Freibergs Labidochromis, Labidochromis freibergi
14,99 €*
4 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,40 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Freibergs Labidochromis, Labidochromis freibergi
| Deutscher Name: | Freibergs Labidochromis |
| Wissenschaftlich: | Labidochromis freibergi |
| Synonyme: | Ewarti, Labidochromis „Ewarti“ |
| Herkunft: | Malawisee, vor allem Likoma Island |
| Gesellschafts-Aquarium: | Kleine Gruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen |
| Wasserwerte: | pH 7,5–8,5, mittelhart bis hart und karbonatreich |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Beckengröße: | Ab etwa 240 l und 120 cm Kantenlänge |
| Bepflanzung: | Nicht erforderlich; robuste Pflanzen nur ergänzend |
| Futter: | Aufwuchsbetontes Futter mit pflanzlichem Schwerpunkt |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen kräftiger blau, Weibchen meist graubraun |
| Zucht möglich: | Maternaler Maulbrüter |
| Maximale Größe: | Meist etwa 7–8 cm |
| Liefergröße: | ca. 4,0-5,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht empfehlenswert; Nachwuchs wird sicher erbeutet |
Herkunft von Freibergs Labidochromis (Labidochromis freibergi)
Labidochromis freibergi stammt aus dem ostafrikanischen Malawisee und ist dort eng an felsige Uferzonen gebunden. Das natürliche Kernvorkommen liegt an der Insel Likoma, insbesondere in deren nordöstlichem Bereich. Die Art bewohnt überwiegend flache, von Wellen bewegte Felshabitate mit weitgehend sedimentfreien Steinen und wurde in Tiefen von ungefähr einem bis zwölf Metern nachgewiesen. Zwischen den Felsen findet sie sowohl geschützte Rückzugsplätze als auch ihre Nahrung: Mit den schlanken Zähnen werden Algen und kleine wirbellose Tiere gezielt aus Vertiefungen und Spalten des Aufwuchses aufgenommen. Anders als frei schwimmende Schwarmfische hält sich dieser Mbuna meist dicht am Untergrund auf und nutzt die gegliederte Felslandschaft als Deckung. Eine durch den Menschen angesiedelte Population ist außerdem von Thumbi West Island bekannt; sie gehört jedoch nicht zum ursprünglichen Verbreitungsgebiet. Für die Aquarienhaltung lässt sich der Lebensraum durch standfeste Steinaufbauten, zahlreiche Höhlen, freie Sandflächen und kräftige Wasserbewegung gut nachempfinden. Sauberes, sauerstoffreiches Wasser und eine zuverlässige Filterung sind dabei ebenso wichtig wie ausreichend voneinander getrennte Revierbereiche.
Vergesellschaftung
Die Art gilt innerhalb der Gattung als vergleichsweise durchsetzungsfähig und sollte nicht wie ein friedlicher Schwarmfisch behandelt werden. Bewährt hat sich eine kleine Gruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen, sodass sich die Aufmerksamkeit des Männchens verteilt. Mehrere adulte Männchen benötigen deutlich mehr Raum und voneinander getrennte Höhlenreviere. Sichtbarrieren aus Felsen helfen, dauernde Verfolgungen zu vermeiden. Als Gesellschaft eignen sich ähnlich große, nicht übermäßig aggressive Mbuna mit vergleichbaren Ansprüchen an Wasser und Ernährung. Sehr große oder ausgesprochen ruppige Arten können den kleinen Labidochromis bedrängen. Nahe verwandte Labidochromis-Arten sollten in Zuchtgruppen nicht gemeinsam gepflegt werden, da Verwechslungen und Kreuzungen möglich sind.
Passende Wasserparameter
Geeignet ist stabiles, alkalisches Wasser mit einem pH-Wert von etwa 7,5 bis 8,5. Die Gesamthärte darf je nach Ausgangswasser mittel bis hoch ausfallen; wichtiger als ein einzelner Messwert sind eine ausreichende Karbonathärte und geringe Schwankungen. Das Aquarium sollte gut gefiltert und kräftig belüftet werden. Regelmäßige Teilwasserwechsel begrenzen die organische Belastung, die in dicht besetzten Mbuna-Aquarien rasch ansteigen kann. Plötzliche Wechsel in pH-Wert, Temperatur oder Leitfähigkeit sollten vermieden werden.
Haltungstemperatur
Ein Temperaturbereich von 24 bis 27 °C eignet sich für die dauerhafte Pflege. Werte um 25 bis 26 °C bieten einen guten Mittelweg. Bei höheren Temperaturen steigt der Sauerstoffbedarf, weshalb Wasserbewegung und Belüftung entsprechend kräftig ausfallen müssen. Dauerhaft deutlich kühlere oder wärmere Bedingungen entsprechen dem natürlichen Lebensraum nur unzureichend.
Beckengröße
Für eine kleine, sinnvoll zusammengestellte Gruppe empfiehlt sich ein Aquarium ab etwa 240 Litern mit mindestens ungefähr 120 cm Kantenlänge. Die Grundfläche ist wichtiger als eine große Beckenhöhe, weil Höhlen, Sichtbarrieren und mehrere voneinander getrennte Revierbereiche benötigt werden. Bei mehreren Männchen oder einer Vergesellschaftung mit weiteren Mbuna ist ein deutlich größeres Aquarium ratsam. Steinaufbauten müssen kippsicher direkt auf dem Beckenboden stehen und dürfen nicht allein vom Sand getragen werden.
Bepflanzung
Pflanzen sind für diesen Felsencichliden nicht notwendig. Im Mittelpunkt stehen standfeste Steinaufbauten mit Spalten, Höhlen und unterbrochenen Sichtachsen sowie eine freie Sandzone. Wer dennoch begrünen möchte, kann robuste, hartblättrige Arten verwenden und sie vor Ausgraben schützen. Empfindliche Pflanzen können durch Graben, Revierverhalten oder das Absuchen nach Nahrung beschädigt werden.
Futter
Die natürliche Kost besteht aus Algenaufwuchs und den darin lebenden kleinen Wirbellosen. Im Aquarium passt deshalb ein ballaststoffreiches, pflanzlich betontes Mbuna-Futter, beispielsweise mit Algen- oder Spirulinaanteil. Kleine Krebstiere, feines Frostfutter oder Insektenlarven können sparsam ergänzen. Sehr eiweißreiche Kost, große Mengen fettreicher tierischer Nahrung und kräftiges Überfüttern sind ungeeignet. Mehrere kleine Portionen lassen sich besser verwerten als eine große Fütterung.
Geschlechtsunterschiede
Dominante Männchen zeigen gewöhnlich eine hell- bis puderblaue Grundfarbe mit mehreren dunklen senkrechten Bändern. Weibchen und untergeordnete Männchen bleiben meist unauffälliger graublau bis bräunlich und zeigen die Bänder schwächer. Adulte Männchen können außerdem etwas größer und kräftiger wirken. Bei Jungfischen in einer Liefergröße von 4 bis 5 cm ist eine sichere Geschlechtsbestimmung anhand der Färbung jedoch nicht immer möglich.
Zucht
Labidochromis freibergi ist ein maternaler Maulbrüter. Nach dem Ablaichen nimmt das Weibchen die befruchteten Eier ins Maul und trägt dort die Entwicklung der Jungfische aus. Während dieser Zeit frisst es meist wenig oder gar nicht und benötigt ruhige Rückzugsplätze. Nach ungefähr drei Wochen werden weit entwickelte Jungfische entlassen; die Dauer kann von Temperatur und Kondition abhängen. Die Jungtiere nehmen feines Aufzuchtfutter, frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und fein zerriebenes, pflanzlich betontes Futter an. Für eine nachvollziehbare, artreine Nachzucht sollte die gemeinsame Haltung mit ähnlichen Labidochromis vermieden werden.
Endgröße
In der Natur erreicht Labidochromis freibergi gewöhnlich etwa 7 bis 8 cm Gesamtlänge, wobei Männchen meist etwas größer werden als Weibchen. Einzelne Aquarienangaben nennen größere Tiere, diese Werte sind jedoch nicht einheitlich belegt. Für die Haltungsplanung sollte trotz der geringen Körperlänge genügend Raum für Reviere und Ausweichmöglichkeiten vorgesehen werden.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Für ein Garnelenaquarium ist diese Art nicht geeignet. Kleine Garnelen und nahezu jeder Garnelennachwuchs werden als erreichbare Nahrung betrachtet und gezielt zwischen Steinen gesucht. Selbst ausgewachsene, größere Garnelen können bedrängt, verletzt oder während der Häutung erbeutet werden. Auch die felsige Mbuna-Einrichtung und das harte, alkalische Wasser machen eine gemeinsame Haltung nicht automatisch sicher. Eine Vergesellschaftung mit Garnelen ist daher unabhängig von deren Größe nicht zu empfehlen.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.