Bruun´s Partnergarnele, Urocaridella antonbruunii
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Bruun´s Partnergarnele, Urocaridella antonbruunii
| Deutscher Name: | Bruun´s Partnergarnele |
| Wissenschaftlich: | Urocaridella antonbruunii |
| Synonyme: | Anton Bruuns Putzergarnele, Clear Cleaner Shrimp |
| Herkunft: | Indopazifik und Rotes Meer; Höhlen und geschützte Riffbereiche. |
| Lebensweise: | Putzergarnele, oft in kleinen Gruppen; kann frei im Wasser schweben. |
| Riffaquarium-tauglich: | Im Allgemeinen geeignet; keine Wirtsanemone erforderlich. |
| Verträglichkeit: | Kleine Gruppe mit Ausweichraum; nicht mit garnelenfressenden Fischen. |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 33–35 g/l, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH. |
| Temperatur: | 24–26 °C, möglichst gleichmäßig. |
| Beckengröße: | Ab etwa 50 l für ein Paar, für eine Gruppe entsprechend größer planen. |
| Futter: | Feine Frostkost und geeignetes Trockenfutter; Putzdienste reichen nicht allein. |
| Maximale Größe: | Meist etwa 2,5–3 cm, große Weibchen bis ungefähr 4 cm. |
| Liefergröße: | ca. 2,0-4,0 cm |
Herkunft und Lebensraum von Bruun´s Partnergarnele (Urocaridella antonbruunii)
Bruuns Partnergarnele ist aus dem Indopazifik und dem Roten Meer bekannt. Sie nutzt felsige Riffbereiche mit kleinen Höhlen, Spalten und schützenden Überhängen. Dort können mehrere Tiere in der Nähe eines gemeinsamen Putzplatzes auftreten. Anders als eng an Seeanemonen gebundene Partnergarnelen benötigt sie keinen solchen Wirt. Ein auffälliges Merkmal ist ihre Fähigkeit, über längere Zeit beinahe auf der Stelle im Wasser zu schweben. Die langen dünnen Beine hängen dabei unter dem fast durchsichtigen Körper. Rote und weiße Punkte sowie farbige Ringe an den Beinen heben sich erst bei genauer Betrachtung vom Hintergrund ab. Auch das lange, leicht aufwärts gebogene Rostrum gehört zum charakteristischen Erscheinungsbild. Kleine Höhlenbewohner und vorbeikommende Fische können ihre Putzdienste nutzen. In einem Aquarium sind deshalb sowohl offene Bereiche vor dem Versteck als auch geschützte Rückzugsräume sinnvoll. Eine starke direkte Strömung am Ruheplatz erschwert die Beobachtung und Fütterung. Der Handelsname wird gelegentlich auf ähnliche Arten angewandt; die rotweiße Zeichnung und der transparente Körper sollten daher gemeinsam betrachtet werden.
Lebensweise und Verhalten
Die Garnele sitzt an geschützten Flächen oder schwebt davor und kann durch schaukelnde Bewegungen Putzbereitschaft anzeigen. Eine kleine Gruppe entspricht ihrer häufig beobachteten Lebensweise. Auch untereinander werden Abstände eingefordert, weshalb genügend Ausweichraum nötig ist.
Eignung für das Riffaquarium
Korallen werden bei üblicher Pflege im Allgemeinen unbehelligt gelassen. Große nesselnde Anemonen sind als Wirt nicht erforderlich und können eine Gefahr darstellen. Die Putzergarnele ist kein verlässliches Mittel gegen Fischkrankheiten und braucht zusätzlich eigenes Futter.
Vergesellschaftung
Pflegen Sie die Tiere als Paar oder kleine Gruppe mit mehreren Verstecken. Ruhige Fische ohne Beuteinteresse passen am besten. Trotz der zarten Gestalt können vor allem größere Weibchen andere Garnelen verdrängen; Gruppen brauchen mehr Platz als ein einzelner Ruhebereich.
Wasserwerte und Temperatur
Als Pflegeorientierung gelten 24–26 °C, 33–35 g/l Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 7–10 °dKH. Sauerstoffreiches Wasser und gleichmäßige Bedingungen sind wichtiger als häufige Korrekturen einzelner Messwerte. Vermeiden Sie einen harten Strömungsstrahl direkt vor dem Putzplatz.
Aquarium und Einrichtung
Für ein Paar werden etwa 50 Liter als untere Aquarienorientierung genannt. Eine kleine Gruppe verlangt mehr Grundfläche, getrennte Rückzugsplätze und gute Beobachtungsmöglichkeiten. Feines Futter darf nicht vollständig von Filter oder Strömung entfernt werden, bevor die Tiere zugreifen.
Fütterung
Feine Artemia, kleine Mysisanteile und passendes Garnelentrockenfutter werden gezielt angeboten. Prüfen Sie die Aufnahme bei jedem Tier einer Gruppe. Putzkontakte sind ein zusätzlicher natürlicher Nahrungserwerb, ersetzen im Aquarium aber keine regelmäßige bedarfsgerechte Fütterung.
Häutung
Weiche frisch gehäutete Tiere müssen einen ruhigen Platz erreichen können. Kontrollieren Sie besonders in Gruppen, ob dominante Mitbewohner sie dort bedrängen. Die leere Hülle muss nicht sofort entfernt werden; bei Verdacht auf ein totes Tier sollte zunächst nach Bewegung und einem intakten Garnelenkörper gesucht werden.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt langsam angleichen, etwa mit einer beaufsichtigten Tropfmethode. Nutzen Sie einen glatten Behälter und achten Sie auf die sehr langen Beine und Fühler. Nach dem Einsetzen braucht die Garnele eine ruhige geschützte Zone ohne direkte Futterkonkurrenz.
Endgröße und Lebenserwartung
Meist werden etwa 2,5–3 cm Körperlänge angegeben; größere Weibchen können ungefähr 4 cm erreichen. Größen- und Farbunterschiede allein reichen nicht aus, alle ähnlichen Urocaridella-Arten sicher abzugrenzen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Tiergruppe: | Garnelen |
|---|---|
| Riffverträglichkeit: | Geeignet |
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C |
| Endgröße: | bis 5 cm |
| Haltungsform: | Gruppenhaltung |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.