Acropora-Steinkoralle „Neongrün“ (Nachzucht), Acropora tumida, Größe S–M
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Acropora-Steinkoralle „Neongrün“ (Nachzucht), Acropora tumida, Größe S–M
| Deutscher Name: | Acropora-Steinkoralle „Neongrün“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Acropora tumida |
| Synonyme: | Enzmann-Acropora, Enzmann-Steinkoralle, Kleinpolypige Steinkoralle, Acropora Neongrün, Tumida Acro |
| Herkunft: | Westpazifik von Südchina und Japan bis Indonesien und Nordaustralien; hier als Nachzucht-Ableger |
| Korallengruppe: | Kleinpolypige Steinkoralle (SPS), verzweigt wachsend, mit Zooxanthellen |
| Lichtbedarf: | Sehr hoch, etwa 250 bis 400 PAR, langsam steigern |
| Strömung: | Kräftig, wechselnd und turbulent, kein Dauerstrahl |
| Wasserwerte: | Dichte 1,025–1,026, pH 8,1–8,4, KH 7–9 °dH, Ca 420–450 mg/l, Mg 1250–1350 mg/l, NO3 2–10 mg/l, PO4 0,02–0,08 mg/l |
| Temperatur: | 24–27 °C, dauerhaft über 29 °C vermeiden |
| Platzierung: | Oberes bis mittleres Riffdrittel, frei umströmt, mit Abstand zu Nachbarn |
| Ernährung: | Überwiegend Photosynthese, ergänzend feines Plankton- und Staubfutter |
| Wachstum: | Mittel bis zügig, bildet unregelmäßige, kräftige Äste |
| Schwierigkeitsgrad: | Anspruchsvoll, für erfahrene Riffaquarianer |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Acropora-Steinkoralle „Neongrün“ (Nachzucht) (Acropora tumida)
Acropora tumida ist eine riffbildende Steinkoralle aus der Familie Acroporidae, die im tropischen Westpazifik zu Hause ist. Nachgewiesen ist sie unter anderem an den Küsten Südchinas und Hongkongs, um Taiwan und die Ryukyu-Inseln, in Vietnam, Thailand, Malaysia, Singapur und Brunei, auf den Philippinen, in Indonesien bis Timor sowie im Norden Australiens. Sie besiedelt vor allem flache, gut durchlichtete Riffbereiche in wenigen Metern Tiefe, kommt aber auch etwas tiefer vor. In der Natur bildet sie Kolonien mit unregelmäßigen bis fast massiven Basen, aus denen unregelmäßige, kräftige Äste wachsen; daraus können dichte Bestände von mehreren Metern Durchmesser entstehen. Die kleinen Axialkorallite an den Astspitzen und die anliegenden, dicklippigen Radialkorallite geben den Ästen ihre typische, leicht raue Oberfläche. Wildkolonien sind meist dunkelgrün oder bräunlich gefärbt. Wie alle Steinkorallen steht die Art im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens, und die Bestände gelten durch Erwärmung und Korallenbleiche als stark gefährdet. Umso sinnvoller ist die Pflege von Nachzuchten: Dieses Tier stammt nicht aus dem Riff, sondern aus einer Aquarienzucht, in der Ableger von Mutterkolonien abgetrennt und unter Aquarienbedingungen herangezogen werden. Solche Nachzuchten sind an Kunstlicht, Fertigsalz und die Bedingungen im Riffaquarium bereits gewöhnt. Die Bezeichnung „Neongrün“ ist ein Handelsname für eine kräftig leuchtend grün gefärbte Linie und keine eigene Art. Taxonomisch ist die Abgrenzung von Acropora tumida zu nahe verwandten Arten wie Acropora valida in der Fachliteratur nicht ganz einheitlich.
Haltung im Riffaquarium
Acropora tumida gehört zu den Steinkorallen, die vor allem Stabilität belohnen. Entscheidend sind gleichbleibende Karbonathärte, ein ausgewogenes Verhältnis von Calcium und Magnesium und niedrige, aber nicht vollständig auf null gesenkte Nährstoffe. Schwankungen der KH um mehr als etwa 0,5 °dH am Tag führen häufig zu hellen Spitzen oder Gewebeverlust. Ein eingefahrenes, mindestens ein Jahr altes Riffaquarium mit zuverlässiger Versorgung über Kalkreaktor oder Balling-Methode ist die beste Grundlage. Regelmäßige Teilwasserwechsel von etwa fünf bis zehn Prozent pro Woche helfen, Spurenelemente aufzufrischen und unerwünschte Stoffe zu verdünnen. Kristallklares Wasser, etwa mit Aktivkohle, unterstützt die Lichtausbeute. Die leuchtend grüne Färbung bleibt bei hoher Lichtintensität mit gutem Blauanteil und stabilen Werten am besten erhalten; bei zu hohen Nährstoffen dunkelt das Gewebe eher nach.
Licht, Strömung und Platzierung
Der Ableger gehört in das obere bis mittlere Drittel des Riffaufbaus, an eine Stelle mit kräftiger, wechselnder Strömung, die die Koralle von allen Seiten umspült, ohne sie dauerhaft frontal anzublasen. Zu Beginn wird er etwas tiefer oder im Halbschatten platziert und über zwei bis drei Wochen schrittweise höher gesetzt oder das Licht langsam gesteigert. Der Sockel wird mit Korallenkleber oder Epoxidmasse fest auf stabilem Gestein fixiert, damit er nicht kippt. Zu anderen Steinkorallen sind einige Zentimeter Abstand sinnvoll, zu großpolypigen Korallen mit langen Nesselfäden und zu stark wüchsigen Weichkorallen deutlich mehr. Rund um die Basis sollte sich kein Mulm absetzen.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfehlenswert sind eine Dichte von 1,025 bis 1,026 bei 25 °C (etwa 35 Promille Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,1 bis 8,4 und eine Karbonathärte von 7 bis 9 °dH, die möglichst konstant gehalten wird. Calcium sollte bei 420 bis 450 mg/l liegen, Magnesium bei 1250 bis 1350 mg/l. Nitrat zwischen etwa 2 und 10 mg/l und Phosphat zwischen etwa 0,02 und 0,08 mg/l haben sich bewährt; völlig nährstofffreies Wasser führt eher zu blassem Gewebe. Die Temperatur liegt idealerweise bei 24 bis 27 °C; längere Phasen über 29 °C oder unter 20 °C können zum Ausbleichen führen.
Ernährung und Fütterung
Den größten Teil ihrer Energie bezieht die Koralle über die eingelagerten Zooxanthellen, also über Licht. Zusätzlich fängt sie mit ihren kleinen Polypen feinste Partikel aus dem Wasser. Eine ergänzende Gabe von Staubfutter, Rotatorien, Copepoden-Nauplien oder Aminosäuren ein- bis dreimal pro Woche kann Wachstum und Färbung unterstützen. Dabei sparsam dosieren und die Pumpen kurz drosseln, damit das Futter die Polypen erreicht, ohne die Nährstoffwerte zu stark anzuheben.
Wachstum und Vermehrung
Unter passenden Bedingungen wächst Acropora tumida im Aquarium mittelschnell bis zügig. Ein frisch gesetzter Ableger überwächst zunächst den Sockel und bildet dann neue Astansätze, aus denen sich nach und nach eine verzweigte, buschige Kolonie entwickelt. In der Natur erreichen Kolonien mehrere Dezimeter bis über einen Meter Ausdehnung; im Aquarium lässt sich die Größe durch regelmäßiges Abtrennen von Ästen gut steuern. Stabile KH- und Calciumwerte sind die Voraussetzung für ein gleichmäßiges Skelettwachstum.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die Koralle ist gegenüber Nachbarn eher zurückhaltend, besitzt aber kurze Nesselfäden und kann bei direktem Kontakt anderes Gewebe schädigen; umgekehrt ist sie selbst empfindlich gegenüber stark nesselnden LPS-Korallen und Weichkorallen mit Hemmstoffen. Riffsichere Fische, Garnelen und Schnecken sind gute Mitbewohner. Korallenfressende Fische wie viele Falterfische sowie manche Großkaiserfische sind ungeeignet. Neue Acropora-Ableger sollten vor dem Einsetzen auf Acropora-Plattwürmer und Rote Acropora-Krebschen kontrolliert und gegebenenfalls gedippt werden.
Eingewöhnung
Den Beutel nach dem Auspacken zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarium oder einem Gefäß mit Aquarienwasser schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Anschließend den Ableger mit dem Transportwasser in ein sauberes Gefäß geben und über 30 bis 60 Minuten tröpfchenweise Aquarienwasser zulaufen lassen (Tropfmethode), bis Salzgehalt und pH-Wert angeglichen sind. Danach die Koralle ohne Transportwasser einsetzen, zunächst eher schattiger platzieren und das Licht über zwei bis drei Wochen langsam steigern. Ein vorsorgliches Korallendip vor dem Einsetzen ist bei Acropora empfehlenswert.
Lieferung
Sie erhalten eine Nachzucht als Ableger auf einem Sockel beziehungsweise Gesteinsstück. Die Angabe S–M im Artikelnamen ist eine Größenklasse und steht für einen kleinen bis mittelgroßen Ableger, keine genaue Zentimeterangabe. Da es sich um ein natürlich gewachsenes Lebewesen handelt, können Astzahl, Wuchsform und Farbton vom Beispielbild abweichen; die leuchtend grüne Färbung kann sich nach dem Umsetzen je nach Licht und Wasserwerten in den ersten Wochen etwas verändern.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.