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Frauenhaarfarn „Fritz Lüthi“, Adiantum raddianum ‘Fritz Lüthi’, Topfpflanze
| Deutscher Name: | Frauenhaarfarn „Fritz Lüthi“ |
| Botanisch: | Adiantum raddianum ‘Fritz Lüthi’ |
| Synonyme: | Delta-Frauenhaarfarn, Venushaarfarn, Adiantum 'Fritz Luthi' |
| Herkunft: | Wildart aus dem tropischen Mittel- und Südamerika; Sorte aus gärtnerischer Kultur |
| Geeignet für: | Tropen- und Regenwaldterrarium, Paludarium, Flaschengarten |
| Wuchsform: | Horstbildender Farn mit überhängenden, fein gefiederten Wedeln |
| Standort im Terrarium: | Halbschattig im Mittel- oder Hintergrund, auch an feuchten Rückwänden |
| Lichtbedarf: | Hell, aber ohne direkte Sonne; verträgt Halbschatten |
| Temperatur: | 18 – 26 °C, nicht dauerhaft unter 12 °C |
| Luftfeuchtigkeit: | Hoch, ideal 60 – 90 % |
| Substrat: | Lockere, humose Erde mit guter Drainage |
| Feuchtigkeit / Gießen: | Gleichmäßig feucht, nie austrocknen lassen, keine Staunässe |
| Düngung: | Sparsam, etwa monatlich mit halber Dosis in der Wachstumszeit |
| Vermehrung: | Teilung des Wurzelstocks |
| Wachstum: | Mittel |
| Erreichbare Höhe: | Etwa 20 – 40 cm |
| Eignung im Tierterrarium: | Gilt als ungiftig; für Pfeilgiftfrösche und kleine Echsen geeignet |
| Lieferung als: | Topfpflanze (5-cm-Topf) |
Herkunft von Frauenhaarfarn „Fritz Lüthi“ (Adiantum raddianum ‘Fritz Lüthi’)
Der Frauenhaarfarn „Fritz Lüthi“ ist eine Gartenform von Adiantum raddianum, einem Farn aus der Familie der Saumfarngewächse. Die Wildart ist im tropischen Mittel- und Südamerika weit verbreitet und kommt unter anderem in Brasilien, Kolumbien, Peru und Venezuela vor. Dort wächst sie an schattigen, feuchten Standorten: an Bach- und Flussufern, an nassen Felswänden, auf moosigen Böschungen und im Unterwuchs lichter Wälder. Typisch für die Gattung sind die schwarzen, glänzenden und haarfeinen Stiele, denen die Frauenhaarfarne ihren Namen verdanken. Die Fiederblättchen sind fächer- bis keilförmig und stoßen Wasser ab, sodass Tropfen einfach abperlen. Die Sorte „Fritz Lüthi“ wurde in gärtnerischer Kultur ausgelesen und gehört heute zu den bekanntesten Frauenhaarfarnen im Zimmerpflanzenhandel. Sie bildet dichtere, kräftiger wirkende Wedel als die Wildform; die hellgrünen Fiederchen sind tief gelappt und überlappen sich leicht. Junge Wedel treiben oft mit einem zarten bronzefarbenen Hauch aus. Weil die Pflanze ein gleichmäßig feuchtes, warmes Klima liebt, fühlt sie sich in einem tropischen Terrarium oder Paludarium meist wohler als auf der trockenen Fensterbank. Dort spielt sie ihre filigrane Wirkung besonders schön aus.
Verwendung im Terrarium
Der Farn eignet sich für tropische Regenwaldterrarien, Paludarien, geschlossene Flaschengärten und feuchte Pflanzenvitrinen. Besonders gut passt er in Becken für Pfeilgiftfrösche, Laubfrösche oder kleine Geckos, die ein dauerhaft feuchtes Klima brauchen. Mit seinem weichen, luftigen Laub lockert er Bepflanzungen aus Bromelien, Moosen und kleinen Aronstabgewächsen auf. In sehr großen Becken kann er auch mehrfach gesetzt werden, damit eine dichte, grüne Farnzone entsteht.
Standort und Gestaltung
Am schönsten wirkt der Frauenhaarfarn im Mittel- oder Hintergrund, wo seine überhängenden Wedel frei fallen können. Er lässt sich auch in Pflanztaschen an feuchten Rückwänden oder in Nischen zwischen Wurzeln setzen. Wichtig ist ein Platz, an dem die Wedel nicht ständig an der Scheibe oder an der Beleuchtung anliegen. Direkt unter einer sehr warmen Lampe trocknet das feine Laub schnell aus.
Lichtbedarf
Helles, indirektes Licht ist ideal. Halbschattige Plätze werden gut vertragen, im tiefen Schatten wächst der Farn jedoch locker und blass. Direkte Sonne oder sehr starke Spots können die zarten Fiederblättchen verbrennen, die dann braun und trocken werden. Eine moderne LED-Terrarienbeleuchtung mit etwas Abstand reicht vollkommen aus.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Der Farn mag warme Temperaturen zwischen etwa 18 und 26 °C und eine hohe Luftfeuchtigkeit von 60 bis 90 Prozent. Kurzzeitig werden auch etwas kühlere Werte vertragen, dauerhaft sollte es aber nicht unter 12 °C fallen. Trockene Heizungsluft und Zugluft sind die häufigsten Ursachen für braune Wedelspitzen. Im Terrarium sorgen regelmäßiges Sprühen oder eine Beregnungsanlage für das passende Klima, zugleich braucht das Becken etwas Luftaustausch, damit sich kein Schimmel bildet.
Substrat und Wasserversorgung
Geeignet ist ein lockeres, humoses Substrat, das Wasser hält, aber nicht verdichtet. Bewährt haben sich Mischungen aus Terrarienerde, Kokosfasern, Pinienrinde und etwas Torfersatz. Eine Drainageschicht aus Blähton am Beckenboden verhindert Staunässe, denn dauerhaft nasse Wurzeln faulen leicht.
Pflege im Terrarium
Das wichtigste Pflegeziel ist gleichmäßige Feuchtigkeit: Der Wurzelballen darf nie ganz austrocknen, sollte aber auch nicht im Wasser stehen. Vertrocknete oder unschöne Wedel schneidet man direkt an der Basis ab, der Farn treibt aus dem Wurzelstock zuverlässig neu aus. Hat die Pflanze einmal ausgetrocknet, hilft oft ein kompletter Rückschnitt und weiterhin feuchte Pflege, bis neue Wedel erscheinen. Zum Sprühen eignet sich kalkarmes Wasser, damit keine hellen Flecken auf dem Laub entstehen.
Düngung
Frauenhaarfarne sind empfindlich gegenüber zu viel Dünger. Im Terrarium genügt meist das, was aus dem Substrat und den Ausscheidungen der Tiere frei wird. Bei sichtbar hellem Laub kann man in der Wachstumszeit etwa einmal im Monat einen milden Flüssigdünger in halber Dosierung geben. Für Becken mit Amphibien sollte nur ein ausdrücklich geeignetes, sehr mildes Düngemittel verwendet werden.
Vermehrung
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung. Dazu wird ein kräftiger Horst im Frühjahr vorsichtig auseinandergezogen oder mit einem scharfen Messer geteilt, sodass jedes Teilstück eigene Wurzeln und einige Wedel besitzt. Die Teilstücke werden sofort in feuchtes Substrat gesetzt. Die Anzucht aus Sporen ist möglich, dauert aber lange und gelingt nur unter sehr feuchten Bedingungen.
Wachstum und Rückschnitt
Der Farn wächst mäßig schnell und bildet aus einem kurzen, kriechenden Wurzelstock immer neue Wedel. Diese entrollen sich langsam aus kleinen Schnecken und hängen später bogenförmig über. Mit der Zeit entsteht ein dichter, runder Horst, der in feuchtem Klima über Jahre schön bleibt.
Endgröße
Im Terrarium wird der Frauenhaarfarn meist 20 bis 40 Zentimeter hoch und ebenso breit. Unter sehr guten Bedingungen können einzelne Wedel länger werden. Durch das Entfernen älterer Wedel lässt sich die Größe gut an das Becken anpassen.
Verträglichkeit und Sicherheit für Terrarientiere
Frauenhaarfarne gelten nicht als giftig und werden häufig in Terrarien mit Pfeilgiftfröschen, Laubfröschen und kleinen Geckos verwendet. Das zarte Laub verträgt allerdings kein Klettern schwerer Tiere; für große Echsen oder grabende Arten ist der Farn daher weniger geeignet.
Lieferung als Topfpflanze
Der Farn kommt in einem kleinen Kulturtopf mit Steinwolle zu Ihnen. Vor dem Einpflanzen den 5-cm-Topf entfernen und die Steinwolle sorgfältig von den Wurzeln lösen, ohne die feinen Wurzeln abzureißen. Anschließend den Wurzelballen so tief in das feuchte Terrariensubstrat setzen, wie er im Topf stand, leicht andrücken und gut einsprühen. Einzelne beim Transport geknickte Wedel kann man an der Basis abschneiden; in den ersten Wochen sollte die Luftfeuchtigkeit besonders hoch sein, damit der Farn gut anwächst.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
|---|---|
| Lieferform: | Topf |
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Wir verschicken die von Ihnen bei uns bestellten Terrarienpflanzen gut verpacken im stabilen Pappkarton und gut gepolstert. Bei Hitze und Kälte verwenden wir bei Bedarf Isolierverpackungen und Wärmekissen, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen.