Filigrane Zylinderrose „Lila/Grüne Mitte“, Cerianthus filiformis, Größe M–L
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Filigrane Zylinderrose „Lila/Grüne Mitte“, Cerianthus filiformis, Größe M–L
| Deutscher Name: | Filigrane Zylinderrose „Lila/Grüne Mitte“ |
| Wissenschaftlich: | Cerianthus filiformis |
| Synonyme: | Zylinderrose |
| Herkunft: | Küsten Ostasiens, besonders Japan und Korea |
| Lichtbedarf: | Gering bis mäßig; nicht auf starke Beleuchtung angewiesen |
| Strömung: | Sanft bis mäßig, ohne Sand aufzuwirbeln |
| Wasserwerte: | Salzgehalt etwa 35 ‰ (Dichte ca. 1,023–1,026), pH 8,0–8,4, KH etwa 7–12 °dKH |
| Temperatur: | Etwa 24–26 °C bei stabilen Bedingungen |
| Platzierung: | Tiefer Sandboden mit Raum für die Wohnröhre |
| Ernährung: | Regelmäßig feines Frostfutter, Mysis und Plankton |
| Symbiose mit Anemonenfischen: | Keine belegte Wirtsanemone für Anemonenfische |
| Schwierigkeitsgrad: | Für erfahrene Meerwasseraquarianer |
| Maximale Größe: | Lange Tentakelkrone; ausgebreitet viel Platz einplanen |
| Lieferform: | Größe M–L |
Herkunft von Filigrane Zylinderrose „Lila/Grüne Mitte“ (Cerianthus filiformis)
Die Filigrane Zylinderrose Cerianthus filiformis lebt in Meeresgebieten Ostasiens, unter anderem an den Küsten Japans und Koreas. Sie besiedelt sandige oder schlammige Bereiche, oft dort, wo sich feines Sediment zwischen Felsen sammeln kann. Ihr langgestreckter Körper steckt überwiegend geschützt in einer selbst gebauten Wohnröhre im Boden. Über der Oberfläche erscheint nur die weit ausgebreitete Tentakelkrone: außen stehen sehr lange, dünne Fangtentakel, innen kürzere Tentakel um die Mundöffnung. Die Farbe kann von Tier zu Tier beträchtlich variieren; bei dieser angebotenen Form treffen lilafarbene Tentakel auf eine grün wirkende Mitte. Die Bezeichnung einer Farbform beschreibt das Aussehen des jeweiligen Handelsangebots, sie ist keine eigene Art. Anders als eine klassische Seeanemone gehört die Zylinderrose zu den Ceriantharia. Sie besitzt keinen Fuß, mit dem sie dauerhaft auf Riffgestein haftet. Ihr Rückzug in die Röhre und die Lage auf dem Meeresboden bestimmen deshalb die Einrichtung im Aquarium. Sanfte Wasserbewegung bringt Nahrung an die Tentakel, ohne den feinen Boden aufzuwirbeln. Das natürliche Verbreitungsgebiet sagt allein noch nichts über die genaue Herkunft des angebotenen Einzeltieres aus.
Haltung im Riffaquarium
Ein eingefahrenes Meerwasseraquarium mit stabiler Dichte, pH und Karbonathärte ist wichtig. Die Art deckt ihren Energiebedarf durch Beutefang und benötigt regelmäßige, maßvolle Fütterung. Beleuchtung darf zurückhaltender sein als bei vielen Riffkorallen. Eine sanfte Strömung transportiert Futter heran, während heftige Strömung den Sand aufwirbelt und die Tentakel zusammendrückt.
Licht, Strömung und Platzierung
Die Wohnröhre wird vorsichtig in einen ausreichend tiefen Sandbereich gesetzt. Der Körper darf weder gequetscht noch aus seiner Röhre gezogen werden. Um die ausgebreitete Krone bleibt Abstand zu Korallen, anderen Anemonen und empfindlichen Nachbarn. Strömungspumpen sind abzudecken, falls sich das Tier löst und einen anderen Platz sucht.
Ernährung und Fütterung
Mehrmals pro Woche kleine Portionen Mysis, Artemia, feines fleischiges Frostfutter oder geeignetes Plankton in Reichweite der Fangtentakel geben. Große Futterstücke und überschüssiges Futter belasten das Wasser; das Tier soll Beute aufnehmen können, ohne dass Reste auf dem Boden liegen bleiben.
Symbiose mit Anemonenfischen
Cerianthus filiformis ist keine bekannte Wirtsanemone für Anemonenfische. Fische oder Garnelen, die sich nachts in Tentakeln niederlassen, sind keine passenden Nachbarn. Die Zylinderrose fängt kleine Beutetiere mit ihrer Tentakelkrone.
Wanderverhalten, Nesselkraft und Pumpenschutz
Die Tentakel nesseln und können benachbarte Wirbellose verletzen sowie kleine Tiere erbeuten. Besonders zu sessilen Korallen und Anemonen reichlich Abstand halten. Beim Umsetzen die Röhre möglichst unversehrt lassen und Pumpeneinläufe sichern.
Eingewöhnung
Nach Ankunft zuerst die Temperatur ausgleichen. Anschließend den Salzgehalt langsam an das Beckenwasser angleichen, etwa mit der Tropfmethode. Die Röhre behutsam im Sand platzieren und dem Tier Zeit geben, sich zu öffnen; nicht an Tentakeln oder Körper ziehen.
Endgröße und Lebenserwartung
Die langen, sehr feinen Tentakel können eine weit ausladende Krone bilden; für die Platzplanung ist der ausgebreitete Durchmesser entscheidend, nicht nur die sichtbare Röhre. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Lieferung
Geliefert wird ein einzelnes Meerwassertier in der angebotenen Lieferform. Die Größenklasse M–L dient der Einordnung des Lieferanten und ist keine zugesagte Zentimeterangabe. Farbe und Öffnungszustand können sich nach Transport und Eingewöhnung verändern.
| Tiergruppe: | Anemonen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.