Südlicher Tomatenfrosch, Dyscophus guineti
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Südlicher Tomatenfrosch, Dyscophus guineti
| Deutscher Name: | Südlicher Tomatenfrosch |
| Wissenschaftlich: | Dyscophus guineti |
| Synonyme: | Madagaskar-Tomatenfrosch, Roter Madagaskar-Frosch |
| Herkunft: | Madagaskar – Tropische Regenwälder und sumpfige Gebiete |
| Lebensweise: | Bodenbewohnend, dämmerungs- und nachtaktiv |
| Haltungsform: | Feuchtes Boden-Terrarium mit flacher Wasserschale |
| Mindestgröße des Terrariums: | 80x50x50 cm (LxBxH) für ein Tier, größer für Gruppen |
| Temperatur & Luftfeuchtigkeit: | 22-26°C am Tag, leichte Nachtabsenkung, 70-85 % Luftfeuchtigkeit |
| Beleuchtung: | UVB nicht zwingend notwendig, Tageslichtlampen empfohlen |
| Bodengrund: | Feuchter Humusboden mit Moos und Laubstreu |
| Futter: | Insekten, Würmer, kleine Wirbellose, Kalzium- und Vitaminzugabe empfohlen |
| Maximale Größe: | bis zu 10 cm |
Lebensraum und Verhalten des Südlichen Tomatenfroschs (Dyscophus guineti)
Der Südliche Tomatenfrosch stammt aus den feuchten Regenwäldern Madagaskars und ist vor allem in sumpfigen Waldgebieten und Überschwemmungszonen zu finden. Diese Art lebt bodenbewohnend und verbringt den Großteil des Tages eingegraben im feuchten Substrat oder unter Laubstreu, um sich vor Fressfeinden zu schützen. In der Dämmerung und Nacht wird er aktiv und begibt sich auf Nahrungssuche. Charakteristisch ist seine auffällige, leuchtend rote bis orangefarbene Haut, die potenzielle Fressfeinde warnt. Zur Verteidigung kann er eine klebrige, leicht reizende Hautsekretion abgeben.
Die richtige Haltung im Terrarium
Ein geräumiges Boden-Terrarium mit feuchtem Substrat ist ideal für die Haltung des Tomatenfroschs. Eine Größe von 80x50x50 cm ist für ein Tier ausreichend, für mehrere Frösche sollte die Fläche größer gewählt werden. Da die Art keine guten Kletterfähigkeiten besitzt, ist ein hoher Landanteil notwendig, während eine flache Wasserschale zur Verfügung stehen muss, um die Feuchtigkeit zu gewährleisten und ein gelegentliches Bad zu ermöglichen.
Die richtige Bepflanzung
Die Bepflanzung sollte aus robusten, feuchtigkeitsliebenden Pflanzen bestehen, die eine dichte Vegetation schaffen. Farne, Bromelien und Moose eignen sich hervorragend, da sie die Luftfeuchtigkeit unterstützen. Zudem bieten Korkröhren und Wurzeln natürliche Versteckmöglichkeiten für den Frosch.
Beleuchtung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Der Südliche Tomatenfrosch benötigt eine Temperatur von 22-26°C am Tag mit einer leichten Nachtabsenkung. Eine zusätzliche Wärmelampe kann punktuell genutzt werden, um eine warme Stelle zu schaffen. UVB-Licht ist für diese Art nicht zwingend erforderlich, eine natürliche Tageslichtlampe reicht aus. Die optimale Luftfeuchtigkeit beträgt 70-85% und sollte durch tägliches Sprühen aufrechterhalten werden. Eine einfache Sprühflasche reicht aus, aber für eine komfortablere Pflege kann ein automatisches Beregnungssystem genutzt werden. Falls Heizmatten genutzt werden, sollten sie an der Seiten- oder Rückwand angebracht werden, niemals auf dem Boden. Wärmelampen müssen außerhalb der Reichweite des Froschs installiert werden, um Verbrennungen zu vermeiden. Die Temperaturregelung sollte über ein Thermostat erfolgen, um eine stabile Umgebung zu gewährleisten.
Fütterung: Was frisst der Tomatenfrosch?
Der Tomatenfrosch ernährt sich von Insekten und kleinen Wirbellosen. Geeignet sind Heimchen, Grillen, Schaben, Würmer sowie gelegentlich kleinere Schnecken. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist essenziell, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Kalzium- und Vitaminpräparate sollten regelmäßig über das Futter gestäubt werden.
Geschlechtsunterschiede bei Dyscophus guineti
Weibchen sind deutlich größer und kräftiger als Männchen. Während der Paarungszeit rufen die Männchen mit tiefen, brummenden Lauten.
Zucht und Fortpflanzung
Zur Fortpflanzung benötigen Tomatenfrösche feuchte Bedingungen und ein ruhiges Umfeld. Das Weibchen legt die Eier in flachen Wasserstellen ab, wo sich die Kaulquappen innerhalb weniger Wochen zu Jungfröschen entwickeln. In Gefangenschaft gelingt die Nachzucht nur unter optimalen Bedingungen.
Giftigkeit und Schutzmechanismen
Der Tomatenfrosch produziert eine klebrige Hautsekretion, die potenzielle Fressfeinde abschreckt. Diese ist für Menschen nicht gefährlich, kann aber Hautreizungen verursachen. Nach dem Handling sollten die Hände gründlich gewaschen werden.
| Temperaturbereiche: | Sehr warm (27-30°C) - viel heizen, Warm (24-26°C) - heizen |
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Häufige Fragen (FAQ)
Frosch, Kröte, Unke – Die Unterschiede
Frösche, Kröten und Unken gehören alle zu den Froschlurchen (Anura), unterscheiden sich jedoch in einigen Merkmalen:
-
Frösche
- Meist eine glatte, feuchte Haut
- Lange Hinterbeine für weite Sprünge
- Leben oft in feuchten Gebieten wie Teichen und Sümpfen
- Beispiel: Laubfrosch (Hyla arborea)
-
Kröten
- Trockene, warzige Haut
- Kürzere Beine, meist weniger sprungkräftig
- Können in trockeneren Gebieten überleben
- Beispiel: Erdkröte (Bufo bufo)
-
Unken
- Flacher Körper, oft auffällige Bauchfärbung (Warnfarben)
- Leben meist im Wasser und haben eine defensive Haltung (Unkenreflex)
- Beispiel: Gelbbauchunke (Bombina variegata)
Trotz ihrer Unterschiede gehören sie alle zur selben Ordnung und teilen viele Eigenschaften, wie ihre Fortpflanzung im Wasser und eine Metamorphose vom Kaulquappenstadium zum erwachsenen Tier.
Ist die Schildkröte (k)eine Amphibie?
Nein, Schildkröten gehören nicht zu den Amphibien, sondern zu den Reptilien.
Amphibien (Lurche) durchlaufen in der Regel eine Metamorphose, bei der sich ihr Körperbau von einer wasserlebenden Larve zu einem landlebenden Tier verändert. Sie haben eine feuchte Haut ohne Schuppen und atmen je nach Entwicklungsstadium über Kiemen, Haut oder Lungen.
Schildkröten hingegen sind Reptilien, da sie:
- Eine trockene, schuppige Haut oder einen Panzer besitzen.
- Direkt als Miniatur-Erwachsene aus dem Ei schlüpfen, ohne Metamorphose.
- In der Regel keine Hautatmung haben.
Manche Schildkrötenarten, wie die Weichschildkröten, können zwar über die Haut Sauerstoff aufnehmen, doch das macht sie nicht zu Amphibien. Auch semi-aquatische Schildkröten wie die Rotwangen-Schmuckschildkröte leben teilweise im Wasser, gehören aber biologisch zu den Reptilien.
Falls du eine Erklärung für Anfänger suchst, könnte man es so zusammenfassen:
➡ Amphibien = Tiere mit Metamorphose und feuchter Haut (z. B. Frösche, Salamander).
➡ Reptilien = Tiere mit Schuppen/Panzer und direkter Entwicklung (z. B. Schildkröten, Echsen, Schlangen).
Was fressen Amphibien und muss das Futter mit Vitaminen und Calcium ergänzt werden?
Die Ernährung von Amphibien hängt von der jeweiligen Art ab, aber die meisten sind Fleischfresser und fressen kleine Wirbellose wie Insekten, Würmer und Krebstiere.
Häufige Futterquellen für Amphibien:
- Lebendfutter: Heimchen, Grillen, Mehlwürmer, Regenwürmer, Wachsmottenlarven
- Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Daphnien
- Pellets: Spezielle Amphibien-Pellets für bestimmte Arten (z. B. Axolotl)
Brauchen Amphibien Nahrungsergänzungen?
Ja, viele Amphibien benötigen eine Zusatzversorgung mit Calcium und Vitamin D3, um Knochenerkrankungen und Verformungen zu vermeiden, besonders die landlebenden Arten. Da ihre natürliche Nahrung oft mineralreicher ist als Futtertiere aus der Zucht, sollte das Futter regelmäßig bestäubt werden mit:
- Calciumpräparaten (z. B. Sepiaschale, Kalziumpulver)
- Vitamin D3-Präparaten, wenn keine UVB-Lampe verwendet wird
Ein Mangel an Calcium kann zu Rachitis und Knochenverformungen führen, insbesondere bei Fröschen, Kröten und Axolotln. Daher ist eine regelmäßige Ergänzung wichtig.
Halten Amphibien eine Winterruhe?
Ob Amphibien eine Winterruhe halten, hängt von der Art und ihrem natürlichen Lebensraum ab.
- Tropische Amphibien (z. B. Pfeilgiftfrösche, Rotaugenlaubfrösche) halten keine Winterruhe, da in ihren Heimatregionen das Klima konstant bleibt.
- Mitteleuropäische Arten (z. B. Erdkröte, Laubfrosch, Gelbbauchunke) überwintern in der Natur in frostfreien Verstecken.
- Axolotl und andere rein aquatische Arten halten keine echte Winterruhe, reagieren aber auf kühle Temperaturen mit reduzierter Aktivität.
Muss eine Winterruhe im Terrarium nachgestellt werden?
Bei einheimischen Amphibienarten kann eine Winterruhe nachgestellt werden, indem die Temperatur schrittweise gesenkt wird. Dies ist wichtig für die natürliche Fortpflanzung einiger Arten. Die Winterruhe erfolgt in:
- Kühlen Kellerräumen oder Kühlschränken bei 4-8°C
- Einem leicht feuchten, aber nicht nassen Substrat für Kröten und Frösche
- Einem kühlen Wasserbecken für Molche und Salamander
Achtung: Nicht alle Amphibien benötigen eine Winterruhe! Bei exotischen Arten kann eine plötzliche Temperaturabsenkung schädlich sein. Informiere dich genau über die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Art.
Dürfen Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen?
Grundsätzlich sind die meisten Amphibien Insekten- und Wirbellosenfresser. Es gibt jedoch einige größere Arten, die auch kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Fische oder sogar andere Amphibien fressen können.
Welche Amphibien fressen Wirbeltiere?
- Riesenmolche (z. B. Chinesischer Riesensalamander, Andrias davidianus) – ernähren sich von Fischen und anderen Amphibien.
- Große Krötenarten (z. B. Aga-Kröte, Bufo marinus) – können kleine Wirbeltiere fressen, tun dies aber eher selten.
- Riesenfrösche (z. B. Afrikanischer Ochsenfrosch, Pyxicephalus adspersus) – fressen Mäuse, kleine Reptilien und andere Amphibien.
- Pacman-Frosch (Ceratophrys sp.) – hat ein großes Maul und verschlingt auch kleine Mäuse oder Fische.
- Tiger-Salamander (Ambystoma tigrinum) – kann in Ausnahmefällen kleine Wirbeltiere fressen, ernährt sich aber überwiegend von Wirbellosen.
Sind Mäuse ein geeignetes Futter für Amphibien?
Obwohl einige Amphibien Mäuse oder andere Wirbeltiere fressen können, ist dies nicht die beste Ernährung. Der hohe Fett- und Puringehalt von Wirbeltieren kann zu Verdauungsproblemen und Nierenproblemen führen. Besonders Mäuse enthalten viel Protein und Fett, was für Amphibien schwer verdaulich ist.
- Pacman-Frösche & Ochsenfrösche: Mäuse nur gelegentlich als Futter anbieten, nicht als Hauptnahrung.
- Salamander & Kröten: Sollten keine Wirbeltiere gefüttert bekommen, da ihre Verdauung auf Insekten und Würmer ausgelegt ist.
- Axolotl & andere Wassersalamander: Können kleine Fische oder Kaulquappen fressen, aber keine Mäuse.
Alternative Proteinquellen für große Amphibien:
Statt Mäusen kann man füttern:
✔ Große Insekten (Schaben, Heuschrecken, Grillen)
✔ Regenwürmer und Mehlwürmer
✔ Fischstücke oder Garnelen (für aquatische Arten)
✔ Frostfutter wie Mückenlarven oder Krill
Fazit:
Einige große Amphibien können Mäuse oder andere kleine Wirbeltiere fressen, doch dies sollte nur selten und mit Bedacht geschehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Insekten und Krebstieren ist deutlich gesünder.
Wie werden Amphiben versendet?
Alle Amphibien sind Wirbelltiere und werden von uns, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, mit einem speziellen Tierkurier (GO!) versendet, der Transport dauert durchschnittlich nur 16-18 Stunden.
Je nach Ansprüchen der Tiere versenden wir sie auf feuchtem Moos oder in Wasser. Der Versand der Amphibien erfolgt grundsätzlich in einer stabilen Thermobox. In der kalten Jahreszeit werden die Tiere mit Heatpacks und ggf. zusätzlichem Wasservolumen zusätzlich vor niedrigen Temperaturen geschützt. Im Sommer werden ebenfalls zusätzliche Wasserbeutel als Temperaturpuffer eingesetzt.
Was sind Amphibien und welche Arten gibt es?
Amphibien sind eine Gruppe von Wirbeltieren, die sowohl an Land als auch im Wasser leben können. Sie gehören zur Klasse der Lurche (Amphibia) und zeichnen sich durch ihre meist feuchte, drüsenreiche Haut aus, die ihnen das Atmen auch außerhalb des Wassers ermöglicht.
Es gibt drei Hauptgruppen von Amphibien:
- Froschlurche (Anura) – Dazu gehören Frösche, Kröten und Unken. Sie haben kräftige Hinterbeine zum Springen und meist eine glatte oder warzige Haut.
- Schwanzlurche (Caudata/Urodela) – Dazu gehören Molche und Salamander. Sie haben einen länglichen Körper mit Schwanz und oft gut entwickelte Gliedmaßen.
- Blindwühlen (Gymnophiona) – Diese wenig bekannten Amphibien sehen aus wie wurmartige Schlangen und leben meist unterirdisch oder im Wasser.
Amphibien kommen in vielen verschiedenen Lebensräumen vor, von tropischen Regenwäldern bis zu kühleren gemäßigten Zonen. Viele Arten durchlaufen eine Metamorphose, bei der sie von einer wasserlebenden Larve zu einem an Land lebenden Tier heranwachsen.
Geschlechtsauswahl bei unseren Amphibien
Wenn wir eine gezielte Auswahl des Geschlechts bei Tieren vornehmen können ist dies immer direkt am Artikel angegeben. Bei vielen Tieren geht das leider aus verschiedenen Gründen nicht. Zum Beispiel weil bei Jungtieren die Färbung beider Geschlechter identisch ist, weil es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt, weil wir beispielsweise immer nur ein Geschlecht geliefert bekommen oder aus diversen anderen Gründen.
Wir versuchen immer den Wünschen unserer Kunden nachzukommen wenn das irgendwie möglich ist.