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Gelbflossen-Maulbrüter „Itungi“, Pseudotropheus acei

Fundort Itungi

Tiefblauer Körper mit leuchtend gelben Flossen aus dem Norden

Geselliger Gruppenfisch

Lebt im Gegensatz zu vielen Mbuna friedlich in kleinen Gruppen

Blau mit Farbakzent

Violettblauer Körper mit farbig abgesetzten Flossen

Maternaler Maulbrüter

Weibchen tragen die Brut rund drei Wochen im Maul

Gelbflossen-Maulbrüter „Itungi“, Pseudotropheus acei


Auf einen Blick: Gelbflossen-Maulbrüter „Itungi“, Pseudotropheus acei
Deutscher Name:Gelbflossen-Maulbrüter „Itungi“
Wissenschaftlich:Pseudotropheus acei
Synonyme:Pseudotropheus acei Itungi, Acei Itungi, Gelbschwanz-Maulbrüter, Acei
Herkunft:Malawisee, Fundort Itungi (Nordende)
Gesellschafts-Aquarium:Friedlicher Gruppenfisch, ab 6–8 Tieren
Wasserwerte:pH 7,5–8,5, GH 8–20 °dH, KH 8–15 °dH
Temperatur:24–27 °C
Beckengröße:Ab 150 cm und 400 Litern
Bepflanzung:Steine, Wurzeln, freier Schwimmraum
Futter:Pflanzlich betont: Spirulina, Aufwuchsfutter, Granulat
Geschlechts-Unterschiede:Kaum, Männchen etwas größer
Zucht möglich:Maternaler Maulbrüter
Maximale Größe:Etwa 10–12 cm
Liefergröße:ca. 4,0-5,0 cm
Mit Garnelen verträglich:Ungeeignet, Garnelen werden gefressen
Im Detail: Gelbflossen-Maulbrüter „Itungi“, Pseudotropheus acei

Herkunft von Gelbflossen-Maulbrüter „Itungi“ (Pseudotropheus acei)

Pseudotropheus acei unterscheidet sich in seiner Lebensweise deutlich von den meisten Mbuna. Die Art lebt im Malawisee nicht nur an Felsen, sondern auch über Sandflächen, wo sie in Gruppen versunkenes Holz und Schilfstängel aufsucht und den Aufwuchs davon abweidet. Dadurch ist sie wesentlich geselliger und friedlicher als viele andere Felsbuntbarsche. Typisch sind der blaue bis violettblaue Körper und die gelben oder weißen Flossen, nach denen die verschiedenen Formen unterschieden werden. Die Form „Itungi“ stammt aus dem Gebiet um Itungi am äußersten Nordende des Sees auf tansanischer Seite. Die Tiere zeigen einen tiefblauen Körper mit leuchtend gelben Flossen und gelber Schwanzflosse. Im Aquarium schwimmen die Tiere meist gemeinsam im freien Wasser und weiden in kleinen Trupps Wurzeln, Steine und Pflanzenblätter ab. Dieses Gruppenverhalten macht die Art zu einem angenehm ruhigen Mitglied einer Malawi-Gesellschaft. Die angebotenen Tiere sind Nachzuchten, die bereits an Aquarienwasser und Ersatzfutter gewöhnt sind. Ihre volle Färbung entwickeln sie nach einigen Monaten.

Vergesellschaftung

Der Gelbflossen-Maulbrüter „Itungi“ ist für einen Mbuna ausgesprochen verträglich und lebt am liebsten in einer Gruppe von sechs bis acht oder mehr Tieren. Er eignet sich gut für Malawi-Gesellschaftsbecken mit friedlichen Mbuna wie Labidochromis caeruleus oder Cynotilapia. Sehr aggressive Arten können die geselligen Tiere stressen.

Passende Wasserparameter

Der Malawisee hat mittelhartes, alkalisches Wasser. Ideal sind pH 7,5 bis 8,5, eine Gesamthärte von 8 bis 20 °dH und eine Karbonathärte von 8 bis 15 °dH. Da Malawi-Buntbarsche viel fressen und stark belasten, sind eine kräftige Filterung und wöchentliche Teilwasserwechsel von einem Drittel wichtig, damit die Nitratwerte niedrig bleiben.

Haltungstemperatur

Gehalten wird bei 24 bis 27 °C. Höhere Temperaturen steigern Stoffwechsel und Aggressivität und senken den Sauerstoffgehalt.

Beckengröße

Weil die Tiere in der Gruppe viel schwimmen und größer werden, ist ein Aquarium ab 150 cm Länge und 400 Litern sinnvoll.

Bepflanzung

Neben Steinaufbauten werden Wurzeln gern angenommen, an denen die Tiere Aufwuchs abweiden. Es sollte viel freier Schwimmraum bleiben. Sand als Bodengrund ist ideal.

Futter

Die Ernährung sollte überwiegend pflanzlich sein: Spirulina-Flocken, Aufwuchsfutter und Granulat für Malawi-Buntbarsche, ergänzt durch kleine Mengen Mysis oder Artemia.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechter sind schwer zu unterscheiden. Männchen werden etwas größer und tragen meist deutlichere Eiflecken auf der Afterflosse. Bei Jungtieren ist keine Bestimmung möglich.

Zucht

Pseudotropheus acei ist ein maternaler Maulbrüter. Das Weibchen trägt die Brut etwa drei Wochen im Maul und entlässt danach selbstständige Jungfische.

Endgröße

Ausgewachsen erreicht die Art etwa 10 bis 12 cm. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Für Garnelen ist ein Malawi-Becken ungeeignet: Die Buntbarsche fressen Zwerggarnelen und deren Nachwuchs, zudem passt das stark alkalische Wasser nur wenigen Garnelenarten.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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