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Brasilianischer Saisonkillifisch „Unai“, Hypsolebias sp.

Echter Saisonfisch

Lebt in Regenzeittümpeln, deren Eier die Trockenzeit überdauern

Fundort Unaí

Population aus der Region Unaí in Minas Gerais, Brasilien

Farbige Männchen

Männchen mit kontrastreichen Querbinden und ausgezogenen Flossen

Zucht im Torf

Eier werden im Torf gelagert und nach Monaten wieder angesetzt

Brasilianischer Saisonkillifisch „Unai“, Hypsolebias sp.


Auf einen Blick: Brasilianischer Saisonkillifisch „Unai“, Hypsolebias sp.
Deutscher Name:Brasilianischer Saisonkillifisch „Unai“
Wissenschaftlich:Hypsolebias sp.
Synonyme:Hypsolebias sp. Unai, Hypsolebias Unaí, Saisonkilli Unai, Annueller Killifisch Unai
Herkunft:Fundortform aus der Region Unaí, Brasilien
Gesellschafts-Aquarium:Artbecken, ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen
Wasserwerte:pH 6,0–7,0, GH 2–10 °dH, KH bis 5 °dH
Temperatur:22–26 °C
Beckengröße:ab 40 cm, etwa 30 Liter
Bepflanzung:Feinblättrige Pflanzen, Torf- oder Kokosfaserboden
Futter:Lebend- und Frostfutter wie Mückenlarven und Artemia
Geschlechts-Unterschiede:Männchen farbig mit Binden, Weibchen schlicht
Zucht möglich:Bodenlaicher mit Trockenzeit der Eier
Maximale Größe:etwa 3–6 cm
Liefergröße:ca. 2,0-2,5 cm
Mit Garnelen verträglich:Nur bedingt, kleine Garnelen werden gefressen
Im Detail: Brasilianischer Saisonkillifisch „Unai“, Hypsolebias sp.

Herkunft von Brasilianischer Saisonkillifisch „Unai“ (Hypsolebias sp.)

Hypsolebias ist eine Gattung kleiner Saisonkillifische aus dem Inneren Brasiliens. Die Arten leben in flachen Tümpeln und überschwemmten Senken der Savannen- und Trockenwaldgebiete, die sich nur in der Regenzeit mit Wasser füllen und danach wieder vollständig austrocknen. Ihr Lebenszyklus ist daran perfekt angepasst: Die Fische schlüpfen mit dem ersten Regen, wachsen sehr schnell heran, laichen in den Bodengrund und sterben, wenn das Gewässer verschwindet. Ihre Eier überdauern die Trockenzeit im feuchten Schlamm und schlüpfen erst mit dem nächsten Regen. Die hier angebotene Form trägt den Fundortnamen Unaí, eine Region im Nordwesten des Bundesstaates Minas Gerais. Eine wissenschaftliche Beschreibung dieser Population liegt nach unserem Kenntnisstand nicht vor, daher wird sie als Hypsolebias sp. geführt. Typisch für die Gattung sind farbenprächtige Männchen mit kontrastreichen Querbinden und ausgezogenen Flossen sowie schlichtere, gefleckte Weibchen. Die genaue Zeichnung dieser Fundortform sollte man am Tier beurteilen. Wer Saisonkillifische pflegt, erlebt einen faszinierenden, aber kurzen Lebenszyklus und sollte die Zucht von Anfang an einplanen.

Vergesellschaftung

Am besten im Artbecken pflegen. Männchen imponieren sich gegenseitig heftig, daher ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen halten. Ruhige, kleine Beifische sind möglich, verhindern aber die Zucht im Bodengrund und stören die scheuen Weibchen.

Passende Wasserparameter

Weiches bis mittelhartes, leicht saures bis neutrales Wasser mit pH 6,0 bis 7,0 und einer Gesamthärte von etwa 2 bis 10 °dH. Torf oder Laub im Becken sorgt für eine leichte Ansäuerung. Regelmäßige kleine Teilwasserwechsel halten die Wasserqualität stabil.

Haltungstemperatur

22 bis 26 °C; dauerhaft höhere Temperaturen verkürzen die ohnehin kurze Lebensdauer.

Beckengröße

Für eine kleine Gruppe genügt ein Becken ab 40 cm Länge und etwa 30 Litern. Eine gut schließende Abdeckung verhindert, dass die Fische herausspringen.

Bepflanzung

Feinblättrige Pflanzen, Javamoos und Schwimmpflanzen geben Deckung. Als Laichsubstrat dient eine Schicht aus ausgekochtem Torf oder Kokosfasern, in die die Paare zum Ablaichen eintauchen.

Futter

Saisonkillifische bevorzugen Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien und Grindalwürmer. Frostfutter wird meist angenommen, Trockenfutter oft nur zögerlich. Wegen des schnellen Wachstums reichlich und abwechslungsreich füttern.

Geschlechtsunterschiede

Männchen sind deutlich bunter, mit kontrastreichen Querbinden und größeren, oft ausgezogenen Flossen. Weibchen bleiben kleiner, schlichter gefärbt und tragen meist dunkle Flecken auf den Flanken.

Zucht

Bodenlaicher. Die Paare tauchen in das Torfsubstrat ein und legen dort einzeln Eier ab. Das Substrat wird anschließend abgesammelt, leicht feucht gelagert und nach einer Trockenzeit von meist mehreren Monaten wieder mit Wasser übergossen, worauf die Jungfische schlüpfen. Sie fressen sofort Artemia-Nauplien und wachsen sehr schnell.

Endgröße

Männchen erreichen gattungstypisch etwa 3 bis 6 cm, Weibchen bleiben etwas kleiner. Als Saisonfische leben die Tiere nur kurz; die Lebenserwartung liegt meist bei etwa einem Jahr, teils etwas darüber.

Verträglichkeit mit Zwerggarnelen

Nur bedingt geeignet. Kleine Garnelen und deren Nachwuchs werden gefressen; größere Zwerggarnelen werden oft geduldet.

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?

Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:

  1. Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
  2. Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
  3. Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  4. Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
  5. Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.

Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.

Wie werden Zierfische versendet?

Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.

Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?

Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.

1. Optimale Wasserqualität sicherstellen

  • Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
  • Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
    • Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
    • pH-Wert (artgerechter Bereich)
    • Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
    • Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
  • Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.

2. Gesunde Ernährung bieten

  • Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
  • Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
  • Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.

3. Neue Fische richtig eingewöhnen

  • Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
  • Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
  • Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.

4. Stress vermeiden

  • Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
  • Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
  • Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
  • Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.

5. Krankheiten frühzeitig erkennen

  • Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen  können auf Krankheiten hinweisen.
  • Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
  • Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.

6. Aquariumpflege & Hygiene beachten

  • Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
  • Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
  • Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.

Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!

Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen

Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen. 
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.

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