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Gelbe Symbiosegrundel, Cryptocentrus cinctus, ca. 3,0-4,0 cm
| Deutscher Name: | Gelbe Symbiosegrundel |
| Wissenschaftlich: | Cryptocentrus cinctus |
| Synonyme: | Gelbe Wächtergrundel, Gelbe Partnergrundel, Yellow Watchman Goby, Yellow Shrimp Goby |
| Herkunft: | Westpazifik: von Singapur und Indonesien bis zu den Yaeyama-Inseln, Palau und zum Great Barrier Reef |
| Riffaquarium-tauglich: | Geeignet – lässt Korallen und Wirbellose in Ruhe, lebt in Symbiose mit Pistolenkrebsen |
| Verträglichkeit: | Einzeln oder als Paar; friedlich zu anderen Arten, gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen zänkisch |
| Wasserwerte: | Dichte 1,023–1,025 (ca. 34–35 ‰), pH 8,1–8,4, KH 7–11 °dH |
| Temperatur: | 23–27 °C |
| Beckengröße: | Ab etwa 100 Litern mit freier, feiner Sandfläche |
| Futter: | Fleischfresser: Mysis, Artemia, Krill, Copepoden, sinkendes Granulat |
| Schwierigkeitsgrad: | Einfach – robust und für Einsteiger geeignet |
| Geschlechts-Unterschiede: | Schwer erkennbar; Männchen mit etwas verlängerten Stacheln der ersten Rückenflosse |
| Zucht möglich: | Höhlenlaicher im Wohnbau; im Aquarium bereits erfolgreich nachgezogen |
| Maximale Größe: | Etwa 8 bis 10 cm |
| Liefergröße: | ca. 3,0-4,0 cm |
Herkunft von Gelbe Symbiosegrundel (Cryptocentrus cinctus)
Die Gelbe Symbiosegrundel ist im tropischen Westpazifik verbreitet. Ihr Areal reicht von Singapur, Indonesien und den Philippinen über Taiwan bis zu den japanischen Yaeyama-Inseln, ostwärts bis Palau und Truk in Mikronesien und südlich bis Papua-Neuguinea, Nordwestaustralien und zum Great Barrier Reef. Sie lebt auf Sandflächen in klaren, flachen Lagunen, an sandigen Riffhängen und in geschützten Küstenbuchten, meist in etwa zehn bis fünfundzwanzig Metern Tiefe, gelegentlich auch flacher. Berühmt ist die Art für ihre Lebensgemeinschaft mit Knallkrebsen der Gattung Alpheus. Der nahezu blinde Krebs gräbt und pflegt unermüdlich eine Wohnröhre im Sand, während die Grundel am Eingang Wache hält. Mit seinen Antennen hält der Krebs ständig Kontakt zu ihr, und bei Gefahr warnt ihn die Grundel mit Schwanzschlägen, bevor beide blitzschnell im Bau verschwinden. Neben der namensgebenden leuchtend gelben Form mit schwachen Querbändern gibt es eine helle, grauweiße Farbform mit deutlichen braunen Binden. Beide tragen feine hellblaue Punkte auf Kopf, vorderem Rücken und Flossen sowie einen dunklen Streifen über dem Oberkiefer. Der Name Wächtergrundel beschreibt ihr Verhalten treffend: Den größten Teil des Tages sitzt sie aufmerksam vor ihrer Höhle und beobachtet die Umgebung.
Eignung für das Riffaquarium
Die Gelbe Symbiosegrundel ist uneingeschränkt riffgeeignet. Sie lässt Stein- und Weichkorallen, Anemonen, Muscheln und Schnecken unbehelligt. Garnelen werden in der Regel ebenfalls nicht angegriffen; sehr kleine Zwerggarnelen oder frisch gehäutete Tiere können aber gelegentlich als Beute angesehen werden. Ein Knallkrebs als Partner bereichert das Becken, ist aber keine Voraussetzung. Zu beachten ist, dass die Grundel und ihr Krebs Sand umlagern und kleine Steine untergraben können; Riffaufbauten sollten deshalb fest auf dem Beckenboden stehen.
Vergesellschaftung und Verhalten
Gegenüber anderen Fischarten verhält sich die Gelbe Symbiosegrundel friedlich. Gleichgeschlechtliche Artgenossen und ähnlich lebende Wächtergrundeln werden dagegen um Höhlen und Sandflächen heftig bekämpft. Am besten pflegt man sie einzeln oder als harmonierendes Paar. Gut passen Riffbarsche, Kardinalbarsche, Feenbarsche, Zwergkaiserfische und friedliche Lippfische. Sehr große, räuberische Fische und dominante Bodenbewohner können sie dagegen dauerhaft in die Höhle verbannen. Besonders reizvoll ist die gemeinsame Pflege mit einem Knallkrebs, etwa Alpheus randalli oder Alpheus bellulus.
Wasserwerte und Temperatur
Die Art ist anpassungsfähig und gedeiht unter üblichen Riffbedingungen: Dichte 1,023 bis 1,025 bei 25 °C, entsprechend etwa 34 bis 35 Promille Salzgehalt, pH-Wert 8,1 bis 8,4, Karbonathärte 7 bis 11 °dH und eine Temperatur von 23 bis 27 °C. Eine mäßige Strömung am Boden ist ihr lieber als starke Turbulenzen, und niedrige Nitrat- und Phosphatwerte sowie regelmäßige Teilwasserwechsel sorgen für dauerhaft gute Haltungsbedingungen.
Aquarium und Einrichtung
Ein Becken ab etwa 100 Litern genügt für ein Tier oder ein Paar, sofern eine freie Bodenfläche mit mindestens fünf bis acht Zentimeter tiefem, feinem bis mittelkörnigem Sand vorhanden ist. Unter flachen Steinen gräbt die Grundel bevorzugt ihre Höhle. Da die Art bei Schreck springen kann, ist eine Abdeckung oder ein Sprungschutz wichtig.
Futter und Futterumstellung
In der Natur ernährt sich die Gelbe Symbiosegrundel von kleinen Krebstieren, Würmern und anderen Bodentieren, die sie aus dem Sand siebt oder aus dem Wasser schnappt. Im Aquarium nimmt sie Frostfutter wie Mysis, Artemia, Krill und Copepoden sowie sinkendes Granulat meist sofort an. Das Futter sollte so angeboten werden, dass es in Höhlennähe absinkt, da sie sich nur ungern weit von ihrem Bau entfernt. Ein- bis zweimal täglich füttern genügt.
Eingewöhnung
Den Transportbeutel etwa 15 Minuten im Becken schwimmen lassen, damit sich die Temperatur angleicht. Danach über die Tropfmethode innerhalb von 30 bis 60 Minuten langsam Aquarienwasser zugeben, bis Salzgehalt und pH angeglichen sind. Die Grundel ohne Transportwasser in Bodennähe freilassen, idealerweise nahe einer Höhle oder eines flachen Steins, und die Beleuchtung einige Stunden gedimmt halten. Soll ein Knallkrebs dazukommen, wird er am besten zeitnah eingesetzt.
Geschlechtsunterschiede
Männchen und Weibchen sind äußerlich schwer zu unterscheiden. Männchen besitzen meist etwas verlängerte Stacheln der ersten Rückenflosse, Weibchen wirken zur Laichzeit fülliger. Eine sichere Bestimmung gelingt oft erst, wenn sich ein Paar gefunden hat.
Zucht
Die Art laicht in ihrer Wohnhöhle, wo das Gelege an Decke oder Wänden haftet und vom Männchen bewacht wird. Im Aquarium wurde die Gelbe Symbiosegrundel bereits erfolgreich nachgezogen, die Aufzucht der planktischen Larven mit Rädertierchen und Copepoden-Nauplien ist jedoch aufwendig.
Endgröße und Lebenserwartung
Die Gelbe Symbiosegrundel erreicht eine Länge von etwa 8 bis 10 cm, im Aquarium bleiben viele Tiere etwas kleiner. Zur Lebenserwartung liegen keine verlässlichen Angaben vor.
| Temperaturbereiche: | Mäßig warm (22-23°C) - wenig zuheizen, Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie werden Meerwassertiere versendet?
Meerwasserfische, Garnelen, Seesterne, Korallen und Anemonen versenden wir ausschließlich mit dem zugelassenen Tierkurier GO! im Übernachtexpress. Jedes Tier beziehungsweise jede Koralle reist einzeln in einem Beutel mit Meerwasser und Sauerstoff, verpackt in einer isolierten Styroporbox – bei kühler Witterung zusätzlich mit Wärmepack.
Meerwassertiere führen wir als Bestellware mit einer Lieferzeit von 2–5 Tagen. Bitte sorge dafür, dass die Sendung am Liefertag angenommen werden kann, damit die Tiere schnell ins Aquarium kommen.
Wie gewöhne ich Meerwassertiere nach der Ankunft ein?
Dimme zunächst das Licht im Aquarium. Lege die geschlossenen Beutel 15–20 Minuten auf die Wasseroberfläche, damit sich die Temperatur angleicht. Gib dann mit der Tropfmethode langsam Aquarienwasser in ein Gefäß mit den Tieren, bis sich Salzgehalt und pH-Wert angeglichen haben – bei Fischen etwa 30–45 Minuten, bei Garnelen, Seesternen und Seeigeln deutlich langsamer über 60–90 Minuten, denn sie reagieren empfindlich auf Salzgehaltsschwankungen.
Setze die Tiere anschließend um, ohne das Transportwasser ins Aquarium zu geben. Seesterne, Muscheln und Schwämme sollten dabei möglichst nicht an die Luft kommen. Lass das Licht am ersten Tag gedimmt und füttere erst am nächsten Tag.
Was muss ich bei Korallen und Anemonen beachten?
Gewöhne Korallen langsam an das Licht: Platziere sie anfangs etwas tiefer oder schattiger und setze sie erst nach einigen Tagen an ihren endgültigen Platz. Halte Abstand zu Nachbarkorallen, denn viele Arten bilden Nesselfäden. Achte auf eine zur Art passende Strömung.
Anemonen können wandern – sichere Pumpen und Überläufe deshalb mit einem Schutzkorb. Bei Krustenanemonen (Zoanthus, Palythoa) beim Umgang immer Handschuhe und Augenschutz tragen, da sie Palytoxin enthalten können; die Kolonien niemals abkochen, abbürsten oder unter Druck abspülen.
Welche Wasserwerte brauchen Meerwassertiere?
Die meisten Riffbewohner fühlen sich in diesem Rahmen wohl: Salzgehalt 33–35 ‰ (Dichte etwa 1,023–1,025 bei 25 °C), Temperatur 24–26 °C, pH-Wert 8,0–8,4, KH 7–9 °dH, Calcium 400–450 mg/l und Magnesium 1.250–1.350 mg/l bei niedrigen Nitrat- und Phosphatwerten. Wichtiger als einzelne Spitzenwerte ist, dass die Werte stabil bleiben.
Artspezifische Angaben findest du jeweils in der Artikelbeschreibung.