Black Wolf, Hoplias curupira
214,99 €*
64 Bonuspunkte für diesen Artikel (Wert 6,40 €)
Versand 25,99 € · Tierkurier mit Thermobox · ein Versand für alle Tiere
Lieferung in 2-5 Tagen
Versand in Thermobox, bei Kälte mit Wärmepack · Geld zurück, falls ein Tier nicht lebend ankommt
Black Wolf, Hoplias curupira
| Deutscher Name: | Black Wolf |
| Wissenschaftlich: | Hoplias curupira |
| Synonyme: | Black Wolf Fish, Traíra Negra, Curupira-Wolfssalmler |
| Herkunft: | Nördliches Südamerika: Amazonasbecken, oberer Orinoco sowie Küstenflüsse Guyanas und Surinames |
| Gesellschafts-Aquarium: | Ausgesprochener Raubfisch; im Aquarium vorzugsweise einzeln halten |
| Wasserwerte: | Weiches bis mittelhartes Wasser, pH etwa 6,0–7,5 |
| Temperatur: | 24–28 °C |
| Beckengröße: | Ab 500 Litern; große Grundfläche und sehr sichere Abdeckung |
| Bepflanzung: | Robuste Randbepflanzung und Schwimmpflanzen möglich |
| Futter: | Fleischliches Frost- und Frischfutter in passenden Stücken |
| Geschlechts-Unterschiede: | Äußerlich nicht zuverlässig bestimmbar |
| Zucht möglich: | Selten und nur lückenhaft dokumentiert |
| Maximale Größe: | Etwa 30–40 cm Gesamtlänge; Größenangaben sind zu prüfen |
| Liefergröße: | ca. 10,0-12,0 cm |
| Mit Garnelen verträglich: | Adulte Garnelen und Nachwuchs werden als Beute betrachtet |
Herkunft von Black Wolf (Hoplias curupira)
Hoplias curupira stammt aus dem tropischen Norden Südamerikas und besitzt ein ungewöhnlich weites, jedoch nicht geschlossenes Verbreitungsgebiet. Nachgewiesen ist die Art in mehreren großen Zuflüssen des Amazonas, darunter Capim, Tocantins, Xingu, Tapajós, Trombetas und Rio Negro. Weitere Vorkommen liegen im oberen Orinoco nahe dem Casiquiare sowie in Küstenflüssen Guyanas und Surinames. Damit besiedelt der Schwarze Wolfssalmler unterschiedliche Flusssysteme mit teils deutlich voneinander abweichender Wasserfärbung und Strömung. Er lebt sowohl in großen Flüssen als auch in kleineren Waldgewässern, die regional als Igarapés bezeichnet werden. Dort hält sich der kräftig gebaute Fisch bevorzugt bodennah oder zwischen Holz, Uferstrukturen und anderen Deckungsmöglichkeiten auf. Seine dunkle Grundfärbung unterstützt ihn bei der unauffälligen Jagd aus dem Hinterhalt. Beobachtungen aus natürlichen Lebensräumen beschreiben Aktivität am Tag ebenso wie in der Nacht; gelegentlich werden Tiere paarweise angetroffen. Die über das große Verbreitungsgebiet festgestellten Farbunterschiede machen eine sichere Herkunfts- und Artbestimmung im Handel besonders wichtig. Der Handelsname „Black Wolf“ allein genügt dafür nicht immer.
Vergesellschaftung
Trotz gelegentlicher Paarbeobachtungen in der Natur ist Hoplias curupira kein geeigneter Gesellschaftsfisch. Im begrenzten Raum eines Aquariums kann er Artgenossen sowie andere Fische unvermittelt angreifen. Kleinere Tiere werden als Nahrung betrachtet, doch selbst größere Beifische sind nicht zuverlässig sicher. Für eine dauerhaft kontrollierbare Haltung empfiehlt sich daher ein einzelnes Tier ohne weitere Fische. Auch bei Pflegearbeiten ist Abstand geboten: Das breite Maul trägt kräftige Zähne, und ein erschrecktes oder auf Futter reagierendes Tier kann sehr schnell zuschnappen. Lange Futterpinzetten, ein Fangbehälter und eine durchdachte Einrichtung erleichtern den sicheren Umgang.
Passende Wasserparameter
Als praxistauglicher Haltungsbereich gelten weiches bis mittelhartes Wasser und ein pH-Wert von ungefähr 6,0 bis 7,5. Wichtiger als das Erzwingen eines einzelnen Idealwertes sind stabile Verhältnisse, ein niedriger Gehalt organischer Abfallstoffe und regelmäßige größere Wasserwechsel. Durch die proteinreiche Ernährung entsteht eine erhebliche Belastung für Filter und Bodengrund. Die Filterung sollte deshalb leistungsfähig sein, ohne den bevorzugten Ruheplatz mit dauerhaft starker Strömung zu überziehen. Futterreste müssen zeitnah entfernt werden. Holz und andere Einrichtungsgegenstände sind so zu befestigen, dass sie bei kräftigen Bewegungen weder verrutschen noch die Scheiben beschädigen können.
Haltungstemperatur
Eine Wassertemperatur zwischen 24 und 28 °C eignet sich für die dauerhafte Pflege. Gleichmäßige Temperaturen innerhalb dieses Bereichs sind günstiger als häufige Schwankungen. Heizstäbe sollten hinter einer stabilen Schutzabdeckung oder in einem Filterabteil untergebracht werden, da ein kräftiger Wolfssalmler ungeschützte Technik verschieben oder beschädigen kann.
Beckengröße
Für ein adultes Einzeltier sollte das Aquarium mindestens etwa 500 Liter fassen und eine Grundfläche von wenigstens 150 × 60 cm bieten. Großzügiger bemessene Becken ab rund 180 cm Länge und 70 cm Tiefe erleichtern die dauerhafte Haltung deutlich. Entscheidend ist weniger extreme Beckenhöhe als ausreichend Bodenfläche für Wendemanöver, Ruheplätze und stabile Strukturen. Die Abdeckung muss lückenlos, belastbar und gegen Verschieben gesichert sein; auch Öffnungen für Kabel und Schläuche sind sorgfältig zu schließen. Ein frisch eingesetztes oder erschrecktes Tier kann kraftvoll springen.
Bepflanzung
Eine dichte Bepflanzung ist nicht notwendig, kann aber Deckung und gedämpftes Licht schaffen. Geeignet sind robuste, gut verankerte Pflanzen am Rand sowie Schwimmpflanzen, sofern ein freier Zugang zur Wasseroberfläche erhalten bleibt. Empfindliche Stängelpflanzen können bei plötzlichen Bewegungen beschädigt oder aus dem Bodengrund gelöst werden. Wurzeln, größere Röhren und schattige Unterstände entsprechen dem lauernden Verhalten besser als ein hell ausgeleuchtetes, völlig offenes Becken. Alle Dekorationen müssen kippsicher stehen und dürfen keine engen Spalten bilden, in denen sich der Fisch festsetzen könnte.
Futter
In der Natur umfasst das Nahrungsspektrum kleine Fische, Garnelen, Insekten, Larven und Würmer; auch aufgenommene Früchte wurden beschrieben. Im Aquarium eignen sich abwechslungsweise ganze Garnelen, Muschelfleisch, Regenwürmer, größere Insektenlarven und Stücke geeigneter Süßwasserfische. Manche Tiere lassen sich an hochwertige, fleischhaltige Großpellets gewöhnen, dies ist jedoch nicht garantiert. Lebende Futterfische sind wegen des Risikos von Parasiten, Verletzungen und unausgewogener Ernährung nicht erforderlich. Fleisch von Säugetieren oder Vögeln gehört nicht zur regelmäßigen Ernährung. Jungtiere erhalten kleinere Portionen häufiger, adulte Tiere werden maßvoll gefüttert. Die Futtergabe sollte mit langer Pinzette erfolgen; Hände haben währenddessen nichts im Becken zu suchen.
Geschlechtsunterschiede
Für Hoplias curupira sind keine verlässlichen äußeren Geschlechtsmerkmale etabliert. Ein kräftigerer Körper oder eine rundere Bauchlinie kann bei geschlechtsreifen Weibchen anderer Hoplias-Arten auftreten, erlaubt bei einem einzelnen Tier jedoch keine sichere Bestimmung. Eine belastbare Zuordnung ist meist erst im Zusammenhang mit Fortpflanzungsverhalten oder durch fachkundige Untersuchung möglich.
Zucht
Die Fortpflanzung von Hoplias curupira ist bislang nur unzureichend dokumentiert. Für natürliche Bestände wurde eine mögliche Eiablage in geschützten Hohlräumen vermutet; aus der Gattung sind außerdem Nestbau und Brutpflege durch das Männchen bekannt. Diese Angaben dürfen jedoch nicht ohne Weiteres als gesicherter Ablauf für diese Art übernommen werden. Einzelne aquaristische Nachzuchtberichte liegen inzwischen vor, eine allgemein erprobte Methode besteht daraus noch nicht. Das Zusammenführen erwachsener Tiere ist wegen ihrer Kraft und möglichen Aggression ausschließlich sehr erfahrenen Spezialisten mit Ausweichbecken, Sichtkontrolle und sofortiger Trennmöglichkeit zu empfehlen.
Endgröße
Die wissenschaftlich dokumentierte Maximallänge liegt bei 29,9 cm Standardlänge, also ohne Schwanzflosse. Das entspricht einer etwas größeren Gesamtlänge. Aus der Aquaristik werden Tiere nahe 40 cm Gesamtlänge gemeldet. Für die Planung ist deshalb vorsichtig mit etwa 30–40 cm Endgröße und einem ausgesprochen kräftigen Körperbau zu rechnen. Deutlich höhere Handelsangaben sind möglicherweise auf Verwechslungen mit anderen Hoplias-Arten zurückzuführen und sollten geprüft werden.
Verträglichkeit mit Zwerggarnelen
Hoplias curupira ist nicht mit Garnelen vergesellschaftbar. Auch große adulte Garnelen passen in sein natürliches Beutespektrum und können besonders nach der Häutung leicht ergriffen werden. Kleine Garnelen und sämtlicher Nachwuchs werden mit hoher Wahrscheinlichkeit gefressen. Verstecke oder dichte Pflanzenbestände bieten keine verlässliche Sicherheit. Futtergarnelen ersetzen zudem keine abwechslungsreiche Ernährung und sollten nur hygienisch einwandfrei sowie passend portioniert angeboten werden.
Anmelden
Fragen zum Artikel
Noch keine Fragen vorhanden.
Eigene Frage stellen
Die Antwort erscheint in der Regel innerhalb von 30 bis 45 Minuten nach Ihrer Frage.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Wie gewöhne ich Zierfische nach der Ankunft ein?
Um Stress und Temperaturschocks zu vermeiden, sollten neue Zierfische langsam eingewöhnt werden:
- Beutel schwimmen lassen – Legen Sie den verschlossenen Transportbeutel für ca. 20–30 Minuten auf die Wasseroberfläche des Aquariums, damit sich die Temperatur angleicht.
- Wasser schrittweise mischen – Öffnen Sie den Beutel vorsichtig und geben Sie alle 5–10 Minuten kleine Mengen Aquariumwasser hinzu, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat (Dauer: ca. 45–90 Minuten).
- Fische umsetzen – Setzen Sie die Fische mit einem Kescher ins Aquarium, ohne das Transportwasser einzubringen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
- Licht reduzieren – Dimmen Sie die Beleuchtung oder schalten Sie sie für einige Stunden aus, um den Stress zu minimieren.
- Erste Fütterung – Füttern Sie erst nach einigen Stunden oder am nächsten Tag, damit sich die Fische in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen können.
Durch diese langsame Eingewöhnung passen sich die Fische optimal an die neuen Wasserwerte an.
Wie werden Zierfische versendet?
Fische sind Wirbeltiere und werden von uns, den gesetzlichen Bestimmungen folgend, mit einem dafür zugelassenen Tierkurier (GO!) per Übernachtexpress versendet. Der Versand aller Zierfische erfolgt ganzjährig immer in einer hochwertigen, dickwandigen Styroporbox. Bei hohen Außentemperaturen werden die Fische mit zusätzlichem Wasservolumen vor Hitze geschützt. Im Winter legen wir zum Schutz vor Kälte Heatpacks bei und sorgen ggf. für eine zusätzliche Isolierung durch die Verwendung einer wärmereflektierende Spezialfolie als zusätzliche Isolierungschicht.
Je nach Art reisen die Fische entweder in kleineren Gruppen oder einzeln verpackt.
Wie kann ich Krankheiten bei Aquarienfischen vermeiden?
Damit deine Fische gesund und munter bleiben, sind einige grundlegende Maßnahmen erforderlich. Viele Fischkrankheiten entstehen durch schlechte Wasserqualität, Stress oder falsche Ernährung. Mit den folgenden Tipps kannst du das Risiko minimieren und für ein gesundes Aquarium sorgen.
1. Optimale Wasserqualität sicherstellen
- Regelmäßige Wasserwechsel durchführen (ca. 20-30 % alle 1-2 Wochen).
- Wichtige Wasserwerte kontrollieren:
- Temperatur (je nach Fischart passend einstellen)
- pH-Wert (artgerechter Bereich)
- Ammoniak & Nitrit: IMMER 0 mg/l (giftig für Fische)
- Nitrat: unter 25 mg/l (bei hohen Werten Wasser wechseln)
- Kein Chlor oder Schwermetalle im Wasser! Falls nötig, Wasseraufbereiter nutzen.
2. Gesunde Ernährung bieten
- Abwechslungsreiche Kost: Trockenfutter, Frostfutter (z. B. Artemia, Mysis), Lebendfutter (z. B. Wasserflöhe) und pflanzliche Nahrung (je nach Fischart).
- Überfütterung vermeiden: Fische sollten das Futter in 1-2 Minuten komplett fressen. Reste entfernen, um das Wasser nicht zu belasten.
- Spezialfutter je nach Art: Bodenfresser brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfresser Flocken oder Granulat.
3. Neue Fische richtig eingewöhnen
- Langsame Anpassung: Neue Fische mit der Tropf-Methode oder schrittweiser Wasserzugabe an das Aquarium gewöhnen.
- Quarantäne für neue Fische: Falls möglich, 2-4 Wochen in einem separaten Becken halten, um Krankheiten nicht ins Hauptaquarium einzuschleppen.
- Transportwasser entsorgen: Neue Zierfische immer mit dem Kescher ins Becken geben, das Transportwasser entsorgen.
4. Stress vermeiden
- Artgerechte Vergesellschaftung: Keine aggressiven Fische mit friedlichen Arten mischen.
- Ausreichend Verstecke bieten (Pflanzen, Wurzeln, Höhlen).
- Keine plötzlichen Temperatur- oder Wasserwechsel – Fische reagieren empfindlich auf starke Schwankungen.
- Nicht zu viele Fische im Becken halten – Überbesatz führt zu Stress und Krankheiten.
5. Krankheiten frühzeitig erkennen
- Symptome wie weiße Punkte (Ichthyophthirius/“Pünktchenkrankheit“), Pilzbeläge, oder abstehende Schuppen können auf Krankheiten hinweisen.
- Verändertes Verhalten (z. B. schnelle Atmung, apathisches Verhalten, Schaukeln, Reiben an Gegenständen) kann ein frühes Warnzeichen sein.
- Infizierte Fische sofort isolieren und bei Bedarf mit geeigneten Medikamenten behandeln.
6. Aquariumpflege & Hygiene beachten
- Filter regelmäßig warten, aber nie komplett reinigen (sonst gehen wichtige Bakterien verloren).
- Bodengrund absaugen, um Futterreste und Kot zu entfernen.
- Keine Chemikalien oder Seifen beim Reinigen des Aquariums verwenden – nur Wasser oder spezielle Aquarienreiniger nutzen.
Wenn du diese Tipps beachtest, bleiben deine Fische gesund und das Aquarium stabil!
Geschlechtsauswahl bei unseren Fischen
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.