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Zweifarben-Schwalbenschwanz, Chromis dimidiata

Markante Zweifarbigkeit

Vorn schokoladenbraun, hinten leuchtend weiß mit scharfer Grenze

Voll riffgeeignet

Lässt Korallen, Garnelen und andere Wirbellose völlig in Ruhe

Aus dem Roten Meer

Endemische Art der Lagunen und Außenriffe des Roten Meeres

Einfach zu füttern

Nimmt Artemia, Cyclops, Mysis und Flockenfutter gern an

Zweifarben-Schwalbenschwanz, Chromis dimidiata


Auf einen Blick: Zweifarben-Schwalbenschwanz, Chromis dimidiata
Deutscher Name:Zweifarben-Schwalbenschwanz
Wissenschaftlich:Chromis dimidiata
Synonyme:Zweifarben-Schwalbenschwänzchen, Zweifarbiger Riffbarsch, Schokoladen-Chromis, Chocolatedip Chromis, Half-and-half Chromis
Herkunft:Rotes Meer, Lagunen- und Außenriffe in 1 bis 36 m Tiefe
Riffaquarium-tauglich:Geeignet – frisst weder Korallen noch Garnelen oder Wirbellose
Verträglichkeit:Lebhaft, mit zunehmendem Alter revierbildend; Gruppe nur in großen Becken
Wasserwerte:Dichte 1,023–1,025 (Salinität ca. 33–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 7–10 °dKH
Temperatur:24–28 °C
Beckengröße:Ab etwa 300 Liter mit viel Schwimmraum und Felsspalten
Futter:Planktonfresser: Mysis, Artemia, Cyclops, Copepoden und Flockenfutter
Schwierigkeitsgrad:Leicht bis mittel, abhängig von Beckengröße und Besatz
Geschlechts-Unterschiede:Äußerlich nicht sicher zu unterscheiden
Zucht möglich:Männchen bewachen und befächeln das Gelege; Aufzucht sehr schwierig
Maximale Größe:Bis etwa 9 cm
Liefergröße:ca. 5,0-6,0 cm
Im Detail: Zweifarben-Schwalbenschwanz, Chromis dimidiata

Herkunft von Zweifarben-Schwalbenschwanz (Chromis dimidiata)

Der Zweifarben-Schwalbenschwanz ist ein echter Bewohner des Roten Meeres und dort an nahezu jedem Riff zu finden. Er lebt sowohl in geschützten Lagunen als auch an den Außenriffen und hält sich vor allem über den Riffdächern und an den oberen Hängen auf. Nachgewiesen ist die Art in Tiefen von etwa einem bis 36 Metern. Häufig stehen große Gruppen dicht über den Korallen im Freiwasser und fangen dort Zooplankton aus der Strömung, ältere Tiere werden aber auch einzeln in Bodennähe beobachtet. Unverwechselbar ist die Färbung: Die vordere Körperhälfte ist schokoladenbraun bis fast schwarz, die hintere Hälfte samt Schwanzflosse leuchtend weiß, wobei die Grenze zwischen beiden Farben auffallend scharf und gerade verläuft. Lange Zeit wurden auch ähnlich gefärbte Tiere aus dem Indischen Ozean, etwa von den Malediven oder aus Mauritius, dieser Art zugeordnet. Seit 2013 gelten diese jedoch als eigene Art, die heute Pycnochromis fieldi heißt und eine eher geschwungene Farbgrenze zeigt. Die Art ist in ihrem Lebensraum häufig und gilt als nicht gefährdet.

Eignung für das Riffaquarium

Der Zweifarben-Schwalbenschwanz ist riffgeeignet. Er lässt Stein- und Weichkorallen, Anemonen, Garnelen, Krebse und Schnecken in Ruhe und nutzt verzweigte Korallen und Felsspalten lediglich als Unterschlupf. Probleme entstehen eher mit kleinen, zurückhaltenden Fischen, die er aus seinem Revier drängen kann, nicht mit Wirbellosen.

Vergesellschaftung und Verhalten

Jungtiere sind noch recht verträglich, mit dem Heranwachsen entwickeln sich die Tiere jedoch zu flinken und deutlich revierbezogenen Riffbarschen. Im Aquarium kann ein einzelnes Tier das halbe Becken für sich beanspruchen und kleine, friedliche Fische wie andere Chromis-Arten oder kleine Schleimfische bedrängen. Eine Gruppe ist nur in großen Becken mit vielen Sichtbarrieren ratsam und sollte möglichst gleichzeitig eingesetzt werden. Gut vergesellschaften lässt sich die Art mit robusten Mitbewohnern ähnlicher oder etwas größerer Größe, etwa Doktorfischen, Lippfischen oder Zwergkaiserfischen. Sehr scheue oder deutlich kleinere Fische sollten nicht mit ihr kombiniert werden.

Wasserwerte und Temperatur

Als Riffbewohner benötigt die Art stabile Meerwasserbedingungen: Dichte 1,023 bis 1,025 bei 25 °C, entsprechend etwa 33 bis 35 Promille Salzgehalt, pH-Wert 8,1 bis 8,4, Karbonathärte 7 bis 10 °dKH und eine Temperatur von 24 bis 28 °C. Niedrige Nitrat- und Phosphatwerte, gute Strömung und ein leistungsfähiger Abschäumer sind empfehlenswert.

Aquarium und Einrichtung

Für ein einzelnes Tier oder ein Paar empfehlen wir ein Riffaquarium ab etwa 300 Litern. Der Zweifarben-Schwalbenschwanz ist ein schneller, ausdauernder Schwimmer und braucht ausreichend freien Schwimmraum vor dem Riffaufbau. Gleichzeitig sollten Felsspalten und verzweigte Korallen als Rückzugsorte vorhanden sein, damit sich Revierstreitigkeiten entschärfen.

Futter und Futterumstellung

Im Aquarium ist die Art meist unkompliziert und nimmt Frostfutter wie Artemia, Mysis, Cyclops und Copepoden ebenso an wie Flocken- und feines Granulatfutter. Einzelne Tiere bevorzugen anfangs kleinere Futterpartikel. Da der Planktonfresser in der Natur über den Tag verteilt frisst, sind zwei bis drei kleine Portionen täglich ideal.

Eingewöhnung

Den geschlossenen Transportbeutel zunächst etwa 15 bis 20 Minuten im Aquarium schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach Beckenwasser mit der Tropfmethode über 30 bis 60 Minuten zugeben, bis Salzgehalt und pH-Wert angeglichen sind. Den Fisch anschließend ohne Transportwasser einsetzen und die Beleuchtung einige Stunden gedimmt lassen. Bei bereits vorhandenen territorialen Fischen hilft es, die Dekoration leicht umzustellen.

Geschlechtsunterschiede

Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht sicher zu unterscheiden. Zur Laichzeit wirken Weibchen etwas fülliger, und Männchen verteidigen einen kleinen Laichplatz.

Zucht

Wie andere Riffbarsche legt die Art am Boden haftende Eier, die vom Männchen bewacht und mit den Flossen befächelt werden. Zur Laichzeit bilden sich Paare. Nachzuchten werden im Handel bislang nicht angeboten, da die Aufzucht der winzigen Larven mit lebendem Plankton sehr aufwendig ist.

Endgröße und Lebenserwartung

Der Zweifarben-Schwalbenschwanz erreicht eine Gesamtlänge von etwa 8 bis 9 cm. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.

Temperaturbereiche: Warm (24-26°C) - heizen

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Häufige Fragen (FAQ)


 

Wie werden Meerwassertiere versendet?

Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.

Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.

Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?

Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.

Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.

Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?

Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.

Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.

Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?

Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.

Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.

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