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Buschkoralle „Multicolor Australien“ (Nachzucht), Pocillopora aliciae, Größe S–M

Seltene Art

Erst 2013 beschriebene Buschkoralle aus dem subtropischen Australien

Echte Aquarien-Nachzucht

Ableger aus Zucht, bereits an Kunstlicht und Riffaquarium gewöhnt

Mehrfarbige Ableger

Jeder Ableger zeigt eine etwas andere, mehrfarbige Zeichnung

Viel Licht nötig

Braucht kräftiges Licht und wechselnde, turbulente Strömung

Buschkoralle „Multicolor Australien“ (Nachzucht), Pocillopora aliciae, Größe S–M


Auf einen Blick: Buschkoralle „Multicolor Australien“ (Nachzucht), Pocillopora aliciae
Deutscher Name:Buschkoralle „Multicolor Australien“ (Nachzucht)
Wissenschaftlich:Pocillopora aliciae
Synonyme:Pocillopora aliciae, Kleinpolypige Steinkoralle
Herkunft:Subtropisches Ostaustralien (New South Wales); hier als Nachzucht-Ableger
Korallengruppe:Kleinpolypige Steinkoralle (SPS), flach plattig bis kurz verzweigt, mit Zooxanthellen
Lichtbedarf:Hoch, etwa 200 bis 350 PAR, langsam steigern
Strömung:Mittel bis kräftig, wechselnd und turbulent, nicht direkt
Wasserwerte:Dichte 1,024–1,026, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dH, Ca 400–450 mg/l, Mg 1250–1350 mg/l, NO3 1–5 mg/l, PO4 0,02–0,08 mg/l
Temperatur:23–26 °C
Platzierung:Oberes bis mittleres Riffdrittel, fest verklebt, mit Abstand zu Nachbarn
Ernährung:Überwiegend Photosynthese, ergänzend Phytoplankton, feines Plankton und Aminosäuren
Wachstum:Mittel bis zügig, Kolonien bis knapp 19 Zentimeter
Schwierigkeitsgrad:Mittel bis anspruchsvoll, wenig Haltungserfahrung mit der Art
Lieferform:Größe S–M
Im Detail: Buschkoralle „Multicolor Australien“ (Nachzucht), Pocillopora aliciae

Herkunft von Buschkoralle „Multicolor Australien“ (Nachzucht) (Pocillopora aliciae)

Pocillopora aliciae ist eine kleinpolypige Steinkoralle aus der Familie Pocilloporidae und wurde erst 2013 als eigene Art beschrieben. Lange hatte man die Bestände für eine Form der weit verbreiteten Pocillopora damicornis gehalten, die an kühlere Gewässer angepasst ist. Erbgutuntersuchungen und Skelettmerkmale zeigten jedoch, dass es sich um eine eigenständige Art handelt; benannt wurde sie nach der Ehefrau des Erstbeschreibers. Ihre Heimat ist das subtropische Ostaustralien: Sie lebt an der Küste von New South Wales, etwa zwischen Cape Byron und Port Stephens, rund um die Solitary Islands bis in die Gegend von Sydney sowie bei der Norfolkinsel. Dort besiedelt sie felsige Riffe und Felsgründe in etwa 2 bis 32 Metern Tiefe, die oft kräftigem Wellengang ausgesetzt sind. Typisch für die Art ist ein flacher, plattenartiger Wuchs, den sie in allen Tiefen beibehält, während andere Buschkorallen solche Formen meist nur im tiefen Wasser zeigen. Wie alle Steinkorallen ist sie im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens gelistet. Die Handelsbezeichnung „Multicolor Australien“ steht für mehrfarbige Ableger dieser australischen Art; die genaue Farbkombination fällt von Stück zu Stück unterschiedlich aus. Der Name ist eine Handelsbezeichnung und keine eigene Art. Dieses Tier ist eine Nachzucht: Der Ableger wurde von einer Mutterkolonie abgetrennt und unter Aquarienbedingungen herangezogen, ist an Kunstlicht gewöhnt und schont die Bestände im Riff.

Haltung im Riffaquarium

Pocillopora aliciae ist eine noch junge und selten gehandelte Art, über deren Langzeithaltung im Aquarium bislang wenig berichtet wird. Die Pflege orientiert sich daher an den Ansprüchen der Gattung: Buschkorallen brauchen ein eingefahrenes Riffaquarium mit kräftigem Licht, guter Wasserbewegung und stabiler Versorgung mit Calcium, Karbonathärte und Magnesium. Weil die Art aus subtropischen Gewässern stammt, sollte die Temperatur eher im unteren bis mittleren Bereich liegen und dauerhafte Wärme über 28 °C vermieden werden. Ein gesunder Ableger zeigt tagsüber und besonders abends ausgestreckte Polypen und saubere, helle Wachstumsspitzen. Bleicht das Gewebe aus, sind Licht oder Temperatur meist zu hoch; dunkelt es ab, fehlt eher Licht oder es sind zu viele Nährstoffe im Wasser. Unter starkem Stress können sich Polypen von Buschkorallen vom Skelett lösen, daher Veränderungen immer schrittweise vornehmen.

Licht, Strömung und Platzierung

Am besten sitzt die Koralle im oberen bis mittleren Bereich des Riffaufbaus, wo sie viel Licht erhält. Die Strömung sollte kräftig, aber unregelmäßig und turbulent sein und nicht als direkter Pumpenstrahl auf die Koralle treffen; so setzt sich zwischen den dicht stehenden Ästen und Platten kein Mulm fest. Den Ableger zunächst etwas tiefer oder schattiger platzieren und über zwei bis drei Wochen an die volle Lichtstärke gewöhnen. Mit Korallenkleber fest auf dem Gestein verankern und ringsum Platz lassen, damit die Kolonie in die Breite wachsen kann.

Wasserwerte und Spurenelemente

Empfehlenswert sind ein Salzgehalt von etwa 33 bis 35 Promille, also eine Dichte von 1,024 bis 1,026, ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine möglichst konstante Karbonathärte von 7 bis 9 °dH. Calcium sollte bei 400 bis 450 mg/l liegen, Magnesium bei 1250 bis 1350 mg/l. Nitrat um 1 bis 5 mg/l und Phosphat zwischen 0,02 und 0,08 mg/l haben sich bei Buschkorallen bewährt; vollständig nährstofffreies Wasser ist ungünstig. Die Temperatur liegt am besten zwischen 23 und 26 °C. Die Art kommt in der Natur bei etwa 21 bis 28 °C vor; dauerhaft unter 20 °C oder über 30 °C droht Ausbleichen.

Ernährung und Fütterung

Den größten Teil ihrer Energie gewinnt die Koralle über ihre Zooxanthellen und damit über das Licht. Nachts strecken Buschkorallen ihre Polypen aus und fangen feines Plankton. Ergänzend eignen sich Phytoplankton, sehr feines Staubfutter oder Aminosäuren, am besten breit verteilt ins Becken gegeben. Sparsam füttern und Nitrat und Phosphat im Blick behalten.

Wachstum und Vermehrung

Buschkorallen wachsen unter guten Bedingungen mittel bis zügig. Pocillopora aliciae bildet dabei flache, plattenartige bis kurz verzweigte Kolonien mit kleinen Warzen auf der Oberfläche und erreicht in der Natur etwa 19 Zentimeter. Abgetrennte Stücke wachsen leicht wieder an, weshalb sich die Koralle gut als Ableger vermehren lässt. Wie das Erscheinungsbild im Aquarium genau ausfällt, hängt stark von Licht und Strömung ab und kann von Wildkolonien abweichen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen

Die kurzen Polypen der Buschkoralle nesseln nur wenig, trotzdem sollten ihre Äste andere Korallen nicht berühren. Zu großpolypigen Steinkorallen mit langen Fangtentakeln und zu stark wachsenden Weichkorallen ausreichend Abstand halten, da diese die Koralle schädigen können. Riffsichere Fische, Garnelen und Schnecken sind passende Mitbewohner; Falterfische und andere Korallenfresser gehören nicht ins Becken. In den dicht stehenden Ästen siedeln sich gern kleine Krabben an, daher neue Ableger vor dem Einsetzen auf ungebetene Mitbewohner und Schädlinge kontrollieren.

Eingewöhnung

Den verschlossenen Beutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarienwasser schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach den Ableger mit dem Transportwasser in ein sauberes Gefäß geben und über 30 bis 60 Minuten tröpfchenweise Aquarienwasser zulaufen lassen, bis Salzgehalt und pH-Wert angeglichen sind. Die Koralle ohne Transportwasser einsetzen, anfangs schattiger platzieren und die Lichtstärke über zwei bis drei Wochen langsam steigern.

Lieferung

Du erhältst eine Nachzucht als Ableger auf einem Sockel beziehungsweise Gesteinsstück. Die Angabe S–M im Artikelnamen ist eine Größenklasse für einen kleinen bis mittelgroßen Ableger und keine genaue Zentimeterangabe. Bei der Handelsform „Multicolor Australien“ ist jeder Ableger etwas anders gefärbt; Form und Farbe können vom Beispielbild abweichen und sich nach dem Umsetzen je nach Licht und Wasserwerten noch verändern.

Tiergruppe: Korallen
Wassertemperatur: 23 °C, 24 °C, 25 °C, 26 °C

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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