Brongersma-Kröte, Bufo brongersmai
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Brongersma-Kröte, Bufo brongersmai
| Deutscher Name: | Brongersma-Kröte |
| Wissenschaftlich: | Bufo brongersmai |
| Synonyme: | Tiznit-Kröte, Marokkanische Grüne Kröte, Brongersmas Kröte |
| Herkunft: | Südwestliches Nordafrika: vor allem Marokko und nördliche Westsahara, außerdem im Nordwesten Algeriens nachgewiesen |
| Lebensweise: | Terrestrisch, überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv; nutzt Felsspalten, lockeren Boden und Verstecke |
| Haltungsform: | Gut belüftetes Trockenterrarium mit grabfähigem Bodengrund, feuchten Rückzugsplätzen und flacher Wasserschale |
| Mindestgröße des Terrariums: | Ab 60 × 45 × 45 cm für ein adultes Tier; bei mehreren Tieren entsprechend deutlich größer |
| Temperatur und Luftfeuchtigkeit: | Tagsüber etwa 22–27 °C, örtlich bis 28–30 °C; nachts etwa 16–20 °C, mäßige Luftfeuchte mit feuchten Rückzugszonen |
| Beleuchtung: | Natürlicher Tag-Nacht-Rhythmus; schwache UVB-Beleuchtung sinnvoll, stets ausreichend Schatten anbieten |
| Bodengrund: | Mindestens 8–10 cm grabfähiges, sandig-lehmiges Erdgemisch mit trockener Oberfläche und leicht feuchten Tiefenzonen |
| Futter: | Abwechslungsreiche, passend große Wirbellose; Futtertiere regelmäßig mit Calcium und bedarfsgerecht mit Vitaminen ergänzen |
| Maximale Größe: | Meist etwa 4–5 cm Kopf-Rumpf-Länge, maximal ungefähr 5,1 cm |
Lebensraum und Verhalten von Brongersma-Kröte (Bufo brongersmai)
Die Brongersma-Kröte stammt aus den trockenen und landschaftlich vielfältigen Regionen des südwestlichen Nordafrikas. Ihr Schwerpunkt liegt in Marokko, wo sie von der Souss-Ebene und der Umgebung von Marrakesch über den Anti-Atlas und Teile des Hohen Atlas bis in küstennahe Gebiete der nördlichen Westsahara vorkommt. Inzwischen ist die Art auch im Nordwesten Algeriens sicher nachgewiesen. Fundorte liegen vom Tiefland bis in Höhen von ungefähr 1.600 Metern. Typisch sind felsige, aride bis semiaride Landschaften mit spärlicher Gras- und Strauchvegetation, Geröllflächen, trockene Flusstäler sowie landwirtschaftlich beeinflusste Bereiche. Obwohl die erwachsenen Tiere überwiegend an Land leben, sind vorübergehend wasserführende Kleingewässer für die Fortpflanzung entscheidend. Nach Regenfällen nutzt die Kröte flache Tümpel, langsam fließende Rinnsale, Quellbereiche, Gräben und Regenpfützen. Außerhalb dieser kurzen feuchten Phasen hält sie sich unter Steinen, in engen Felsspalten oder in tieferen, kühleren Bodenschichten verborgen. Ihre geringe Körpergröße erleichtert es ihr, solche geschützten Mikrohabitate aufzusuchen. Im Terrarium sollte deshalb nicht eine gleichmäßig feuchte Umgebung nachgebildet werden, sondern ein strukturierter Wechsel zwischen trockenen Flächen, kühlen Verstecken und örtlich leicht feuchten Rückzugsbereichen.
Die richtige Haltung
Für diese kleine, bodenbewohnende Kröte eignet sich ein waagerecht ausgerichtetes, gut belüftetes Terrarium. Für ein adultes Einzeltier sollte die Grundfläche mindestens etwa 60 × 45 cm betragen; zusätzliche Tiere benötigen deutlich mehr Raum, Sichtschutz und mehrere gleichwertige Verstecke. Der Bodengrund muss tief genug sein, damit sich die Kröte flach eingraben kann. Korkstücke, stabile flache Steine und kleine Höhlen schaffen die bevorzugten dunklen Rückzugsorte. Schwere Einrichtungsgegenstände müssen direkt auf dem Terrarienboden stehen, damit sie nicht durch Untergraben absacken. Eine leicht zugängliche, kippsichere Wasserschale ist unverzichtbar. Sie muss so flach sein, dass das Tier jederzeit sicher stehen und mühelos aussteigen kann. Das Wasser wird täglich kontrolliert und bei Verschmutzung sofort erneuert. Dauerhaft nasser Boden, Staunässe und tropisch hohe Luftfeuchtigkeit passen nicht zum natürlichen Lebensraum. Auch trockene Haltung ohne feuchte Verstecke ist ungeeignet, da Amphibien über ihre empfindliche Haut Wasser aufnehmen.
Die richtige Bepflanzung
Eine Bepflanzung ist möglich, sollte aber den offenen, trockenen Charakter des Lebensraums erhalten. Geeignet sind robuste, ungiftige Pflanzen, die zeitweise trockene Bedingungen vertragen und keine Dornen oder scharfkantigen Blätter besitzen. Die Wurzelbereiche können mit Steinen oder Kork geschützt werden, da die Kröte gern unter Gegenständen gräbt. Eine dichte tropische Bepflanzung erschwert die Kontrolle des Bodens und hält das gesamte Terrarium häufig zu feucht. Alle Pflanzen müssen frei von Pflanzenschutzmitteln und Blattglanzpräparaten sein. Einige geschützte, leicht feuchte Bereiche unter Pflanzen dürfen mit trockeneren, offenen Zonen abwechseln.
Beleuchtung, UV, Heizung und Luftfeuchte
Tagsüber ist ein Temperaturgefälle von etwa 22 bis 27 °C zweckmäßig. Ein kleiner, gut abgeschirmter Bereich darf ungefähr 28 bis 30 °C erreichen, während kühlere Verstecke erhalten bleiben. Nachts kann die Temperatur auf etwa 16 bis 20 °C sinken. Die Luftfeuchte darf sich überwiegend im mäßigen Bereich von ungefähr 40 bis 60 Prozent bewegen und nach leichtem Sprühen vorübergehend ansteigen. Wichtiger als ein dauerhaft hoher Messwert ist ein Mosaik aus trockener Oberfläche und feuchten, kühlen Rückzugsorten im Substrat. Gute Lüftung verhindert stehende, verbrauchte Luft und Schimmelbildung. Eine deutliche Tages- und jahreszeitliche Rhythmik entspricht der Herkunft der Art. Stärkere saisonale Abkühlung oder Regenstimulation sollte jedoch nur bei gesunden adulten Tieren und mit ausreichender Erfahrung eingesetzt werden. Eine schwache UVB-Beleuchtung kann die Calciumversorgung unterstützen, ersetzt aber weder abwechslungsreiche Ernährung noch Supplementierung. Jede Lichtquelle benötigt schattige Ausweichplätze.
Fütterung
Brongersma-Kröten erbeuten kleine, lebende Wirbellose. Geeignet sind unter anderem Heimchen, kleine Grillen, Schaben, Ofenfischchen, Fliegen, Springschwänze und gelegentlich passende Larven oder Würmer. Die Futtertiere dürfen höchstens so groß sein, dass sie sicher geschluckt werden können. Eine breite Auswahl ist günstiger als die dauerhafte Fütterung nur einer Insektenart. Erwachsene Tiere erhalten mehrmals wöchentlich kontrollierte Portionen; Jungtiere benötigen entsprechend kleinere Beute in kürzeren Abständen. Nicht gefressene Futtertiere werden wieder entfernt. Die Beutetiere sollten hochwertig angefüttert und regelmäßig mit einem geeigneten Calciumpräparat bestäubt werden. Ein Amphibienvitamin wird bedarfsgerecht und zurückhaltend eingesetzt, da sowohl Mangelversorgung als auch Überdosierung problematisch sein können. Körperform und Aktivität sollten beobachtet werden, denn auch kleine Kröten können bei sehr energiereicher Fütterung verfetten.
Geschlechtsunterschiede
Außerhalb der Fortpflanzungszeit lassen sich die Geschlechter nicht immer sicher unterscheiden. Geschlechtsreife Männchen entwickeln während der Paarungszeit dunklere Brunftschwielen an den Fingern und geben kurze Paarungsrufe ab. Weibchen können bei Laichansatz fülliger wirken. Ein ausgeprägter, jederzeit verlässlicher Größenunterschied ist für diese Art nicht belegt; Messungen einzelner Populationen ergaben bei beiden Geschlechtern ähnliche mittlere Körpergrößen. Bei jungen Tieren ist eine sichere Geschlechtsbestimmung meist nicht möglich.
Zucht, Fortpflanzung und Entwicklung
Die Fortpflanzung ist eng an saisonale Niederschläge gebunden und wurde im natürlichen Lebensraum vor allem vom Winterausgang bis in das Frühjahr beobachtet. Die Männchen suchen flache, häufig nur vorübergehend wasserführende Tümpel oder langsam fließende Rinnsale auf und locken die Weibchen mit kurzen Rufen an. Der Amplexus erfolgt in der Achselregion. Die Eier werden im Wasser abgelegt und können zwischen Steinen, Zweigen oder Wasserpflanzen befestigt sein. Für einen Zuchtversuch sind ein zuvor saisonal geführtes Klima, eine kontrollierte Regenstimulation und ein flacher, vollständig schadstofffreier Wasserbereich erforderlich. Trotz des Vorbilds kurzlebiger Naturgewässer darf das Aufzuchtwasser nicht austrocknen, bevor die Larven ihre Entwicklung abgeschlossen haben. Angaben zur Dauer der Larvenentwicklung weichen zwischen Freiland- und Nachzuchtbeobachtungen deutlich ab; Temperatur und Wasserstand spielen offenbar eine wichtige Rolle. Zucht und Larvenaufzucht sind daher eher erfahrenen Amphibienhaltern zu empfehlen.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Brongersma-Kröte gehört zu den kleinsten echten Kröten Nordafrikas. Erwachsene Tiere erreichen meist ungefähr 4 bis 5 cm Kopf-Rumpf-Länge. Als gut belegte maximale Länge werden rund 5,1 cm genannt. Die Gestalt wirkt vergleichsweise flach und schlank, was das Eindringen in enge Felsspalten und geschützte Hohlräume erleichtert. Das Geschlecht lässt sich anhand der Körpergröße allein nicht zuverlässig bestimmen.
Nice-to-Know
Die Art ist die einzige Vertreterin der Gattung Barbarophryne. Ihre frühere Zuordnung zu Bufo und später zu Pseudepidalea beruhte vor allem auf äußerlichen Ähnlichkeiten mit grünen Kröten. Tatsächlich unterscheidet sie sich unter anderem durch genetische, bioakustische und anatomische Merkmale. Im Handel kann sie wegen ihrer grünen Flecken mit größeren Wechselkröten der Gattung Bufotes verwechselt werden. Charakteristisch sind die geringe Endgröße, die eher längliche Gestalt und die fast rundlichen Ohrdrüsen. Die Tiere leben ausgesprochen verborgen und werden meist erst nach Einbruch der Dämmerung aktiv. Ein tagsüber scheinbar leeres Terrarium ist daher bei passenden Klimawerten und normalem Fressverhalten nicht ungewöhnlich.
Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen
Wie andere Kröten besitzt auch die Brongersma-Kröte Haut- und Ohrdrüsen, deren Sekret der Abwehr dient. Es kann Augen, Schleimhäute und verletzte Haut reizen und darf nicht in den Mund gelangen. Das Tier sollte nur angefasst werden, wenn Pflege oder Untersuchung es unbedingt erfordern. Dafür eignen sich angefeuchtete, puderfreie Einmalhandschuhe. Anschließend werden Hände und verwendete Gegenstände gründlich gereinigt. Kinder und Haustiere dürfen keinen direkten Kontakt mit Tier, Hautsekret oder Terrarienwasser haben. Zugleich ist die Krötenhaut sehr empfindlich gegenüber Seifenresten, Cremes, Desinfektionsmitteln, Nikotin und anderen Chemikalien.
| Temperaturbereiche: | Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.