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Festes Barschkraut, Justicia gendarussa, Topfpflanze
| Deutscher Name: | Festes Barschkraut |
| Botanisch: | Justicia gendarussa |
| Synonyme: | Weidenblättrige Justicie, Gandarusa, Water Willow |
| Herkunft: | Indischer Subkontinent, Indochina, Malaysia bis Neuguinea |
| Geeignet für: | Paludarium-Landteil, Uferzone, Tropenterrarium |
| Wuchsform: | Aufrechter, verzweigter Halbstrauch mit schmalen Blättern |
| Standort im Terrarium: | Uferbereich oder Hintergrund des Landteils |
| Lichtbedarf: | Hell bis halbschattig |
| Temperatur: | 20 – 30 °C, frostempfindlich |
| Luftfeuchtigkeit: | Mittel bis hoch |
| Substrat: | Humose, feuchte, durchlässige Erde |
| Feuchtigkeit / Gießen: | Stets feucht, Wurzeln dürfen im Wasser stehen |
| Düngung: | Mäßig, alle 2 – 4 Wochen |
| Vermehrung: | Kopfstecklinge |
| Wachstum: | Mittel |
| Erreichbare Höhe: | Im Terrarium 20 – 60 cm, durch Rückschnitt steuerbar |
| Eignung im Tierterrarium: | Keine verlässlichen Angaben, nicht verfüttern |
| Lieferung als: | Topfpflanze (5-cm-Topf) |
Herkunft von Festes Barschkraut (Justicia gendarussa)
Das Feste Barschkraut, botanisch Justicia gendarussa, ist ein Halbstrauch aus der Familie der Akanthusgewächse. Seine Heimat erstreckt sich über den indischen Subkontinent mit Indien, Sri Lanka und Bangladesch über Indochina und die Malaiische Halbinsel bis nach Sumatra, auf die Philippinen und nach Neuguinea. In vielen weiteren tropischen Regionen, etwa in Südchina, Ostafrika und auf den Inseln im Indischen Ozean, ist die Art eingebürgert. Sie wächst dort an feuchten, halbschattigen Standorten in Wäldern, an Waldrändern und in der Nähe von Gewässern. Die Pflanze bildet aufrechte, verzweigte Triebe mit gegenständigen, schmal lanzettlichen Blättern, die an Weidenblätter erinnern und vier bis vierzehn Zentimeter lang werden. Die Stängel sind oft dunkel violett überlaufen. An Ähren erscheinen kleine weiße bis zartrosa Blüten mit purpurnen Flecken. Im Aquarienhandel wird Justicia gendarussa häufig als Wasserpflanze angeboten, weil sie eine Überflutung erstaunlich lange übersteht. Sie ist jedoch keine echte Wasserpflanze: Dauerhaft untergetaucht wächst sie kaum weiter und baut über die Monate ab. Ihren Platz findet sie deshalb am besten im Landteil eines Paludariums oder in der Uferzone, wo ihre Wurzeln im Nassen stehen und die Blätter über dem Wasser wachsen.
Verwendung im Terrarium
Das Feste Barschkraut eignet sich für den Landteil von Paludarien, für Uferzonen und feuchte Tropenterrarien. Es verträgt nasse Füße und eine zeitweise Überflutung, sollte aber nicht dauerhaft vollständig unter Wasser gesetzt werden. Mit seinen schmalen, weidenähnlichen Blättern bildet es einen schönen, lockeren Übergang zwischen Wasser- und Landbereich.
Standort und Gestaltung
Setzen Sie die Pflanze in den Uferbereich oder in den Hintergrund des Landteils, wo die Triebe nach oben wachsen dürfen. In Gruppen gepflanzt entsteht ein dichter, buschiger Bewuchs. Im Paludarium kann der Wurzelballen auch knapp unter der Wasserlinie stehen, solange die Triebe über das Wasser hinausragen.
Lichtbedarf
Die Pflanze bevorzugt helles bis halbschattiges Licht. Unter einer kräftigen Terrarienbeleuchtung wächst sie kompakt und buschig, bei zu wenig Licht werden die Triebe lang und dünn.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Ideal sind Temperaturen von 20 bis 30 °C. Frost verträgt die Pflanze nicht, längere Phasen unter etwa 15 °C sollten vermieden werden. Eine mittlere bis hohe Luftfeuchtigkeit, wie sie in Paludarien und Tropenterrarien herrscht, ist günstig.
Substrat und Wasserversorgung
Gut geeignet ist eine humose, feuchtigkeitshaltende und dennoch durchlässige Erde, etwa Terrarienerde mit Kokoshumus und etwas Sand. Im Uferbereich eines Paludariums kann die Pflanze auch in nährstoffreichem Bodengrund mit dauerhaft nassen Wurzeln stehen.
Pflege im Terrarium
Halten Sie das Substrat stets feucht, ein Austrocknen des Wurzelballens verträgt die Pflanze schlecht. Durch regelmäßiges Einkürzen der Triebspitzen verzweigt sie sich gut und bleibt kompakt. Gelbe oder abgestorbene Blätter werden entfernt. Steht die Pflanze teilweise unter Wasser, sollten immer genügend Blätter über der Wasserlinie bleiben.
Düngung
Eine mäßige Düngung alle zwei bis vier Wochen mit einem schwach dosierten Flüssigdünger reicht aus. Im Paludarium versorgt sich die Pflanze zusätzlich über die Nährstoffe im Wasser.
Vermehrung
Die Vermehrung gelingt leicht über Kopfstecklinge. Schneiden Sie Triebspitzen von acht bis zwölf Zentimetern ab, entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie sie in feuchtes Substrat oder stellen Sie sie ins Wasser, wo sie rasch Wurzeln bilden.
Wachstum und Rückschnitt
Die Art wächst mittelschnell und bildet aufrechte, sich verzweigende Triebe mit gegenständigen, schmalen Blättern. In der Natur kann sie zu einem Strauch von bis zu anderthalb Metern heranwachsen.
Endgröße
Im Terrarium und Paludarium bleibt das Feste Barschkraut meist bei 20 bis 60 Zentimetern Höhe; durch Rückschnitt lässt sich die Größe gut an das Becken anpassen. Frei ausgepflanzt kann es bis etwa 1,5 Meter hoch werden.
Verträglichkeit und Sicherheit für Terrarientiere
Über eine Giftigkeit von Justicia gendarussa für Terrarientiere liegen keine verlässlichen Angaben vor. Die Pflanze wird in ihrer Heimat traditionell als Heilpflanze genutzt und enthält wirksame Inhaltsstoffe; pflanzenfressende Tiere sollten sie daher nicht in größeren Mengen fressen.
Lieferung als Topfpflanze
Die Pflanze kommt im 5-cm-Topf mit Steinwolle zu Ihnen. Entfernen Sie den Topf und lösen Sie die Steinwolle sorgfältig von den Wurzeln. Setzen Sie die Pflanze anschließend in feuchte Terrarienerde oder in den nassen Uferbereich des Paludariums und drücken Sie das Substrat leicht an. Achten Sie darauf, dass die Triebe über der Wasserlinie bleiben, und halten Sie das Substrat in den ersten Wochen gleichmäßig feucht.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
|---|---|
| Lieferform: | Topf |
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