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Breitblättriges Pfeilkraut, Sagittaria platyphylla, Topfpflanze

Breite Blattbänder

Dunkelgrüne, bogig geneigte Bänder für ruhige Mittelgrund-Zonen.

Sehr anpassungsfähig

Wächst bei 4 bis 26 °C in weichem wie in hartem Wasser.

Bildet Ausläufer

Tochterrosetten lassen mit der Zeit eine dichte Wiese entstehen.

Einsteigerfreundlich

Braucht kein CO2 und kommt mit mittlerem Licht gut zurecht.

Breitblättriges Pfeilkraut, Sagittaria platyphylla, Topfpflanze


Auf einen Blick: Breitblättriges Pfeilkraut, Sagittaria platyphylla
Deutscher Name:Breitblättriges Pfeilkraut
Botanisch:Sagittaria platyphylla
Synonyme:Delta-Pfeilkraut, Sagittaria
Herkunft:Östliche und südöstliche USA, örtlich Mittelamerika
Standort:Mittelgrund, in hohen Becken auch Vordergrund
Lichtbedarf:Mittel bis hoch
pH-Bereich:5,0 – 8,0
Wasserhärte:Weich bis hart (2 – 21 °dKH)
Wasser-Temperatur:4 – 26 °C, ideal 20 – 24 °C
Düngung:Nährstoffreicher Bodengrund, Wurzeldünger
CO₂-Zugabe:Nicht nötig, 10 – 40 mg/l fördern den Wuchs
Vermehrung:Ausläufer
Wachstum:Mittel
Erreichbare Höhe:Etwa 10 – 30 cm
Lieferung als:Topfpflanze (5-cm-Topf)
Im Detail: Breitblättriges Pfeilkraut, Sagittaria platyphylla

Herkunft von Breitblättriges Pfeilkraut (Sagittaria platyphylla)

Das Breitblättrige Pfeilkraut, botanisch Sagittaria platyphylla, gehört zur Familie der Froschlöffelgewächse. Seine Heimat liegt in den östlichen und südöstlichen Vereinigten Staaten, vor allem im Einzugsgebiet des Mississippi und an der Golfküste, sowie örtlich in Mittelamerika. Dort besiedelt es Seen, Teiche, Gräben und langsam fließende Bäche. Meist wächst es als Sumpfpflanze im flachen Wasser, es kann aber auch vollständig untergetaucht leben. Diese amphibische Lebensweise prägt die Pflanze: Unter Wasser bildet sie eine Rosette aus breiten, bandförmigen, mittel- bis dunkelgrünen Blättern, die etwa eineinhalb bis zwei Zentimeter breit werden und sich bogig nach außen neigen. Wächst sie dagegen über die Wasseroberfläche hinaus, entstehen aufrechte, lang gestielte, löffel- bis lanzettförmige Blätter, und im Sommer erscheinen kleine weiße Blüten mit drei Blütenblättern. Im englischsprachigen Raum ist sie als Delta-Pfeilkraut bekannt. Durch die große Temperaturtoleranz ihrer Heimat verträgt sie sowohl tropische Aquarien als auch kühlere Becken und ist in Mitteleuropa sogar winterhart. Im Handel werden gelegentlich ähnliche Sagittaria-Arten unter diesem Namen angeboten, die sich unter Wasser kaum unterscheiden lassen.

Optimale Standorte im Aquarium

Mit ihrer flachen Rosette aus breiten Bändern passt die Pflanze in den Mittelgrund, in hohen Aquarien auch in den vorderen Bereich. In kleinen Gruppen gesetzt, bildet sie über ihre Ausläufer mit der Zeit einen geschlossenen, wiesenartigen Bestand. Ihr dunkles, kräftiges Laub ist ein schöner Kontrast zu feinblättrigen Stängelpflanzen und hellgrünen Bodendeckern.

Lichtbedarf

Mittleres bis helles Licht ist ideal. Bei kräftiger Beleuchtung bleibt die Rosette niedrig und kompakt, bei schwachem Licht werden die Blätter länger und stehen steiler. Da die Pflanze recht anpassungsfähig ist, gedeiht sie auch unter einfachen LED-Leuchten zuverlässig.

Haltung und Pflege im Aquarium

Das Breitblättrige Pfeilkraut ist eine pflegeleichte Rosettenpflanze für Einsteiger. Wichtig ist vor allem ein ausreichend nährstoffreicher Bodengrund, denn die Pflanze ernährt sich überwiegend über die Wurzeln. Alte oder beschädigte Blätter werden am Grund abgeschnitten. Wuchern die Ausläufer zu stark, lassen sie sich einfach abtrennen. Die Art toleriert weiches wie hartes Wasser und auch niedrigere Temperaturen, was sie für unbeheizte Becken interessant macht.

Düngung

Ein nährstoffhaltiger Bodengrund oder regelmäßig gesetzte Düngekugeln im Wurzelbereich fördern kräftiges Wachstum. Ergänzend ist ein Volldünger mit Eisen sinnvoll, um helle Blätter zu vermeiden. Als Orientierung gelten Nitratwerte von 10 bis 50 mg/l und Kalium von 5 bis 30 mg/l.

Zusätzliche CO₂-Versorgung

Eine CO2-Zugabe ist nicht erforderlich, die Pflanze wächst auch in Becken ohne Anlage zuverlässig. Mit 10 bis 40 mg/l wird das Wachstum jedoch dichter, die Blätter werden kräftiger gefärbt und die Bildung von Ausläufern wird angeregt.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt über Ausläufer, an denen sich in einigem Abstand zur Mutterpflanze neue Tochterrosetten bilden. Sobald diese einige Blätter und eigene Wurzeln besitzen, können sie abgetrennt und an anderer Stelle eingepflanzt werden.

Wachstumsgeschwindigkeit

Die Pflanze wächst mittelschnell und bildet aus einem kurzen, knollenartigen Rhizom eine Rosette aus bandförmigen Blättern. Nach dem Eingewöhnen schiebt sie regelmäßig Ausläufer, sodass aus wenigen Pflanzen nach einigen Monaten ein dichter Bestand entstehen kann.

Endgröße

Unter Wasser erreichen die Blätter meist 10 bis 30 Zentimeter. Bei viel Licht bleibt die Pflanze niedriger, bei schwachem Licht oder im Teich kann sie deutlich höher werden.

Lieferung als Topfpflanze

Das Pfeilkraut wird im 5-cm-Topf mit Steinwolle geliefert und ist in der Gärtnerei häufig über Wasser gezogen. Vor dem Einpflanzen den Topf entfernen und die Steinwolle sorgfältig von den Wurzeln lösen. Die Pflanze anschließend so tief in den Bodengrund setzen, dass das Rhizom knapp bedeckt ist, die Herzblätter aber frei bleiben. Größere Pflanzen lassen sich dabei auch in mehrere Rosetten teilen. Überwasserblätter werden in den ersten Wochen durch bandförmige Unterwasserblätter ersetzt.

Temperaturbereiche: Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen
Wasserhärte: weich bis hart (Pflanzenangabe)
Pflegeanspruch: Pflegeleicht
Lichtbedarf: Mittel bis hoch
CO₂-Zufuhr: Nicht erforderlich
Pflanzentyp: Rosettenpflanze
Aquarienposition: Vordergrund, Mittelgrund
Aquarientemperatur: Geeignet bei 18 °C, Geeignet bei 20 °C, Geeignet bei 22 °C, Geeignet bei 24 °C, Geeignet bei 26 °C
Wachstumsgeschwindigkeit: Mittel
Wuchshöhe: Hoch (21–40 cm)
Lieferform: Topf
pH-Wert: 5–8
Karbonathärte KH: 2–21 °dKH

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie Aquarienpflanzen einpflanzen?

Die Vorgehensweisen beim Einpflanzen von Bund- und Topfpflanzen für das Aquarium unterscheiden sich nicht sehr. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  • Entfernen Sie den Bund oder den Topf.
  • Entfernen Sie auch ggf. das Material, in das die Topfpflanzen eingewurzelt sind.
  • Bei den Bundpflanzen entfernen Sie ggf. auch das Schaumstoffband, das die Wurzeln umgibt.
  • Spülen Sie die neuen Pflanzen gut ab.
  • Entfernen Sie ggf. beschädigte Blätter und Triebe mit einer Schere.
  • Kürzen Sie die Wurzel um etwa 1/3 ein.
  • Die Triebe/Stengel der Bundpflanzen können Sie vereinzeln.
  • Bilden Sie mit Ihren Fingern oder einem Aquarium-Pflanzspatel ein Pflanzloch in Ihrem Aquarium-Bodengrund.
  • Pflanzen sie die Pflanzen so tief ein, dass das "Herz" der Pflanze nicht vom Bodengrund bedeckt wird. Also nie so tief einpflanzen, dass man den Ursprung der Triebe nicht mehr sehen kann. Eine Pinzette kann dabei hilfreich sein!
  • Drücken Sie nach dem Einpflanzen den Bodengrund rings um die frisch eingepflanzte Aquarienpflanze leicht an oder verwenden Sie für den besseren Halt eine Pflanzenklammer.

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