren gefressen. In dicht bepflanzten Teichen können jedoch immer wieder einzelne Jungfische überleben.
Maximale Größe des Goldfisch rot-schwarz
Bei guter Pflege und ausreichend Platz kann ein Goldfisch dieser Form eine Körperlänge von etwa 25 cm erreichen. In großzügigen Teichen entwickeln sich Körperhöhe und Flossenstruktur meist besonders harmonisch.
Goldfische zählen zudem zu den langlebigen Teichfischen. Bei stabilen Wasserverhältnissen und ausgewogener Ernährung können sie problemlos ein Alter von etwa 15 bis 20 Jahren erreichen.
| Temperaturbereiche: | Kaltwasser (4-18°C) - kein Heizer, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie füttere ich meine Teichbewohner richtig?
Die Fütterung richtet sich nach der Art der Teichbewohner. Fische benötigen eine abwechslungsreiche Ernährung, die aus speziellem Teichfutter, Insektenlarven und pflanzlichen Bestandteilen bestehen sollte. Kois und Goldfische profitieren von hochwertigem schwimmendem Futter, während bodenlebende Arten wie Störe sinkendes Futter benötigen.
Wie oft sollte gefüttert werden? Im Sommer, wenn die Wassertemperatur über 15 °C liegt, können Fische 1-2 Mal täglich gefüttert werden. In der kalten Jahreszeit verlangsamt sich der Stoffwechsel – unter 10 °C sollte nur noch wenig, unter 5 °C gar nicht mehr gefüttert werden.
Was fressen Teichschnecken und Muscheln? Teichschnecken ernähren sich von Algen und abgestorbenem Pflanzenmaterial, können aber bei Bedarf mit Spirulina-Tabletten oder weichem Gemüse zugefüttert werden. Teichmuscheln filtern Mikroorganismen aus dem Wasser und benötigen keine zusätzliche Fütterung, solange der Teich biologisch ausgewogen ist.
Darf ich Brot oder Küchenabfälle füttern? Nein, Brot und andere Küchenreste sind ungeeignet, da sie das Wasser belasten und die Gesundheit der Tiere gefährden können. Es sollte ausschließlich hochwertiges Teichfutter oder natürliche, für die jeweilige Art geeignete Nahrung verwendet werden.
Wie verhindere ich eine Überfütterung? Füttern Sie nur so viel, wie die Tiere innerhalb weniger Minuten aufnehmen können. Reste sollten nicht im Wasser verbleiben, um eine Belastung des Wassers zu vermeiden. Eine gute Wasserqualität ist essenziell für gesunde Teichbewohner.
Wie werden Teichfische versendet?
Wie alle Fische sind auch Teichfische Wirbeltiere und werden von uns, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand der Teichtiere erfolgt grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt bzw. bei Frost mit Heatpacks unterstützt.
Wie werden Wirbellose Teichtiere versendet?
Schnecken, Muscheln und Krebse sind wirbellose Tiere und können per DHL versendet werden. Die Tiere sind so gut verpackt, dass auch ein Transport über 2 oder 3 Tage den Tieren keine Probleme bereiten würde. In rund 90% der Fälle sind aber unsere DHL Pakete bereits am Folgetag des Versands beim Kunden. Wer seine Wirbellosen auf jeden Fall am nächsten Tag erhalten möchte, kann wahlweise per Tierkurier GO! versenden lassen.
Der Versand der Wirbellosen erfolgt unabhängig von der gewählten Versandart grundsätzlich in einer stabilen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Tiere mit zusätzlichem Wasservolumen vor zu starker Hitze geschützt. Bei Frost versenden wir sie mit zusätzlichen Heatpacks.
Wie neu gekaufte Teichbewohner eingewöhnen?
Um neue Teichbewohner wie Fische, Krebse, Muscheln oder Schnecken sicher in den Gartenteich einzugewöhnen, sollte eine behutsame Anpassung an die neuen Wasserbedingungen erfolgen. Falls bereits andere Tiere im Teich vorhanden sind, empfiehlt sich eine Quarantäne, um das Risiko von Krankheiten zu minimieren.
Die Eingewöhnung erfolgt nach einem schrittweisen Verfahren, unabhängig davon, ob Fische oder Wirbellose in den Teich eingesetzt werden.
Einsetzen von neuen Teichtieren:
- Setzen Sie die neuen Tiere mit dem Transportwasser in einen Eimer, eine Wanne oder einen separaten Behälter.
- Fügen Sie nach und nach Wasser aus dem Gartenteich hinzu, bis sich die Wassermenge innerhalb von 30-60 Minuten mindestens verdoppelt hat.
- Bei Fischen: Entnehmen Sie diese vorsichtig mit einem Kescher und setzen Sie sie in den Teich ein. Bei Muscheln und Schnecken: Platzieren Sie sie direkt auf den Teichgrund, damit sie sich selbstständig eingraben oder anhaften können. Bei Krebsen: Lassen Sie sie behutsam am Teichrand ins Wasser gleiten.
- Beobachten Sie die neuen Tiere in den nächsten Tagen regelmäßig auf Anzeichen von Stress oder Krankheiten. Eine neue Umgebung kann das Immunsystem schwächen und zu Anpassungsproblemen führen.
- Falls es sich um einen neu eingerichteten Teich handelt, sollten Sie die Wasserwerte, insbesondere den Nitritgehalt, in den ersten zwei Wochen nach dem Einsetzen der Tiere mindestens alle zwei Tage kontrollieren.
Woher stammen die bei Ihnen gekauften Teichtiere?
Unsere Wirbellosen stammen ausschließlich von einem deutschen Züchter, der die Tiere bereits in Teichen aufzieht. Auch fast alle unserer Fische stammen aus deutscher Nachzucht und werden direkt in Freilandteichen gezüchtet. Nur vereinzelt beziehen wir Tiere aus europäischer Nachzucht (z. B. aus Tschechien). In jedem Fall stammen unsere Teichtiere nicht aus Aquarien, sondern aus artgerechter Haltung unter Freilandbedingungen (Ausnahmen bilden hier nur die Rotflossenorfen, Zaccos, Makropoden und die Regenbogenelritzen, da diese auch in Aquarien gehalten werden können).
Brauche ich einen Filter oder eine Pumpe für meinen Teich?
Ob ein Filter oder eine Pumpe für den Teich notwendig ist, hängt von der Größe, dem Fischbesatz und der biologischen Selbstreinigungskraft des Teiches ab.
Wann ist ein Filter notwendig? Ein Teichfilter ist besonders dann erforderlich, wenn Fische gehalten werden, da diese durch ihre Ausscheidungen das Wasser belasten. Ohne eine Filteranlage kann sich schnell Ammoniak und Nitrit im Wasser ansammeln, was für Fische schädlich ist. In einem gut bepflanzten, naturnahen Teich mit wenigen oder keinen Fischen kann das Ökosystem die Wasserqualität oft selbst regulieren. Je mehr Fische im Teich leben, desto wichtiger wird ein leistungsfähiges Filtersystem.
Wann wird eine Pumpe benötigt? Eine Pumpe sorgt für eine gleichmäßige Wasserzirkulation und verbessert die Sauerstoffversorgung, was besonders an warmen Tagen wichtig ist. Stehende Gewässer neigen dazu, an Sauerstoffmangel zu leiden, was für Fische und andere Teichbewohner gefährlich werden kann. Falls der Teich einen Wasserfall, einen Bachlauf oder eine Fontäne besitzt, ist eine Pumpe unerlässlich, um die Wasserbewegung aufrechtzuerhalten.
Kann ein Teich ohne Filter oder Pumpe funktionieren? Ja, unter bestimmten Bedingungen kann ein Teich auch ohne technische Hilfsmittel auskommen. In einem gut geplanten Naturteich mit dichter Bepflanzung, wenig Fischbesatz und einem ausgeglichenen Nährstoffhaushalt übernehmen Pflanzen, Mikroorganismen und natürliche Prozesse die Reinigung und Sauerstoffversorgung. Eine ausreichende Tiefe (mindestens 80 cm) hilft, Temperaturschwankungen auszugleichen und die Wasserqualität zu stabilisieren.
Welche Filterarten gibt es?
- Druckfilter: Geeignet für größere Teiche mit Fischbesatz, da sie hohe Wassermengen filtern und oft mit einer UV-Lampe zur Algenbekämpfung ausgestattet sind.
- Durchlauffilter: Ideal für mittelgroße bis große Teiche mit vielen Fischen, da sie effizient mechanische und biologische Reinigung kombinieren.
- Schwamm- oder Biofilter: Für kleinere Teiche oder Naturteiche ohne hohen Fischbesatz, da sie das Wasser schonend klären und nützliche Bakterien ansiedeln.
Fazit: Ob ein Filter oder eine Pumpe notwendig ist, hängt vom individuellen Teich ab. In einem Fischteich sind beide Komponenten meist unerlässlich, während ein gut durchdachter Naturteich oft ohne auskommt. Eine regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte hilft dabei, den Bedarf an Technik besser einzuschätzen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Teichbewohnern
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.