Acropora-Steinkoralle „Grün“ (Nachzucht), Acropora humilis, Größe S–M
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Acropora-Steinkoralle „Grün“ (Nachzucht), Acropora humilis, Größe S–M
| Deutscher Name: | Acropora-Steinkoralle „Grün“ (Nachzucht) |
| Wissenschaftlich: | Acropora humilis |
| Synonyme: | Grüne Humilis, Green Humilis Acropora, Finger-Acropora, Fingerkoralle, SPS-Koralle |
| Herkunft: | Indopazifik vom Roten Meer bis zu den Pitcairninseln; dieses Tier ist eine Nachzucht |
| Korallengruppe: | Kleinpolypige Steinkoralle (SPS), fingerförmig mit dicken Ästen |
| Lichtbedarf: | Stark, als Richtwert etwa 250 bis 350 PAR, nach Gewöhnung auch mehr |
| Strömung: | Kräftig und wechselnd |
| Wasserwerte: | Dichte 1,025–1,026, pH 8,0–8,4, KH 7–10 °dH, Calcium 400–450 mg/l, Magnesium 1.300–1.400 mg/l, Nitrat und Phosphat niedrig, aber messbar |
| Temperatur: | 24–27 °C |
| Platzierung: | Obere Beckenhälfte, frei angeströmt |
| Ernährung: | Photosynthetisch über Zooxanthellen, ergänzend Phyto- und Zooplankton |
| Wachstum: | Kompakt, mit dicken, sich zur Spitze verjüngenden Fingerästen |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel bis anspruchsvoll, braucht viel Licht und stabile Werte |
| Lieferform: | Größe S–M |
Herkunft von Acropora-Steinkoralle „Grün“ (Nachzucht) (Acropora humilis)
Acropora humilis gehört zur Familie Acroporidae und wurde 1846 von James Dwight Dana beschrieben. Die Art ist eine der typischen Korallen flacher, exponierter Riffe und im Indopazifik sehr weit verbreitet: Ihr Areal reicht vom Roten Meer und dem Golf von Aden über den Indischen Ozean, Südostasien, Australien und Japan bis zu den Nordwestlichen Hawaii-Inseln und den Pitcairninseln. Sie besiedelt Riffdächer und obere Riffhänge, die der Brandung ausgesetzt sind, meist in nur etwa drei bis zwölf Metern Tiefe, und kann dort häufig bis bestandsbildend auftreten. Die Kolonien wachsen fingerförmig: Dicke Äste verjüngen sich zu großen, kuppelförmigen Endkelchen, an ihrer Basis sitzen oft kleine Seitenäste. Die Seitenkelche treten in zwei Größen auf, die größeren stehen in Reihen. Wildkolonien sind sehr variabel gefärbt, meist creme, braun, violett oder blau mit blauen oder cremefarbenen Spitzen. Die hier angebotene Farbform ist kräftig grün gefärbt. Wissenschaftlich wird Acropora humilis inzwischen als Artenkomplex betrachtet, der womöglich mehrere eng verwandte Linien umfasst. Bei diesem Tier handelt es sich um eine Nachzucht, nicht um einen Wildfang. Die IUCN führt die Art als stark gefährdet, und wie alle Steinkorallen steht sie im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
Haltung im Riffaquarium
Als Bewohnerin flacher, lichtdurchfluteter Riffbereiche braucht die grüne Humilis viel Licht und eine kräftige Wasserbewegung. Sie passt am besten in ein eingefahrenes Riffaquarium mit stabiler Karbonathärte und gleichmäßiger Versorgung mit Calcium und Magnesium. Die dicken Äste sind mechanisch robuster als die feinen Zweige vieler anderer Acropora, empfindlich bleibt die Art aber gegenüber Schwankungen der Wasserwerte und Temperaturspitzen. Eine blasse oder bräunliche Färbung ist oft ein Zeichen für zu wenig Licht oder ungünstige Nährstoffe.
Licht, Strömung und Platzierung
Ihren Endplatz findet die Koralle in der oberen Beckenhälfte, wo sie viel Licht und eine kräftige, wechselnde Strömung von mehreren Seiten erhält. Die Basis wird mit Korallenkleber oder Epoxidmasse fest auf dem Gestein fixiert. Weil die Fingeräste mit der Zeit einen kompakten Stock bilden, sollten rundum etwa zehn bis 15 Zentimeter Abstand zu anderen Korallen bleiben.
Wasserwerte und Spurenelemente
Empfohlen werden eine Dichte von 1,025 bis 1,026 (rund 34 bis 35 Promille Salzgehalt), ein pH-Wert von 8,0 bis 8,4, eine Karbonathärte von 7 bis 10 °dH, Calcium zwischen 400 und 450 mg/l sowie Magnesium zwischen 1.300 und 1.400 mg/l. Die Temperatur liegt am besten bei 24 bis 27 °C. Nitrat im Bereich von etwa 1 bis 10 mg/l und Phosphat um 0,02 bis 0,08 mg/l bilden einen guten Rahmen. Neben Calcium, Karbonat und Magnesium profitieren Acropora von einer Versorgung mit Spurenelementen wie Strontium und Jod; alle Werte sollten regelmäßig gemessen und gleichmäßig ergänzt werden.
Ernährung und Fütterung
Den größten Teil ihres Energiebedarfs deckt die Koralle über die Zooxanthellen in ihrem Gewebe. Zusätzlich profitiert sie von feinem Phyto- und Zooplankton, das ein- bis zweimal pro Woche in kleinen Mengen in die Strömung gegeben werden kann. Zu reichliches Füttern belastet die Wasserqualität; ein gesunder Fischbesatz liefert ohnehin einen Teil der Nährstoffe.
Wachstum und Vermehrung
Acropora humilis wächst kompakt und bildet aus einem kleinen Ableger nach und nach einen strauchartigen Stock aus dicken, fingerartigen Ästen. In der Natur bleiben die einzelnen Äste meist unter 20 Zentimeter lang. Im Riffaquarium wächst die Art unter guten Bedingungen schneller als die meisten anderen Korallen; abgebrochene Äste lassen sich als Ableger weitervermehren.
Abstand und Verträglichkeit mit Nachbarkorallen
Die Polypen nesseln nur schwach, die Koralle wird aber leicht von nesselstarken Großpolypigen, Weichkorallen oder Anemonen geschädigt. Mit den meisten riffgeeigneten Fischen und Wirbellosen ist sie gut vergesellschaftbar; korallenfressende Fische wie viele Falterfische sind ungeeignet.
Eingewöhnung
Nach dem Auspacken wird der Ableger im Transportwasser langsam an Temperatur und Salzgehalt des Aquariums angeglichen, am besten mit der Tropfmethode über etwa 30 bis 60 Minuten. Danach kommt er zunächst in die untere bis mittlere Beckenhälfte, wo das Licht deutlich schwächer ist als am späteren Endplatz. Über zwei bis vier Wochen wird er dann schrittweise höher gesetzt oder die Beleuchtung langsam gesteigert. Wer zu schnell vorgeht, riskiert ausbleichende Spitzen oder Gewebeverlust; Geduld zahlt sich bei Acropora besonders aus.
Lieferung
Geliefert wird ein Ableger aus Nachzucht in der Größenklasse S–M, also ein kleiner bis mittlerer Ableger, wie er bei Steinkorallen üblich ist. Form und Zahl der Äste können von Tier zu Tier etwas abweichen, und der genaue Grünton kann leicht variieren. Direkt nach dem Transport wirkt die Färbung oft noch etwas blasser und entwickelt sich erst nach der Eingewöhnung unter passendem Licht vollständig. Die Koralle wird sorgfältig im Beutel mit Meerwasser verpackt.
| Tiergruppe: | Korallen |
|---|---|
| Wassertemperatur: | 24 °C, 25 °C, 26 °C, 27 °C |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.