Dalmatiner-Lyra-Molly, Poecilia sphenops
5,99 €*
2 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 0,20 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Dalmatiner-Lyra-Molly, Poecilia sphenops
| Deutscher Name: | Dalmatiner-Lyra-Molly |
| Wissenschaftlich: | Poecilia sphenops |
| Synonyme: | Dalmatiner-Molly, Dalmatiner-Leierschwanz-Molly, Spitzmaulkärpfling, Kurzflossen-Molly, Lyretail-Dalmatiner-Molly |
| Herkunft: | Wildform aus Mittelamerika (Süßwasser und Brackwasser); Dalmatiner Lyra ist eine gezüchtete Handelsform |
| Gesellschafts-Aquarium: | Friedlicher Gruppenfisch, ab 5 Tieren, mit Weibchenüberschuss |
| Wasserwerte: | pH 7,0–8,5, GH ca. 12–30 °dGH, hartes und alkalisches Wasser |
| Temperatur: | 24–28 °C |
| Beckengröße: | ab 100 Liter bzw. 80 cm Kantenlänge |
| Bepflanzung: | Robuste Pflanzen, dazu viel freier Schwimmraum |
| Futter: | Allesfresser mit hohem Pflanzenanteil: Flocken, Frost- und Lebendfutter, Algen |
| Geschlechts-Unterschiede: | Männchen mit Gonopodium, Weibchen größer und rundlicher |
| Zucht möglich: | Lebendgebärend, Wurf etwa alle 4–5 Wochen |
| Maximale Größe: | Männchen ca. 6–8 cm, Weibchen bis ca. 10–12 cm; Lieferware 4–5 cm |
| Liefergröße: | ca. 4,0-5,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Erwachsene größere Garnelen meist möglich; Jungtiere und Zwerggarnelen-Nachwuchs gefährdet |
Herkunft von Dalmatiner-Lyra-Molly (Poecilia sphenops)
Der Spitzmaulkärpfling, im Handel einfach Molly genannt, gehört zu den Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Poeciliidae). Die ursprüngliche Wildform stammt aus Mittelamerika. Nach heutigem Stand wird die Art im Süden Mexikos und in angrenzenden Gebieten Mittelamerikas auf der atlantischen Seite verortet. Ältere Literatur nannte noch ein viel größeres Verbreitungsgebiet von Texas bis Kolumbien und Venezuela. Inzwischen weiß man, dass sich hinter diesem Namen ein ganzer Artenkomplex mit mehreren eigenständigen Arten verbirgt. Die Fische besiedeln Flüsse, Bäche, Lagunen und Mündungsbereiche und kommen sowohl in reinem Süßwasser als auch im leicht salzhaltigen Brackwasser vor. Dort leben sie oft in Schwärmen im oberen Wasserbereich und weiden Algenaufwuchs ab. Der Dalmatiner Lyra ist keine Naturform, sondern eine über viele Generationen gezüchtete Variante mit hellem, schwarz getupftem Muster und leierförmig ausgezogener Schwanzflosse. Gerade bei Zuchtmollys sind Kreuzungen mit anderen Arten der Gruppe, etwa Segelkärpflingen, nicht auszuschließen, die genaue Abstammung einzelner Linien ist deshalb nicht belegt. Die Ansprüche an hartes, mineralreiches Wasser hat die Zuchtform aber von ihren Vorfahren behalten.
Vergesellschaftung
Mollys sind lebhafte, gesellige und grundsätzlich friedliche Fische, die in der Gruppe am besten zur Geltung kommen. Empfehlenswert sind mindestens fünf, besser mehr Tiere, wobei auf ein Männchen zwei bis drei Weibchen kommen sollten. Die Männchen balzen nahezu ununterbrochen und können einzelne Weibchen stark bedrängen, was ein Überschuss an Weibchen deutlich entschärft. Als Gesellschafter eignen sich andere friedliche Arten mit ähnlichen Wasseransprüchen, etwa Platys, Schwertträger, Guppys oder Zwergfadenfische. Viele Arten aus weichem, saurem Wasser passen wegen der geforderten Wasserwerte nicht dazu. Sehr langflossige Mitbewohner können gelegentlich angeknabbert werden. Die Lyraschwanz-Form schwimmt etwas weniger wendig als normalflossige Mollys, sie sollte daher nicht mit sehr flinken oder flossenzupfenden Arten vergesellschaftet werden. Ein offenes, ausreichend großes Becken beruhigt das Gruppengefüge spürbar.
Passende Wasserparameter
Mollys brauchen hartes, eher alkalisches Wasser. Als Richtwerte gelten ein pH-Wert von etwa 7,0 bis 8,5, eine Gesamthärte von rund 12 bis 30 °dGH und eine Karbonathärte von etwa 5 bis 20 °dKH. Die Quellen weichen im Detail leicht voneinander ab, im Zweifel ist ein stabiles Wasser im mittleren bis oberen Bereich besser als häufige Schwankungen. In zu weichem oder saurem Wasser leiden Mollys schnell, sie schwimmen dann zittrig mit angelegten Flossen und werden anfälliger für Pilz- und Hauterkrankungen. Sauberes, gut eingefahrenes Wasser mit regelmäßigen Teilwasserwechseln ist wichtig. Manche Pfleger geben etwas Aquarien- oder Meersalz hinzu, notwendig ist das bei passender Wasserhärte nicht und sollte nur mit Bedacht erfolgen, besonders bei Pflanzen und Wirbellosen im Becken. Die Tiere sollten langsam an das Wasser im neuen Aquarium gewöhnt werden.
Haltungstemperatur
Als Temperaturbereich bieten sich 24 bis 28 °C an. Mollys sind ausgesprochen wärmeliebend, dauerhaft kühles Wasser schwächt sie und fördert Krankheiten. Dagegen sollte es auch nicht dauerhaft deutlich über 28 °C liegen, weil sich die Fische dann schneller entwickeln und der Stoffwechsel stark belastet wird. Eine zuverlässige Heizung mit Thermostat und eine regelmäßige Kontrolle mit einem Thermometer sind sinnvoll, vor allem im Winter. Beim Einsetzen sollten die Tiere zunächst langsam temperiert werden.
Beckengröße
Als Minimum für eine kleine Gruppe sind etwa 100 Liter mit 80 cm Kantenlänge anzusetzen, besser ist ein 100-cm-Becken. Mollys sind sehr schwimmfreudig und gerade die Männchen gehen sich bei Platzmangel gegenseitig auf die Nerven. Je größer das Aquarium und je mehr Strukturen vorhanden sind, desto ruhiger verläuft das Zusammenleben. Weil die Fische gelegentlich springen, sollte das Becken gut abgedeckt sein. Eine kräftige Filterung ist ratsam, da Mollys viel fressen und das Wasser entsprechend belasten. Die Strömung sollte nicht zu stark sein, damit die Leierschwänze nicht ständig dagegen anschwimmen müssen.
Bepflanzung
Ein Mollybecken darf gerne üppig bepflanzt sein, wenn dabei genügend freie Schwimmfläche bleibt. Geeignet sind robuste Pflanzen, die hartes Wasser mögen, etwa Vallisnerien, Hornkraut, Wasserpest, Javafarn, Anubias oder Schwimmpflanzen. Die Fische knabbern zarte Triebe gelegentlich an, der Pflanzenanteil in ihrer Nahrung ist hoch. Dichte Büschel und Schwimmpflanzen bieten Weibchen Rückzug vor aufdringlichen Männchen und Jungfischen Schutz. Als Bodengrund eignen sich Sand oder feiner Kies, Wurzeln und Steine lockern die Einrichtung auf. Kalkhaltige Gesteine stützen zudem die gewünschte Wasserhärte.
Futter
Mollys sind Allesfresser mit deutlich pflanzlicher Ausrichtung. Hochwertiges Flockenfutter oder feines Granulat mit Spirulina und Algenanteil bildet die Basis. Ergänzend schmecken Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Daphnien, Cyclops und Mückenlarven. Zusätzlich dürfen gelegentlich pflanzliche Kost wie blanchierter Salat, Zucchini- oder Gurkenscheiben und Algenaufwuchs angeboten werden. Zwei kleine Mahlzeiten täglich sind besser als eine große, Reste sollten nach wenigen Minuten entfernt werden. Zu wenig pflanzliche Kost kann zu Verdauungsproblemen führen.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter lassen sich an der Afterflosse unterscheiden: Männchen besitzen ein Gonopodium, eine stabförmig umgebildete Afterflosse zur Befruchtung, die Weibchen haben eine fächerförmige Afterflosse. Weibchen werden größer, fülliger und im Bauchbereich runder, Männchen bleiben schlanker und kleiner. Die in der Lieferung angegebene Größe von 4 bis 5 cm entspricht noch jungen Tieren, bei denen sich das Geschlecht nicht immer sicher erkennen lässt. Daher kann sich das Verhältnis der Geschlechter nach dem Heranwachsen verschieben. Beim Dalmatinermuster ist die Fleckung individuell sehr unterschiedlich und lässt keine Rückschlüsse auf das Geschlecht zu.
Zucht
Mollys sind lebendgebärend, die Weibchen bringen vollständig entwickelte, freischwimmende Jungfische zur Welt. Ein geschlechtsreifes Weibchen wirft etwa alle 25 bis 32 Tage, dank der Spermienspeicherung auch ohne erneute Paarung. Die Jungen sind bei der Geburt fast einen Zentimeter lang und wachsen mit algenreicher Kost rasch heran. Die Elterntiere stellen dem Nachwuchs allerdings nach, daher überleben in einem dicht bewachsenen Becken mit Schwimmpflanzen deutlich mehr. Alternativ lässt sich ein trächtiges Weibchen ruhig in ein Ablaichbecken umsetzen. Bei gezüchteten Formen wie dem Dalmatiner Lyra ist die Ausprägung von Muster und Schwanzform bei den Jungtieren nicht garantiert und kann variieren.
Endgröße
Ausgewachsene Männchen werden meist etwa 6 bis 8 cm lang, Weibchen erreichen bis etwa 10 bis 12 cm. Je nach Quelle fallen die Angaben leicht unterschiedlich aus, bei Zuchtformen bleiben Tiere zum Teil auch kleiner. Die gelieferten Fische mit 4 bis 5 cm sind noch nicht ausgewachsen und legen im Aquarium noch deutlich an Größe zu. Das sollte bei der Planung von Beckengröße und Besatz von Anfang an einbezogen werden. Die Lyraschwanz-Flosse verlängert zudem die Gesamtlänge optisch.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Adulte, größere Garnelen wie Amano-Garnelen oder ausgewachsene Zwerggarnelen werden von Mollys meist weitgehend in Ruhe gelassen, besonders in einem gut strukturierten Becken. Ein gelegentliches Anknabbern oder Fressen kleinerer, frisch gehäuteter Tiere ist jedoch nicht auszuschließen. Garnelennachwuchs und sehr kleine Arten werden dagegen mit hoher Wahrscheinlichkeit gefressen, da Mollys alles verwerten, was ins Maul passt. Dichte Moose, Pflanzen und Verstecke erhöhen die Überlebenschancen der Jungtiere, garantieren sie aber nicht. Außerdem passen die Wasserwerte nur zu Garnelen, die hartes Wasser vertragen, etwa Neocaridina. Arten, die weiches, saures Wasser benötigen, sind hier ungeeignet.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.