Algenfressende Krabbe, Percnon gibbesi
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Algenfressende Krabbe, Percnon gibbesi
| Deutscher Name: | Algenfressende Krabbe |
| Wissenschaftlich: | Percnon gibbesi |
| Synonyme: | Sally-Lightfoot-Krabbe, Nimble Spray Crab |
| Herkunft: | Warme Atlantik- und ostpazifische Küsten; heute auch im Mittelmeer. |
| Lebensweise: | Sehr flinke, flach gebaute Kletterkrabbe; weidet überwiegend Algen. |
| Riffaquarium-tauglich: | Bedingt geeignet; Verhalten gegenüber kleinen Tieren beobachten. |
| Verträglichkeit: | Einzeln oder sicher bestimmtes Paar; keine beliebige Gruppe. |
| Wasserwerte: | Salzgehalt 33–35 g/l, pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH. |
| Temperatur: | 24–26 °C, möglichst gleichmäßig. |
| Beckengröße: | Ab etwa 200 l, mit weiten Aufwuchsflächen und geschützten Spalten. |
| Futter: | Algenaufwuchs, passende Algenblätter und ergänzendes sinkendes Futter. |
| Maximale Größe: | Etwa 3–4 cm Panzermaß; mit Beinen ungefähr 10–12 cm Spannweite. |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
Herkunft und Lebensraum von Algenfressende Krabbe (Percnon gibbesi)
Percnon gibbesi besiedelt warme felsige Küsten und ist sowohl im Atlantik als auch im östlichen Pazifik verbreitet. Zusätzlich hat sich die Art im Mittelmeer ausgebreitet. Zwischen Steinen und größeren Blöcken findet die sehr flach gebaute Krabbe geschützte Zwischenräume und zahlreiche bewachsene Oberflächen. Ihre langen Beine ermöglichen schnelle Ortswechsel und einen festen Halt auf unregelmäßigem Untergrund. Gelbliche bis orangefarbene Ringe an den Gelenken und feine helle Zeichnungen heben sich von der bräunlichen Grundfarbe ab. Trotz der großen Spannweite wirkt der eigentliche Körper vergleichsweise klein. Ein wichtiger Teil der natürlichen Ernährung besteht aus Algen, die sie von erreichbaren Flächen abweidet. Für die Aquarienplanung ist deshalb ein ausgereifter Aufwuchs wichtiger als ein gerade erst aufgestellter Steinaufbau. Die Krabbe braucht ebenso ruhige Rückzugsplätze, in die sie bei Störung sofort verschwinden kann. Ihre Geschwindigkeit sollte nicht mit unbegrenzter Verträglichkeit verwechselt werden. Besonders das Verhältnis zu Artgenossen verlangt Aufmerksamkeit. Ein passendes Paar kann interessant zu beobachten sein, während eine zufällig zusammengestellte Gruppe erhebliche Konflikte auslösen kann.
Lebensweise und Verhalten
Die Krabbe hält sich am Boden und auf dem Riffaufbau auf und kann bei Störungen sehr schnell in Spalten verschwinden. Ihr flacher Körper passt auch in enge Zwischenräume. Eine ausbruchsichere Abdeckung und geschützte technische Öffnungen sind sinnvoll.
Eignung für das Riffaquarium
Die Art kann in ein passend eingerichtetes Riffaquarium passen, bleibt aber vorsichtig als bedingt geeignet einzuordnen. Berichte über Verhalten gegenüber kleinen Fischen und Wirbellosen unterscheiden sich. Beobachten Sie vor allem größere Tiere; reine Algenfütterung ist keine Garantie, dass jeder Mitbewohner unbehelligt bleibt.
Vergesellschaftung
Einzelhaltung ist überschaubar; für Paarhaltung müssen die Geschlechter verlässlich bestimmt sein. Gleichgeschlechtliche Tiere können sich heftig bis tödlich bekämpfen. Eine zufällige Gruppe ist daher nicht zu empfehlen. Auch ein Paar braucht mehrere getrennt nutzbare Verstecke.
Wasserwerte und Temperatur
Eine gleichmäßige tropische Pflege bei ungefähr 24–26 °C, 33–35 g/l Salzgehalt, pH 8,1–8,4 und KH 7–10 °dKH ist eine Aquarienorientierung. Das weite natürliche Verbreitungsgebiet bedeutet nicht, dass plötzliche Schwankungen im Aquarium unproblematisch wären.
Aquarium und Einrichtung
Planen Sie ab etwa 200 Litern mit großzügigen, nicht vollständig von Korallen bedeckten Steinflächen. Kleine Verstecke sollten über den Aufbau verteilt sein. Die große Beinspannweite und der Bewegungsradius verlangen mehr Platz, als die geringe Panzergröße erwarten lässt.
Fütterung
Algenaufwuchs bildet die Grundlage. Ergänzen Sie bei geringem Angebot geeignete marine Algenblätter und sinkendes Algenfutter; kleine passende Frostfutteranteile können dazukommen. Die Art ist kein garantiertes Mittel gegen jede Problemalge. Entfernen Sie nicht gefressene Zusatzportionen rechtzeitig.
Häutung
Die Krabbe zieht sich zum Häuten zurück und ist danach zunächst weich. Lassen Sie das Versteck ungestört und verhindern Sie Übergriffe durch Artgenossen. Bei häufiger Verfolgung muss die Vergesellschaftung überprüft werden; zusätzliche Futtergaben lösen nicht jeden Revierkonflikt.
Eingewöhnung
Gleichen Sie Temperatur und Salzgehalt allmählich an, beispielsweise mit einer überwachten Tropfmethode. Wegen der schnellen Bewegungen sollte das Gefäß sicher abgedeckt sein. Setzen Sie die Krabbe bei gedämpftem Licht nahe einer erreichbaren Spalte ein.
Endgröße und Lebenserwartung
Der Panzer erreicht etwa 3–4 cm; mit den langen Beinen liegt die Spannweite ungefähr bei 10–12 cm. Die Liefergröße ist daher kein Maß für den später nötigen Bewegungsraum. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Tiergruppe: | Krebse & Einsiedler |
|---|---|
| Riffverträglichkeit: | Mit Einschränkungen |
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C |
| Endgröße: | über 10 bis 20 cm |
| Haltungsform: | Einzelhaltung |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
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Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.