Blaubein Einsiedler, Clibanarius tricolor
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Blaubein Einsiedler, Clibanarius tricolor
| Deutscher Name: | Blaubein Einsiedler |
| Wissenschaftlich: | Clibanarius tricolor |
| Synonyme: | Dreifarbiger Einsiedlerkrebs, Blue-Legged Hermit Crab |
| Herkunft: | Karibik, Bahamas und Florida; sehr flache felsige Küstenbereiche. |
| Lebensweise: | Kleiner mariner Einsiedler, sucht Aufwuchs und organisches Material. |
| Riffaquarium-tauglich: | Meist geeignet; Schnecken wegen Gehäusekonkurrenz nicht völlig sicher. |
| Verträglichkeit: | Kleine Gruppe bei ausreichendem Futter und vielen freien Häusern. |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 33–35 g/l, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH. |
| Temperatur: | 24–26 °C, möglichst gleichmäßig. |
| Beckengröße: | Ab etwa 30 l als vorsichtige Orientierung; Besatz nach verfügbarem Futter planen. |
| Futter: | Algenaufwuchs, geeignetes Algen- und Krebstierfutter, kleine Frostkostanteile. |
| Maximale Größe: | Etwa 2–2,5 cm; Gehäuseform beeinflusst das äußere Maß. |
| Liefergröße: | ca. 1,5-2,0 cm |
Herkunft und Lebensraum von Blaubein Einsiedler (Clibanarius tricolor)
Der Blaubein Einsiedler stammt aus dem tropischen westlichen Atlantik und ist besonders aus der Karibik, von den Bahamas und aus Florida bekannt. Er bewohnt sehr flache felsige Küstenbereiche und sucht zwischen Steinen, Sand und anderem Bodenmaterial nach Nahrung. Die kräftig blauen Laufbeine mit orangefarbenen Gelenken und dunklen Punkten machen ihn trotz seiner kleinen Größe gut erkennbar. Wie andere Einsiedler schützt er seinen weichen Hinterleib in einem leeren Schneckenhaus. Dieses trägt er bei jeder Bewegung mit sich und zieht sich bei Gefahr hinein zurück. Die Form des Hauses gehört deshalb zum Erscheinungsbild des einzelnen Tieres, ist aber kein festes Artmerkmal. Während er heranwächst, muss er immer wieder ein passenderes Haus finden können. Im Aquarium sollten mehrere leere Gehäuse unterschiedlicher, geeigneter Größen bereitliegen. Seine Nahrungssuche auf bewachsenen Flächen macht ihn zu einem interessanten kleinen Beobachtungstier. Sie ersetzt jedoch keine regelmäßige Kontrolle des Nahrungsangebots. Gerade in sehr sauberen oder neu eingerichteten Becken kann der vorhandene Aufwuchs schnell nicht mehr ausreichen.
Lebensweise und Verhalten
Der Einsiedler wandert über Boden und Riffgestein und nimmt erreichbaren Aufwuchs sowie organisches Material auf. Er lebt dauerhaft im Meerwasser und benötigt keinen Landteil. Sein Schneckenhaus wird gewechselt; es wächst nicht mit dem Tier mit.
Eignung für das Riffaquarium
Korallen werden bei üblicher Pflege meist nicht gefressen, können beim Darüberklettern aber kurz schließen. Kleine Schnecken und andere Einsiedler sind wegen der Konkurrenz um Häuser nicht völlig sicher. Genügend leere geeignete Gehäuse und Futter helfen, lösen jedoch nicht jeden Konflikt.
Vergesellschaftung
Eine kleine Gruppe ist möglich, wenn jedes Tier ausreichend Nahrung und Rückzugsraum findet. Die Stückzahl sollte sich nach dem vorhandenen Aufwuchs richten. Räuberische Fische und große Krebse passen nicht zu diesen kleinen Bewohnern.
Wasserwerte und Temperatur
Pflegen Sie die Art in stabilem Meerwasser bei ungefähr 24–26 °C, 33–35 g/l Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 7–10 °dKH. In kleinen Becken fallen Verdunstung und Überfütterung besonders ins Gewicht. Regelmäßige Kontrolle verhindert schnelle Verschiebungen.
Aquarium und Einrichtung
Etwa 30 Liter sind eine vorsichtige Ausgangsgröße für wenige Tiere in einem ausgereiften System. Es gibt keinen sinnvollen starren Besatzschlüssel pro Liter: Aufwuchs, zusätzliche Fütterung und Konkurrenz entscheiden mit. Ein frisches Becken ohne Nahrungsvorrat sollte nicht mit vielen Einsiedlern besetzt werden.
Fütterung
Algenaufwuchs wird durch geeignetes Algen- oder Krebstierfutter ergänzt. Kleine passende marine Frostfutteranteile können den Speiseplan erweitern. Prüfen Sie, ob Futter tatsächlich bei den kleinen Tieren ankommt, und entfernen Sie größere übrig gebliebene Portionen.
Häutung
Während und nach der Häutung bleibt der Einsiedler oft verborgen im oder nahe seinem Haus. Verwechseln Sie die abgestreifte Hülle nicht mit einem toten Tier. Stören Sie ihn nicht und halten Sie passende freie Häuser bereit, damit ein späterer Wechsel ohne Konkurrenzdruck möglich ist.
Eingewöhnung
Temperatur und Salzgehalt allmählich angleichen, zum Beispiel mit einer überwachten Tropfmethode. Legen Sie das Tier mit dem Haus vorsichtig aufrecht auf eine ruhige Bodenfläche. Ziehen Sie den Einsiedler niemals aus seinem Gehäuse.
Endgröße und Lebenserwartung
Der kleine Einsiedler erreicht ungefähr 2–2,5 cm; das äußere Maß hängt auch vom gewählten Schneckenhaus ab. Angaben zu anderen, deutlich größeren Einsiedlerarten lassen sich nicht übertragen. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Tiergruppe: | Krebse & Einsiedler |
|---|---|
| Riffverträglichkeit: | Mit Einschränkungen |
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C |
| Endgröße: | bis 5 cm |
| Haltungsform: | Gruppenhaltung |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.