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Geweihkoralle „Dunkelgrün“ (Nachzucht), Acropora muricata, Größe S–M

Sattgrüne Äste

Dunkelgrün gefärbte Nachzuchtlinie mit verzweigtem Geweihwuchs.

Echte Nachzucht

Aquarienvermehrt, an Riffbecken gewöhnt und schont Wildbestände.

Starkes Licht

Gedeiht bei etwa 200–400 PAR im mittleren bis oberen Bereich.

Stabile KH nötig

KH 7,5–9 °dKH, Calcium und Magnesium gleichmäßig halten.

Geweihkoralle „Dunkelgrün“ (Nachzucht), Acropora muricata, Größe S–M


Auf einen Blick: Geweihkoralle „Dunkelgrün“ (Nachzucht), Acropora muricata
Deutscher Name:Geweihkoralle „Dunkelgrün“ (Nachzucht)
Wissenschaftlich:Acropora muricata
Synonyme:Staghorn-Koralle, Acropora formosa, Acropora-Steinkoralle, Acro, Staghorn
Herkunft:Indopazifik vom Roten Meer bis in den Zentralpazifik; dieses Tier ist eine Nachzucht
Korallengruppe:Kleinpolypige Steinkoralle (SPS) aus der Familie Acroporidae, verzweigt wachsend
Lichtbedarf:Hoch, etwa 200–400 PAR, über Wochen langsam steigern
Strömung:Kräftig, wechselnd und turbulent, kein harter Dauerstrahl
Wasserwerte:Dichte 1,025–1,026, pH 8,0–8,4, KH 7,5–9 °dKH, Ca 400–450 mg/l, Mg 1.250–1.400 mg/l
Temperatur:24–27 °C
Platzierung:Mittleres bis oberes Beckendrittel, mit Platz nach oben und zur Seite
Ernährung:Überwiegend Photosynthese, ergänzend feines Plankton und Aminosäuren
Wachstum:Mäßig bis schnell, bildet lange, zylindrische Äste
Schwierigkeitsgrad:Anspruchsvoll, für erfahrene Riffaquarianer mit stabilem Becken
Lieferform:Größe S–M
Im Detail: Geweihkoralle „Dunkelgrün“ (Nachzucht), Acropora muricata

Herkunft von Geweihkoralle „Dunkelgrün“ (Nachzucht) (Acropora muricata)

Acropora muricata ist eine der bekanntesten Geweihkorallen und war in der Aquaristik lange unter dem Namen Acropora formosa geläufig. Heute gilt formosa als Synonym, die Art wird unter dem älteren Namen muricata geführt und als Artkomplex mit mehreren schwer trennbaren Formen betrachtet. Ihr Verbreitungsgebiet ist riesig: Es reicht vom Roten Meer und dem Golf von Aden über den Persischen Golf und den Indischen Ozean bis nach Australien, Südostasien, Japan und in den zentralen und westlichen Pazifik. Dort besiedelt die Koralle Riffhänge und vor allem geschützte Lagunen in flachem bis mittlerem Wasser bis etwa 30 Meter Tiefe. Typisch sind baumartig verzweigte Kolonien aus zylindrischen Ästen, die mitunter dichte Dickichte von mehr als zehn Metern Durchmesser bilden. Im Flachwasser bleiben die Äste kurz und gedrungen, in tieferem Wasser wachsen sie offener. An jeder Astspitze sitzt ein deutlich hervorstehender Endpolyp, die seitlichen Kelche sind röhrenförmig. Wildkolonien sind meist cremefarben, braun oder blau mit hellen Spitzen. „Dunkelgrün“ bezeichnet die Farbe dieser Nachzuchtlinie mit sattgrünem Gewebe. Die Art ist in Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens gelistet und wird von der Weltnaturschutzunion IUCN inzwischen als stark gefährdet eingestuft. Umso sinnvoller sind Nachzuchten wie dieses Tier, die an das Leben im Aquarium bereits gewöhnt sind.

Haltung im Riffaquarium

Die dunkelgrüne Geweihkoralle braucht ein gut eingefahrenes Riffaquarium, in dem Karbonathärte, Calcium und Magnesium nicht schwanken. Gerade die KH sollte täglich gleichmäßig nachdosiert werden, etwa über eine Dosierpumpe oder einen Kalkreaktor, denn starke Ausschläge zählen zu den häufigsten Ursachen für Gewebeverlust. Gesunde Tiere zeigen sichtbare Polypen, eine kräftige Gewebefarbe und helle, wachsende Astspitzen. Löst sich Gewebe von der Basis oder von den Ästen, ist rasches Handeln nötig: Werte prüfen, Strömung kontrollieren und auf Schädlinge achten. Wer bereits Erfahrung mit kleinpolypigen Steinkorallen hat, findet in dieser Nachzucht eine dankbare, schnell sichtbare Wachstumsform.

Licht, Strömung und Platzierung

Setze die Koralle in das mittlere bis obere Drittel des Beckens, auf festen Untergrund und so, dass sie von keiner größeren Kolonie beschattet wird. Da Geweihkorallen vor allem in die Höhe und in die Breite wachsen, plane oberhalb und seitlich ausreichend Raum ein. Als Lichtwert eignen sich zum Start etwa 200 bis 300 PAR, später sind 300 bis 400 PAR und nach sorgfältiger Gewöhnung auch mehr möglich. Die Strömung sollte kräftig, wechselnd und turbulent sein, damit sich zwischen den Ästen kein Mulm absetzt. Ein harter, gebündelter Pumpenstrahl direkt auf die Koralle schadet dagegen dem Gewebe.

Wasserwerte und Spurenelemente

Bewährt haben sich eine Dichte von 1,025 bis 1,026 (etwa 34 bis 35 ‰ Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,0 bis 8,4 und eine Karbonathärte von 7,5 bis 9 °dKH. Calcium sollte bei 400 bis 450 mg/l liegen, Magnesium bei 1.250 bis 1.400 mg/l, die Temperatur zwischen 24 und 27 °C. Nitrat und Phosphat dürfen nicht dauerhaft auf null fallen, denn zu nährstoffarmes Wasser lässt die Farbe verblassen. Als Richtwert gelten etwa 5 bis 10 mg/l Nitrat und 0,05 bis 0,1 mg/l Phosphat. Wichtiger als ein exakter Zielwert ist, dass alle Werte konstant bleiben und Änderungen nur langsam erfolgen.

Ernährung und Fütterung

Den größten Teil ihrer Energie bezieht Acropora muricata aus den Zooxanthellen, symbiotischen Algen im Gewebe, die Licht in Nährstoffe umwandeln. Eine gezielte Fütterung ist daher nicht zwingend, kann Wachstum und Farbe aber unterstützen. Gut geeignet sind sehr feine Futterarten wie Zooplankton, Rotatorien, feines Staubfutter sowie Aminosäuren, die sparsam ins Wasser gegeben werden. Größere Futterbrocken kann die kleinpolypige Koralle nicht verwerten. Füttere zurückhaltend, damit Nitrat und Phosphat nicht ansteigen.

Wachstum und Vermehrung

Unter stabilen Bedingungen wächst die Geweihkoralle mäßig bis schnell und gehört zu den wüchsigeren Acropora-Arten. Aus einem kleinen Ableger entsteht nach und nach eine verzweigte Kolonie mit langen, zylindrischen Ästen, deren Spitzen oft heller gefärbt sind. Die Farbe kann sich je nach Lichtspektrum und Nährstofflage verändern; ein ausgewogenes Licht mit Blau- und Weißanteil bringt das Grün meist am besten zur Geltung. Größere Kolonien lassen sich durch Abtrennen einzelner Äste vermehren. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen

Geweihkorallen sind wenig aggressiv, konkurrieren aber um Licht und Raum und können Nachbarn bei direktem Kontakt nesseln. Halte mindestens fünf Zentimeter Abstand zu anderen Steinkorallen und deutlich mehr zu großpolypigen Arten mit langen Fangtentakeln wie Galaxea oder Euphyllia, die Acropora schädigen können. Starke Weichkorallenbestände können über abgegebene Stoffe das Wachstum bremsen; Aktivkohle hilft hier. Mit friedlichen Riffischen, Garnelen und Schnecken ist die Koralle gut vereinbar. Fische, die an Steinkorallen zupfen, wie viele Großkaiserfische oder manche Feilenfische, sind ungeeignet.

Eingewöhnung

Dimme nach dem Auspacken das Licht und lege den Beutel etwa 15 bis 20 Minuten zum Temperaturausgleich ins Becken. Anschließend gleichst du den Salzgehalt mit der Tropfmethode über 30 bis 60 Minuten langsam an. Ein Korallenbad mit einem Mittel gegen Schädlinge wie Acropora-fressende Plattwürmer oder Rote Acropora-Krebse ist empfehlenswert; halte dich dabei genau an die Herstellerangaben und prüfe die Koralle danach bei weißem Licht. Setze den Ableger zunächst an eine Stelle mit gemäßigtem Licht und rücke ihn über einige Wochen höher.

Lieferung

Du erhältst eine Nachzucht als Ableger in der Größenklasse S–M. Die Angabe ordnet den Ableger als klein bis mittelgroß ein und ist keine feste Zentimetergröße. Jeder Ableger ist ein Einzelstück, daher können Zahl und Länge der Äste leicht abweichen. Die Koralle wird sorgfältig in Meerwasser verpackt geliefert.

Tiergruppe: Korallen
Wassertemperatur: 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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