Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Interaquaristik Onlineshop

Asiatische Deckelröhren-Gliederspinne, Vinathela sp.

Tiefe Grabzone

Formstabiles Substrat ermöglicht eine sichere Wohnröhre.

Verdeckter Lauerjäger

Die Beute wird direkt am getarnten Röhreneingang erfasst.

Feucht, nicht nass

Gleichmäßige Bodenfeuchte trifft auf wirksame Belüftung.

Ruhige Einzelhaltung

Ein flaches, störungsarmes Becken schützt Tier und Bau.

Asiatische Deckelröhren-Gliederspinne, Vinathela sp.


Auf einen Blick: Asiatische Deckelröhren-Gliederspinne, Vinathela sp.
Deutscher Name:Asiatische Deckelröhren-Gliederspinne
Wissenschaftlich:Vinathela sp.
Synonyme:Asiatische Falltürspinne, Segmentierte Falltürspinne, Deckelröhrenspinne
Herkunft:Vietnam und China; genaue Art und Herkunft nicht bestimmt
Lebensweise:Bodenbewohnender Einzelgänger in einer selbst gegrabenen Deckelröhre
Aktivitätszeit:Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Lauerjäger
Haltungstyp:Flaches, ausbruchsicheres Feuchtterrarium mit tiefer Grabzone
Mindestgröße des Terrariums:Ab etwa 20 × 20 cm Grundfläche, überwiegend mit Substrat gefüllt
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:Mäßig warm und feucht; etwa 20–24 °C als vorsichtiger Richtwert
Bodengrund:Tief, grabfähig, formstabil und gleichmäßig leicht feucht
Verstecke und Gespinst:Seidenausgekleidete Erdröhre mit getarntem Klappdeckel
Futter:Passend große lebende Insekten und andere geeignete Futtertiere
Gift und Abwehrverhalten:Rückzug, Festhalten des Deckels und möglicher Abwehrbiss; keine Brennhaare
Körpergröße und Beinspannweite:Etwa 0,9–2,3 cm Körperlänge; Beinspannweite grob 3–5 cm, artabhängig
Lebenserwartung:Mehrjährig; für Gliederspinnen werden etwa 5–18 Jahre berichtet
Im Detail: Asiatische Deckelröhren-Gliederspinne, Vinathela sp.

Herkunft und Lebensraum von Asiatische Deckelröhren-Gliederspinne (Vinathela sp.)

Die Gattung Vinathela gehört zu den Gliederspinnen und ist in Teilen Vietnams und Chinas nachgewiesen. Zu ihr zählen derzeit mehrere beschriebene Arten, deren bekannte Fundgebiete unter anderem von vietnamesischen Waldregionen bis nach Hunan und Hongkong reichen. Die Tiere leben bodennah und sind eng an geeignete Kleinlebensräume mit grabfähiger Erde gebunden. Dort legen sie eine mit Seide ausgekleidete Wohnröhre an, deren Eingang durch einen gut getarnten, beweglichen Deckel verschlossen wird. Laub, Moos und feine Bodenteilchen lassen den Bau beinahe mit seiner Umgebung verschmelzen. Die Röhre dient zugleich als Rückzugsort, Jagdplatz und geschützter Raum für Häutung und Fortpflanzung. Viele Gliederspinnen besitzen kleine Verbreitungsgebiete und verbringen einen großen Teil ihres Lebens im selben Bau. Bei der Bezeichnung Vinathela sp. ist die genaue Art allerdings nicht festgelegt. Deshalb können weder ein einzelner Fundort noch ein bestimmtes lokales Klima verbindlich zugeordnet werden. Auch Angaben zu Temperatur, Endgröße und Lebenserwartung müssen als vorsichtige, an der Gattung beziehungsweise Familie orientierte Richtwerte verstanden werden. Für eine langfristig präzise Haltung sollte die Artbestimmung anhand verlässlicher Herkunftsdaten oder fachkundiger Untersuchung nachgeholt werden.

Lebensweise und Haltungstyp

Vinathela ist keine Vogelspinne, sondern eine bodenbewohnende Gliederspinne. Sie verbringt fast ihr gesamtes Leben in einer senkrechten bis schrägen Erdröhre und wartet direkt hinter dem Deckel auf Beute. Berührt ein geeignetes Futtertier die Umgebung des Eingangs, kann die Spinne blitzschnell hervorschnellen und es in den Bau ziehen. Außerhalb dieser kurzen Jagdmomente bleibt sie meist verborgen. Ein kaum sichtbares Tier ist daher nicht automatisch inaktiv oder schlecht eingewöhnt. Häufig zeigt erst ein sauber angelegter Deckel, dass der angebotene Boden angenommen wurde. Die Haltung erfolgt einzeln, da eine sichere Vergesellschaftung nicht belegt ist und Begegnungen mit Artgenossen zu Verletzungen führen können.

Terrarium

Für ein adultes Tier ist eine Grundfläche ab ungefähr 20 × 20 cm ein sinnvoller Ausgangspunkt. Wichtiger als große freie Laufstrecken ist eine tiefe, ungestörte Grabzone. Das Becken darf etwa 20–25 cm hoch sein, sollte jedoch zu einem großen Teil mit Substrat gefüllt werden. Zwischen Bodenoberfläche und Deckel bleibt nur wenig freie Höhe, damit ein Sturz nicht zu Verletzungen führt. Lüftungsflächen müssen feinmaschig und ausbruchsicher sein; Spalten an Türen, Kabelöffnungen und Schiebescheiben sind sorgfältig zu kontrollieren. Eine leichte Bodenneigung und ein vorgestochener Röhrenansatz unter einem Stück Kork oder festem Laub können den Baubeginn erleichtern.

Bodengrund, Einrichtung und Fallhöhe

Geeignet ist eine mindestens etwa 12–18 cm tiefe Mischung aus ungedüngter Erde, Lehm und weiteren strukturgebenden Bestandteilen. Sie muss sich verdichten lassen und eine Röhre dauerhaft tragen, ohne hart auszutrocknen oder schlammig zusammenzusacken. Sehr lockere Kokosfaser allein bietet häufig zu wenig Halt. Die unteren Schichten bleiben gleichmäßig leicht feucht, während die Oberfläche stellenweise etwas abtrocknen darf. Staunässe, vernässte Röhren und vollständig ausgetrocknete Erde sind zu vermeiden. Laubstreu, kleine Rindenstücke und etwas Moos schaffen Deckung und liefern Material für die Tarnung des Röhrendeckels. Scharfkantige Steine oder schwere Dekoration dürfen nicht untergraben und zum Einsturz gebracht werden können.

Klima und Beleuchtung

Da Vinathela sp. keine bestimmte Art und keinen gesicherten Fundort bezeichnet, sind Klimawerte nur als vorsichtige Orientierung zu verstehen. Für viele Tiere der Gattung ist ein mäßig warmer Bereich von ungefähr 20–24 °C mit einer leichten nächtlichen Absenkung plausibel. Längere Hitzephasen oberhalb von etwa 27 °C sollten vermieden werden. Die Luft darf mäßig bis deutlich feucht sein, entscheidender ist jedoch ein stabiler Feuchteverlauf im Boden. Eine Luftfeuchte von grob 70–85 % kann als Beobachtungsbereich dienen, darf aber nicht durch fehlende Belüftung erzwungen werden. Feuchte Erde und wirksame Querlüftung gehören zusammen. Eine punktuelle Beheizung von unten ist ungeeignet, weil sie den Rückzugsraum austrocknet und der Spinne die kühlere Bodenzone nimmt.

Fütterung und Wasserversorgung

Gefüttert werden lebende, passend dimensionierte Wirbellose wie kleine Grillen, Schaben oder andere kontrolliert gezüchtete Futterinsekten. Das Futter wird am besten in der Nähe des Röhrenrandes angeboten, damit seine Bewegung die Wahrnehmungsfäden beziehungsweise den Deckel erreicht. Ein kleines Beutetier alle ein bis zwei Wochen kann bei gut genährten adulten Exemplaren bereits ausreichen; Jungtiere benötigen entsprechend kleinere Portionen und meist kürzere Abstände. Die tatsächliche Häufigkeit richtet sich nach Körperzustand, Temperatur und Annahme. Nicht erbeutete Futtertiere und Reste werden zeitnah entfernt, besonders vor einer Häutung. Die Röhre darf dafür nicht aufgerissen werden. Eine sehr flache Wasserschale kann zusätzlich angeboten werden, ohne den Eingangsbereich zu überfluten.

Häutung

Die Häutung findet geschützt in der Wohnröhre statt. Zuvor kann Vinathela die Nahrungsaufnahme einstellen, den Deckel besonders fest schließen oder den Eingang von innen versiegeln. Diese Ruhephase darf nicht durch Öffnen des Baus kontrolliert werden. Futtertiere werden entfernt und die Bodenfeuchte möglichst gleichmäßig gehalten, ohne direkt in die Röhre zu sprühen. Auch nach der Häutung benötigt die Spinne Zeit, bis der neue Panzer und die Giftklauen ausgehärtet sind. Erst wenn der Eingang wieder genutzt wird und das Tier auf Reize am Deckel reagiert, sollte vorsichtig erneut gefüttert werden. Eine beschädigte oder geöffnete Röhre kann gerade während dieser empfindlichen Phase erhebliche Probleme verursachen.

Einzelhaltung und sicherer Umgang

Vinathela sollte nicht auf die Hand genommen werden. Das Tier ist klein, überraschend schnell und außerhalb seiner Röhre besonders schwer sicher zu kontrollieren. Zudem besteht bei Bedrängung ein Bissrisiko. Notwendiges Umsetzen gelingt am schonendsten mit einem Fangbecher, einem langen weichen Pinsel und einem vorbereiteten, ausbruchsicheren Behälter. Dabei wird niemals an den Beinen gezogen oder die Spinne aus ihrer Röhre herausgegraben. Muss das gesamte Becken gewechselt werden, lässt sich ein kompakter Bereich um den Bau möglichst geschlossen übertragen. Trotz der bodennahen Lebensweise ist die freie Fallhöhe gering zu halten, da ein Sturz den Hinterleib verletzen kann.

Geschlechtsunterschiede

Ausgewachsene Männchen sind meist schlanker und beweglicher als Weibchen. Ihre Pedipalpen tragen deutlich ausgebildete Begattungsorgane, während adulte Weibchen gewöhnlich kräftiger erscheinen und besonders standorttreu in ihrer Röhre bleiben. Junge Tiere lassen sich äußerlich nicht zuverlässig bestimmen. Bei Vinathela werden für eine belastbare Art- und Geschlechtsdiagnose häufig Merkmale der Geschlechtsorgane herangezogen. Farbe, Körperfülle oder Verhalten allein reichen daher nicht aus. Da die Eingabe keine konkrete Art bezeichnet, sind weitergehende geschlechtsspezifische Größen- oder Reifeangaben nicht sicher möglich.

Fortpflanzung

Eine Zucht sollte erst versucht werden, wenn Artzugehörigkeit, Geschlecht und Reife beider Tiere verlässlich geklärt sind. Das Männchen sucht zur Paarungszeit die Röhre des Weibchens auf; eine kontrollierte Zusammenführung erfordert ständige Beobachtung und die Möglichkeit, beide Tiere sofort zu trennen. Verletzungen oder das Erbeuten eines Partners können nicht ausgeschlossen werden. Das Weibchen legt den Eikokon geschützt im Bau an, weshalb Störungen, Umsetzen und starke Feuchteschwankungen während dieser Zeit zu vermeiden sind. Belastbare Angaben zu jahreszeitlichen Auslösern, Inkubationsdauer und Jungtierzahl lassen sich für ein unbestimmtes Vinathela-Exemplar nicht geben. Eine Verpaarung verschiedener Fundorte oder nur ähnlich aussehender Tiere ist aus fachlicher Sicht nicht zu empfehlen.

Größe und Lebenserwartung

Für die Gattung sind Körperlängen von ungefähr 9 bis 22 mm dokumentiert; einzelne beschriebene Exemplare erreichen etwa 23 mm. Je nach Art, Geschlecht und Körperhaltung ist grob mit einer Beinspannweite von etwa 3 bis 5 cm zu rechnen. Diese Spannweite ist ein vorsichtiger Haltungswert und kein sicheres Bestimmungsmerkmal. Weibchen wirken häufig kompakter, während reife Männchen längere Beine und einen schlankeren Hinterleib zeigen können. Da Vinathela sp. mehrere mögliche Arten umfasst, ist eine genauere Endgrößenangabe ohne Bestimmung nicht belastbar.

Gift, Brennhaare und Sicherheit

Bei Störung zieht sich Vinathela gewöhnlich tief in die Röhre zurück und kann den Deckel von innen festhalten. Wird das Tier bedrängt oder eingeengt, ist ein Abwehrbiss möglich. Gliederspinnen besitzen keine Brennhaare wie viele amerikanische Vogelspinnen. Für Vinathela liegen jedoch nur unzureichende Angaben zur Giftwirkung beim Menschen vor; ein Biss darf deshalb weder provoziert noch verharmlost werden. Direkter Kontakt wird vermieden, Kinder und Haustiere bleiben vom Terrarium fern. Nach einem Biss sind die Stelle zu reinigen und Beschwerden aufmerksam zu beobachten. Bei stärkeren Schmerzen, Schwellung, Kreislaufproblemen oder allergischen Reaktionen ist umgehend medizinische Hilfe erforderlich.

Nice-to-Know

Gliederspinnen gehören zu einer besonders ursprünglichen Linie heute lebender Spinnen. Auffällig sind die gegliedert wirkenden Rückenplatten des Hinterleibs und die weiter vorn liegenden Spinnwarzen. Anders als ein frei gespanntes Fangnetz dient ihre Seide vor allem dem Ausbau der Wohnröhre, dem beweglichen Deckel und der Wahrnehmung naher Beute. Gerade diese verborgene Lebensweise macht den Reiz der Haltung aus: Beobachtet werden weniger ausgedehnte Spaziergänge als vielmehr Baukunst, Tarnung und ein hoch spezialisiertes Lauerverhalten.

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


Fragen zum Artikel

Noch keine Fragen vorhanden.

Eigene Frage stellen

Die Antwort erscheint in der Regel etwa 30 Minuten nach Ihrer Frage.

Ähnliche Artikel

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Baumhöhlen-Krötenlaubfrosch, Trachycephalus resinifictrix

39,99 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Grüner Blattsteiger, Phyllobates aurotaenia

99,99 €*
%
5x Goldfisch im Mix, Carassius auratus (Kaltwasser)

29,99 €* 39,99 €* (25.01% gespart)

Durchschnittliche Bewertung von 4.9 von 5 Sternen

Amanogarnele, Caridina multidentata

Ab 1,59 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aulonocara spec. Dragon Blood albino, DNZ

18,99 €*

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bitterlingsbarbe, Rohanella titteya, ehem. Puntius titteya

Ab 3,59 €*
%
Tipp

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erbsenkugelfisch, Carinotetraodon travancoricus (Minifisch)

5,49 €* 7,49 €* (26.7% gespart)
%

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelbsaum-Prachtharnischwels, L81, Baryancistrus spec., 6-8 cm

62,99 €* 69,99 €* (10% gespart)
accordion

Häufige Fragen (FAQ)


 

Keine Suchergebnisse vorhanden.

Guten Tag!

Klicken Sie auf unsere Mitarbeiter zum Chatten oder mailen Sie an info@zierfisch365.de

avatar
avatar
Support Ramona
15144239870
Wir antworten werktags von 7.30-15.30 Uhr und oft auch darüber hinaus.
× whatsapp background preview