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Afzelius-Speerblatt, Anubias afzelii, Topfpflanze
| Deutscher Name: | Afzelius-Speerblatt |
| Botanisch: | Anubias afzelii |
| Synonyme: | Speerblatt, Anubias congensis (Handelsname) |
| Herkunft: | Westafrika: Senegal, Guinea, Sierra Leone, Mali |
| Standort: | Mittel- und Hintergrund, Solitär |
| Lichtbedarf: | Niedrig bis hoch |
| pH-Bereich: | 6,0 – 8,5 |
| Wasserhärte: | Weich bis hart (0 – 15 °dKH) |
| Wasser-Temperatur: | 12 – 30 °C, ideal 22 – 26 °C |
| Düngung: | Sparsam, Volldünger |
| CO₂-Zugabe: | Nicht nötig, fördert den Wuchs |
| Vermehrung: | Rhizomteilung, Tochterpflanzen |
| Wachstum: | Langsam |
| Erreichbare Höhe: | Im Aquarium etwa 30 – 40 cm |
| Lieferung als: | Topfpflanze (5-cm-Topf) |
Herkunft von Afzelius-Speerblatt (Anubias afzelii)
Das Afzelius-Speerblatt, botanisch Anubias afzelii, gehört zur Familie der Aronstabgewächse und stammt aus Westafrika. Es kommt in Senegal, Guinea, Sierra Leone und Mali vor und wächst dort an sonnigen bis schattigen Ufern von Flüssen und Bächen, häufig in dichten Gruppen. Während der Regenzeit stehen die Pflanzen oft lange unter Wasser, in der Trockenzeit wachsen sie als Sumpfpflanzen über der Wasserlinie weiter. Anubias afzelii zählt zu den größeren Arten der Gattung: In der Natur kann die Landform bis zu einem Meter hoch werden und ein kräftiges, bis zu vier Zentimeter dickes Rhizom bilden. Die lanzettlichen bis ovalen Blattspreiten erreichen dort über 40 Zentimeter Länge. In Kultur bleiben die Pflanzen deutlich kleiner. Anders als die meisten großen Anubias-Arten, die vor allem emers im Paludarium gedeihen, lässt sich dieses Speerblatt auch dauerhaft untergetaucht pflegen. Im Handel wird die Art gelegentlich unter dem Namen Anubias congensis angeboten, der botanisch jedoch zu einer anderen Art gehört. Mit seinen robusten, mittelgrünen Blättern ist das Afzelius-Speerblatt eine langlebige Solitärpflanze für größere Aquarien.
Optimale Standorte im Aquarium
Wegen seiner Größe gehört das Afzelius-Speerblatt in den Mittel- oder Hintergrund größerer Aquarien, wo es als markanter Solitär wirkt. Das Rhizom darf nicht im Bodengrund vergraben werden; es wird entweder flach auf den Boden gesetzt oder mit Faden an Wurzeln und Steinen befestigt. Durch die festen Blätter eignet es sich gut für Becken mit Buntbarschen und anderen grabenden oder pflanzenfressenden Fischen.
Lichtbedarf
Das Speerblatt kommt mit wenig bis viel Licht zurecht. An schattigeren Plätzen bleiben die Blätter sauberer, unter sehr starkem Licht neigen die langsam wachsenden Blätter eher zu Algenbewuchs.
Haltung und Pflege im Aquarium
Die Pflege ist sehr einfach. Wichtig ist nur, das Rhizom frei zu lassen, damit es nicht fault. Ältere oder veralgte Blätter können direkt am Rhizom abgeschnitten werden. Weil die Pflanze sehr langsam wächst, sollte man sie nach dem Einsetzen möglichst ungestört lassen.
Düngung
Anubias sind genügsam. Eine sparsame Versorgung mit einem Volldünger reicht aus; die Nährstoffe werden überwiegend über Blätter und Wurzeln aus dem Wasser aufgenommen. Richtwerte sind etwa 10 bis 50 mg/l Nitrat und 5 bis 30 mg/l Kalium.
Zusätzliche CO₂-Versorgung
Eine CO2-Zugabe ist nicht nötig. Mit 5 bis 40 mg/l CO2 wächst das Speerblatt jedoch etwas zügiger und bildet kräftigere Blätter.
Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt durch Teilung des Rhizoms oder durch Abtrennen von Tochterpflanzen. Jedes Teilstück sollte mehrere Blätter besitzen, damit es gut weiterwächst.
Wachstumsgeschwindigkeit
Das Afzelius-Speerblatt wächst langsam über ein kriechendes Rhizom, aus dem nach und nach neue, lanzettliche Blätter an langen Stielen austreiben.
Endgröße
Im Aquarium wird die Pflanze meist etwa 30 bis 40 Zentimeter hoch und ebenso breit. Emers kann sie deutlich größer werden.
Lieferung als Topfpflanze
Die Pflanze kommt im Topf mit Steinwolle. Vor dem Einsetzen den Topf entfernen und die Steinwolle vorsichtig von den Wurzeln lösen, ohne das Rhizom zu beschädigen. Lange Wurzeln können etwas eingekürzt werden. Anschließend die Pflanze so setzen, dass nur die Wurzeln im Bodengrund stecken und das Rhizom frei aufliegt, oder sie mit Faden auf einer Wurzel oder einem Stein befestigen. Einzelne Überwasserblätter können in den ersten Wochen absterben, während sich die Pflanze umstellt.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen, Zimmertemperatur (19-21°C) - kein Heizer in beheizten Räumen |
|---|---|
| Wasserhärte: | weich bis hart (Pflanzenangabe) |
| Pflegeanspruch: | Pflegeleicht |
| Lichtbedarf: | Gering bis hoch |
| CO₂-Zufuhr: | Nicht erforderlich |
| Pflanzentyp: | Aufsitzerpflanze |
| Aquarienposition: | Mittelgrund, Hintergrund |
| Aquarientemperatur: | Geeignet bei 18 °C, Geeignet bei 20 °C, Geeignet bei 22 °C, Geeignet bei 24 °C, Geeignet bei 26 °C, Geeignet bei 28 °C, Geeignet bei 30 °C |
| Wachstumsgeschwindigkeit: | Langsam |
| Wuchshöhe: | Hoch (21–40 cm) |
| Lieferform: | Topf |
| pH-Wert: | 6–8,5 |
| Karbonathärte KH: | 0–15 °dKH |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie Aquarienpflanzen einpflanzen?
Die Vorgehensweisen beim Einpflanzen von Bund- und Topfpflanzen für das Aquarium unterscheiden sich nicht sehr. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Entfernen Sie den Bund oder den Topf.
- Entfernen Sie auch ggf. das Material, in das die Topfpflanzen eingewurzelt sind.
- Bei den Bundpflanzen entfernen Sie ggf. auch das Schaumstoffband, das die Wurzeln umgibt.
- Spülen Sie die neuen Pflanzen gut ab.
- Entfernen Sie ggf. beschädigte Blätter und Triebe mit einer Schere.
- Kürzen Sie die Wurzel um etwa 1/3 ein.
- Die Triebe/Stengel der Bundpflanzen können Sie vereinzeln.
- Bilden Sie mit Ihren Fingern oder einem Aquarium-Pflanzspatel ein Pflanzloch in Ihrem Aquarium-Bodengrund.
- Pflanzen sie die Pflanzen so tief ein, dass das "Herz" der Pflanze nicht vom Bodengrund bedeckt wird. Also nie so tief einpflanzen, dass man den Ursprung der Triebe nicht mehr sehen kann. Eine Pinzette kann dabei hilfreich sein!
- Drücken Sie nach dem Einpflanzen den Bodengrund rings um die frisch eingepflanzte Aquarienpflanze leicht an oder verwenden Sie für den besseren Halt eine Pflanzenklammer.