Diskusfisch „Red Stone“, Symphysodon discus, ca. 7,0 cm
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Diskusfisch „Red Stone“, Symphysodon discus, ca. 7,0 cm
| Deutscher Name: | Diskusfisch „Red Stone“ |
| Wissenschaftlich: | Symphysodon discus |
| Synonyme: | Red-Stone-Diskus, Fire-Stone-Diskus |
| Herkunft: | Gezüchtete Farbform, Stammart aus dem Amazonasbecken |
| Gesellschafts-Aquarium: | Gruppe ab 5 Tieren, friedlich, mit ruhigen Mitbewohnern |
| Wasserwerte: | Weich, pH 5,5–7,0, GH 1–8 °dH |
| Temperatur: | 28–31 °C |
| Beckengröße: | ab 250 l, Kantenlänge 120 cm, Höhe mind. 50 cm |
| Bepflanzung: | Wurzeln und robuste Pflanzen, offene Schwimmfläche |
| Futter: | Rinderherz-Mix, Frostfutter, hochwertiges Granulat |
| Geschlechts-Unterschiede: | Kaum erkennbar, erst bei Laichbereitschaft |
| Zucht möglich: | Offenbrüter, Brutpflege mit Hautschleim |
| Maximale Größe: | ca. 14–18 cm, Lebenserwartung 8–10 Jahre |
| Liefergröße: | ca. 7,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Nicht geeignet, Garnelennachwuchs wird gefressen |
Herkunft von Diskusfisch „Red Stone“ (Symphysodon discus)
Diskusfische der Gattung Symphysodon stammen ursprünglich aus dem Amazonasbecken, wo sie in ruhigen, weichen und oft schwarzwasserartigen Zonen unter anderem des Rio Negro zwischen überfluteten Wurzeln und Falllaub leben. Die „Red Stone“ gibt es in der Natur nicht: Sie ist eine über viele Generationen gezüchtete Farbform, die in Zuchtanlagen in Asien und Europa gezielt auf eine intensive rotorange Grundfarbe mit steinartiger, marmorierter Zeichnung selektiert wurde. Manche Händler nennen sie deshalb auch „Fire Stone“. Die Tiere stammen aus Nachzucht und sind an Futter und Wasser in Menschenobhut gewöhnt, sie gelten daher als deutlich robuster als Wildfänge. Was Sie erwarten dürfen, ist ein warmer, feuriger Gesamteindruck, bei dem die Rottöne von hellem Orange bis zu kräftigem Rot reichen und von dunkleren Schattierungen durchzogen werden. Wie intensiv die Farbe ausfällt, hängt von Futter, Licht und Stimmung ab und entwickelt sich oft erst im Laufe des Wachstums. Jungtiere zeigen ihre endgültige Zeichnung noch nicht vollständig, das gehört bei Diskus einfach dazu.
Vergesellschaftung
Diskus fühlen sich in einer Gruppe von mindestens fünf Tieren am wohlsten, weil sie dann eine natürliche Rangordnung ausbilden und sich weniger scheu zeigen. Die Red Stone ist friedlich, braucht aber Ruhe: Hektische Schwimmer, aggressive Buntbarsche oder Arten, die an den Flossen zupfen, stressen sie dauerhaft. Gute Gesellen sind kleine, ruhige Salmler wie Rotkopfsalmler oder Schwarze Neons, dazu Panzerwelse am Boden. Direkt nach dem Einsetzen kann es zu kleinen Rangeleien kommen, die sich nach einigen Tagen legen.
Passende Wasserparameter
Rote Diskus-Zuchtformen reagieren empfindlich auf verschmutztes Wasser, daher zählt vor allem Hygiene. Ideal sind weiches, leicht saures Wasser mit einem pH-Wert von 5,5 bis 7,0 und einer Gesamthärte von 1 bis 8 °dH. Nitrit darf nicht messbar sein, Nitrat sollte unter 20 mg/l bleiben. Rechnen Sie mit wöchentlichen Teilwasserwechseln von mindestens 30 Prozent, bei vielen Tieren auch häufiger. Neues Wasser sollte in Temperatur und Härte zum Beckenwasser passen.
Haltungstemperatur
Diskus sind Wärmeliebhaber. Für die Red Stone empfehlen sich 28 bis 31 °C, bei Neuzugängen und bei Krankheitsanzeichen eher am oberen Rand. Ein zuverlässiger Heizer mit Regler und ein zweites Thermometer als Kontrolle sind Pflicht, denn Schwankungen schwächen die Tiere. Bei dieser Wärme ist ein gut belüfteter Filterauslauf wichtig, damit der Sauerstoffgehalt hoch bleibt.
Beckengröße
Für eine Gruppe von fünf bis sechs Diskus sollte das Aquarium mindestens 250 Liter fassen, besser sind 300 Liter und mehr. Wichtiger als der reine Liter-Wert sind die Maße: Eine Kantenlänge von 120 cm und eine Höhe von mindestens 50 cm geben den hochrückigen Fischen Raum zum Drehen und für ihr ruhiges Schwimmen. Ein dicht schließendes Becken ist sinnvoll, weil die warme Luft Verdunstung und Sprungneigung erhöht.
Bepflanzung
Eine lockere Einrichtung mit Wurzeln, Steinen und robusten Pflanzen wie Schwertpflanzen oder Speerblatt schafft Sichtschutz, ohne die Schwimmfläche zu verbauen. Pflanzen sollten Wärme vertragen. Dunkler Sand oder feiner Kies lässt die roten Töne besonders gut zur Geltung kommen. Laub und Erlenzapfen können das Wasser sanft ansäuern und beruhigen die Tiere.
Futter
Red Stone sind Allesfresser mit Vorliebe für tierische Kost. Bewährt haben sich ein Rinderherz-Mix, Frostfutter wie rote und schwarze Mückenlarven oder Artemia sowie hochwertiges Diskus-Granulat. Füttern Sie Jungtiere drei- bis viermal täglich kleine Portionen, ausgewachsene Tiere zweimal. Bei farbintensiven Zuchtformen unterstützen carotinoidreiche Zutaten die Rotfärbung. Nicht gefressene Reste immer absaugen.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter lassen sich bei Diskus äußerlich kaum unterscheiden, auch nicht bei Zuchtformen. Erst zur Laichzeit wird bei den Weibchen die kurze, runde Legeröhre sichtbar, beim Männchen eine spitzere. Am einfachsten gelingt die Paarbildung, indem Sie mehrere Jungtiere gemeinsam aufziehen und warten, bis sich Paare selbst finden.
Zucht
Diskus sind Offenbrüter, die ihre Eier an senkrechten Flächen wie Wurzeln, Filterrohren oder Tonröhren ablegen. Paare bewachen das Gelege sorgsam. Nach dem Schlupf ernähren die Eltern die Jungen in den ersten Wochen mit Hautschleim, was ein einzigartiges Merkmal dieser Fische ist. Für die Nachzucht ist weiches, sauberes Wasser mit 29 bis 30 °C wichtig, sonst bleiben die Gelege oft ohne Erfolg.
Endgröße
Ausgewachsen erreichen Red Stone etwa 14 bis 18 Zentimeter Körperhöhe. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei etwa acht bis zehn Jahren. Die gelieferten Jungtiere haben noch nicht ihre volle Farbintensität und wachsen innerhalb des ersten Jahres deutlich.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Diskus eignen sich nicht für die Vergesellschaftung mit Garnelen. Nachwuchs und kleine Garnelen werden gefressen, auch größere Garnelen sind bei einem Zusammenleben nicht sicher.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.