Diskus „Brilliant Turquoise“, Symphysodon aequifasciatus, ca. 8,0 cm
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Diskus „Brilliant Turquoise“, Symphysodon aequifasciatus, ca. 8,0 cm
| Deutscher Name: | Diskus „Brilliant Turquoise“ |
| Wissenschaftlich: | Symphysodon aequifasciatus |
| Synonyme: | Brilliant Turquoise Discus, Brillant-Türkis-Diskus, Türkisdiskus, Buntbarsch Diskus |
| Herkunft: | Zuchtform, Art aus dem Amazonasgebiet in Brasilien, Peru und Kolumbien |
| Gesellschafts-Aquarium: | Gruppe ab 5 Tieren, mit ruhigen Salmlern und Panzerwelsen |
| Wasserwerte: | pH 5,5–7,0, GH 1–10 °dH, sehr sauberes Wasser |
| Temperatur: | 28–31 °C |
| Beckengröße: | ab 150 cm Länge, 50 cm Höhe, rund 400 Liter |
| Bepflanzung: | Ruhige Einrichtung mit Wurzeln, hohen Pflanzen und freiem Schwimmraum |
| Futter: | Diskusgranulat, Frostfutter wie Artemia und Mysis, Rinderherzmischungen |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich kaum, sicher nur an der Genitalpapille beim Laichen |
| Zucht möglich: | Offenbrüter, Eltern ernähren Jungfische mit Hautsekret |
| Maximale Größe: | 15–20 cm |
| Liefergröße: | ca. 8,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Große Garnelen meist geduldet, Nachwuchs wird gefressen |
Herkunft von Diskus „Brilliant Turquoise“ (Symphysodon aequifasciatus)
Der Diskus „Brilliant Turquoise“ ist eine Zuchtform des Diskusbuntbarsches, der aus den Tiefland-Gewässern des Amazonasgebiets stammt. Wildformen leben in Brasilien, Peru und Kolumbien in ruhigen Seitenarmen, Überschwemmungsseen und Uferzonen mit weichem, saurem und sehr warmem Wasser. Dort halten sich die hochrückigen Fische in Gruppen zwischen versunkenen Ästen und Wurzeln auf. Die systematische Einteilung der Gattung Symphysodon wird bis heute diskutiert; Zuchtformen werden im Handel meist unter Symphysodon aequifasciatus geführt. Seit den 1970er Jahren haben Züchter in Europa und Asien aus Wildfängen zahlreiche Farblinien entwickelt, darunter die Türkisdiskus, bei denen die blau-grün schimmernden Streifen immer größere Teile des Körpers bedecken. Bei der Linie Brilliant Turquoise ist das Türkis besonders dominant und überzieht fast den ganzen Körper, sodass die ursprüngliche Grundfarbe nur noch als feine orange bis rötliche Linien durchscheint. Die dunklen Querbinden sind meist nur schwach sichtbar und treten vor allem bei Stress hervor. Die volle Farbe entwickeln die Tiere erst mit zunehmendem Alter. Die angebotenen Tiere sind Nachzuchten.
Vergesellschaftung
Diskusfische sind friedliche, aber anspruchsvolle Gruppenfische. Man pflegt sie ab etwa fünf Tieren, damit sich die Rangordnung verteilt. Passende Mitbewohner vertragen die hohen Temperaturen und sind ruhig, etwa Rotkopfsalmler, Kardinalsalmler, Sterbas Panzerwelse oder kleine Harnischwelse. Hektische oder flossenzupfende Fische sowie Skalare passen nicht.
Passende Wasserparameter
Weiches, leicht saures Wasser mit einem pH-Wert von 5,5 bis 7,0 und einer Gesamthärte von 1 bis 10 °dH ist ideal; Nachzuchten kommen auch mit etwas härterem Wasser zurecht. Entscheidend ist eine sehr gute Wasserqualität: Diskus reagieren empfindlich auf Nitrat und organische Belastung. Große, regelmäßige Teilwasserwechsel von 30 bis 50 Prozent pro Woche oder öfter sind daher Pflicht.
Haltungstemperatur
Die Wassertemperatur sollte dauerhaft zwischen 28 und 31 °C liegen. Zu kühles Wasser schwächt die Tiere und macht sie anfällig für Krankheiten.
Beckengröße
Wegen der Gruppenhaltung und der hohen Körperform brauchen Diskus ein Aquarium ab 150 cm Länge und mindestens 50 cm Höhe, rund 400 Liter. Eine leistungsfähige, aber strömungsarme Filterung ist wichtig.
Bepflanzung
Eine ruhige Einrichtung mit Wurzeln, hochwachsenden, wärmeverträglichen Pflanzen wie Amazonas-Schwertpflanzen oder Vallisnerien und viel freiem Schwimmraum gibt den Tieren Sicherheit. Gedämpftes Licht und ein ruhiger Standort vermindern Stress. Viele Halter verzichten auf Bodengrund, um die Reinigung zu erleichtern.
Futter
Diskus benötigen abwechslungsreiches, hochwertiges Futter. Spezielles Diskusgranulat bildet die Basis, ergänzt durch Frostfutter wie Artemia, Mysis und saubere Mückenlarven. Viele Züchter verwenden zusätzlich selbst hergestellte Futtermischungen. Mehrere kleine Portionen am Tag und das Absaugen von Futterresten halten das Wasser sauber.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Männchen werden oft etwas größer und haben eine steilere Stirn. Sicher erkennbar sind sie nur kurz vor dem Laichen an der Genitalpapille, die beim Weibchen breit und rund, beim Männchen spitz ist.
Zucht
Diskus sind Offenbrüter, die an senkrechten Flächen wie Laichkegeln, Wurzeln oder Blättern ablaichen. Beide Eltern bewachen Gelege und Larven. Eine Besonderheit ist die Ernährung der Jungfische: Sie fressen in den ersten Tagen ein Hautsekret, das die Eltern auf ihrer Körperoberfläche bilden. Für die Zucht sind sehr weiches Wasser und ein separates Zuchtbecken nötig.
Endgröße
Ausgewachsene Diskus erreichen etwa 15 bis 20 cm Durchmesser. Die Lebenserwartung liegt bei guter Pflege bei 10 bis 15 Jahren.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Große Garnelen wie Amanogarnelen werden meist geduldet, Zwerggarnelen und deren Nachwuchs dagegen gefressen. Zudem passen die hohen Temperaturen nicht zu den meisten Zwerggarnelen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.